{"id":3311,"date":"2025-02-07T14:34:24","date_gmt":"2025-02-07T13:34:24","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3311"},"modified":"2025-07-11T09:05:37","modified_gmt":"2025-07-11T07:05:37","slug":"lilith","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/lilith\/","title":{"rendered":"Lilith"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rockoper<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik und Songtexte von David DeFeis (Songs in Englisch)<br>Dialogtexte von Walter Weyers<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 24. Juni 2003<br>Stadttheater, Memmingen, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Dietrich Stern<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Peter Kesten \/ Petra Schulz \/ Walter Weyers<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: Sabine Manteuffel<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Peter Kesten<\/li>\n\n\n\n<li>Kamera \/ Regie: Christoph Gerke<\/li>\n\n\n\n<li>Produktion \/ Schnitt: Jens Fischer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Lilith: Jos\u00e9phine Weyers<\/li>\n\n\n\n<li>Eva: Eva Rodekirchen<\/li>\n\n\n\n<li>Adam \/ Samael: Patrick Stamme<\/li>\n\n\n\n<li>Gott: Piet Moedebeck<\/li>\n\n\n\n<li>und seine Gesandten: Lissie Poetter \/ Jochen Ganser<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>24. Juni 2003<\/td><td>Stadttheater, Memmingen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: &#8222;Lilith&#8220; war eine Produktion des Landestheaters Schwaben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Lilith, die erste Frau Adams, will sich ihrem Mann nicht einfach unterwerfen, so dass dieser sich an Gott wendet. Der wiederum schnitzt aus Adams Rippe Eva. Doch obwohl Lilith auf eine einsame Insel flieht, sehnt sich Adam der mit Eva ein Kind zeugt, nach seiner ersten Frau. Diese wiederum wird mit Kinderlosigkeit bestraft, weil sie den Engeln Gottes nicht gehorcht. Daraufhin t\u00f6tet sie Evas Kind. Als sich beide Frauen begegnen und sich eine Beziehung zwischen ihnen aufbaut, beginnt die Insel zu brennen&#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Manfred Jahnke: Szenisch sparsam. Die Rockoper &#8218;Lilith&#8216; in Memmingen. In: Die Deutsche B\u00fchne, Ausgabe 8\/2003.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Walter Weyers, Intendant in Memmingen und Co-Regisseur, hat einen kunstvollen dramatischen Rahmen verfasst, der die 16 Musiknummern von David DeFeis, Leads\u00e4nger und Komponist der New Yorker Heavy-Metal-Band &#8222;Virgin Steele&#8220;, mit pathetisch aufgeladenen, mehr manieristisch skandierten denn gesprochenen Texten verbindet. Leider sind die englisch gesungen, sehr poetischen Texte diese &#8222;Balladen&#8220; rein akustisch kaum zu verstehen, weil der symphonische Fluss der vorproduzierten Musik vom Band so dominant ist, dass die live gesungenen, per Microport verst\u00e4rkten Vokal-Parts oft in der Heavy-Metal-Attacke aufgehen. Gleichwohl fasziniert dieser akustisch dominante Klangteppich, der ebenso Einfl\u00fcsse aus der klassischen Musik wie aus Blues oder Soul verarbeitet.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Klaus Kalchschmidt: Rock im Paradies. Die Urauff\u00fchrung der Heavy-Metal-Oper &#8218;Lilith&#8216; in Memmingen. In: Opernwelt, August 2003.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Auch diesmal war Jos\u00e9phine Weyers die zentrale Interpretin. Sie dominiert den Abend von Beginn mit der Frage nach der eigenen Identit\u00e4t bis zur verhaltenen, erotischen Ann\u00e4herung zwischen Lilith und Eva am Ende. Hintergr\u00fcndig steht \u00fcber dem St\u00fcck eine Frage: Ist in dieser Welt eine Alternative zum Liebes- und Beziehungsdesaster m\u00f6glich, das seit der Vertreibung aus dem Paradies die Geschlechter entzweit?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Das Regieteam Peter Kesten, Petra Schulz und Walter Weyers steigerte die Wirkung der Musik, indem es alle Darsteller zu gedehnten, \u00fcberdeutlichen Dialogen anhielt. So entstehen eisige Inseln zwischen den Songs, in denen die martialistischen Kl\u00e4nge keinerlei Ruhepunkt schaffen. Der Spielraum von Sabine Manteuffel ist mit einer erdfarbig-aschenen Schr\u00e4ge und einer durchl\u00f6cherten R\u00fcckwand aus Metall ein rostiges Schlachtfeld f\u00fcr die ersten Menschen und die beiden schwarzen Gottesgesandeten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Roland Dippel: Das Paradies &#8211; eine Eheh\u00f6lle! Die Urauff\u00fchrung der Rockoper Lilith am Landestheater Schwaben. In: Bayerische Staatszeitung, 11. Juli 2003.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Antikes Pathos paart sich mit moderner Musik, Mythologie mit Heavy Metal auf der B\u00fchne des kleinen Landestheaters Memmingen. So was kann nur eine Missgeburt zeugen, fratzenhaft wie die Protagonisten von Walter Weyers &#8218;Lilith&#8216;. Doch dann, o Wunder, sitzt man zweieinhalb Stunden mit klopfendem Herzen da und leidet mit einem Weib, das sich von der entt\u00e4uschten Geliebten zum blutr\u00fcnstigen D\u00e4monin wandelt: Lilith, eine Figur aus dem j\u00fcdischen Volksglauben, von der Frauenbewegung als &#8222;erste Menschin&#8220; annektiert. Gottes Erstgeborene, die er vor Adam erschuf, ein Prachtweib mit feuerrotem Haar und &#8222;mondenen Augen&#8220;. Doch Lilith bleibt ihrem Sch\u00f6pfer fremd. &#8222;Du st\u00f6rst&#8220;, sagt er, nimmt noch eine Hand voll Dreck und knetet Adam daraus. Jetzt sind sie zu zweit, und der Geschlechterkrieg beginnt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">I<em>ngrid Eissele: Weia, wilde Weiber. Geschlechterkrieg auf offener B\u00fchne: Mit furiosen Heavy-Metal-Dramen wie Lilith lockt das kleine Landestheater Memmingen Neugierige aus dem ganzen Land. In: stern, Kultur, 26. Juni 2003.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8218;Lilith&#8216; ist der Abschluss einer Rockopern-Trilogie, die in der Spielzeit 1998\/1999 in Memmingen mit &#8218;Klytaimnestra oder Der Fluch der Atriden&#8216; begann und in 2000\/2001 mit der Rockoper &#8218;Hel oder die Rebellen&#8216; fortgesetzt wurde. Alle Rockopern wurden von Walter Weyers getextet; die Musiken stammen von David DeFeis.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Lilith&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/lilith\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 28. Juli 2022.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rockoper Musik und Songtexte von David DeFeis (Songs in Englisch)Dialogtexte von Walter Weyers Inszenierung Urauff\u00fchrung: 24. Juni 2003Stadttheater, Memmingen, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 24. Juni 2003 Stadttheater, Memmingen Anmerkung: &#8222;Lilith&#8220; war eine Produktion des Landestheaters Schwaben. 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