{"id":1541,"date":"2024-11-08T13:00:00","date_gmt":"2024-11-08T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=1541"},"modified":"2024-11-14T11:50:18","modified_gmt":"2024-11-14T10:50:18","slug":"die-paepstin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/die-paepstin\/","title":{"rendered":"Die P\u00e4pstin"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Dennis Martin<br>Text von Dennis Martin \/ Christoph Jilo<br>zus\u00e4tzliche Musik und zus\u00e4tzliche Texte von Peter Scholz und Bj\u00f6rn Herrmann<br>nach Donna Woolfolk Cross&#8216; Roman &#8222;Pope Joan&#8220; (1996)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 3. Juni 2011<br>Schlosstheater, Fulda, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Peter Scholz<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Stanislav Mo\u0161a<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Julia Poulet<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Christoph Weyers<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme &amp; Masken: Andrea Kucerov\u00e1<\/li>\n\n\n\n<li>Lichtgestaltung: David&nbsp;Kachl\u00ed\u0159<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Johanna \/ P\u00e4pstin: Sabrina Weckerlin<\/li>\n\n\n\n<li>Markgraf Gerold: Mathias Edenborn<\/li>\n\n\n\n<li>Anastasius: Christian Sch\u00f6ne<\/li>\n\n\n\n<li>Gudrun, Johannas Mutter \/ Kurtisane Marioza: Isabel D\u00f6rfler<\/li>\n\n\n\n<li>Rabanus \/ Fulgentius: Dietmar Ziegler<\/li>\n\n\n\n<li>Richild, Gerolds Ehefrau \/ Zweitbesetzung Johanna \/ Gudrun \/ Marioza: Eveline Suter<\/li>\n\n\n\n<li>Aeskulapius: Daniele Nonnis<\/li>\n\n\n\n<li>Arsenius: Jogi Kaiser<\/li>\n\n\n\n<li>Johannas Vater \/ Papst Sergius II.: Norbert W. Conrad<\/li>\n\n\n\n<li>Lothar \/ Thomas \/ Cover Johannas Vater \/ Papst Sergius II. \/ Ensemble: Marcus G. Kulp<\/li>\n\n\n\n<li>Johannes \/ Ensemble: Matthias Bollwerk<\/li>\n\n\n\n<li>Rabe Hugin \/ Zweitbesetzung Anastasius: Niklas-Philipp Gertl<\/li>\n\n\n\n<li>Katharina: Evita Komp<\/li>\n\n\n\n<li>Theodorus \/ Ensemble: Lars Rindelaub<\/li>\n\n\n\n<li>Rabe Munin \/ Ensemble: Yasuko Kayamori<\/li>\n\n\n\n<li>Cover Johanna (Die P\u00e4pstin) \/ Cover Johannas Mutter \/ Cover Marioza \/ Cover Richild \/ Ensemble: Alexandra Farkic<\/li>\n\n\n\n<li>Cover Gerold \/ Cover Aeskulapius \/ Cover Johannas Vater &amp; Papst Sergius II. \/ Cover Rabanus \/ Cover Fulgentius \/ Cover Arsenius \/ Cover Lothar \/ Cover Thomas \/ Ensemble: Nikolas Gerdell<\/li>\n\n\n\n<li>Cover Anastasius \/ Ensemble: Sascha Kurth<\/li>\n\n\n\n<li>Cover Johannas Mutter &amp; Marioza \/ Swing: Petra Roth<\/li>\n\n\n\n<li>Cover Richild \/ Ensemble: Tabea Gr\u00fcn<\/li>\n\n\n\n<li>Ensemble: Evita Komp<\/li>\n\n\n\n<li>Swing: Janna Blaurock \/ Wolfgang Schwingler \/ Stephan R. Przywara<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>3. Juni 2011<\/td><td>Schlosstheater, Fulda<\/td><\/tr><tr><td>CZ<\/td><td>EA<\/td><td>2. Februar 2012<\/td><td>Stadttheater, Br\u00fcnn<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: Das Musical &#8222;Die P\u00e4pstin&#8220; der Spotlight Musicalproduktion GmbH war eine Co-Produktion mit dem Br\u00fcnner Stadttheater.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Im Jahre 814 Anno Domini: Wilde Barbarenhorden bedrohen Mitteleuropa. Die Pest w\u00fctet. Kaum ein Weg ist sicher. Ein Leben z\u00e4hlt wenig, vor allem das einer Frau\u2026 Im Jahr 814 Anno Domini kommt als Tochter eines Dorfpfarrers und einer s\u00e4chsischen Heidin ein M\u00e4dchen zur Welt: Johanna. Das Kind ist au\u00dfergew\u00f6hnlich klug und lernt heimlich und gegen den Willen seines Vaters lesen und schreiben. Durch eine Verkettung von Zuf\u00e4llen bekommt Johanna schlie\u00dflich die Gelegenheit, die Klosterschule zu Dorstadt zu besuchen. Doch als junge Frau bekommt sie es dort nicht leicht gemacht, immer gr\u00f6\u00dfer werden die Anfeindungen von allen Seiten. Ein grausamer Normannen\u00fcberfall ereilt Dorstadt und wie durch ein Wunder \u00fcberlebt Johanna das Massaker als Einzige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Schicksal sich selbst \u00fcberlassen, trifft sie eine einsame Entscheidung: Sie verl\u00e4sst Dorstadt, legt ihre Frauenkleider ab, schneidet sich das Haar und gibt sich fortan als Mann aus. Aus Johanna wird Johannes Anglicus, der als M\u00f6nch ins Kloster Fulda eintritt. Es beginnt ein jahrzehntelanges Versteckspiel, das Johanna zur Gejagten macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Fulda f\u00fchrt ihr Weg nach Rom. Ins Zentrum der Macht. Rom ist gef\u00e4hrlich. Feinde bedrohen die Stadt. Und am Hof des Papstes spinnen m\u00e4chtige Gegner ihre Intrigen. Doch Johanna geht ihren Weg weiter und steigt auf zum Leibarzt des Papstes. Als ihr jedoch pl\u00f6tzlich und unerwartet der einzige Mann, den sie jemals geliebt hat, in Rom begegnet, muss sie sich entscheiden zwischen Liebesgl\u00fcck und Unabh\u00e4ngigkeit. Und doch steht ihre schwerste Aufgabe noch bevor: Als der Papst stirbt, w\u00e4hlt das r\u00f6mische Volk sie zu dessen Nachfolger und stellt sie vor eine fast unl\u00f6sbare Aufgabe. Johanna muss ihr Geheimnis wahren. Denn niemand darf wissen, wer sie wirklich ist.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Inhaltsangabe zitiert nach Spotlight Musicalproduktionen GmbH.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Musicalfassung instrumentalisiert &#8218;Die P\u00e4pstin&#8216; weder f\u00fcr noch gegen die katholische Kirche, sondern bringt sie als ber\u00fchrendes Frauenschicksal mit lebendigen Mittelaltertableaus auf eine gro\u00dfe Drehb\u00fchne, die extrem passgenau ins Schlosstheater Fulda passt. Auf dieser wird im beeindruckenden B\u00fchnenbild von Christoph Weyers, das komplett im tschechischen Brno\/Br\u00fcnn gefertigt wurde, zusammen mit den wunderbar atmosph\u00e4rischen Licht von David&nbsp;Kachl\u00ed\u0159, Johannas Lebenswelt zwischen Ingelheim und Rom lebendig: Im ersten Akt sind dies die naturalistische Kate des Dorfpriesters von Ingelheim, die Welt von Dorstadt hinter der gro\u00dfen Eichent\u00fcr, welche sich zwischen Festgelage und Scola splittet, sowie der lebendige H\u00e4ndler- und Gauklermarkt von St. Denis. Im zweiten Akt wird die M\u00f6nchswelt im Kloster Fulda kontrastiert mit den hohen Treppen und S\u00e4ulen Roms, der konspirativen Welt der Lust in einem r\u00f6mischen Palazzo und dem Papstthron im Lateran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitgehend ist es den Autoren der Musicalfassung, Dennis Martin und Christoph Jilo, gelungen, den 600 Seiten-Roman in eine schl\u00fcssige Theaterfassung zu bringen. [&#8230;] Musikalisch mischen sich in &#8218;Die P\u00e4pstin&#8216; gregorianische Ges\u00e4nge [&#8230;] und mittelalterliche Kl\u00e4nge, wie man sie etwa in den keltisch-bretonischen Melodien der Folkgruppe &#8218;Tri Yann&#8216; h\u00f6rt, mit stark rhythmischen St\u00fccken [&#8230;] Dazu kommen zahlreiche ins Ohr gehende Pop-Balladen, die erz\u00e4hlen, was nicht dargestellt werden kann, oder die emotionale Situation der Figuren mit klaren, bildreichen Liedtexten zum Ausdruck bringen. [&#8230;] Klang und Tonqualit\u00e4t der vorproduzierten Arrangements lassen nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, obgleich eine solch aufwendige Produktion ein Live-Orchester verdienen w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Barbara Kern: Im Gewand des anderen Geschlechts. &#8222;Die P\u00e4pstin&#8220; in Fulda uraufgef\u00fchrt. In: blickpunkt musical, Ausgabe 53, Nr. 04\/2011, Juli-August 2011, Seite 4-7.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Komponist Dennis Martin hat den Roman f\u00fcr die B\u00fchne adaptiert, die Liedtexte und die Musik geschrieben. [&#8230;] Der erste Akt ist zu lang. [&#8230;] Eine \u00dcberarbeitung ist auch beim Ton notwendig. Die exzellenten M\u00e4nnerstimmen waren so stark \u00fcbersteuert, dass man sich die Ohren zuhalten musste. Derartige Kinderkrankheiten sollten sich im Laufe der bis Mitte August dauernden Auff\u00fchrungsserie beheben lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Ohne Liveband mischen sich Playback und Live-Gesang recht schl\u00fcssig. Rockpop, Hymnen und Balladen charakterisieren Situation und Figur. Ein Klangpathos kann Komponist Martin nicht immer vermeiden, einen Ohrwurm nimmt das Publikum nicht mit auf den Nachhauseweg. Auch sonst nicht sehr viel, was auch daran liegt, dass die Inszenierung von Stanislav&nbsp;Mo\u0161a, Direktor und Regisseur am Stadttheater Br\u00fcnn, manche Figuren ohne Innenleben zeigt, Emotionen und innerliche Zerrissenheit entdeckt der Zuschauer kaum.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Peter Merck: Die P\u00e4pstin. Urauff\u00fchrung einer dramatischen Emanzipationsgeschichte. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 150, August\/September 2011, Seite 10-13.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Die P\u00e4pstin&#8220;. Original Cast Fulda, 2011.&nbsp;Media Mentis. (1xCD).<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Die P\u00e4pstin&#8220;. Hameln Cast, 2012. [ohne Verlagsangabe]. (1&#215;4-Track-Cd).<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Pape\u017eka (Die P\u00e4pstin)&#8220;. Original Czech Cast, 2012. (1xCD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DVD \/ Video<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Die P\u00e4pstin&#8220;. Verfilmung des Donna Cross Romans von S\u00f6nke Wortmann, 2010. Constantin Film. (1xBluRay)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Donna W. Cross: <em>Die P\u00e4pstin<\/em>. Roman. \u00dcbersetzung Wolfgang Neuhaus. Aufbau Verlag, 2009.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die P\u00e4pstin&#8220; wurde erfolgreich an anderen Theatern, aber auch als Wiederaufnahmen in Fulda, vielfach aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die P\u00e4pstin&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/die-paepstin\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 26. M\u00e4rz 2024.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical Musik von Dennis MartinText von Dennis Martin \/ Christoph Jilozus\u00e4tzliche Musik und zus\u00e4tzliche Texte von Peter Scholz und Bj\u00f6rn Herrmannnach Donna Woolfolk Cross&#8216; Roman &#8222;Pope Joan&#8220; (1996) Inszenierung Urauff\u00fchrung: 3. Juni 2011Schlosstheater, Fulda, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 3. Juni 2011 Schlosstheater, Fulda CZ EA 2. 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