Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Wie wird man Minister? („Ministerwechsel“) [Bad Salzuflen]

Musicalette nach „Fiston“ von Birabeau

Musik von Peter Kreuder
Text von Günther Schwenn und Erika Lanz

Inszenierung

Uraufführung: 12. August 1980 
Kurtheater, Bad Salzuflen, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:  

Premierenchronik

DUA12. August 1980Kurtheater, Bad Salzuflen
AEA21. Dezember 1980 Landestheater (Kammerspiele), Salzburg

Anmerkung: Die Uraufführung im Kurtheater Bad Salzuflen war eine Produktion des Landestheater Detmold, an dessen Bühnen am 11. Oktober 1980 die dortige Premiere stattfand.

Inhaltsangabe

„Frau Silvia besucht ihren Sohn Robert, den frischgebackenen Minister, in seinem Amt und entdeckt mit Entsetzen, daß der freundliche ältere Bürodiener in Roberts Vorzimmer ihr verflossener Ehemann Gabriel, also Roberts Vater, ist. Mutter und Sohn finden diesen Umstand unmöglich. Daß sich ‚hochpolitische‘ und menschliche Komplikationen ergeben, ist nur zu natürlich. Wie soll das alles enden?

Die Handlung lehnt sich eng an das Boulevardstück „Mein Sohn, der Herr Minister“ des Franzosen André Birabeau an.“

Inhalt aus dem Programmheft zur UA

Kritiken

„Der Beifall wollte kein Ende nehmen, und so viele Blumensträuße wie an diesem Abend hat das Kurtheater noch nie erlebt, allerdings auch noch keine Welturaufführung. Seit über 80 Jahren – so Kurdirektor Dieter Eibach bei einem Empfang nach der Vorstellung – bestehen enge Beziehungen zwischen dem Landestheater Detmold und dem Staatsbad, auf dessen Bühnen nun das erste deutsche Musical triumphal aus der Taufe gehoben wurde. Allen Beteiligten habe das Staatsbad sehr herzlich zu Danken, in Sonderheit aber dem weltberühmten Komponisten Peter Kreuder. […] Doch wie dem auch sei, Günther Schwenn und Erika Lanz haben aus dem Lustspiel ohne wesentliche Änderungen der Handlung den Text zu einer Musicalette mit Liedern geschaffen, die geeignet erscheinen, so beliebt zu werden, daß man sie als Schlager bezeichnet.“

ld.: Peter Kreuder: Beifall wollte nicht enden. Ein Meer von Blumen. In Salzufler Zeitung [ohne Datumsangabe].

„Also freu dich, liebe Cousine, auf ein intimes, menschlich-allzumenschliches (dazu gehört das Leben in einem Kultusministerium), mit Hang zur ‚wahren‘ Nuance erhellendes Musical, das im strikten Gegensatz zu manchem „heiß“ und „groß“ auftrumpfenden Musicalwerk aus den USA steht. Ein paar größere Tropfen aus der Flasche „deutsche Innerlichkeit“ sind ins Stück geträufelt. Kreuder: leise, abgeklärt, volkstümlich-schlicht, einmal quasi in Lönslieder-Nähe – so bei den fabelhaft eingängigen langsamen Walzern „Ich liebe die Liebe noch mehr als das Leben“ und „Die grauen Stunden möchte ich dir vergolden“. Doch unterschätz den alten Kreuder nicht. Flott, wenn auch in gefilterter Art, gibt er sich beim Duett „Meine Frau war mal deine Frau“ und dem Foxtrott „Jede Frau ist Eva“.

[…] Im schnell verwandlungsfähigen Bühnenbild von H. Trappe, mit herrlichsten Kostümen (Team Sperlich / Hametner), mit Erich Mewes als frisch souveränem Klavier-„Kopf“ der Combo […]“

Heinz Wissig: Hurra! – Neue „Ohrwürmer“ von Peter Kreuder sind da. Stimmung und Mitklatschen bei Bad Salzufler Uraufführung. In: Lippische Landeszeitung, Nr. 187 (1980), [ohne Datumsangabe].

Medien / Publikationen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Wie wird man Minister?“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/wie-wird-man-minister-salzuflen/

Letzte inhaltliche Änderung: 3. November 2021.