{"id":3448,"date":"2025-02-07T15:05:49","date_gmt":"2025-02-07T14:05:49","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3448"},"modified":"2025-02-07T15:05:49","modified_gmt":"2025-02-07T14:05:49","slug":"meine-geschichte-mit-aniko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/meine-geschichte-mit-aniko\/","title":{"rendered":"Meine Geschichte mit Aniko"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Manfred Grafe und Vilmos K\u00f6rmendy<br>Texte von Peter Bejach<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 22. Januar 1983<br>St\u00e4dtische B\u00fchnen Erfurt, DDR<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Uwe Hanke<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Helmut M\u00fcller<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Fritz Wilhelm<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Elisabeth Stolze-Bley<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Siegrid Trittmacher-Koch<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aniko: Sieglinde G\u00f6rn-Littauer \/ Christiane Oertel<\/li>\n\n\n\n<li>Hermann: Falk Girod<\/li>\n\n\n\n<li>Uwe: Rainer Psurek<\/li>\n\n\n\n<li>Meister Frank: J\u00fcrgen Wald<\/li>\n\n\n\n<li>Armin: Joachim Schwarzwald<\/li>\n\n\n\n<li>J\u00f6rg: Lothar Hiob<\/li>\n\n\n\n<li>Ottootto: Klaus Schmidt<\/li>\n\n\n\n<li>Ilona: Christiane Oertel \/ Jutta Schnuphase<\/li>\n\n\n\n<li>Karin: Elvira Kupfer \/ Sieglinde Schwarzwald<\/li>\n\n\n\n<li>M\u00e4rtens: Rudolf Stubbe<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>DDR<\/td><td>UA<\/td><td>22. Januar 1983<\/td><td>St\u00e4dtische B\u00fchnen, Erfurt<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Hermann, Eisenbahner im Urlaub, besucht seinen Freund Uwe, der mit Kollegen seiner Gleisbaubrigade an einer Strecke irgendwo bei uns arbeitet. Nach Feierabend ist Disco in Gesellschaft von M\u00e4dchen aus den umliegenden Ortschaften und zur Freude der Gleisbauer [&#8230;] , aber weniger zur Freude des Brigadiers Frank [&#8230;], der die Arbeitsmoral der Truppe gef\u00e4hrdet sieht und eigentlich genau wei\u00df, da\u00df er mit seiner Lebensmaxime &#8218;Aber kaane Weiber&#8216; bei seinen Jungs h\u00f6chstens Gel\u00e4chter erntet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieses Genrebild [&#8230;] platzt die Ungarin Aniko, die den Halt auf offener Strecke zum Baden ausnutzt, von ihrem Zug nur noch die R\u00fccklichter und von ihren Kleidern (die Hermann und Uwe versteckt haben) \u00fcberhaupt nichts mehr sieht. Aniko wird in &#8211; zuf\u00e4llig vorhandene &#8211; Jungsklamotten gesteckt, von Brigade und M\u00e4dchen erstaunlicherweise als ungarischer Junge akzeptiert, und der &#8218;Konflikt&#8216; des St\u00fccks besteht nun darin, da\u00df einerseits Aniko zuf\u00e4llig Zeuge wird, wie Hermann mit sozialistischer DDR-\u00dcberheblichkeit Klischeevorstellungen \u00fcber Ungarn und insbesondere Ungarinnen von sich gibt und da\u00df sie daraufhin beschlie\u00dft, ihn eines besseren zu belehren, und da\u00df andererseits Hermann nicht einzugestehen wagt, da\u00df er es war, der Anikos Sachen versteckt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter munterem Gesang und Spielchen, mit Sprache im telegrafisch-verk\u00fcrzten Jugendlook von gestern, einigen gut plazierten Kalauern und Gags pl\u00e4tschert alles dem Happy-end zu, eine Katastrophensituation wird &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; durch Aniko bew\u00e4ltigt, weil sie zuf\u00e4llig Ingenieurin ist und wei\u00df, da\u00df man die Reichweite von Sprechfunkger\u00e4ten verl\u00e4ngern kann, wenn man auf einen Mast klettert (die Dummis aus der Brigade waren auf so Naheliegendes n\u00e4mlich noch nicht gekommen). Es gibt gegenseitige Gest\u00e4ndnisse, Hermann heiratet Aniko und erh\u00e4lt dadurch die Gelegenheit, zwei Jahre nach seiner Hochzeit die ganze Begebenheit r\u00fcckblendend zu erz\u00e4hlen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(Elke Schneider: Keine Geschichte mit Aniko. In: Theater der Zeit, Heft 6\/1983, Seite 43)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Der Titel versprach eine Geschichte, der Untertitel ein Musical mit Vor- und Nachspiel. Ich sah ein Geschichtchen, Musical kaum. Deshalb ist mein Nachspiel nicht so sehr in Dur und ein bi\u00dfchen piano. Das Anliegen war lobenswert: das Leben der Elefanten sollte mal nicht anhand der Regenw\u00fcrmer erl\u00e4utert sein, sprich: unser Leben, unsere Probleme wurden weder ins Mittelalter, noch zu den Robotern verlagert. Daf\u00fcr geb\u00fchrt Peter Bejach und den beiden Komponisten Vilmos K\u00f6rmendi und Manfred Grafe Dank. Aber ein Anliegen, und sei es noch so ehrlich, macht noch kein Theater.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Alles ist in eine konventionelle, auf Traditionen des musikalischen Lustspiels aufbauende, in den Mitteln sichere, aber bis auf einige Puszta-Ankl\u00e4nge sehr unerhebliche Musik eingepackt. Auf der Plusseite des Unternehmens steht, da\u00df das Ballett im Verein mit j\u00fcngeren Solisten des Musiktheaterensembles sch\u00f6n und laut sang, da\u00df die S\u00e4nger in einer gut auf ihre M\u00f6glichkeiten abgestimmten Choreographie mit dem Ballett flott tanzten, da\u00df es ein lustiges Programmheft unter Verwendung von Reichsbahndeutsch gab, da\u00df man J\u00fcrgen Wald die komische Verzweiflung \u00fcber die Unm\u00f6glichkeit aus Bauarbeitern M\u00f6nche zu machen, mit Spa\u00df am Zuschauen abnehmen konnte, und da\u00df alle Beteiligten (Orchester unter Uwe Hanke inbegriffen) eine saubere, solide Arbeit zeigten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Elke Schneider: Keine Geschichte mit Aniko. In: Theater der Zeit, Heft 6\/1983, Seite 43.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8222;<\/em>Ein Musical lebt nat\u00fcrlich im wesentlichen von der Musik. Urspr\u00fcnglich wollte Peter Bejach mit dem Ungarn Vilmos K\u00f6rmendi, den er bei einer gemeinsamen Produktion im DDR-Fernsehen sch\u00e4tzengelernt hatte, dieses St\u00fcck produzieren. Doch es stellte sich heraus, da\u00df ein ersprie\u00dfliches Zusammenwirken wegen der gro\u00dfen Entfernung Berlin &#8211; Budapest nicht gew\u00e4hrleistet werden konnte. So wandt sich der Autor an den Musikalischen Oberleiter der Dresdner Staatsoperette, Manfred Grafe, der die Anregungen K\u00f6rmendis hinsichtlich der ungarischen Intonationsmerkmale zwar aufgriff, aber die Partitur durchaus eigenst\u00e4ndig entwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Nach knapp zwei Stunden war die kleine &#8218;Geschichte&#8216; zu Ende. Mehr h\u00e4tte sie auch nicht hergegeben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>-kf.: Ein Schabernack um Aniko und etwas mehr. In: Das Volk, 26. Januar 1983.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Meine Geschichte mit Aniko&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/meine-geschichte-mit-aniko\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 1. Februar 2020.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical Musik von Manfred Grafe und Vilmos K\u00f6rmendyTexte von Peter Bejach Inszenierung Urauff\u00fchrung: 22. Januar 1983St\u00e4dtische B\u00fchnen Erfurt, DDR Besetzung: Premierenchronik DDR UA 22. Januar 1983 St\u00e4dtische B\u00fchnen, Erfurt Inhaltsangabe &#8222;Hermann, Eisenbahner im Urlaub, besucht seinen Freund Uwe, der mit Kollegen seiner Gleisbaubrigade an einer Strecke irgendwo bei uns arbeitet. 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