{"id":1279,"date":"2024-11-07T14:21:31","date_gmt":"2024-11-07T13:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=1279"},"modified":"2025-06-20T13:08:18","modified_gmt":"2025-06-20T11:08:18","slug":"der-kuss-der-juanita","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/der-kuss-der-juanita\/","title":{"rendered":"Der Ku\u00df der Juanita (Poceluj \u010canity)"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Operette in drei Akten (vier Bildern)\u00a0<\/h4>\n\n\n\n<p>Musik von Jurij Miljutin<br>Buch und Gesangstexte von Jewgenij Schatunowskij<br>Deutsche \u00dcbersetzung von Willi Segler<br>Fassung des Operetten-Theaters Dresden<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p>Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 4. November 1958<br>Operetten-Theater Dresden, DDR<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: J. M. Niggl<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Rudolf Schraps<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: Harry Schulz<\/li>\n\n\n\n<li>Choreografie: Agnes Roboz<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Karl-Heinz Hanicke<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Juanita: Rosel Wagner<\/li>\n\n\n\n<li>Pablo, Student: Joachim K\u00fchn<\/li>\n\n\n\n<li>Ramon, Student: Rudolf D\u00f6ring<\/li>\n\n\n\n<li>Pedro, Student: Rudolf Stubbe<\/li>\n\n\n\n<li>Cesare, Barbesitzer: Richard Stamm<\/li>\n\n\n\n<li>Angela, S\u00e4ngerin: Helma Reuter<\/li>\n\n\n\n<li>Anita, Geschirrw\u00e4scherin: Ingrid Dietz<\/li>\n\n\n\n<li>Wunderwood, ein alter Schauspieler: Georg W\u00f6rtge<\/li>\n\n\n\n<li>Cavalcados, Staatsdetektiv: Siegfried Hertel<\/li>\n\n\n\n<li>Sergeant: Karl G\u00f6hler<\/li>\n\n\n\n<li>Rosalia, Schwester der Sekte &#8222;F\u00fcr Moral und Sittlichkeit&#8220;: Helene Gramont<\/li>\n\n\n\n<li>Emma, Schwester der Sekte &#8222;F\u00fcr Moral und Sittlichkeit&#8220;: Friedl Berry<\/li>\n\n\n\n<li>Messalina, Schwester der Sekte &#8222;F\u00fcr Moral und Sittlichkeit&#8220;: Hella Ludwig<\/li>\n\n\n\n<li>Cleopatra, Schwester der Sekte &#8222;F\u00fcr Moral und Sittlichkeit&#8220;: Emmy Rentrop<\/li>\n\n\n\n<li>Felipe: Friedel Weitkamp<\/li>\n\n\n\n<li>Carlo, Diener und Kellner bei Cesare: Horst Knuth<\/li>\n\n\n\n<li>Das Tantchen: Minna Faust<\/li>\n\n\n\n<li>Vier Polizisten: Harry Kitzig, Werner Pinkert, Walter Eckert, Fritz Pfefferkorn<\/li>\n\n\n\n<li>1. M\u00e4dchen, in Cesares Diensten: Erika Wustmann<\/li>\n\n\n\n<li>2. M\u00e4dchen, in Cesares Diensten: Sigrid Graf<\/li>\n\n\n\n<li>3. M\u00e4dchen, in Cesares Diensten: Brigitte G\u00f6pfert<\/li>\n\n\n\n<li>Nicolo, ein Betrunkener: Erich Drechsler<\/li>\n\n\n\n<li>Maat: Albert Herklotz&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>UdSSR<\/td><td>UA<\/td><td>? Mai 1957<\/td><td>Operettentheater, Moskau<\/td><\/tr><tr><td>DDR<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>4. November 1958<\/td><td>Operetten-Theater, Dresden<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Handlung spielt in San Lorento, einer kleinen s\u00fcdamerikanischen Hafenstadt, in der Gegenwart. Einige Studenten, unter ihnen Juanita, wollen zum Festival der Jugend fahren (gemeint waren die 6. Weltfestspiele 1957 in Moskau) und sammeln Geld f\u00fcr die \u00dcberfahrt. Dabei versteigern sie im Spa\u00df auch einen Kuss von Juanita. Cesare, der reichste Mann des Ortes, ersteigert ihn und will ihn sich holen. Doch das M\u00e4dchen weigert sich, weil sie mit Pablo liiert ist, der auch sofort eifers\u00fcchtig reagiert. Wenig sp\u00e4ter will Cesare Juanita sogar heiraten, was diese in heftigen Schrecken versetzt. Um sie unter Druck zu setzen, sorgt er daf\u00fcr, dass alle Reisep\u00e4sse der Studenten von der Polizei eingezogen werden. Daraufhin geht Juanita zum Schein auf den Antrag ein, wenn Cesare zuvor die Reisep\u00e4sse den Besitzern wieder zur\u00fcckgeben l\u00e4sst. Die Trauung findet statt, doch unter dem Brautschleier befindet sich eine andere Frau, die S\u00e4ngerin Angela, der Cesare immer die Ehe versprochen, die er aber nie zum Traualtar gef\u00fchrt hatte. Froh \u00fcber ihren gelungenen Streich ziehen die Jugendlichen lachend gen Moskau.<\/p>\n\n\n\n<p>(<em>Wolfgang Jansen<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Schraps ging daran, eine deutsche B\u00fchnenfassung, die ihm zur Verf\u00fcgung stand, zu bearbeiten. Das Resultat zeigte, da\u00df er sich wahrscheinlich der Schw\u00e4che der Operette nicht bewu\u00dft war, denn seinem Rotstift fielen einige Textstellen zum Opfer, in denen die soziale Zugeh\u00f6rigkeit und der Kampf der Studenten besonders stark zum Ausdruck kommen; beispielsweise jene Zeilen, in denen sinngem\u00e4\u00df davon gesprochen wird, da\u00df \u00fcberall dort Sonnenschein, Freude und Lachen herrschen, wo fortschrittliche Menschen regieren. [&#8230;] Andererseits ist kaum die Hand des Bearbeiters zu sp\u00fcren, wo es galt, die Schw\u00e4chen wesentlich zu mindern, um die Aussageabsicht der Autoren st\u00e4rker zu betonen. Trotzdem hat man nach dem Lesen den Eindruck, da\u00df sich daraus auf der B\u00fchne etwas machen lie\u00dfe; leider zeigte aber die Inszenierung, da\u00df es dem Regisseur Schraps nicht gelang, die Intentionen des Bearbeiters Schraps szenisch umzusetzen. Gewi\u00df, es wurde flott gespielt, und es fehlte auch nicht an Einf\u00e4llen, die auf den jungen, begabten Regisseur hinweisen, doch von der Aussage der Operette blieb nicht viel \u00fcbrig. Oftmals glitt das Spiel ins Nur-Kom\u00f6diantische ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re den Dresdnern sehr zu empfehlen, die Auff\u00fchrung noch einmal kritisch daraufhin zu untersuchen, ob nicht die Aussage verst\u00e4rkt werden kann. Es m\u00fc\u00dfte meines Erachtens m\u00f6glich sein, das Anliegen der Studenten mehr zu betonen und das Geschehen um Cesare zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Denn in der jetzigen Inszenierung mag wohl die Kasse am Abend stimmen, die Rentabilit\u00e4t in den K\u00f6pfen aber bestimmt nicht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>H. P. Hofmann: Eingesperrte Gegenspieler, &#8222;Der Ku\u00df der Juanita&#8220; von Jurij Miljutin im Operettentheater Dresden. In: Theater der Zeit, Heft 1, Januar 1959, Seite 25-27.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p>Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Der Kuss der Juanita&#8220;. Operettenquerschnitt. Studio-Einspielung mit dem Orchester des Berliner Rundfunks, Amiga 5 40 180, Berlin 1962. (Vinyl\/EP)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p>Der russische Librettist wurde im Programmheft der deutschsprachigen Erstauff\u00fchrung nicht mit angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name des deutschen \u00dcbersetzers ist ein Pseudonym f\u00fcr Peter Bejach.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inszenierung geh\u00f6rte mit zum Programm der Dresdner Musik- und Theaterfesttage 1958.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Der Ku\u00df der Juanita&#8220; (&#8222;Poceluj \u010canity&#8220;). In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/der-kuss-der-juanita\/<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 9. November 2020.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operette in drei Akten (vier Bildern)\u00a0 Musik von Jurij MiljutinBuch und Gesangstexte von Jewgenij SchatunowskijDeutsche \u00dcbersetzung von Willi SeglerFassung des Operetten-Theaters Dresden Inszenierung Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 4. November 1958Operetten-Theater Dresden, DDR Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik UdSSR UA ? Mai 1957 Operettentheater, Moskau DDR Dspr. EA 4. 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