Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Tick, tick … BOOM! [Datteln]

Musical

Idee, Musik und Songtexte von Jonathan Larson
Buch von David Auburn
Deutsche Übersetzung von Bernd Julius Arends

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 1. April 2011 
Katielli-Theater, Datteln, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA6. September 1990Second Stage Theatre, New York
USAUA-NF23. Mai 2001Jane Street Theatre, New York
GBEA31. Mai 2005Menier Chocolate Factory, London
DEA11. März 2010Gymnasium der Stadt, Kerpen
DDspr. EA1. April 2011Katielli-Theater, Datteln
CHEA28. März 2012Gymnasium Oberwill, Oberwill
AEA30. September 2013Theater Drachengasse, Wien

Inhaltsangabe

„Dies ist ein Musical über den Mut, den es braucht, um einen Traum zu verfolgen. TICK, TICK… BOOM! ist Jonathan Larsons autobiografische Erzählung über einen jungen Komponisten, der mit 30 in Vergessenheit gerät. Seine Freundin möchte heiraten und aus der Stadt wegziehen, sein bester Freund macht das große Geld, während Jon noch immer versucht, ‚das‘ große Musical zu schreiben.

Mit vierzehn Songs, drei Darstellern in zehn Rollen und einer Band erzählt TICK, TICK… BOOM! die Entstehungsgeschichte des Broadway-Riesenerfolgs RENT. 1990 entstanden, bringt dieses Musical eingängige Melodien in einer einzigartigen stilistischen Verbindung von Pop und Musiktheater.“

(Verlagsangaben Musik und Bühne, Wiesbaden 2023)

Kritiken

„Jon trägt als Ich-Erzähler den Großteil des knapp zweistündigen Stücks. Die Rollen von Susan, Jons Freundin, die als Tänzerin reiche, untalentierte Kinder unterrichtet und von einem ruhigen Familienleben auf dem Land träumt, und Michael, Jons bestem Freund, der die Bühnen-Laufbahn zugunsten einer erfolgreichen Management-Karriere an den Nagel gehängt und vor Kurzem die Diagnose erhalten hat, dass er HIV-positiv ist, sind etwas unterentwickelt und brauchen exzellente Schauspieler sowie eine gute Regieführung, um nicht bloße Stichwortgeber zu bleiben. Glücklicherweise hat diese Produktion beides zu bieten…

[…] Zunächst etwas zurückhaltend, aber im zweiten Akt umso beeindruckender verkörpert Bernd Julius Arends den Michael. Arends übersetzte auch Dialoge und Liedtexte aus dem Englischen und lieferte dabei eine grundsolide Arbeit ab: Seine deutsche Fassung funktioniert bestens. […] So wird aus ‚Tick, tick … BOOM!‘ ein rundum gelungener, großer kleiner Theaterabend, dem hoffentlich noch viele weitere Prdouktionen im Katielli-Theater folgen.“

Mario Stork: Tick, tick … BOOM! Ein großer kleiner Theaterabend. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 149, Juni/Juli2011, Seite 12.

„Musical-Profi Paul Kribbe beweist bei seiner Regiearbeit viel Einfühlungsvermögen und überrascht zudem immer wieder mit netten Einfällen, wenn beispielsweise zwei Stühle einen Luxuswagen darstellen oder die Band (Jan Wolf am Klavier, Stefan Götzer an der Gitarre, Steffen Haas am Schlagzeug, Mike Hoffmann am Bass, unter der versierten musikalischen Leitung von Ratan Julian Jhaveri) ihre Instrumente zur Seite legt, um eine skurrile Szene in der Werbeagentur zur Vermarktung eines neuen Produktes zu spielen.

Mit ‚tick, tick…BOOM!‘ präsentiert sich ein herrliches Stück Musiktheater mit erfrischendem Humor, gut durchdachten deutschen Texten, nachdenklich stimmenden Tiefgang, guter Rockmusik sowie genialen Darstellern in kleinem Rahmen (man sitzt in der ersten Reihe nur 50cm entfernt vom Geschehen).“

Stephan Drewianka: Rita, wat kostet der Mäusespeck? Deutschsprachige Erstaufführung von „tick, tick…BOOM!“ im KatiElli Theater Datteln. In: blickpunkt musical, Ausgabe 52, Nr. 03/2011, Mai – Juni 2011, Seite 66-67.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Literatur

Kommentar

Da das Programmheft zur Uraufführung aktuell noch nicht vorliegt, stammen die Angaben aus den seinerzeitigen Presseveröffentlichungen. Die Angaben werden ggf. ergänzt oder geändert, wenn das Originalprogrammheft vorliegt.

Die deutsche und schweizer Erstaufführungen waren Schultheater-Aufführungen. Die Erstaufführung im Londoner Westend fand am 13. Mai 2009 im Duchess Theatre statt.

Die Uraufführung 1990 im Second Stage Theatre war ein Solo-Abend (workshop) Jonthan Larsons noch unter dem Titel „Boho Days“. Erst David Auburns Fassung 2001 wurde zu dem jetzigen Drei-Personen-Stück.

Aktuelle Inszenierungen an deutschsprachigen Bühnen verwenden die neue Übersetzung von Timothy Roller.

Das Musical wurde 2021 für Netflix verfilmt und  Andrew Garfield als Hauptdarsteller mit einem Golden Globe ausgezeichnet.

Empfohlene Zitierweise

„Tick, tick … BOOM!“ [Datteln]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/tick-tick-boom-datteln/

Letzte inhaltliche Änderung: 26. März 2024.