{"id":3428,"date":"2025-02-14T09:23:17","date_gmt":"2025-02-14T08:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3428"},"modified":"2025-07-11T11:59:07","modified_gmt":"2025-07-11T09:59:07","slug":"matterhorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/matterhorn\/","title":{"rendered":"Matterhorn"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Albert Hammond<br>Text von Michael Kunze<br>Orchestrierung von Koen Schoots<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 17. Februar 2018<br>Theater, St. Gallen, Schweiz<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Bernd Steixner<\/li>\n\n\n\n<li>Arrangements &amp; Musical Supersision: Koen Schoots<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Shekhar Kapur<\/li>\n\n\n\n<li>Mitarbeit Regie: Angus Wilkinson<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Jonathan Huor<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchne: Peter J. Davison<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Franz Blumauer<\/li>\n\n\n\n<li>Lichtdesign: Michael Grundner<\/li>\n\n\n\n<li>Video: fettFilm<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Edward Whymper: Odeo Kuipers \/ Rune H\u00f8ck M\u00f8ller<\/li>\n\n\n\n<li>Olivia Buckingham: Lisa Antoni \/ Veronica Appeddu<\/li>\n\n\n\n<li>Orka: Sabrina Weckerlin<\/li>\n\n\n\n<li>Antoine Carrel: Benjamin Oeser<\/li>\n\n\n\n<li>Luc Meynet: Luigi Schifano<\/li>\n\n\n\n<li>Alexander Seiler: Ramin Dustar<\/li>\n\n\n\n<li>Catharina Seiler: Patricia Hodell<\/li>\n\n\n\n<li>Felice Giordano: Reinwald Kranner<\/li>\n\n\n\n<li>John Buckingham: Dean Welterlen<\/li>\n\n\n\n<li>Marcella Favre: Juliane Bischoff<\/li>\n\n\n\n<li>Josef Ruden: Jon Geoffrey Goldsworthy<\/li>\n\n\n\n<li>John Tyndall: Andr\u00e9 Bauer<\/li>\n\n\n\n<li>Charles Hudson \/ Joseph Anton Clemenz: Samuel Tobias Klauser<\/li>\n\n\n\n<li>Robert Hadow: Marco Toth<\/li>\n\n\n\n<li>Michael Croz: Michael Souschek<\/li>\n\n\n\n<li>Lord Francis Douglas: Timo Verse<\/li>\n\n\n\n<li>Peter Taugwalder sen.: Martin Kiuntke<\/li>\n\n\n\n<li>Peter Taugwalder jun.: Nicolo Soller<\/li>\n\n\n\n<li>Rosina: St\u00e9phanie Signer<\/li>\n\n\n\n<li>Emil: Max Meister<\/li>\n\n\n\n<li>Ensemble: Silke Braas-Wolter \/ Anna burger \/ Jil Clesse \/ Klaudia Dodes \/ Gabriela Ryffel \/ Pamela Zottele<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>CH<\/td><td>UA<\/td><td>17. Februar 2018<\/td><td>Theater, St. Gallen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das Musical Matterhorn verfolgt die Spuren des jungen ehrgeizigen Engl\u00e4nders Edward Whymper, der im Sommer 1865 das Unm\u00f6gliche schafft, indem er als erster Mensch den Gipfel des Matterhorns besteigt. Edward Whymper ist kein betuchter Gentleman wie die anderen englischen Alpinisten und deshalb in ihren Kreisen nicht wirklich willkommen. Und auch auf die \u00f6rtlichen Bergf\u00fchrer kann er nur bedingt z\u00e4hlen, denn es gibt auf der anderen Seite des Berges noch das ehrgeizige junge K\u00f6nigreich Italien. Und viele Einheimische lehnen den Versuch der Bezwingung des Berges grunds\u00e4tzlich ab. Es geht im Musical aber nicht nur um Felsen und Seile, Tr\u00e4ume und Rivalit\u00e4ten, menschlichen Ehrgeiz und wilde Natur, sondern auch um Liebe: Edward Whymper verliebt sich in Olivia, die Tochter des Seilfabrikanten John Buckingham, die jedoch nach dem Willen ihres Vaters den wohlhabenden jungen Bergsteiger Robert Hadow heiraten soll.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Medienmitteilung der Gesch\u00e4ftsleitung des Theaters St. Gallen, 5. Februar 2018<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ein Alpsegen f\u00fcr ein uramerikanisches Genre? Gemischte Gef\u00fchle machen sich breit. Aber die Bedenken werden bald zerstreut. Die Musicalmacher haben gut daran getan, kein Heimat- oder gar Mundartst\u00fcck daraus zu machen. Es w\u00e4re ohnehin schief gegangen, wenn ein deutscher Textschreiber (Michael Kunze), ein englischer Komponist (Albert Hammond), ein holl\u00e4ndischer Arrangeur (Koen Schoots) und ein indischer Regisseur (Shekhar Kapur) Schweizer Befindlichkeiten h\u00e4tten treffen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so gibt es au\u00dfer einigen diskret eingestreuten Alph\u00f6rnern, ein paar Akkordeonkl\u00e4ngen aus den Keyboards und universell \u00fcberformten Trachten (Kost\u00fcme: Franz Blumauer) nur weniges, das das St\u00fcck in der Schweiz verorten w\u00fcrde. Au\u00dfer dem Matterhorn selbst nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Was f\u00fcr ein Potential f\u00fcr einen B\u00fchnenkonflikt! Eine Art Dreiecksbeziehung, eine verbotene Liebe, Missverst\u00e4ndnisse, die sich zu Intrigen h\u00e4tten auswachsen k\u00f6nnen und mit dem Geschehen am Berg verkn\u00fcpfen lie\u00dfen. Dass Librettist Michael Kunze dieses Potential so komplett unausgesch\u00f6pft l\u00e4sst und einfach nur stumpf eine Chronologie nacherz\u00e4hlt \u2013 das ist fast schon wieder eine Kunst. [&#8230;] Das verschenkte Potential des Stoffs ist das gro\u00dfe Manko dieser Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wett gemacht wird es durch die Musik Albert Hammonds. Hat man erst mal den Schrecken der ersten Nummer verdaut, in der sich uns ein deutsch rappender Edward Whymper reimend vorstellt, reihen sich etliche Nummern aneinander, die Albert Hammonds Heimat als Hitproduzent der Achtzigerjahre nicht verleugnen. Prominente Keyboards, perkussiv geslappter E-Bass, dann wieder soulige Gesangslinien und ein pathetisch aufgeladener Sound \u2013 wenn jetzt Whitney Houston auf die B\u00fchne treten w\u00fcrde, um ihren Hit &#8218;One Moment in Time&#8216; zu singen, den Hammond ihr einst in die Kehle schrieb, w\u00fcrde man sich wohl nur kurz wundern, so perfekt darf man sich musikalisch in die Vergangenheit gebeamt f\u00fchlen (musikalische Leitung: Bernd Steixner). Das wird vor allem diejenigen freuen, die in den Achtzigerjahren musikalisch sozialisiert sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Hammonds Melodien gehen ins Ohr \u2013 das kann man auch nicht von allen Musicals behaupten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Elisabeth Schwind: Der Berg singt: So ist das Matterhorn-Musical in St. Gallen. In: S\u00fcdkurier (Konstanz), 18. Februar 2018.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Albert Hammond nahm die Herausforderung, erstmalig Musik f\u00fcr ein Musical zu erarbeiten an. Seine Kompositionen f\u00fcr &#8218;Matterhorn&#8216; sind eine Mischung von Rock- und Popmusik, Hip-Hop, Volksmusik und Klassik, die Koen Schoots arrangierte und orchestrierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Franz Blumauers detailreiche Kost\u00fcme der Bergsteiger, der Bewohner Zermatts. sowie der ausl\u00e4ndischen Touristen spiegeln die Mode um 1865 wider. Dabei orientierte er sich an historischen Originalfotografien. Zugleich dienten die Schwarz-Wei\u00df-Zeichnungen, die Edward Whymper von Zermatt anfertigte, als Grundlage der Bild- und Videoprojektionen von fettFilm. Im Hintergrund der schr\u00e4gen B\u00fchne ist die eindr\u00fcckliche Bergwelt von Zermatt mit dem Matterhorn zu sehen, die je nach Szene von Videoprojektionen mit dahinziehenden Wolken umrahmt wird oder stimmungsvoll beleuchtet ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Das durchkomponierte, balladenreiche Musical enth\u00e4lt wenige Tanzszenen (Choreographie: Jonathan Huor). Neben folkloristischen Elementen in Momenten, in denen die Zermatter oder das Hotelpersonal tanzen, sticht am Anfang des Musicals eine Szene mit indischen Tanzelementen heraus, die an den Erfahrungshorizont des Mumbai-Regisseurs Shekhar Kapur erinnern. [&#8230;] Die melodramatische, philosophische Inszenierung von Shekhar Kapur sowie die hervorragende Leistungen des internationalen Kreativteams, der Band und Cast faszinieren von der ersten bis zur letzten Szene das Publikum, welches die Urauff\u00fchrung von &#8218;Matterhorn&#8216; zu Recht jubelnd feiert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Martina Friedrich: Erfolg um jeden Preis? Urauff\u00fchrung von &#8222;Matterhorn&#8220; am Theater St. Gallen. In: blickpunkt musical, Ausgabe&nbsp; 93, 02\/2018 M\u00e4rz &#8211; Mai 2018, Seite 60-63.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wer gerne und h\u00e4ufig selber kocht, der kennt das: Zwar hat man die besten Zutaten herbeigeschafft, alles nach Rezept und mit Liebe zubereitet, jeden Schritt sorgf\u00e4ltig getan \u2013 und doch f\u00e4llt das Ergebnis nicht aus wie erwartet oder erhofft. Irgendetwas fehlt, ist zu viel, vielleicht falsch. Aber was?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"id-doc-1c6kbincd0\">\u00c4hnlich verhielt es sich bei der Weltpremiere des Musicals &#8218;Matterhorn&#8216;, die das Theater St.&nbsp;Gallen am Samstag feierte. Der bekannte deutsche Librettist Michael Kunze (&#8218;Elizabeth&#8216;, &#8218;Mozart!&#8216;) schildert darin zur Musik von Songwriter Albert Hammond (&#8218;It Never Rains in Southern California&#8216;, &#8218;One Moment in Time&#8216;) und zusammen mit dem Oscar-pr\u00e4mierten Regisseur Shekhar Kapur die Geschichte rund um die Erstbesteigung des Matterhorns \u2013 und vereinigt damit Stoff und Talente, die auf einen Welthit hoffen liessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"id-doc-1c6klhnec0\">Die Ereignisse von 1865 scheinen wie gemacht f\u00fcr ein dramatisches Musical; sie sind so besonders wie universell, so schweizerisch wie international. Ein Sieg \u00fcber die Natur, der Opfer fordert. Blinder Ehrgeiz, der Helden gebiert \u2013 und sie ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzt. Fortschritt, der an t\u00f6dliche Grenzen st\u00f6sst. Das ruft nach Vertonung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Michael Kunze macht in der k\u00fcnstlerischen Umsetzung dieser Ereignisse fast alles richtig. Er zeigt die Konfliktlinien und die damaligen Umst\u00e4nde, er\u00f6ffnet die Zeitgeschichte und die Beweggr\u00fcnde der Beteiligten. Das Wettrennen der Nationen wird ebenso thematisiert wie der Gegensatz zwischen englischem Hochadel und mittellosem Illustrator, die N\u00f6te der Einheimischen ergr\u00fcndet Kunze am Schicksal eines behinderten Lastentr\u00e4gers. Zugleich bleibt unklar, was im Zentrum stehen soll.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Manuel M\u00fcller: Ein Musical will hoch hinaus: In: Neue Z\u00fcrcher Zeitung, 18. Februar 2018.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Matterhorn&#8220;. Original Cast St. Gallen, 2018. HitSquad. (1xCD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da das Programmheft zur Urauff\u00fchrung aktuell noch nicht vorliegt, stammen die Angaben aus den seinerzeitigen Pressever\u00f6ffentlichungen. Die Angaben werden ggf. erg\u00e4nzt oder ge\u00e4ndert, wenn das Originalprogrammheft vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Matterhorn&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/matterhorn\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 13. Januar 2023.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical Musik von Albert HammondText von Michael KunzeOrchestrierung von Koen Schoots Inszenierung Urauff\u00fchrung: 17. 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