{"id":3040,"date":"2024-11-22T10:08:52","date_gmt":"2024-11-22T09:08:52","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3040"},"modified":"2025-06-20T14:52:07","modified_gmt":"2025-06-20T12:52:07","slug":"jack-luck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/jack-luck\/","title":{"rendered":"Jack Luck oder Wie heisst&#8217;n das St\u00fcck?"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Boulevard-Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Buch, Musik und Gesangstexte von E. Roadrunner<br>\u00dcbersetzung und Bearbeitung von Klaus Schlette<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 20. Oktober 1972<br>Stadttheater, Landshut, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Band &#8222;Cerberus&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Klaus Schlette<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Hartmut Warnecke<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Ute Stadelmann<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jack Luck Holiday: Holger Hiltmann<\/li>\n\n\n\n<li>Reporterin \/ Martina \/ Partnerin: Ursula Erb<\/li>\n\n\n\n<li>Reporter \/ Dr. Long, Anwalt \/ Kurz, Finanzoberamtsrat \/ Dr. Heid, Arzt: Hanslutz Hildmann<\/li>\n\n\n\n<li>Conferencier \/ Eilbote \/ Erpresser \/ Ober \/ Makler: Nikolaus Tschopp<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>20. Oktober 1972<\/td><td>Stadttheater, Landshut<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: Es fanden bis Ende 1972 Gastspiele in Passau und Landau statt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Jack Luck, soviel erf\u00e4hrt man, ist Hans im Gl\u00fcck, diesmal als Top-Schlagers\u00e4nger, der nach und nach sein Verm\u00f6gen verschleudert, Tausenderscheine und Millionenschecks, der f\u00fcr ein schottisches Schlo\u00df einen Wohnwagen m\u00f6chte, auf den sich Freunde wie Kaum-Freunde folglich wie Geier st\u00fcrzen, um ihm am Ende in ein Irrenhaus einzuliefern &#8211; doch am Ende, vor dem Irrenhaus, l\u00f6st sich Jack Luck auf in Luft und mit ihm auch das St\u00fcck.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Reinhard Baumgart: Landshut Broadway. Das Schlette-Theater spielt ein Boulevard-Musical. In: S\u00fcddeutsche Zeitung, 24. Oktober 1972.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Sein Autor wird E. Roadrunner genannt und im Programmheft mit so viel Kalauerei als amerikanischer Showmensch vorgestellt, da\u00df man sich fragen kann, ob dieser mit Songs versetzte Text tats\u00e4chlich vom Broadway nach Landshut gekommen ist oder ob mit ihm nicht Landshut vielmehr f\u00fcr anderthalb Stunden an den Broadway will. Ist uns da eine Weltpremiere tiefstapelnd als deutsche Erstauff\u00fchrung angedreht worden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Die Geschichte ist eher ein Vorwand f\u00fcr ein paar harmlose heitere Nummern als eine Geschichte, und das Sch\u00f6nste an diesem Abend und das Beste an dieser Geschichte bleibt, da\u00df sie sich nicht nur am Ende, sondern dauernd aufl\u00f6st ins pure Nichts, um dann frisch aus dem Nichts wieder einen knappen Sketch zusammenzubauen. So kann Schlette wieder vorzeigen, was er am liebsten und unerm\u00fcdlich in seinen Inszenierungen vorzeigt: da\u00df auf dem Theater zun\u00e4chst nichts weiter als Theater stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Zwischen Kitsch und Kunst gibt es bekanntlich eine breite, glitschige \u00dcbergangszone, und eine \u00e4hnliche verl\u00e4uft auch zwischen Komik und blo\u00dfer Alberei. Auf der rutscht dieses St\u00fcckchen, rutscht auch der Landshuter Abend heftig hin und her.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Reinhard Baumgart: Landshut Broadway. Das Schlette-Theater spielt ein Boulevard-Musical. In: S\u00fcddeutsche Zeitung, 24. Oktober 1972.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das sog. Boulevard-Musical &#8218;Jack Luck oder Wie hei\u00dft&#8217;n das St\u00fcck?&#8216;, das am Sonntag in Passau Premiere hatte, war zwar kein durchgehend geistreich-spritziges Kom\u00f6dical, sollte es aber auch wohl nicht sein. Klaus Schlette, der den abendf\u00fcllenden Faschingsscherz eines (un-)gewissen Autors namens E. Roadrunner (nicht zu verwechseln mit dem Vogel Strau\u00df in der Fernsehsendung f\u00fcr Kinder &#8218;Schweinchen Dick&#8216;) quasi \u00fcbersetzte, bearbeitete und inszenierte, als w\u00e4r&#8217;s ein St\u00fcck von ihm, gab sich und einem dreik\u00f6pfigen Team seines Schauspielensembles Gelegenheit sich &#8211; unterst\u00fctzt von einer flott spielenden und mitspielenden Landshuter Band &#8211; auf der B\u00fchne vollzubl\u00f6deln und das Publikum mit Showbusiness-Parodien, typischen Schlette-Kalauern und Gags, orffschen, brechtschen, degenhardtschen und anderen &#8218;Songs&#8216; wie auch mit einer hintergr\u00fcndig albernen Modernisierung der Fabel vom Hans im Gl\u00fcck zu am\u00fcsieren. Es ist allerdings nicht leicht, etwas zu parodieren, was sich mit vollem Ernst und daher unfreiwilliger Komik ohne Absicht schon selbst parodiert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>P. Hutsch: Klaut Schlette oder wie hei\u00dft&#8217;n der Autor? Bl\u00f6delei und viel Musik mit &#8222;Jack Luck&#8220; im Passauer Stadttheater. In: Passauer Neue Presse, 5. Dezember 1972.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Zu den Darstellern: den Jan [sic] Luck Holiday spielte Holger Hiltmann mit \u00fcberlegener Nonchalance, die bis ins letzte Detail sichtlich ausgekostet wurde, sei&#8217;s nun im trauten Mikrofon-Zwiegespr\u00e4ch mit dem Bassisten der Band &#8218;Cerberus&#8216;, die ihre Sache \u00fcbrigens vorz\u00fcglich machte, in der Pantomime, im &#8218;Jack-Luck-Sound&#8216; und ganz nebenbei auch als Schauspieler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00fcbrigen drei Akteure teilten sich in nicht weniger als neun Rollen eine Aufgabe, die viel Wendigkeit verlangt und die &#8211; Verkleidung und Szenenwechsel fanden bei offenem Vorhang statt &#8211; trotzdem keinen Typ in den Hintergrund dr\u00e4ngte. [&#8230;] Das Zusammenspiel aller wurde zu einem pr\u00e4chtigen Spa\u00df voll Selbstironie, getragen von einer unverkennbaren Lust am Spiel, die allerdings kr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung in der mitrei\u00dfenden Musik der Band &#8218;Cerberus&#8216; fand. Sie traf stets den rechten Ton und auch die rechte Lautst\u00e4rke, ohne im Hintergrund zu verschwinden. Das ebenso spartanische wie passende B\u00fchnenbild aus dreh- und versetzbaren Quadern und W\u00fcrfeln von Helmut Warnecke gab der swingenden Musikal-Groteske mit Charme und Pfiff einen festen Rahmen. es gab minutenlangen Applaus und mit ihm die Sicherheit f\u00fcr ein gutgef\u00fclltes Haus bei den n\u00e4chsten Auff\u00fchrungen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>wpr: Musical-Groteske mit Charme und Pfiff. In: Landshuter Zeitung, 21. Oktober 1972.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Jack Luck oder Wie heisst&#8217;n das St\u00fcck?&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/jack-luck\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 26. Oktober 2022.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Boulevard-Musical Buch, Musik und Gesangstexte von E. Roadrunner\u00dcbersetzung und Bearbeitung von Klaus Schlette Inszenierung Urauff\u00fchrung: 20. 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