{"id":1035,"date":"2024-11-05T18:35:29","date_gmt":"2024-11-05T17:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=1035"},"modified":"2025-06-20T12:19:56","modified_gmt":"2025-06-20T10:19:56","slug":"das-laecheln-einer-sommernacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/das-laecheln-einer-sommernacht\/","title":{"rendered":"Das L\u00e4cheln einer Sommernacht (A Little Night Music)"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musikalische Kom\u00f6die<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik und Liedtexte von Stephen Sondheim<br>Buch von Hugh Wheeler nach dem gleichnamigen Film von Ingmar Bergman<br>Deutsche \u00dcbersetzung von Eckhardt Hachfeld<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 14. Februar 1975&nbsp;<br>Theater an der Wien, Wien, \u00d6sterreich<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Kresimir Sipusch \/ Adrian Manz<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: George Martin (in der Originalinszenierung von Harold Prince)<\/li>\n\n\n\n<li>Dialogregie: Rolf Kutschera<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Boris Aronson<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Florence Klotz<\/li>\n\n\n\n<li>Lichtregie: Tharon Musser<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mr. Lindquist: Kurt Schuh<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Nordstrom: Ursula Raunacher<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Anderssen: Johanna Graupe<\/li>\n\n\n\n<li>Mr. Erlanson: Hans Brandtner<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Segstrom: Ingrid Olofsson<\/li>\n\n\n\n<li>Frederika Armfeldt: Marianne Becker<\/li>\n\n\n\n<li>Madame Armfeldt: Zarah Leander<\/li>\n\n\n\n<li>Frid, ihr Butler: Klaus Wittmann<\/li>\n\n\n\n<li>Henrik Egerman: Peter Haener<\/li>\n\n\n\n<li>Anne Egerman: Aniko Hegy<\/li>\n\n\n\n<li>Fredrik Egerman: Gideon Singer<\/li>\n\n\n\n<li>Petra: Dagmar Koller<\/li>\n\n\n\n<li>Desiree Armfeldt: Susanne Almassy<\/li>\n\n\n\n<li>Bertrand, ein Page: Fritz Goblirsch<\/li>\n\n\n\n<li>Count Carl-Magnus Malcolm: Ren\u00e9 Frank<\/li>\n\n\n\n<li>Countess Charlotte Malcolm: Naemi Priegel<\/li>\n\n\n\n<li>Osa: Susanna Butler<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alternativbesetzungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mr. Lindquist: Josef Helmut Ettl<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Nordstrom: Nobuko Nezu<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Anderssen: Waltraud Winsauer<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Segstrom: Angela Murbach<\/li>\n\n\n\n<li>Mr. Erlanson: Daniel Jaquet<\/li>\n\n\n\n<li>Frederika Armfeldt: Birgit Machalissa<\/li>\n\n\n\n<li>Anne Egerman: Marianne Becker<\/li>\n\n\n\n<li>Osa: Cher Carnell<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>USA<\/td><td>UA<\/td><td>25. Februar 1973<\/td><td>Shubert Theatre, New York<\/td><\/tr><tr><td>A<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>1975<\/td><td>&nbsp;Theater an der Wien, Wien<\/td><\/tr><tr><td>GB<\/td><td>EA<\/td><td>15. April 1975<\/td><td>Adelphi Theatre, London<\/td><\/tr><tr><td>D<\/td><td>EA<\/td><td>2. April 1978<\/td><td>Theater am Aegi, Hannover<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Dreimal l\u00e4chelt die Sommernacht: einmal f\u00fcr die Jungen, die noch gar nichts wissen, ein zweites Mal f\u00fcr die Narren, die zu wenig wissen, und ein drittes Mal f\u00fcr die Alten, die zu viel wissen. Die lebenserfahrene Madame Armfeldt verr\u00e4t dieses Geheimnis ihrer Enkelin Fredrika. Und diese hat sogleich Gelegenheit, dem geheimnisvollen L\u00e4cheln in ihrem n\u00e4chsten Umfeld auf die Schliche zu kommen: Fredrikas Mutter, die Schauspielerin D\u00e9sir\u00e9e Armfeldt, m\u00f6chte ihre einstige Beziehung zu dem Anwalt Fredrik Egerman wieder aufleben lassen. Der ist inzwischen frisch verheiratet mit der blutjungen Anne, f\u00fcr die auch Henrik, Fredriks Sohn aus erster Ehe, amour\u00f6se Gef\u00fchle hegt. D\u00e9sir\u00e9e indes tr\u00f6stet sich mit dem kantigen Grafen Carl-Magnus Malcolm, dessen Gattin Charlotte diese Aff\u00e4re zu beenden trachtet. Auf dem Landsitz von Madame Armfeldt treffen schlie\u00dflich alle von der Liebe Bet\u00f6rten aufeinander, und der amour\u00f6se Reigen nimmt so richtig Fahrt auf. Ob Fredrika in all diesem Trubel das L\u00e4cheln der Sommernacht bemerken wird?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Kurzinhaltsangabe auf der Homepage des G\u00e4rtnerplatztheaters M\u00fcnchen, 2016.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;&#8218;Das L\u00e4cheln einer Sommernacht&#8216; ist wahrscheinlich die bisher aufwendigste und teuerste Auff\u00fchrung des Theaters an der Wien. Ganz sicher aber die nichtssagendste. [&#8230;] Der ganze erste Akt ist eine langgedehnte, m\u00fchsam dahinpl\u00e4tschernde Exposition, in der erkl\u00e4rt wird, und in zwar recht abgeschmackter Art, wer mit wem und warum verbandelt ist. Da\u00df dieser erste Akt auch an musikalischer Blutarmut leidet, verdreifacht die Langeweile.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] In diesem Rahmen geht dann eine m\u00fchsame Klischeeregie von grausamer Einfallslosigkeit \u00fcber die B\u00fchne. [&#8230;] Wie sehr die bisherigen Inszenierungen des Theaters an der Wien vom Ballett &#8218;lebten&#8216;, zeigt sich diesmal, wo es, f\u00fcr ein Musical ungew\u00f6hnlich und eigentlich auch untragbar, keine Tanzszenen gibt. Das von Rolf Kutschera angestrebte Spektakel-Theater begibt sich hier freiwillig seiner einzigen wirklichen Attraktion.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Fr. Eug.: Spektakel ohne Attraktion. &#8222;Das L\u00e4cheln einer Sommernacht&#8220; im Theater an der Wien. In: Volksstimme (Wien), 16. Februar 1975.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Sondheim-Wheelers &#8218;Das L\u00e4cheln einer Sommernacht&#8216; l\u00e4chelt im Theater an der Wien. Ingmar Bergman, gebrochen durch den Broadway &#8211; das ging fast restlos auf und ergab das vollendetste und intelligenteste Musical, das uns in und an der Wien bisher erreichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Und Stephen Sondheim \u00fcberzog sie mit dem Schleier einer durchsichtigen glitzernden und rhythmisch verfremdeten Walzertraummusik, in der kein sogenannter z\u00fcndender Einfall das Flie\u00dfen der Handlung unterbricht. Nur vereinzelt schimmern winzige melodische Keimzellen durch das fein instrumentierte, mitunter polyphone Gewebe, das entfernt Erinnerungen wachruft&nbsp; von Ravels &#8218;La Valse&#8216; bis zu Sibelius &#8218;Valse triste&#8216; &#8211; wie sie wieder kein Strau\u00df und kein Straus geschrieben haben. Das wird an der Wien dem Musical den B\u00fchnenboden nicht leichtmachen. Andererseits k\u00f6nnte der Pionierarbeit Direktor Kutscheras damit ein echter Durchbruch gelingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn die \u00dcbertragung in Harold Princes Originalinszenierung, dem B\u00fchnenbild Boris Aronsons und den Kost\u00fcmen Florence Klotz&#8216; d\u00fcrfte um einmal mehr nichts versch\u00fcttet, die Computerstrenge des Broadway daf\u00fcr sogar um einen nicht unwillkommenen Hauch l\u00e4ssigeren Wiener Operettencharmes gemildert haben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Fritz Walden: Kein &#8218;Land des Sommerl\u00e4chelns&#8216;! &#8222;Das L\u00e4cheln einer Sommernacht&#8220; im Theater an der Wien. In: Arbeiter-Zeitung, 16. Februar 1975.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ihrem Wiener Publikum hat sie jedenfalls nicht zugel\u00e4chelt, diese &#8218;Sommernacht&#8216; des gro\u00dfen Ingmar Bergman, nicht einmal zugeschmunzelt. Denn was bei ihm als kunstvolles In- und Nebeneinander traumhaft sch\u00f6ner Bilder und kunstvoller dramaturgischer Kniffe eben f\u00fcr das Medium Film ma\u00dfgeschneidert war, wurde erst einmal von Stephen Sondheim (Musik) und Hugh Wheeler (Text) f\u00fcr die amerikanische B\u00fchne, ihre Gesetze, ihren&nbsp; Gechmack \u00fcbersetzt: Brillant und ma\u00dfgeschneidert, mu\u00df man zugestehen; ein raffiniertes Maskenspiel entt\u00e4uschter, getroffener, entzweiter Ehegatten und unverstandener Jugend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Ein subtiles St\u00fcck also. Fein gesponnen aus Seelenregungen und Zw\u00e4ngen, sozialen Motiven und b\u00fcrgerlichen Konventionen. Ein St\u00fcck Belle \u00e9poque, wie&#8217;s im B\u00fcchl steht, mit einem Hauch von Ibsen, Strindberg, aber auch von Coward, eingebettet in Boris Aronsons parf\u00fcrmiertes B\u00fchnenbild: ein Schlo\u00df auf dem Lande, in einem Birkenhain, durch den diese Gesellschaft flirtet, t\u00e4ndelt und turtelt. Ein Notturno mit viel typisch englischer Konversation, voll feiner Pointen, Nadelstiche, Wortspiele&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Produkt noch einmal zu filtern, das hei\u00dft ins Deutsche zu \u00fcbertragen, besorgte Eckart Hachfeld: er ist damit baden gegengen. Was als brillantes Wortgepl\u00e4nkel abschnurren soll, rattert im Deutschen wie ein Maschinengewehrfeuer! Kl\u00e4glich! Die Pointen haben Blei an den F\u00fc\u00dfen, den Lyrics merkt man die Geburtswehen an, unter denen sie eingedeutscht wurden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Karlheinz Roschitz: G\u00e4hnen einer Sommernacht&#8230; Erstauff\u00fchrung von &#8222;Little Night Music&#8220; an der Wien. In: Neue Kronen-Zeitung, 16. Februar 1975.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;A Little Night Music&#8220;. Original Broadway Cast, 1973. Sony SK 64652. (1xCD).<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;A Little Night Music&#8220;. Original London Cast, 1975. RCA Victor 5090-2-RG. (1xCD).<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;A Little Night Music&#8220;. Royal National&#8217;s Theatre m. Judi Dench, GB, 1996. Tring 1. (1xCD).<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;A Little Night Music&#8220;. Broadway Revival Cast m. Angela Landsbury, Catherine Zeta-Jones, 2010. PS Classics \/ Nonesuch 523488. (2xCD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DVD \/ Video<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Das L\u00e4cheln einer Sommernacht&#8220;. Musicalverfilmung, 1977. Filmjuwelen. (1xDVD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stephen Sondheim: <em>Finishing the Hat: Collected Lyrics (1954-1981) with Attendant Comments, Principles, Heresies, Grudges, Whines and Anecdotes.<\/em> Knopf, 2010.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das L\u00e4cheln einer Sommernacht (A Little Night Music)&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/das-laecheln-einer-sommernacht\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 17. November 2022.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musikalische Kom\u00f6die Musik und Liedtexte von Stephen SondheimBuch von Hugh Wheeler nach dem gleichnamigen Film von Ingmar BergmanDeutsche \u00dcbersetzung von Eckhardt Hachfeld Inszenierung Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 14. Februar 1975&nbsp;Theater an der Wien, Wien, \u00d6sterreich Besetzung:&nbsp;&nbsp; Alternativbesetzungen: Premierenchronik USA UA 25. Februar 1973 Shubert Theatre, New York A Dspr. 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