{"id":3292,"date":"2025-02-07T14:30:31","date_gmt":"2025-02-07T13:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3292"},"modified":"2025-10-17T07:40:47","modified_gmt":"2025-10-17T05:40:47","slug":"liebe-im-dreiklang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/liebe-im-dreiklang\/","title":{"rendered":"Liebe im Dreiklang"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Operette in drei Akten<\/h4>\n\n\n\n<p>Musik von Walter Wilhelm Goetze<br>Text von Walter Wilhelm Goetze \/ Emil Malkowski<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p>Urauff\u00fchrung: 15. November 1950&nbsp;<br>Stadttheater, Heidelberg, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Kurt von Suchanek<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Erich Kronen<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Heinz Lahaye<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Jeannette Andreae<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Karl Bergeest<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mucki Nix: Fritz Zahrer<\/li>\n\n\n\n<li>Carola, Gutsbesitzerin auf Eberstein: Dita Wranitzky<\/li>\n\n\n\n<li>Kunibert, Senator, ihr Onkel: Kurt Peter Bittler<\/li>\n\n\n\n<li>Oberrichter: Rudolf Helten<\/li>\n\n\n\n<li>Martin Knipperling, Schneidermeister: Gert Geiger<\/li>\n\n\n\n<li>Hannes, sein Sohn: Helmut Kreitlein<\/li>\n\n\n\n<li>Franzl, ein Lehrjunge: Alfred Sczyrba<\/li>\n\n\n\n<li>Rosamunde, bei Carola in Diensten: Friedl Sch\u00f6n<\/li>\n\n\n\n<li>Hildegunde, bei Carola in Diensten: Ingrid Prothmann<\/li>\n\n\n\n<li>Flock, Schneidermeister: Walter Kocks<\/li>\n\n\n\n<li>Zorn, ein B\u00fcrger: Richard Bedel<\/li>\n\n\n\n<li>Der Ratschreiber: Edgar Fuchs\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>15. November 1950<\/td><td>Stadttheater, Heidelberg<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p>Hannes, Geselle und Sohn des Schneidermeisters Knipperling, hat zwei Eisen im Feuer &#8211; die Kammerzofen Rosamunde und Hildegunde, beide im Dienst bei Komtesse Carola von Ebernstein. Sie setzen ihn unter Druck dass er sich endlich f\u00fcr eine entscheiden soll. Da kommt Mucki-Nix in die Schneiderwerkstatt, nett, aber pleite und bittet um eine Anstellung. Eigentlich ist er aber Graf Nepomuk von Westernhain, der bei Carolas Onkel und beim Augsburger Schneidermeister Flock, noch in der Kreide steht. Aus einer Hochzeit mit Carola wird somit nichts. Und dabei sind kurz nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg M\u00e4nner Mangelware. Daher gibt es auch einen Erlass, dass es erlaubt ist, dass ein Mann zwei Frauen ehelichen kann. Gute Chancen f\u00fcr Hannes, Rosamunde und Hildegunde, wenn die beiden Frauenzimmer sich nicht immer streiten w\u00fcrden. Dann stellt sich auch noch heraus, dass Mucki-Nix verheiratet ist, seine Noch-Ehefrau hat in die Scheidung bisher nicht eingewilligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mucki-Nix arbeitet bei Schneidermeister Knipperling, um seine Schulden abzubezahlen und entwickelt ein Talent f\u00fcr das Schneiderhandwerk und Modegeschmack. Dann ist er endlich geschieden und frei f\u00fcr Carola, die ihn erh\u00f6rt. Auch Hannes Ehe zu Dritt ist vorbei. Das Gesetz wurde r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, da sich alle Mehrfachpaare beschwert haben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Klaus Baberg<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Voraus sei gesagt, da\u00df das Publikum das Werk nicht mit der bei Operetten-Premieren \u00fcblichen W\u00e4rme und Begeisterung aufgenommen hat. Dar\u00fcber k\u00f6nnen auch die zahlreichen Schlu\u00dfvorh\u00e4nge, die von kleineren Gruppen herausgeklatscht worden sind, nicht hinwegt\u00e4uschen. Die Mehrheit des Publikums f\u00fchlte sich weder erw\u00e4rmt noch besonders interessiert. Man war nicht gerade konsterniert, aber man war auch nicht beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] In &#8218;Liebe im Dreiklang&#8216; sind Elemente der komischen Oper, des Schauspiels, des Schwanks und der Operette allzu bunt durcheinandergebeutelt. Jedoch zu dem, was man Operette nennt, verschmelzen sie nicht. Es weht keine Operettenluft.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Der Komponist, Walter W. Goetze, gibt auch mit diesem seinem neuesten Werk eine stichhaltige Probe seines routinierten K\u00f6nnens. Gro\u00df entwickelte Chors\u00e4tze, eine gl\u00e4nzende Instrumentation \u00e0 la K\u00fcnnecke und ein konsequentes Vermeiden vulg\u00e4rer Ausdrucksweise nehmen f\u00fcr den Komponisten auch in diesem Fall ein. Im ganzen gesehen wirkt die Partitur &#8211; mit Ausnahme des ausgezeichnet gelungenen Katzenballetts &#8211; allerdings etwas profillos. Ins Blut geht kaum etwas.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Edwin [Nachname unleserlich]: &#8218;Liebe im Dreiklang&#8216;. Operetten-Urauff\u00fchrung an den St\u00e4dtischen B\u00fchnen Heidelberg. In: Rhein-Neckar-Zeitung, 17. November 1950, Seite 2.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8222;Wenn eine Operette zwei Stunden lang bei guter Musik und gutem Gesang gut unterh\u00e4lt, und wenn man auf dem Heiweg eine neue Melodie tr\u00e4llern kann, ist sie gut. Mopst man sich zwei Stunden trotz vereinter Bem\u00fchungen von Orchester, Regisseur und S\u00e4nger mehr oder weniger herum und hat schon an der Garderobe den letzten Fetzen Musik vergesssen, dann ist sie schlecht. Das ist sehr einfach und sehr grausam. Aber die Gesetze der Operette sind so. Bei jeder anderen Kunstgattung kann man zumindest das Wollen der Autoren anerkennen &#8211; bei der Operette ist Wollen nichts, K\u00f6nnen alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wir wollen ganz gerecht sein: Walter W. Goetze wollte in seinem neuen Opus vom \u00fcblichen Operettenklischee weg. Deshalb hat er aus dem Scherer die kulturhistorisch h\u00f6chst interessante Tatsache ausgegraben, da\u00df im Jahre 1650 die Stadt N\u00fcrnberg, um dem Frauen\u00fcberschu\u00df abzuhelfen, ein Gesetz erlie\u00df, demzufolge &#8222;hinf\u00fcro jedem Mannesperson 2 Weiber zu heyra en sollte erlaubet sein.&#8220; Ein reizender Vorwurf: die N\u00f6ten des armen Buffos, der sich gleich mit zwei Soubretten herumschlagen mu\u00df, sind alleine schon eine ganze Operette wert und die Quintessenz &#8222;Liebe gibt es nur zu zweit!&#8220; ist ebenfalls recht operettenhaft.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Ein ganzes Ensemble, ein ausgezeichneter Regisseur, ein ebenso ausgezeichneter B\u00fchnenbildner (Heinz Lahaye) geben her, was sie zu bieten haben &#8211; und werden doch eines Gespenstes nicht Herr, das langsam und unerbittlich mit langen Armen durchs Parkett streicht: der Langeweile. So etwas ist bitter f\u00fcr sie und f\u00fcr die Zuschauer. Heidelberg hatte seine Urauff\u00fchrung und beklatschte den anwesenden Librettisten und Komponisten, wie es sich f\u00fcr eine Urauff\u00fchrung geh\u00f6rt. Ob sie n\u00f6tig war (gerade jetzt), ist mit Fug und Recht zu bezweifeln.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Heinz Ohff: Heidelberg hatte ein Urauff\u00fchrung. Walter Goetze&#8217;s Operette &#8218;Liebe im Dreiklang&#8216; in den St\u00e4dt. B\u00fchnen. In: Heidelberger Tageblatt, 17. November 1950.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p>Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Liebe im Dreiklang&#8220;. Gesamtaufnahme Westdeutscher Rundfunk, 1951. Cantus Classics LC 03982. (2xCD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Liebe im Dreiklang&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/liebe-im-dreiklang\/<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 29. September 2025.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operette in drei Akten Musik von Walter Wilhelm GoetzeText von Walter Wilhelm Goetze \/ Emil Malkowski Inszenierung Urauff\u00fchrung: 15. 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