Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Tommy [Offenbach]

Musical

Musik und Songtexte von Peter Townsend
weitere Kompositionen und Songtexte von John Entwistle und Keith Moon
Buch von Pete Townsend und Des McAnuff

Inszenierung

Deutsche Erstaufführung (in Englisch): 22. April 1995
Musical-Theater, Offenbach, Bundesrepublik Deutschland 

Besetzung:  

(Die Rollen und ihre Darsteller in der Reihenfolge ihrer Auftritte)

Premierenchronik

USAUA22. April 1993St. James Theatre, New York
DEA (i. Engl.)28. April 1995Musical-Theater, Offenbach
DDspr. EA2. Juli 1999Stadttheater, Lübeck
AEA24. Juli 2002Eishalle, Amstetten
CHEA (i. Engl.)11. April 2013Querfeldhalle, Basel

Inhaltsangabe

„Das Musical erzählt die Geschichet von Tommy, der als kleiner Junge Zeuge wird, wie sein aus dem Krieg heimkehrender, totgeglaubter Vater den Liebhaber seiner Frau erschießt. Nachdem die Eltern dem Kind eingeschärft haben, daß es nichts gesehen und gehört habe und niemand davon erzählen dürfte, wird Tommy vermeintlich blind, taub und stumm. Fortan scheint den autistischen Jungen nichts mehr zu erreichen, bis er seine geniale Begabung fürs Flipperspiel entdeckt. Durch ein Schockerlebnis findet der inszwischen zum Teenager Herangewachsene dann auch wieder ins ‚wirkliche Leben‘ zurück. Er erlangt sogar so etwas wie Starruhm, bleibt auf andere Art und Weise aber dennoch isoliert, bis es ihm schließlich gelingt, die Feseln der Isolation abzustreifen, sich mit der Realität auszusöhnen und seine wahre Identität anzuerkennen.“

Gerhard Knopf: Tommy. Mitreißende deutsche Erstaufführung. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 53, Juni/Juli 1995, Seite 4- 7.

Kritiken

„Nein, alles was die Musical-Bühne bietet, braucht man wirklich nicht gesehen zu haben: ‚Tommy‘ allerdings ist ein absolutes Muß!

[…] Im Gegensatz zu anderen Großproduktionen englischsprachiger Musicals hierzulande setzt Produzent Peter Rieger voll und ganz auf das Original. So ist ‚Tommy‘ eine deutsche, nicht aber eine deutschsprachige Erstaufführung; gesungen wird nämlich in Englisch. Das sollte und wird wohl auch niemand abschrecken, schließlich wird die Geschichte rein optisch so klar und verständlich erzählt, daß man der (ohnehin im Programmheft abgedruckten) Handlung weitgehend mühelos folgen kann.

[…] Der Inszenierungsstil mit dem Regisseur Des McAnuff zusammmen mit Choreograph Wayne Cilento die Story abspult, läßt sich am treffendsten mit ‚rasant‘ bezeichnen: alles ist in Bewegung, die Kulissen allerdings mehr als die Darsteller. Ausstatter John Arnone hat mit wenigen, je nach Bedarf hereingleitenden oder verschwindenden Versatzstücken eine Bühne entworfen, die sekundenschnelle Szenenwechsel ermöglicht, und die dem Auge des Betrachters fast keinen Moment Ruhe gönnen. […] ‚Tommy‘ in Offenbach, das ist eine zweistündige, überwältigende musicalische Reise durch eine grandiose Bilderwelt. ‚Tommy‘ ist Staunen pur!“

Gerhard Knopf: Tommy. Mitreißende deutsche Erstaufführung. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 53, Juni/Juli 1995, Seite 4- 7.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Video-Aufnahme:

Literatur:

Empfohlene Zitierweise

„Tommy“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/tommy-offenbach/

Letzte inhaltliche Änderung: 30. November 2019.