{"id":3477,"date":"2025-02-07T15:13:04","date_gmt":"2025-02-07T14:13:04","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3477"},"modified":"2025-07-11T11:45:37","modified_gmt":"2025-07-11T09:45:37","slug":"millionen-fuer-penny","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/millionen-fuer-penny\/","title":{"rendered":"Millionen f\u00fcr Penny"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical in 2 Akten (7 Bildern)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Lotar Olias<br>Musikalische Arrangements von Gert Wilden<br>Musikalische Arrangements der T\u00e4nze von Louis Bloom<br>Buch von Max Colpet<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 5. Februar 1967<br>Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz M\u00fcnchen, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Gernot Schwickert<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Kurt Pscherer<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme: Max Bignens&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Cornelius Eberhardt<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Gene Reed<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Penny Touchwood: Violetta Ferrari<\/li>\n\n\n\n<li>Lord: Werner Kotzerke<\/li>\n\n\n\n<li>Sig: Rudolf Wessely<\/li>\n\n\n\n<li>Alfredo: Manfred Ball<\/li>\n\n\n\n<li>O&#8217;Brian: Harry Friedauer<\/li>\n\n\n\n<li>Rusty: Annaluise Schubert<\/li>\n\n\n\n<li>Wirtin: Charlotte Korneffel<\/li>\n\n\n\n<li>Miller, Theaterbesitzer: Wolf Rahtjen<\/li>\n\n\n\n<li>Harrison, amerikanischer Businessman: Norbert Ecker<\/li>\n\n\n\n<li>Buddy: Wolfgang Gerlach-Rusnak<\/li>\n\n\n\n<li>Inspektor: Kurt Walldorf<\/li>\n\n\n\n<li>Green, Bankbeamter: Karl Schaidler<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Polizist: Jiri Stanek<\/li>\n\n\n\n<li>Frou-Frou-Girls: Gaby Hausmann, Karin Meier, Urda Meier, Jutta R\u00f6thel, Brigitte Seitz, Ursula Wei\u00df<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>5. Februar 1967<\/td><td>Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen<\/td><\/tr><tr><td>DDR<\/td><td>EA<\/td><td>18. Mai 1968<\/td><td>Theater, Plauen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;In einem leerstehenden New Yorker Theater hat ein Gauner-Triumvirat Unterschlupf gefunden. Von hier aus soll ein neuer Coup mit selbst hergestelltem Falschgeld gestartet werden. Der Chef, ein ber\u00fcchtigter Heiratsschwindler, wird &#8222;Lord&#8220; genannt, seine Komplicen sind der Bilderf\u00e4lscher &#8222;Alfredo&#8220; und der ehemalige Souffleur &#8222;Sig&#8220;. Dieser &#8222;Sig&#8220; ist auf den Gedanken gekommen, zur Tarnung Szenen aus klassischen Dramen einzustudieren. &#8222;Penny Touchwood&#8220;, ein M\u00e4dchen aus der Provinz, mit schauspielerischen Ambitionen, \u00fcberrascht die Gangster, glaubt aber den Schwindel mit der Theaterprobe, l\u00e4\u00dft den ersten falschen 100-Dollar-Schein wechseln und verliebt sich in &#8222;Alfredo&#8220;. Zur n\u00e4chtlichen Stunde spielt &#8222;Penny&#8220; in ihrem Zimmer Klavier und ihre Wirtin holt die Polizei wegen Ruhest\u00f6rung. Der Polizist ist aber selbst der Kunst sehr verbunden und verspricht &#8222;Penny&#8220;, sie am n\u00e4chsten Morgen im Theater zu besuchen. Auch er f\u00e4llt auf den Trick mit der Probe herein, bringt den gesamten Polizeigesangverein mit und l\u00e4\u00dft am Ende noch die gestohlene Kiste mit Gl\u00fchbirnen f\u00fcr die B\u00fchnenbeleuchtung von seiner Mannschaft ins Theater tragen. Es kommt, wie&#8217;s kommen mu\u00df, der Polizist wird stutzig und auch der wirkliche Theaterdirektor, der sein Haus an die Gauner verkauft hat, bekommt Bedenken, aber inzwischen l\u00e4uft der Vorverkauf auf Hochtouren, die Zeitungen bringen Schlagzeilen, die Gangster k\u00f6nnen mit echtem Geld ihre Schulden decken und &#8222;Penny&#8220; bekommt ihren &#8222;Alfredo&#8220;.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Karl-Robert Danler: Ein deutsches Musical wurde geboren. Welturauff\u00fchrung in M\u00fcnchen.In: Theater der Zeit, 19. Februar 1967.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Staatsintendant Kurt Pscherer hat das gesamte Personal inszenatorisch auf Trab gebracht, als gelte es ein Gastspiel am Broadway. Von der famosen, kurz pointierten Exposition bis zum Potpourrifinale knallen die Gags, die lauten und die noch sch\u00f6neren leisen. Kein toter Punkt, keine Routine, kein Tralala. Ob das nun ein Musical sein soll oder eine Revue-Operette oder ein musikalisches Lustspiel &#8211; wer schert sich noch darum? Jedenfalls ist es gutes, gekonntes Theater.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ach ja, Musik war auch dabei. Musik von Lotar Olias, einem bew\u00e4hrten Z\u00fcchter von Evergreens. Sein &#8218;Prairie-Saloon&#8216; war besser, geschlossener, schlagerverd\u00e4chtiger. Hier geht er den unbek\u00fcmmert auftrumpfenden Melodien vornehm-feinsinnig aus dem Weg, macht in &#8222;Stimmungen&#8220;, zitiert und persifliert, flei\u00dfig wagt einen Cha-Cha-Cha und einen leicht biederen Walzer, riskiert dann und wann ein Schn\u00fclzchen, das sich dann anh\u00f6rt wie ein unterentwickelter Zarah-Leander-Schlager. Wie denn \u00fcberhaupt die drei\u00dfiger Jahre lebhafter an der Partitur mitgewoben haben als unser letztes Jahrhundertdroittel.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Karl Schumann: Revue-Operette f\u00fcr Eierk\u00f6pfe. &#8218;Millionen f\u00fcr Penny&#8216; im M\u00fcnchner G\u00e4rtnerplatztheater uraufgef\u00fchrt. In: S\u00fcddeutsche Zeitung, 7. Februar 1967, Seite 12.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Max Bignens h\u00e4tte mit seinen Dekors etwas kr\u00e4ftiger vom Leder ziehen k\u00f6nnen (daf\u00fcr waren die Kost\u00fcme ein Fest der Phantasie), Kapellmeister Gernot Schwickert war noch um eine Nuance zu &#8222;seri\u00f6s&#8220; (warum hat dieser hochbegabte Musiker nicht besser die Ohren gespitzt, als Franz Allers im gleichen Haus die Orchesterproben zu &#8218;Der K\u00f6nig und ich&#8216; leitete?) und der amerikanische Choreograph Gene Reed &#8211; der f\u00fcr gl\u00e4nzende Balletteinlagen sorgte &#8211; hat die reizenden &#8222;Frou-Frou-Girls&#8220; in ihren Aktionen etwas stiefm\u00fctterlich behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Bedenkt man dabei, da\u00df sich die musikalische Substanz leider nicht \u00fcber das allt\u00e4gliche Schlager-Niveau erheben konnte, dann wird man erst recht die Leistung zu sch\u00e4tzen wissen, die von der Regie und von jedem einzelnen Darsteller geboten wurde.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Karl-Robert Danler: Ein deutsches Musical wurde geboren. Welturauff\u00fchrung in M\u00fcnchen.In: Theater der Zeit, 19. Februar 1967.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Penny-Story ist, gewi\u00df auch das originellste deutsche Musikspiel. [&#8230;] So bringen die Autoren auch noch ein bi\u00dfchen Sozialkritik auf die B\u00fchne des Operettentheaters. Den Rest besorgen Ankl\u00e4nge an die &#8218;Dreigroschenoper&#8216;: auch im ersten deutschen Musical wird am Schlu\u00df die Szene zum Tribunal &#8211; wobei allerdings das Gute siegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Dieses bewegte Leben hat Kurt Pscherer, der Intendant des &#8218;G\u00e4rtnertheaters&#8216;, in Szene gesetzt. Mit rund 150 Mitwirkenden, 30 Musikern und 20 Chors\u00e4ngern ist es zur teuersten Inszenierung eines deutschen Musicals geworden&#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wolf Rahtjen: Die R\u00e4uber im Operettentheater. Erstes gro\u00dfes deutsches Musical &#8211; 150 Mitwirkende &#8211; Die Penny-Story bringt &#8218;Sekt&#8216; statt &#8218;Champagner&#8216;. In: Freie Presse, 6. Februar 1967.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Millionen f\u00fcr Penny&#8220;, Original Cast M\u00fcnchen 1967, ADA LP 1009 (LP)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Millionen f\u00fcr Penny&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/millionen-fuer-penny\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 27. Juli 2023.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical in 2 Akten (7 Bildern) Musik von Lotar OliasMusikalische Arrangements von Gert WildenMusikalische Arrangements der T\u00e4nze von Louis BloomBuch von Max Colpet Inszenierung Urauff\u00fchrung: 5. Februar 1967Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz M\u00fcnchen, Bundesrepublik Deutschland Besetzung: Premierenchronik D UA 5. Februar 1967 Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen DDR EA 18. 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