Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

The Castle

Das Musical der Sinne

Buch und Musik von Thomas Schmidt
Text von Brian Burgess und Thomas Schmidt

Inszenierung

Uraufführung: 24. Oktober 2002  
Musicalzelt auf dem Volksfestplatz, Nürnberg, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA24. Oktober 2002Musicalzelt auf dem Volksfestplatz, Nürnberg

Inhaltsangabe

„Während einer Führung durch die alte keltische Burg Brednock Caste tauchen zwei Teilnehmer einer Reisegruppe ins Mittelalter ein und finden sich dort wieder als Königstochter Lady Margaret und als Bauernjüngling John. Zwischen ihnen entwickelt sich eine nicht standesgemäße Liebesbeziehung. König Duncan, ein Tyrann, hat seine Tochter einem reichen Prinzen versprochen und läßt sie in ihrer Kammer einsperren, um die ungleiche Liaison zu unterbinden. John weiß nichts von der Anordnung des Königs und glaubt, seine Margaret habe sich von ihm abgewandt. Als allerdings die Jagdsaison auf Brednock Castle eröffnet wird, darf sie ihre Kammer wieder verlassen und trifft sich heimlich wieder mit ihrem Geliebten. Beide werden von der Jagdgesellschaft überrascht und es kommt zur finalen Begegnung zwischen dem König und dem Bauernjüngling, dessen letzte Stunde geschlagen scheint. Doch alle haben die Rechnung ohne das Volk gemacht, das sich nun gegen den Tyrannen erhebt. Es kommt zu einem überraschenden Finale…“

(aus dem Programmheft der UA)

Kritiken

„Uneinheitlich auch die Qualität der Songs. Komponist Thomas Schmidt hat sich an einem interessanten Stil-Mix versucht. Er kombiniert irisch-keltische Elemente mit klassischer Musik, Rock und Pop. Keine ganz ausgegorene Mischung: Fetzige, mitreißenden Stücken · eingespielt von einem sattelfesten Orchester · wechseln sich ab mit seelenlosem Synthesizer-Gedudel. Die schlechte Akustik des Zeltes schmälert den Hörgenuss weiter, ebenso wie die heftig brummenden Windgeneratoren. Die lassen ein laues Lüftchen durch den Saal wehen · der Atmosphäre wegen, schließlich soll „The Castle“ ein „Musical der Sinne“ sein, sagt Thomas Schmidt. Auch optisch soll den Zuschauern daher viel geboten werden, etwa 1200 Quadratmeter Foto-Tapete mit Waldmotiv oder eine hektische Beleuchtung, die die Burg-Kulisse ständig in wechselnde Farben taucht.

[ohne Autorennennung]: Fetzige Songs und seelenloses. In: Donaukurier (Nürnberg), 28. Oktober 2002.

„Das schnurgerade vor sich hin erzählte Mittelaltermärchen wird von keinerlei Dramaturgie behindert, keine Figur entwickelt sich auch nur ein bißchen. Brednock Castle besteht ebenso wie die gesamte Festzelt-Dekoration aus Fototapete, keine Spur vom angekündigten echten Wald. 

[…] Je höher die geschürten Erwartungen, desto tiefer die Enttäuschung: als Amateurproduktion hätte „The Castle“ vielleicht eine freundlichere Aufnahme gefunden.“

Angela Reinhardt: The Castle. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 98, Dezember 2002/Januar 2003, Seite 37-38.

Medien / Publikationen

Audio

Empfohlene Zitierweise

„The Castle“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/the-castle/

Letzte inhaltliche Änderung: 27. August 2020.