{"id":3358,"date":"2025-02-07T14:43:47","date_gmt":"2025-02-07T13:43:47","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3358"},"modified":"2025-07-11T09:10:06","modified_gmt":"2025-07-11T07:10:06","slug":"lysistratae","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/lysistratae\/","title":{"rendered":"Lysistrat\u00e6"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kom\u00f6die von Aristophanes<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Hans-Martin Majewski<br>Text nach der \u00dcbertragung von Ludwig Seeger<br>bearbeitet von Heinrich Otto<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 6. November 1965&nbsp;<br>Schauspielhaus, D\u00fcsseldorf, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Robert Wolf<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Karl-Heinz Stroux<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Teo Otto<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Liselotte Erler<\/li>\n\n\n\n<li>Pantomimen-Regie: Jean Soubeyran<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Lysistratae: Maria Wimmer<\/li>\n\n\n\n<li>Kalonike: Tatjana Iwanow<\/li>\n\n\n\n<li>Myrrhine: Anna Tardi<\/li>\n\n\n\n<li>Dritte Frau: Annelie Becher<\/li>\n\n\n\n<li>Lampito: Ingrid Ernest<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Ratsherr: Otto Rouvel<\/li>\n\n\n\n<li>Kinesias: G\u00fcnter K\u00f6nig<\/li>\n\n\n\n<li>Herold und spartanischer Gesandter: Siegfried Siegert<\/li>\n\n\n\n<li>Chorf\u00fchrerin: Eva B\u00f6ttcher<\/li>\n\n\n\n<li>Chor der Frauen: Katrin Bremer \/ Marianne Dell \/ Gaby Dohm \/ Birgid F\u00fcllenbach \/ Elvira Hofer \/ Ingeborg Weirich<\/li>\n\n\n\n<li>Chorf\u00fchrer: Alf Pankarter<\/li>\n\n\n\n<li>Chor der M\u00e4nner: Dom de Beern \/ Richard Elias \/ Helmut Everke \/ Wolfgang Haubner \/ Heiner Kollhoff \/ Hans Wypr\u00e4chtiger<\/li>\n\n\n\n<li>Spartaner: J\u00f6rg Benedict \/ Willi Kowalj \/ Roland M\u00fcller-Stein \/ Tom Witkowski<\/li>\n\n\n\n<li>Athener: Andreas Herzau \/ Hansjakob Gr\u00f6blinghoff<\/li>\n\n\n\n<li>Volk von Sparta und Athen: Isabell Alder \/ Dietlind Blume \/ Ellen Dorn \/ Margret Gesell \/ Gisela Goth \/ Helga Kr\u00e4mer \/ Gudrun Meier \/ Elisabeth Ulrich \/ Udo Branca \/ Hans Kiery \/ Horst Mackenstein \/ Reinhard Schulat \/ Andreas Thieck \/ Eugen Wilberg<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>6. November 1965<\/td><td>Schauspielhaus, D\u00fcsseldorf<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kom\u00f6die von Aristophanes weitesgehend folgend, geht es auch hier um den Liebesentzug der Spartanerinnen und Athenerinnen, die dieses Mittel einsetzen, um ihre M\u00e4nner zur Heimkehr und zur Beendigung des Krieges zu zwingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Klaus Baberg<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die weitgehend gegl\u00fcckte, wenn auch nicht restlos \u00fcberzeugende Form aus der Weiberposse des Aristophanes eine lustige Sache f\u00fcr&#8217;s Theater von heute zu holen, ist ein Halb-Musical! F\u00fcr den Text dazu bediente man sich der \u00dcbersetzung von Ludwig Seeger, deren Stil (19. Jahrhundert) von Heinrich Otto modernisiert worden war. Kaum minder wichtiger Autor als Aristophanes wurde nun der Komponist Hans-Martin Majewski. Seine st\u00fctzende, illustrierende, oft aber auch die Theatersubstanz mitbildende Musik ereichte nicht ganz jene homogene Partnerschaft mit dem Textverfasser, wie das Majewski beim &#8218;Marat&#8216; von Peter Weiss gelungen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es war schon sehr am\u00fcsant, die beiden erg\u00f6tzlichen Chorf\u00fchrer (Alf Pankarter und Eva B\u00f6ttcher) Chanson singen zu h\u00f6ren, den Spartaner-Chor im Walzerschritt auftreten zu sehen oder aus dem L\u00e4cheln einer konzentrierten Bl\u00e4sermelodie entnehmen zu k\u00f6nnen, was von dem martialischen Getue des Geschlechterkampfes zu halten sei. Zu dem Musiker als Parodisten engagierte sich Stroux noch den Pantomimen Jean Soubeyran als Chorographen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Johannes Jacob: Unser Kritiker sah: Lysistrata. In: Die Zeit, 19. November 1965.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Lysistrata wird im D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus zum Musical. Hans-Martin Majewski, der auch die ausgezeichnete B\u00fchnenmusik zum &#8218;Marat&#8216; geschrieben hat, setzt den ganzen ausgedehnten Chorteil des Werkes unter Musik, die ke\u00df rhythmisiert und unter der Leitung Robert Wolf opernhausreif einstudiert und dargeboten, zur Quelle reinen Vergn\u00fcgens wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter wurde zugezogen der Pantomime Jean Soubeyran, der die Chort\u00e4nze ordnete und dessen T\u00e4tigkeit im Finale darin gipfelte, da\u00df er zu den markigen Weisen eines spartanischen M\u00e4nnergesangvereins einen urkomischen Schwertertanz mit abschlie\u00dfendem Pyramidenbau abwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Die starke Hand des Regisseurs Stroux blieb trotz aller Zutaten sp\u00fcrbar, im gro\u00dfen dynamischen Schwung des Ganzen und in vielen zierlichen Kleinigkeiten. Vor allem aber in der Art, wie er trotz des Chorgewimmels dem Stern des Abends, der gro\u00dfen Maria Wimmer, Spielraum verschaffte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Alfons Neunkirchen: D\u00fcsseldorfs Lysistratae als Musical. Karl Heinz Stroux inszenierte die Kom\u00f6die von Aristophanes. In: General-Anzeiger, Bonn; 9. November 1965.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Warum kam weder ein gerechtes Gel\u00e4chter zustande noch ein Erschrecken? Die ganze Auff\u00fchrung war sozusagen &#8218;weder &#8211; noch&#8216;. Sie war unheitlich und unausgeglichen. Sie machte neue Musik auf alte Texte. Sie machte einen unentschiedenen Schritt zum Musical hin und scheute sich vor dem zweiten. Sie lie\u00df &#8211; zum Beispiel &#8211; die Spartaner s\u00e4chsisch sprechen und dabei Schuhplattler tanzen. Sie konnte der Komik nur wenig tiefere Bedeutung abgewinnen, der tieferen Bedeutung nur wenig Komik. Sie war weder agressiv noch besonders lustig; weder die harte Wirklichkeit wurde sichtbar noch die dichterische Utopie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Von Teo Otto lie\u00df er sich das B\u00fchnenbild bauen, von Hans-Martin Majewski eine neue, fast durchg\u00e4ngige B\u00fchnenmusik schreiben. Doch da ist gleich zu fragen: wenn schon Majewski derart ausgiebig bem\u00fcht wurde, warum dann nicht mit ihm zugleich und gemeinsam ein bef\u00e4higter Autor zur Texterneuerung? Mit dem altbackenen, witz- und reizlosen Text der Herren Seeger und Otto (Heinrich) pa\u00dft Majewskis Musik sehr schlecht zusammen; abgesehen davon, da\u00df ihm auch schon treffendere und z\u00fcndendere Melodien eingefallen sind als diese.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eo Plunien: Aber das Gel\u00e4chter geh\u00f6rt dazu. Karl-Heinz Stroux inszenierte die &#8222;Lysistrata&#8220; des Aristophanes &#8211; Maria Wimmer in der Titelrolle. In: Die Welt, Ausgabe Berlin-Westsektor, 19. November 1965.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Lysistrat\u00e6&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/lysistratae\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 30. Oktober 2022.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kom\u00f6die von Aristophanes Musik von Hans-Martin MajewskiText nach der \u00dcbertragung von Ludwig Seegerbearbeitet von Heinrich Otto Inszenierung Urauff\u00fchrung: 6. November 1965&nbsp;Schauspielhaus, D\u00fcsseldorf, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 6. 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