{"id":3853,"date":"2025-02-14T13:27:03","date_gmt":"2025-02-14T12:27:03","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3853"},"modified":"2025-07-11T12:58:26","modified_gmt":"2025-07-11T10:58:26","slug":"rotkaeppchen-von-gruenau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/rotkaeppchen-von-gruenau\/","title":{"rendered":"Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musikalisches Lustspiel<\/h4>\n\n\n\n<p>Musik von Siegfried Sch\u00e4fer<br>Text von Peter Bejach<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p>Urauff\u00fchrung: 23. September 1971<br>Meininger Theater, DDR<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Karl-Heinz Werner<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Peter Bejach<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: Rudolf Krumm<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Ingeborg Lencer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Besetzung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Inge: Barbara Zitzmann<\/li>\n\n\n\n<li>Wolfgang: Dieter Mai<\/li>\n\n\n\n<li>Horst: Karl-Heinz Koch<\/li>\n\n\n\n<li>Frau Lehmann: Margret Reime-Lichtenford<\/li>\n\n\n\n<li>Margot: Andrea Schwaneck \/ Liane Voigtl\u00e4nder<\/li>\n\n\n\n<li>Brinkmann: Karl-Heinz Brinkmann<\/li>\n\n\n\n<li>Ein sowjetischer Offizier: Franz Krouzek<\/li>\n\n\n\n<li>Traumszenen: Renate Benfeldt \/ Ingrid Eimann \/ Ilka Kassabowa \/ Christa Zagermann \/ Karl-Heinz Gerlach \/ Wolfgang Krau\u00dfe<\/li>\n\n\n\n<li>Damen und Herren des Balletts<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>DDR<\/td><td>UA<\/td><td>23. September 1971<\/td><td>Theater, Meiningen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p>Das &#8222;Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau&#8220; hei\u00dft Inge und arbeitet als Aufsicht bei der Deutschen Reichsbahn auf dem S-Bahnhof Berlin-Gr\u00fcnau und tr\u00e4gt zu ihrer Dienstuniform eben ein titelgebendes rotes K\u00e4ppchen. Sie liebt ihren Beruf und ihren Freund Horst, seines Zeichens Oberwachtmeister bei der Transportpolizei, m\u00f6chte aber gerne beruflich weiterkommen, am besten, ganz hoch hinaus. Ihr Berufswunsch, oder besser Traum, ist Stewardess zu werden. W\u00e4hrend ihr Freund dem ablehnend gegen\u00fcbersteht, ist Wolfgang, ein junger Angestellter bei der Interflug, ganz auf ihrer Seite. Zu sehr, meint Horst und der \u00c4rger ist vorprogrammiert. Zu n\u00e4chtlicher Stunde, zwischen Abfahrt des letzten Sp\u00e4t- und des erstens Fr\u00fchzuges, entwickeln sich auf dem Bahnsteig, in der Wartehalle, dem Bahnhofsvorplatz und am Taxistand am\u00fcsante und spannende Geschichten.<\/p>\n\n\n\n<p>(<em>Klaus Baberg, 2020<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Das St\u00fcck spielt auf dem S-Bahnhof in Gr\u00fcnau, wo das Rotk\u00e4ppchen n\u00e4chtlichen Dienst tut. Aus der Wahl dieses Mileus kann man schlie\u00dfen, da\u00df der Rat des Bezirkes geistigen Vorlauf schaffen will, damit uns die Probleme des S-Bahnverkehrs nicht unvorbereitet finden, wenn er allf\u00e4llig im Rennsteigdreieck aktuell wird. Der Rat des Bezirkes lie\u00df ein mit aller Konsequenz heiteres St\u00fcck schreiben und komponieren. Womit nun wieder bewiesen ist, da\u00df der Rat Sinn f\u00fcr Humor hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Ein zeitgen\u00f6ssisches und zeitgem\u00e4\u00dfes St\u00fcck bietet sich nat\u00fcrlich an f\u00fcr die verschiedensten Anspielungen und Satiren, von der Unp\u00fcnktlichkeit von Z\u00fcgen \u00fcber Bartmoden bis zu den Gesch\u00e4ftspraktiken mancher Berliner Taxifahrer.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>G. H.: Rotk\u00e4ppchen und der Pascha &#8211; Auftragswerk des Rates des Bezirkes im Meininger Theater uraufgef\u00fchrt. In: Th\u00fcringische Landeszeitung, 7. Oktober 1971.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8222;Urauff\u00fchrungen geh\u00f6ren gewi\u00df nicht zu den Ereignissen, die sich h\u00e4ufen &#8211; auch nicht im Meininger Theater. So d\u00fcrfte man erwartungsvoll dem musikalischen Lustspiel &#8218;Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau&#8216; &#8211; ein Titel, der von vornherein Interesse, ja, Neugier zu wecken vermag &#8211; entgegensehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Dabei hat das praktikable B\u00fchnenbild Rudolf Krumms, das alle M\u00f6glichkeiten &#8211; auch des Orchestergrabens &#8211; einbezieht, sich viel Anteil daran, da\u00df man sich wahrlich auf einen S-Bahnhof versetzt f\u00fchlen konnte. Der starke Eindruck aber blieb von der Tatsache her bestehen, da\u00df man hier zumindest versuchte, unseren Alltag in den Griff zu bekommen &#8211; ohne Sentimentalit\u00e4ten, nahezu ohne Konstruktionen, ein Schritt, neue Bereiche unseres Seins der B\u00fchne zu gewinnen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>H. Eingr\u00fcber: Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau &#8211; Urauff\u00fchrung eines Lustspiels in Meiningen. In: Th\u00fcringische Neueste Nachrichten, 6. Oktober 1971.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8222;Peter Bejach, Anfang der 50er Jahre (&#8218;Treffpunkt Herz&#8216;) erfolgreich bem\u00fcht, dem Klischee der sp\u00e4tb\u00fcrgerlichen Operette &#8211; entsprechend damaligem Bed\u00fcrfnis und Geschmack &#8211; einen demokratischen Inhalt aufzudr\u00fccken und auch sp\u00e4ter Beitr\u00e4ge zu einem heiteren, zeitgen\u00f6ssischen Musiktheater liefernd, hat auch &#8211; nicht unerfolgreich, was die Auff\u00fchrungszahlen betraf &#8211; im vielgefragten Genre des musikalischen Lustspiels gearbeitet (&#8218;Eine unm\u00f6gliche Frau&#8216; u. a.). [&#8230;] Auch das &#8218;Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau&#8216; orientiert sich &#8211; trotz guter, sozialistischer Grundabsicht &#8211; mehr auf begrenzte Zuschauerbed\u00fcrfnisse als auf begrenzte B\u00fchnenbedingungen (ja, es m\u00f6chte sich mit pantomimischen und miniballettartigen Traumszenen zu einer Art Beinahe-Operette aufplustern).<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] \u00dcberhaupt: Der unbefriedigende Eindruck von St\u00fcck und Auff\u00fchrung war nicht zuletzt auch der Musik Siegfried Sch\u00e4fers geschuldet, obwohl sich das kleine Orchester unter Leitung von Karl-Heinz Werner alle M\u00fche gab, das Seine zu tun. Zwar sind dem Komponisten einige auf einfache Melodik orientierte Lieder und Duette (&#8218;Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau&#8216;, das Lied von der Fliegerei) ganz gut gelungen. Aber sie machen nicht den Abend.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Manfred N\u00f6ssig: Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau. In: Theater der Zeit, Heft 12, 1971, Seite 47.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Rotk\u00e4ppchen von Gr\u00fcnau&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/rotkaeppchen-von-gruenau\/<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 22. Juni 2020.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musikalisches Lustspiel Musik von Siegfried Sch\u00e4ferText von Peter Bejach Inszenierung Urauff\u00fchrung: 23. September 1971Meininger Theater, DDR Besetzung: Premierenchronik DDR UA 23. 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