{"id":3869,"date":"2025-02-14T14:04:40","date_gmt":"2025-02-14T13:04:40","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=3869"},"modified":"2025-07-11T13:02:12","modified_gmt":"2025-07-11T11:02:12","slug":"schauspieler-muesste-man-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/schauspieler-muesste-man-sein\/","title":{"rendered":"Schauspieler m\u00fcsste man sein"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musikalische Kom\u00f6die f\u00fcr Schauspieler<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik und Text von Rolf Schill<br>frei nach Motiven der Offenbach-Operette &#8222;Madame Favart&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 25. September 1977&nbsp;<br>Hans-Otto-Theater, Potsdam, DDR<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Rolf Schill<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Uta Birnbaum und Rolf Schill<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: J\u00fcrgen Heidenreich<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Udo Wandtke<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Charles Favart, Dichter und Schauspieler: Gerd Staiger<\/li>\n\n\n\n<li>Justine, seine Frau, Schauspielerin: Anne-Else Paetzold<\/li>\n\n\n\n<li>Major Cotignac: Gerd Funk<\/li>\n\n\n\n<li>Suzanne, seine Tochter: Rita Feldmeier<\/li>\n\n\n\n<li>Hector von Boispreau: Eckhard Becker<\/li>\n\n\n\n<li>Der Gouverneur: J\u00fcrgen Juhnke<\/li>\n\n\n\n<li>Armand Colas, Schauspieler aus Favarts Truppe: Hansj\u00fcrgen H\u00fcrrig<\/li>\n\n\n\n<li>Paul Grimaud, Schauspieler aus Favarts Truppe: Hans-Jochen R\u00f6hrig<\/li>\n\n\n\n<li>Robert&nbsp; &amp; Claudine \/ Frederic &amp; Mariette \/ Julien &amp; Florentine, Liebespaar aus dem 1., 2., 3. Akt: Detlef Gie\u00df \/ Katarina Tomaschewsky<\/li>\n\n\n\n<li>Biscotin, Gastwirt: Horst Papke<\/li>\n\n\n\n<li>Gr\u00e4fin Montegriffon: Eva Sch\u00e4fer<\/li>\n\n\n\n<li>Erster \u00e4lterer Herr: Alfred Steinbrenner<\/li>\n\n\n\n<li>Zweiter \u00e4lterer Herr: Peter Pauli<\/li>\n\n\n\n<li>Sergeant: Joachim Sch\u00f6nitz<\/li>\n\n\n\n<li>Erster Soldat: Detlef Bierstedt<\/li>\n\n\n\n<li>Zweiter Soldat: J\u00fcrgen Huth<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>DDR<\/td><td>UA<\/td><td>25. September 1977<\/td><td>Hans-Otto-Theater, Potsdam<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Sie war schon mit 17 ein Star: Justine Chantilly &#8211; charmante und begabte Schauspielerin, S\u00e4ngerin, T\u00e4nzerin in der Pariser Truppe von Carles Favart. Sie eroberte die Herzen des Publikums und das ihres Direktors. Er heiratete sie. Hingegen Marschall Moritz von Sachsen (um 1745 in Diensten des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs Ludwig XV.) lie\u00df Justine per K\u00f6nigsdekret zu seiner Maitresse erkl\u00e4ren. Sie widerstand, wurde ins Kloster gesteckt, konnte fliehen. Auch Charles hatte das Weite gesucht. Ende der Vorgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im &#8218;Wilden Stier&#8216; zu Arras treffen sie sich wieder. Zwei getreue Mimen ihrer Truppe, Paul und Armand, sto\u00dfen ebenfalls zu ihnen. Jetzt kommt es darauf an, auf der B\u00fchne des Lebens alle Register des Talents zu ziehen! Justine setzt als Leierm\u00e4dchen mit Chansons und gef\u00fcllten Kr\u00fcgen, die sie verfolgenden Soldaten au\u00dfer Gefecht, verhilft beim Gouverneur mittels Verkleidung als Frau des jungen Hector diesem zur Leutnants- und damit Gatten-Stelle. Hector revanchiert sich: er gibt die Schauspieler als seine Dienstboten aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gouverneur macht einen Besuch bei Hector &#8211; will nat\u00fcrlich bei dessen h\u00fcbscher Frau kassieren. Justine mu\u00df wieder in deren Rolle schl\u00fcpfen. Drei \u00fcbereifrige &#8218;Dienstboten&#8216; durchkreuzen pausenlos die erotischen Attacken des Gouverneurs, bis der wieder die Spur der gesuchten Favarts aufnimmt. Justine kann ihn in neuer Verkleidung noch einmal t\u00e4uschen, doch dann wird Madame Favart verhaftet &#8211; fatalerweise wird Hectors Frau Suzanne f\u00fcr sie gehalten. Charles gibt sich zu erkennen, und der Gouverneur eilt mit seiner Beute zum Marschall von Sachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Charles hat Gl\u00fcck. Im Feldlager darf er vorm K\u00f6nig ein St\u00fcck auff\u00fchren.Justine, Paul und Armand sind beizeiten zur Stelle, und der Plan, den Gouverneur zu blamieren, klappt! Der K\u00f6nig versteht das &#8218;Narrenspiel&#8216;, versetzt den Gouverneur in den Ruhestand und die Favarts in ihre alten Rechte. Finale: Schauspieler m\u00fc\u00dfte man sein!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(aus dem Programmheft zu UA, 1977.<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;In vergn\u00fcgte Stimmung kommt das Publikum im Haus Zimmerstra\u00dfe schon beim Anblick der plastischen Nachbildung von voll mit komischen Figuren besetzten Theaterlogen links und rechts der vorgezogenen B\u00fchne. Eine witzige Idee des B\u00fchnenbildners J\u00fcrgen Heidenreich, der als Ausstatter die kom\u00f6diantische Spielfreude des Ensembles anregte durch B\u00fchnenbilder wie das Gasthaus &#8218;Zum wilden Stier&#8216;, durch phantastische Kost\u00fcme und Masken. In Szene gesetzt haben diesen Volltreffer Uta Birnbaum und Rolf Schill, der auch die msuikalische Leitung innehat.Die intensive Arbeit hat sich voll ausgezahlt, bei der Premiere gab es Riesenbeifall. [&#8230;] Mit gestischer Hingabe und erstaunlichen gesanglichen Leistungen l\u00e4\u00dft uns das Schauspielensemble die halsbrecherischen und pikanten Aff\u00e4ren des Theaterdirektors und seiner charmanten Frau Justine erleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] 1976 begann Schill mit dem Libretto. In immenser Arbeit wurde von ihm in Jahresfrist komponiert, instrumentiert und getestet, was die Schauspieler stimmliche hergeben k\u00f6nnen. So entstand nach vielen Schauspielmusiken wie &#8218;Dornr\u00f6schen&#8216;, &#8218;Bluthochzeit, den sechs Couplets zum &#8218;S\u00fcndigen Dorf&#8216; und dem Nachtprogramm &#8218;Mann und Frau im team&#8220; sein erstes abendf\u00fcllendes Werk im Play-Bach-Stil, wie er es selbst charakterisiert, wobei Offenbach hin und wiedetr zitiert wird, verbunden mit vielerlei h\u00fcbschen und spritzigen Parodien von Mozart bis Orff. Sogar Elemente des Blues werden eingearbeitet. Von der Fabel der &#8218;Madame Favart&#8216; ist nur das Gerippe \u00fcbriggeblieben. Der dritte Akt ist sogar v\u00f6llig frei erfunden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Otto Grell: Es rast das Volk, Applaus, Applaus. Musikalische Kom\u00f6die &#8222;Schauspieler m\u00fc\u00dfte man sein&#8220;. In: Der Morgen, Nr. 236, 5. Oktober 1977.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Dieser Operette hat sich nun der Potsdamer Schauspielkapellmeister Rolf Schill angenommen und daraus eine Musikalische Kom\u00f6die f\u00fcr Schauspielermit dem Titel &#8218;Schauspieler m\u00fc\u00dfte man sein&#8216; gemacht. [&#8230;] Das St\u00fcck mit seinen vielen trefflichen Dialogen und seiner h\u00fcbschen Musik ist aber doch etwas zu lang geraten. Langeweile stellt sich im ersten und dritten Akt ein. Die Musik ist h\u00e4ufig humorvoll bis parodistisch, musikalische Zitate sind zu h\u00f6ren. Mozart und Liszt gucken manchmal um die Ecken. Manches geht ins Ohr, besonders dann, wenn es sich um Offenbachadaptionen handelt. Aber zu oft gibt es Reprisen und manche Strophenlieder wie auch die &#8218;Spielszene&#8216; im letztenn Akt sind zu lang geraten. Die musikalischen Anforerungen an die Schauspieler sind nicht gering. Aber die Partien sind sangbar, die Aufgaben nicht ohne Reiz (Anne-Else Paetzold war gesanglich jedoch h\u00f6rbar \u00fcberfordert.) Rolf Schill dirigierte seine Musikalische Kom\u00f6die selbst und hat die F\u00e4den sicher in der Hand.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>K. B\u00fcstrin: Schauspieler m\u00fc\u00dfte man sein&#8230; so nannte Schauspielkapellmeister Rolf Schill sene musikalische Kom\u00f6die. In. [ohne Quellenangabe und Datum].<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Schauspieler m\u00fcsste man sein&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/schauspieler-muesste-man-sein\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 30. M\u00e4rz 2023.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musikalische Kom\u00f6die f\u00fcr Schauspieler Musik und Text von Rolf Schillfrei nach Motiven der Offenbach-Operette &#8222;Madame Favart&#8220; Inszenierung Urauff\u00fchrung: 25. September 1977&nbsp;Hans-Otto-Theater, Potsdam, DDR Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik DDR UA 25. September 1977 Hans-Otto-Theater, Potsdam Inhaltsangabe &#8222;Sie war schon mit 17 ein Star: Justine Chantilly &#8211; charmante und begabte Schauspielerin, S\u00e4ngerin, T\u00e4nzerin in der Pariser Truppe von Carles<\/p>\n","protected":false},"author":116,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_trash_the_other_posts":false,"editor_notices":[],"_show_in_pageentry_slider":true,"_pageentry_slider_title":"","footnotes":""},"categories":[117],"tags":[50,6],"class_list":["post-3869","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-s","tag-50","tag-ddr"],"featured_image_url":null,"featured_image_alt":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/users\/116"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3869"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3869\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7313,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3869\/revisions\/7313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}