Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

The Rink – Die Rollschuhbahn [Bielefeld]

Musical

Musik von John Kander
Textbuch von Terrence McNally
Gesangstexte von Fred Ebb
Deutsch von Markus Weber

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 8. März 1986
Bühnen der Stadt Bielefeld, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:

Premierenchronik

USAUA4. Februar 1984Martin-Beck-Theatre, New York
DDspr. EA8. März 1986Bühnen der Stadt, Bielefeld
GBEA17. Februar 1988Cambrige Theatre, London
AEA8. April 1990Landestheater, Salzburg
CHEA9. Oktober 1991Stadttheater, Luzern

Inhaltsangabe

„Angel Antonelli kommt mit 30 Jahren nach Hause zurück. Sie hat ihr unstetes Leben satt und will mit Anna, ihrer Mutter, zusammen neu anfangen: die Rollschuhbahn, welche ihnen beiden gehört, wieder in Schwung bringen. Die ganzen Jahre, die sie fern von zuhause gelebt hat, träumte sie von der glitzernden Welt des Luna-Parks und vom Rollschuh-Palast, in dem sie ihre Kindheit verbracht hatte.

Aber die großen Zeiten dieser Art von Vergnügungspark sind vorbei; der ganze Park ist stillgelegt. Ihre Mutter hat ohne Angels Wissen die Bahn verkauft und die Abbrucharbeiter bestellt. Die Koffer sind gepackt – Anna will mit ihrem Jugendfreund zurück nach Italien.

So treffen sich die beiden Frauen nach sieben Jahren das erste Mal wieder: Angel voll Optimismus und gutem Willen und Anna, zynisch und illusionslos. Die alten Probleme brechen auf, aber auch Erinnerungen an glückliche Zeiten, als die Familie mit Vater Dino und Großvater noch zusammengehörte. Die Figuren und Szenen der Vergangenheit werden lebendig: Der gutaussehende Dino, der seiner Frau Anna nie treu sein konnte und sich schließlich aus Trotz und Frustration freiwillig zum Korea-Krieg meldete. Angels 5. Geburstag, als Dino ihr eine wundervolle Spiegelkugel schenkte. Annas böse Erfahrungen mit der zunehmenden Gewalttätigkeit gewisser junger Leute, der sie hilflos ausgesetzt war. Angel lernt ein paar bittere Kapitel aus dem Leben ihrer Mutter kennen, aber trotzdem will sie um ihren Rink kämpfen; immerhin hatte ihre Mutter sie als Mitbesitzerin beim Verkauf übergangen. Sie ruft das Anwaltsbüro an, das den Verkauf geregelt hat und erklärt den Verkaufs-Vertrag für ungültig.

Annas und Angels Kampf geht weiter, und bei der gegenseitigen Abrechnung tauchen neue Gesichter und Geschichten aus der Vergangenheit auf: Der ehrliche Lenny Pegedis, der Anna heiraten wollte, sie aber an Dinos Charme verlor. Dinos Flucht aus der Familie, die Scheidung, Annas Männergeschichten. Angels erste Party, an der ihr der senile Onkel Fausto die Wahrheit über den „Tod“ ihres Vater erzählte; ihr eigener Bruch mit der Mutter, die ihr nichts von der Scheidung erzählt hatte. Angels große Liebe aus der Hippy-Szene Kaliforniens. Die letzte Begegnung mit Dino, der eine neue Familie gegründet hatte. Plötzlich klingelt das Telefon: wahrscheinlich ist es der Anwalt, der den Verkaufs-Vertrag der Bahn rückgängig machen soll. Aber Angel geht nicht ran – und draußen wartet der ehrliche, alte Lenny Pegedis, um mit Anna nach Italien zu fliegen . . .“

(aus dem Programmheft der deutschsprachigen Erstaufführung)

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Empfohlene Zitierweise

„The Rink – Die Rollschuhbahn“ [Bielefeld]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/the-rink-bielefeld/

Letzte inhaltliche Änderung: 19. November 2019.