{"id":1249,"date":"2024-11-07T13:53:10","date_gmt":"2024-11-07T12:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=1249"},"modified":"2025-06-20T13:05:42","modified_gmt":"2025-06-20T11:05:42","slug":"der-kampf-des-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/der-kampf-des-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Der Kampf des Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Box-Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik und Liedtexte Paul Graham Brown<br>Buch von James Edward Lyons<br>Deutsche \u00dcbersetzung (Liedtexte) von James Edward Lyons<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 4. Oktober 2008<br>Tribuene, Berlin, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Paul Graham Brown<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: James Edward Lyons<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: Olga Lunow<\/li>\n\n\n\n<li>Choreografie: Tim Zimmermann<\/li>\n\n\n\n<li>Mitarbeit Box-Choreografie: Francisco Sanchez<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Marva Louis: Gina Marie Hudson<\/li>\n\n\n\n<li>Anny Ondra: Lada Kummer<\/li>\n\n\n\n<li>Max Schmeling: Michael Stark<\/li>\n\n\n\n<li>Joe Louis: Ricky Watson<\/li>\n\n\n\n<li>Arthur B\u00fclow: Jan-Andreas Kemna<\/li>\n\n\n\n<li>Joe Jacobs: Daniel Pabst<\/li>\n\n\n\n<li>Jack Blackburn: Richard McCowen<\/li>\n\n\n\n<li>Sabri Mahir: David Schroeder<\/li>\n\n\n\n<li>Damon Runyon: William Ludwig<\/li>\n\n\n\n<li>Blumenm\u00e4dchen: Karolin Horn<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>4. Oktober 2008<\/td><td>Tribuene, Berlin<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1936 besiegt ganz \u00fcberraschend und sensationell der deutsche Boxer Max Schmeling den US-Box-Star Joe Louis. 1938 kommt es zur Revanche, in dem sich Louis seinen Titel mit einem k.o. nach nur zwei Minuten zur\u00fcckholen kann. Das Musical handelt von diesem Revanchekampf, der gleichzeitig ein Kampf der Regime ist, in dem der freie Westen gegen das Nazi-Deutschland triumphiert. Gleichzeitig auch ein weiterer Triumph im Kampf um die Gleichberechtigung von Schwarz und Wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Klaus Baberg<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Von der ersten Sekunde an wei\u00df man, dass Schmeling verlieren wird und der Traum vom zweiten Weltmeistertitel zerplatzt wie eine Seifenblase. Dennoch verfolgt man das Spektakel wie gebannt, das James Edward Lyons als nervenzerrei\u00dfendes Finish inszeniert hat. [&#8230;] Anf\u00e4nglich ein wenig schwerf\u00e4llig, kommt die Geschichte zusehend in Fahrt vor einer dunkelgrauen Kulisse, die \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckgenommen ganz im Stil jener Zeit, der Neuen Sachlichkeit, gleichsam urbane Stra\u00dfenschlucht als auch n\u00fcchterne Trainingshalle ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Die Songs von Komponist Paul Graham Brown kommentieren das Geschehen und treiben die Handlung voran. Stimmmstark mit Gospelanleihen, wenn die Niederlage von Joe Louis von seiner Frau (Gina Marie Hudson) und seinem Trainer (Richard McCowen) besungen wird, oder als hebr\u00e4isch-deutsches Bekenntnis eines angepassten Juden von Joe Jacobs.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ulrike Borowczyk: Mann trifft immer zweimal. Das Box-Musical kommt langsam in Fahrt: &#8218;Der Kampf des Jahrhunderts&#8216; in der Trib\u00fcne. In: Berliner Morgenpost, 6. Oktober 2008.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Doch eine packende, zeitgeschichtlich dramatische Biografie ergibt bekanntlich nicht automatisch auch einen guten Theaterstoff. Die Erz\u00e4hlweise auf der B\u00fchne folgen eigenen dramaturgischen Gesetzen, die nur selten dem realen Leben entsprechen. Biograficals scheitern in der Regel an der Missachtung genau dieser Unterschiede. Dies gilt leider auch f\u00fcr das Buch von &#8218;Der Kampf des Jahrhunderts&#8216;. Schmelings Lebensgeschichte wird geradlinig in markanten Stationen geschildert, von seinem ersten Besuch in einer Box-Schule bis zur Niederlage 1938. Das ist \u00fcbersichtlich und aufgrund der Vorhersehbarkeit leicht langweilig. Ein eigenst\u00e4ndiges Thema gewinnen die Autoren dem Leben nicht ab. Auff\u00e4llig ist auch die letztlich unzureichende Integration der zeithistorischen Umst\u00e4nde in den Dialogen oder die Songtexte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Musikalisch bietet die Trib\u00fcne aufgrund eines sehr beschr\u00e4nkten B\u00fchnenraumes nur wenig Entfaltungsm\u00f6glichkeiten. Gerade einmal drei Musiker sitzen seitlich auf einer Empore, unter ihnen der Komponist, und bedienen Keyboard, Klavier und Blasinstrumente. Sie spielen eine Partitur, die leicht, federnd und abwechslungsreich ist.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wolfgang Jansen: Der Kampf des Jahrhunderts. Ein musikalisch frisches Biografical. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 134, Dezember 2008\/Januar 2009, Seite 12-13.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8222;<\/em>&#8222;Der Kampf des Jahrhunderts&#8220; wurde am Wochenende umjubelt. Und das, obwohl der Produktion jeglicher Glamour fehlt. Sie kam an der Trib\u00fcne heraus, einem kleinen Theater, dem k\u00fcrzlich die Subventionen gestrichen wurden. Stars kann sich das Haus ebenso wenig leisten, wie technische Effekte oder ein Orchester. Doch das ist auch nicht n\u00f6tig. Bemalte Holzkulissen, deuten im hinteren Teil der B\u00fchne eine Stadtlandschaft an, vorn kann bei Bedarf ein Boxring aufgestellt werden. Das Orchester wird durch Paul Graham Brown ersetzt, den Komponisten des Musicals. Er begleitet das Spiel live am Klavier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Das St\u00fcck \u00fcbersetzt einfache politische Botschaften in emotionale Songs. Paul Graham Brown hatte nicht nur deutsche B\u00fchnen im Blick, als er das Musical komponierte. Brown: &#8218;Ich habe die Liedtexte urspr\u00fcnglich auf Englisch geschrieben. Und James hat meine Liedtexte ins Deutsche \u00fcbertragen. D.h. die englische Fassung ist schon da.&#8217;&#8230; was bei einer eventuellen Auff\u00fchrung des St\u00fccks in den USA durchaus hilfreich sein k\u00f6nnte. Normalerweise verl\u00e4uft der Musicalexport ja in umgekehrter Richtung, doch &#8218;Der Kampf des Jahrhunderts&#8216; k\u00f6nnte eine Ausnahme werden &#8211; spannend wie ein Boxkampf, erz\u00e4hlt das St\u00fcck von pers\u00f6nlichen Konflikten und politischen Zusammenh\u00e4ngen. Das ist mehr, als man normalerweise von einem Musical erwarten kann.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Oliver Kranz:&nbsp;Box-Musical: Der Kampf des Jahrhunderts &#8211; Urauff\u00fchrung in Berlin. In: Deutschlandfunk, Sendung: Corso, 6. Oktober 2008.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Der Kampf des Jahrhunderts&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/der-kampf-des-jahrhunderts\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 28. September 2022.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Box-Musical Musik und Liedtexte Paul Graham BrownBuch von James Edward LyonsDeutsche \u00dcbersetzung (Liedtexte) von James Edward Lyons Inszenierung Urauff\u00fchrung: 4. Oktober 2008Tribuene, Berlin, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 4. 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