{"id":3170,"date":"2024-11-22T13:54:14","date_gmt":"2024-11-22T12:54:14","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3170"},"modified":"2025-06-20T15:00:42","modified_gmt":"2025-06-20T13:00:42","slug":"kennen-sie-felix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/kennen-sie-felix\/","title":{"rendered":"Kennen Sie Felix?"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Operette<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Fred Walde<br>Text von Renate Oeser<br>nach dem Roman &#8222;T\u00fcr zu, es zieht&#8220; von Rudolf Bartsch<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 16. Februar 1964<br>Elbe-Elster-Theater, Wittenberg, DDR<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Manfred R\u00fcdiger<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Renate Oeser<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: Harry Kleinhempel<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Manfred R\u00fcdiger<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Felix Buche: Ali Schill<\/li>\n\n\n\n<li>Olaf Mehrzwecke: Frithjof Hoffmann<\/li>\n\n\n\n<li>Dorothea Buche: Annemarie Lautenbach<\/li>\n\n\n\n<li>Fr\u00e4ulein Storch: Vera Stra\u00dfburg<\/li>\n\n\n\n<li>Herr Lungenkraut: G\u00fcnther Beyer<\/li>\n\n\n\n<li>Herr Sonnenschein \/ 3. Skater: Otto Carstens<\/li>\n\n\n\n<li>Jutta: Eva Dallibor<\/li>\n\n\n\n<li>Hugo: Bernd Gonsi<\/li>\n\n\n\n<li>Heimleiter: Heinz Hirsch<\/li>\n\n\n\n<li>Streckbein \/ 2. Skater: Otto Trauernicht<\/li>\n\n\n\n<li>Pf\u00f6rtner \/ 1. Skater: Rudi S\u00fcltemeyer<\/li>\n\n\n\n<li>Steuerzahler \/ Winterurlauber&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>DDR<\/td><td>UA<\/td><td>16. Februar 1964<\/td><td>Elbe-Elster-Theater, Wittenberg<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Sicher sind Sie schon einmal in einem Amt gewesen. Sie haben bestimmt auch solche unangenehmen Zeitgenossen wie dem nebenstehenden kennengelernt! Danach mu\u00dften Sie ihrem \u00c4rger Luft machen und schimpfen. Oder haben Sie ihn in Kognak ertr\u00e4nkt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Fall handelt es sich um den Finanzoberpr\u00fcfer Felix Buche. Er duldet in seinem Amtsbereich kein L\u00e4cheln. Er kennt nur Paragraphen und Dienstvorschriften. Seine Angestellten trauen sich nicht einmal einander ihre Liebe zu gestehen aus Furcht, dieser Herr Buche k\u00f6nne sie deswegen zur Rechenschaft ziehen. Dabei hat er zu Hause eine nette Frau. Beide wollen in den n\u00e4chsten Tagen in den Winterurlaub fahren. Aber hier hat die Geschichte einen riesengro\u00dfen Haken. Der Vorgesetzte wurde krank. Nun mu\u00df unser Felix ihn vertreten. Der Urlaub ist hin. Seiner Frau hat Herr Buche noch nichts davon gesagt. Sie glaubt noch immer, da\u00df er in den n\u00e4chsten Tagen nachkommt. Eine heikle Situation!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen stellt man im Amt pl\u00f6tzlich fest, da\u00df der Oberpr\u00fcfer seltsam ver\u00e4ndert ist. er gestattet, da\u00df Fr\u00e4ulein Storch und Herr Lungenkraut im Vorzimmer Kaffee kochen. Er l\u00e4chelt sogar. Und &#8211; trotz Sperrtag d\u00fcrfen Besucher zu ihm kommen. Das ist noch nie dagewesen. Aber seine Arbeit weist pl\u00f6tzlich entsetzliche fachliche M\u00e4ngel auf. Ob wirklich nur das Strohwitwerdasein schuld ist? Sehr merkw\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frau Dorothee hat sich in der Skibude schon fast damit abgefunden, da\u00df ihr Gatte nicht mehr kommt. T\u00e4glich erh\u00e4lt sie Liebesbriefe, einen sch\u00f6ner, als den anderen. Diese Seite ihres Felix kennt sie schon fast seit Jahren nicht mehr. Aber nach acht Tagen f\u00e4hrt sie emp\u00f6rt nach Hause. Was ist geschehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte doch etwas nicht stimmen? Hat die Wandlung von Felix Buche noch einen anderen Grund, als den Trennungsschmerz? Zu Hause stehen pl\u00f6tzlich zwei Felix Buches Frau Dorothee gegen\u00fcber. Wie wird sich dieses R\u00e4tsel l\u00f6sen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(aus dem Programmheft der UA, Wittenberg 1964)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Felix gleicht seinem Schriftstellerfreund Olaf wie ein Zwilling. Dieser segensreichen \u00c4hnlichkeit verdanken die beiden Freunde den bedeutenden Einfall, ihre Rollen zu vertauschen, und das Theater ein leider weniger bedeutendes Opus. [&#8230;} Wer nun nach der sehr langatmigen und trockenen Exposition (etwa die H\u00e4lfte des St\u00fccks) endlich lustspielhafte und komische Situationen und Verwicklungen erwartet, wie sie sich bei Verwechslungsgeschichten unbegrenzt anbieten, wartet vergebens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Hoffentlich ist es besser als diese &#8218;Operette&#8216;, wie Autorin Renate Oeser und Komponist Fred Walde es nannten. Es war weder eine Operette noch ein musikalisches Lustspiel, wie uns der Intendant Richter vor der Auff\u00fchrung korrigierend erl\u00e4uterte (im Gegensatz zum Programmheft). Egal &#8211; wenn es nur ein gutes St\u00fcck gewesen w\u00e4re. Aber leider war es nicht einmal ein St\u00fcck. [&#8230;] So l\u00f6blich die Initiative junger Autoren ist, neue St\u00fccke zu schreiben, es zeigt sich, wie gerade in diesem Fall, immer h\u00e4ufiger und zwingender die Notwendigkeit, sich erst einmal auch die erforderlichen dramaturgischen Kenntnisse zum Schreiben eines B\u00fchnenst\u00fccks (auch einer Operette) anzueignen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Musik Fred Waldes bem\u00fcht sich \u00fcbertrieben gewollt um Moderne, ohne zu \u00fcberzeugen und durch melodische Einf\u00e4lle zu z\u00fcnden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Peter Bejach: Leichte Kost &#8211; seichte Kost? Musikalische Urauff\u00fchrungen in Wittenberg und Cottbus. In: Theater der Zeit, Heft 5\/1964, Seite 22-23.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Dieses Thema w\u00e4re durchaus zu billigen, und wir erinnern uns eines fr\u00fcheren DEFA-Films mit gleicher Tendenz!. Aber hier wird nach ertr\u00e4glichem Anfang eine billige und unreale Posse mit Verkleidung und unm\u00f6glicher Auswechslung der M\u00e4nner usw. Damit entzieht sich das Buch selbst jede fr\u00f6hlich-heitere Wirkung; und nur da und dort interessieren noch Einzelszenen, so die Ch\u00f6re der abgewiesenen Steuerzahler, die Kartenspieler in ihrer &#8218;Fachsprache&#8216;, die Heimkehr des falschen Ehemannes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Musik schrieb im Programmheft eigenartigerweise nicht der Komponist Fred Walde, sondern der Dirigent der Urauff\u00fchrung Manfred R\u00fcdiger. Bei einer allgemeinen Beurteilung der Musik stehe am Anfang die Feststellung, da\u00df neben bewegten Chors\u00e4tzen manche Melodie zwar asslos anhebt, ihre volle Entfaltung und weitere zusammenfassende Verwendung aber nicht findet. Damit h\u00e4ngt wohl die auffallende Tatsache zusammen, da\u00df sich keine Melodie dem Ohr einpr\u00e4gt. [&#8230;] Manfred R\u00fcdiger hob das Werk aus der Taufe. Der Endapplaus vereinigte alle Beteiligten, auch Renate Oeser und Fred Walde auf der B\u00fchne.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dr. Walter Kroemer:&nbsp; Kennen Sie Felix? Fragw\u00fcrdige Operettenauff\u00fchrung im Elbe-Elster-Theater. In: Der Neue Weg, Nr. 46\/1964.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Kennen Sie Felix?&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/kennen-sie-felix\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 24. November 2023.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operette Musik von Fred WaldeText von Renate Oesernach dem Roman &#8222;T\u00fcr zu, es zieht&#8220; von Rudolf Bartsch Inszenierung Urauff\u00fchrung: 16. Februar 1964Elbe-Elster-Theater, Wittenberg, DDR Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik DDR UA 16. Februar 1964 Elbe-Elster-Theater, Wittenberg Inhaltsangabe &#8222;Sicher sind Sie schon einmal in einem Amt gewesen. 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