{"id":3248,"date":"2025-02-07T14:08:52","date_gmt":"2025-02-07T13:08:52","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3248"},"modified":"2025-07-11T09:00:34","modified_gmt":"2025-07-11T07:00:34","slug":"lady-aus-paris-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/lady-aus-paris-berlin\/","title":{"rendered":"Lady aus Paris [Berlin]"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical in einem Vorspiel und zwei Akten (10 Bildern)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Peter Kreuder<br>Gesangstexte und Buch von Karl Farkas<br>nach Oscar Wildes &#8222;Lady Windermeres F\u00e4cher&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutsche Erstauff\u00fchrung: 19. M\u00e4rz 1965&nbsp;<br>Theater des Westens, Berlin, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Arne H\u00fclphers<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Peter Neitsch<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Annie Peterka<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Ferry Windberger<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Gerdago<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Lord Windermere: Hans Henn<\/li>\n\n\n\n<li>Margaret, Lady Windermere: Ursula van der Wielen<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Erlynne (Odette): Zarah Leander<\/li>\n\n\n\n<li>Lord Darlington: Klaus K\u00f6hn<\/li>\n\n\n\n<li>Herzogin von Berweck: Hilde Sessak<\/li>\n\n\n\n<li>Gwendolen, deren Tochter: Heidelotte Diehl<\/li>\n\n\n\n<li>Lord August Lorton, Bruder der Herzogin: Sigurd Lohde<\/li>\n\n\n\n<li>Cecil Graham: Adi Appelt<\/li>\n\n\n\n<li>Lady Jedburgh, dessen Tante: K\u00e4the J\u00f6ken-K\u00f6nig<\/li>\n\n\n\n<li>Charles Smarty: Georg Wilhelm Siedler<\/li>\n\n\n\n<li>Wilbur Hopper: Horst Willer<\/li>\n\n\n\n<li>Lady Plimdale: Evelin Gressmann<\/li>\n\n\n\n<li>Parker, Butler: Gottfried M\u00f6nch<\/li>\n\n\n\n<li>Rosy, Zofe: Erika Franz<\/li>\n\n\n\n<li>Duvivier: Melvin Quinones<\/li>\n\n\n\n<li>D&#8217;Absac: Rudolf Lasch<\/li>\n\n\n\n<li>Der Direktor: Gustl Angst<\/li>\n\n\n\n<li>Lane, Diener bei Darlington: Joachim v. Ulmann<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Reporter: Edmund Reinhold<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Fotograf: Rainer Schr\u00f6ter<\/li>\n\n\n\n<li>Ballett: Lena Bork \/ Doris Detering \/ Erika Ernst \/ B\u00e4rbel Hirsch \/ Marion Little \/ Hannelore Meseck \/ Vera Riebauer \/ Marie-Th\u00e8r\u00e9se Senn \/ Helga Tempelhahn \/ Gisela Thrams \/ Karin Vo\u00dfk\u00fchler \/ Edith Zeise \/ Horst Becker \/ Fritz Ebert \/ Hans M\u00fcnklich \/ Hans-Dieter Paul \/ Can Sakarya \/ Joachim v. Ulmann \/ Otmar Wagner<\/li>\n\n\n\n<li>Ballett-Solisten: Hannelore Meseck \/ Gisela Thrams \/ Doris Detering \/ Erika Ernst \/ B\u00e4rbel Hirsch \/ Helga Tempelhahn<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>A<\/td><td>UA<\/td><td>22. Oktober 1964<\/td><td>Raimund Theater, Wien<\/td><\/tr><tr><td>D<\/td><td>EA<\/td><td>19. M\u00e4rz 1965<\/td><td>&nbsp;Theater des Westens, Berlin<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: Die Deutsche Erstauff\u00fchrung im Theater des Westens war ein Gastspiel der Wiener Produktion.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Paris und London, Ende des 19. Jahrhunderts.Lord Darlington ist in Lady Windermere verliebt. Die aber liebt ihren Mann. Um das Herz der Lady zu gewinnen, probiert Lord Darlington es mit allen Tricks. Zum Beispiel verpetzt er ihren Gatten, der angeblich eine Affaire mit der Pariser Chansonette Mrs. Erlynne hat. Und tats\u00e4chlich, auf dem Ball im Hause der Windermeres klebt der Lord an Mrs. Erlynne regelrecht fest und verschwindet mit ihr sogar \u2013 allein \u2013 auf die Terrasse. Vor lauter Eifersucht l\u00e4sst Lady Windermere sich von Lord Darlington \u00fcberreden, einen Trennungsbrief zu verfassen. Viel L\u00e4rm um nichts, denn Mrs. Erlynne ist \u2013 wie auch Lord Windermere wei\u00df \u2013 die totgeglaubte Mutter der Lady. Entsprechend m\u00f6chte sie auch die Ehe ihrer Tochter nicht torpedieren sondern retten. So f\u00e4ngt sie den Brief ab und die frustrierte Lady Windermere wieder ein, die sich aufgemacht hat, um sich Lord Darlington in die Arme zu werfen. Da ist Mrs. Erlynne allerdings sp\u00e4t dran, denn die Geh\u00f6rnte ist bereits in Darlingtons Haus angekommen, wohin Lord Darlington selbst ziemlich prompt und zu allem \u00dcberfluss auch noch mit Lord Windermere im Schlepptau zur\u00fcckkehrt. Erlynne hat gerade noch Zeit, ihre Tochter davon zu \u00fcberzeugen, dass sie nicht scharf auf ihren Mann ist, verschweigt aber ihr eigentliches Geheimnis.<br>Am n\u00e4chsten Morgen sieht Lady Windermere, der es inzwischen gelungen ist, mithilfe von Mrs. Erlynne unbemerkt in ihr eigenes Schlafzimmer zu kommen, wieder klar und freut sich, dass ihr Mann von ihrem kleinen Ausflug nichts gemerkt und auch den Brief nicht gelesen hat. Mrs. Erlynne kehrt \u2013 unerkannt \u2013 nach Paris zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(Verlagsangaben Felix Bloch Erben, Berlin [https:\/\/www.felix-bloch-erben.de\/index.php5\/pid\/3597\/Action\/showPlay\/fbe\/cb7eaa2caf6492bc2be0e46f755677b3\/, [aufgerufen am 26. Juli 2021])<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die stattliche Schwedin, deutscher Publikumsliebling seit nahezu 30 Jahren, kam aus Wien. Dort war das Musical (nach Oscar Wildes Lustspiel &#8222;Lady Windermeres F\u00e4cher&#8220;) aus der Taufe gehoben worden und hatte \u00fcber 100 erfolgreiche Auff\u00fchrungen im Raimund-Theater erlebt. Mit dem Star kamen auch ein Teil der Wiener Truppe sowie die Dekorationen von der Donau an die Spree. Die langbeinige Girl-Truppe dagegen stellte das Theater des Westens. Einige kritische Zuschauer hielten sie f\u00fcr das Beste am ganzen Abend. Das Gros des Publikums dagegen lief sogleich mit fliegenden Fahnen zu Zarah Leander und der Wiener Inszenierung \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Im krassen Gegensatz zu dem \u00fcberstr\u00f6menden Beifall des Publikums stand die Reaktion der Berliner Presse, die St\u00fcck und Darbietung, Star und Darsteller fast einhellig und manchmal sogar bitterb\u00f6se in Grund und Boden verri\u00df. Obendrein wurde mehrfach der verdacht ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df der Beifall bestellt gewesen sei.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[ohne Autorennennung]: Fast ein Skandal. Ovationen f\u00fcr &#8222;Lady&#8220; Zarah Leander in Berlin &#8211; aber die Kenner sind entsetzt. In: upi, Presseagentur, 22. M\u00e4rz 1965.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Karl-Heinz-Stracke-Produktion entpuppt sich &#8211; trotz des undurchsichtig gesteuerten Applauses &#8211; als eine wenig z\u00fcndende Attrappe rund um die wild gestikulierende und manchmal neckisch kokette Hochdramatik, um die urlautende Menagerie-Stimmung der Leander, die in den verwegensten Pelz-, T\u00fcll-, Feder-Arrangements ihre barocke Gestalt anschwellen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Tr\u00fcbe Bilanz: Mit allem Aufwand sind weder Farkas&#8216; Texte noch Kreuders Melodien dazu angetan, die seltsamen Wege der Zarah Leander aus dem Kolossalstil von vor-vor-gestern ins Heute zu transponieren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ilse Urbach: Schwiegermutter aus Eden. Zarah Leander als &#8222;Lady aus Paris&#8220; in der Kantstra\u00dfe. In: Kurier, Berlin, 20. M\u00e4rz 1965.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Verdutzt in hingerissener Umgebung k\u00f6nnen wir mit allem Respekt vor der in vieler Beziehung aparten Pers\u00f6nlichkeit, dem schier unverw\u00fcstlichen, langen Stimmb\u00e4ndern und der konsonantenschmeckenden Diktion des gefeierten Stars ein rechtes Verh\u00e4ltnis zwischen Leistung und donnerndem Echo nicht erblicken. So weit, so fragw\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr und um Frau Leander herum begibt sich ein junges Musical nach alter Operettenart, dessen Partitur, gem\u00e4chliche Musik aus soundsovieler Hand, Peter Kreuder anfertigte. Eine k\u00fcnstlerische Nichtigkeit nach dem gef\u00e4hrlich Trost spendenden Schema &#8222;Neues mu\u00df ja gar nicht so unangenehm modern klingen&#8220;, wir wollen unsere, ihr sollt eure alten Harmonien wiederhaben, ungest\u00f6rt, unverfremdet. Und die alten Rhythmen, vierschl\u00e4gig der gerade Takt, wenn es weit geht, sonst bleibt alles beim Vertrauten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Von &#8222;renommiertem Theater&#8220;, &#8222;Verpflichtung&#8220;, &#8222;deutscher Hauptstadt&#8220; und &#8222;deutschem Kulturzentrum&#8220; ist im Programmheft die Rede. Gro\u00dfe Worte, mit denen man nicht leichtfertig umgehen sollte. Kommerziell eintr\u00e4gliche Unterhaltung &#8211; daf\u00fcr hat man klingende Beispiele &#8211; mu\u00df nicht so billig sein.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Sybill Mahlke: Ein Star mit Vergangenheit. Zarah Leander als &#8222;Lady aus Paris&#8220; im Theater des Westens. In: Der Tagesspiegel, Berlin, 21. M\u00e4rz 1965.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zarah Leander: Seite A: Ich bin eine Frau mit Vergangenheit (Zarah Leander singt aus dem Peter Kreuder Musical &#8222;Lady aus Paris&#8220;; Seite B: Melodien aus der Welt des Musicals mit verschiedenen Interpreten. Philips 843 550 SY. (1xLP).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Oscar Wilde: <em>Lady Windermeres F\u00e4cher.<\/em> Die Geschichte einer anst\u00e4ndigen Frau. Kom\u00f6die. Reklams Taschenb\u00fccher.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Lady aus Paris&#8220; [Berlin]. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/lady-aus-paris-berlin\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 26. Juli 2021.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical in einem Vorspiel und zwei Akten (10 Bildern) Musik von Peter KreuderGesangstexte und Buch von Karl Farkasnach Oscar Wildes &#8222;Lady Windermeres F\u00e4cher&#8220; Inszenierung Deutsche Erstauff\u00fchrung: 19. M\u00e4rz 1965&nbsp;Theater des Westens, Berlin, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik A UA 22. Oktober 1964 Raimund Theater, Wien D EA 19. 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