{"id":1422,"date":"2024-11-08T10:38:00","date_gmt":"2024-11-08T09:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=1422"},"modified":"2025-06-20T13:21:55","modified_gmt":"2025-06-20T11:21:55","slug":"die-drei-musketiere-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/die-drei-musketiere-berlin\/","title":{"rendered":"Die drei Musketiere (Tri Musketera) [Berlin]"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical in zwei Teilen nach Motiven des Romans von Alexandre Dumas<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Maxim Dunajewski<br>Libretto von Mark Rosowski und Juri Rjatschtschenzew<br>Liedtexte von Juri Rjatschtschenzew<br>Deutsche B\u00fchnenfassung im Auftrage des Metropol-Theaters Berlin von Jo Schulz<br>Regieeinrichtung von Joachim Franke<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 2. Oktober 1983&nbsp;<br>Metropol-Theater, Berlin, DDR<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Zdenek Macha\u010dek \/ Jochen Allihn<\/li>\n\n\n\n<li>Arrangements: Igor B\u00e1zlik<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Joachim Franke<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme: Werner Schulz<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Lothar Hanff<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Wolfgang Schottke<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>d&#8217;Artagnan: Wolfgang Meusel \/ Gunter Sonneson<\/li>\n\n\n\n<li>Athos, Musketier des K\u00f6nigs: Wolfgang Eilers<\/li>\n\n\n\n<li>Porthos, Musketier des K\u00f6nigs: Hans Glogowski<\/li>\n\n\n\n<li>Aramis, Musketier des K\u00f6nigs: Klaus-Peter Ple\u00dfow<\/li>\n\n\n\n<li>K\u00f6nig Ludwig XIII. von Frankreich: Wolfgang Ostberg<\/li>\n\n\n\n<li>Anna von \u00d6sterreich, seine Gattin: Ingrid Krau\u00df \/ Maria Alexander<\/li>\n\n\n\n<li>Kardinal de Richelieu: Wolfgang Borkenhagen<\/li>\n\n\n\n<li>Lady Winter, Mylady genannt: Doris Abe\u00dfer \/ Maria Mall\u00e9<\/li>\n\n\n\n<li>Rochefort, Agent des Kardinals: Karl-Heinz Bentzin<\/li>\n\n\n\n<li>Constance Bonacieux: Gundula Gouby \/ Daisy Steiner<\/li>\n\n\n\n<li>Bonacieux, ihr Gatte: Hans-Joachim Blochwitz<\/li>\n\n\n\n<li>\u00c4btissin: Eva Rath \/ Marioara Valdas<\/li>\n\n\n\n<li>Herzog von Buckingham: Detlef Dathe<\/li>\n\n\n\n<li>de Treville, Captain der Musketiere des K\u00f6nigs: Gert B\u00f6hme<\/li>\n\n\n\n<li>Jussac, Captain der Garde des Kardinals: Rainer Luhn<\/li>\n\n\n\n<li>Zwei Novizinnen: Christa Ernst \/ Ingrid Naumann<\/li>\n\n\n\n<li>Musketiere \/ Gardisten \/ Landleute \/ Hofgesellschaft \/ Novizinnen \/ Pariser und Pariserinnen: Chor und Ballett des Metropol-Theaters<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>UdSSR<\/td><td>UA<\/td><td>??.??.1975<\/td><td>Operettentheater, Kiew<\/td><\/tr><tr><td>CSSR<\/td><td>EA<\/td><td>05. Mai 1976<\/td><td>&nbsp;Ji\u0159\u00edho Wolkra Theater, Prag<\/td><\/tr><tr><td>DDR<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>02. Oktober 1983<\/td><td>Metropol-Theater, Berlin<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Handlung folgt in gro\u00dfen Teilen, wenn auch nicht linear, dem bekannten Roman Alexandre Dumas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Klaus Baberg<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die deutsche B\u00fchnenfassung Jo Schulz&#8216; (Regieeinrichtung: Joachim Franke) wirkt etwas uneinheitlich, fl\u00fcssig-spritzigen Dialogen folgen arg banale Wortspiele und Reimereien (Gesangstexte!). Maxim Dunajewskis Komposition erklingt im exzellenten, s\u00e4ngerfreundlichen Arrangement Igor B\u00e1zliks (Bratislava). Sie huldigt einem gef\u00e4lligen Allerweltstil mit sehr zur\u00fcckhaltend anklingender russischen Intonation (z. B. Moll-Wendungen, temperamentvolles Nachspiel des Duetts d&#8217;Artagnan \/ de Treville).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Regisseur Joachim Franke, dem turbulente St\u00fccke bekanntlich sehr liegen, stand vor einem Problem: Die drei\u00dfig Szenen des Geschehens mu\u00dften ohne Umbau-Z\u00e4suren und m\u00f6glichst organisch ineinanderflie\u00dfen. Mit Hilfe von Ausstatter Werner Schulze gelang das auch vorz\u00fcglich, dennoch dauert das Musical drei Stunden und damit ein wenig zu lang. Die B\u00fchnengestaltung wirkte ebenso einfach wie frapierend. Auf die Drehscheibe ist eine Palast-Treppe gebaut mit senkrechter R\u00fcckwand f\u00fcr die Zimmer-Szenen. Diese Architektur nutzte Joachim Franke f\u00fcr kontrastreiche Arrangements, auch der Ensembleszenen &#8211; beispielsweise mit den singenden und tanzenden Novizinnen und der singenden und fechtenden Soldaten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dietmar Fritzsche: Musketier-Musical. DDR-Erstauff\u00fchrung &#8218;Die drei Musketiere&#8216;. In: Theater der Zeit, Heft 11\/1983, Seite 31.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die scharfen Schwarz-Wei\u00df Konturen der Figuren, der Gef\u00fchle und Verhaltensweisen werden gleichsam gebrochen durch das Prisma der Ironie, mit der die Erinnerung an Buch-, Film- und Fernseheindr\u00fccke auf die B\u00fchne \u00fcbertragen wird. Es ist alles nicht so ernst gemeint, wie es aussieht. Wenn der Leiche des Gegeners das Messer im R\u00fccken steckt, erklingt das bekannte Motiv &#8222;Spiel mir das Lied vom Tod&#8220;, den Auftritt der d\u00e4monischen Lady Winter begleiten Verdische Schicksalskl\u00e4nge.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Wolfgang Eilers, Hans Glogowski und Klaus-Peter Fle\u00dfow, die drei Musketiere, nutzen alle M\u00f6glichkeiten, eigenes Profil zu zeigen, obgleich sie \u00fcberwiegend im Trio daherkommen, drei lebenslustige Burschen, die Wein, Weib, Gesang und &#8211; wie kann es anders sein &#8211; das Fechten lieben und denen das Herz so rasch nicht in die Hosentasche rutscht, wenn man ihren Worten glauben will. Der Kampf, den sie am Ende \u00fcberstehen, kann davon nicht so recht \u00fcberzeugen, weil Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung, die einen wesentlichen Teil an Wirkung dieser Inszenierung ausmachen, dabei in Krach und Klamauk untergehen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Gudrun Skulski: Kesser Umgang mit der Historie. &#8218;Die drei Musketier&#8216; von Maxim Dunajewski im Metropol-Theater. In:&nbsp; Neue Zeit, Zentralorgan der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands, Nr. 238, 10. Oktober 1983, Seite 4.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Leider erz\u00e4hlt sich die Geschichte der &#8222;Drei Musketiere&#8220; hier nicht so leicht, wie&#8217;s das heitere Musiktheater nun mal verlangt. Die Wortduelle gleichen oft mehr Gefechten mit schwerem S\u00e4bel, denn solchen mit dem leichten und eleganten Florett, obgleich Jo Schulz durch einige aus unserer Zeit entlehnte Wendungen manchen Lacher provozierte. R\u00fcckblenden bef\u00f6rderten den Flu\u00df der Geschichte nicht gerade. Die verwickelte Fabel zwang Regisseur Joachim Franke zu einigen Kunstgriffen. Trat das St\u00fcck auf der Stelle, lie\u00df er das B\u00fchnenbild (Werner Schulz) sich drehen, wechselte so geschickt den Ort der Handlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Der Spa\u00df w\u00e4re sicher gr\u00f6\u00dfer gewesen, h\u00e4tte man sich entschieden, das Ganze weniger ernst zu nehmen. So mischten sich in die heiter-satirische Szenerie moralisierende T\u00f6ne, auf die man gut und gern verzichten konnte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>G\u00fcnter G\u00f6rtz: Dumas&#8216; Helden fechten sich durch das Operettenleben. &#8218;Die drei Musketiere&#8216; im Metropol-Theater. In: Neues Deutschland, Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), 8.\/9. Oktober 1983, Seite 11.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DVD \/ Video<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;D&#8217;Artagnan und Drei Musketiere&#8220;. Abenteuer-\/Musikfilm unter Regie von&nbsp;Georgi Jungwald-Chilkewitsch. USSR Gosteleradio All-Union Radio. (1xDVD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die alternierenden Besetzungen wurden z. T. den Presseberichten entnommen und waren nicht Bestandteil des vorliegenden Programmhefts der Erstauff\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maksim Isaakovich Dunayevsky schrieb 1974 f\u00fcr Mark Rozovskys Lieder, die sp\u00e4ter in dem Fernsehfilm &#8222;D&#8217;Artagnan und drei Musketiere&#8220; (1978) einflossen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die drei Musketiere&#8220; [Berlin]. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/die-drei-musketiere-berlin\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 13. Oktober 2021.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical in zwei Teilen nach Motiven des Romans von Alexandre Dumas Musik von Maxim DunajewskiLibretto von Mark Rosowski und Juri RjatschtschenzewLiedtexte von Juri RjatschtschenzewDeutsche B\u00fchnenfassung im Auftrage des Metropol-Theaters Berlin von Jo SchulzRegieeinrichtung von Joachim Franke Inszenierung Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 2. Oktober 1983&nbsp;Metropol-Theater, Berlin, DDR Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik UdSSR UA ??.??.1975 Operettentheater, Kiew CSSR EA 05. 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