{"id":4021,"date":"2025-02-14T16:06:16","date_gmt":"2025-02-14T15:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=4021"},"modified":"2025-07-11T13:20:42","modified_gmt":"2025-07-11T11:20:42","slug":"success","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/success\/","title":{"rendered":"Success &#8211; Ein P\u00e4ckchen nach Timbuktu"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik, Text und k\u00fcnstlerische Gesamtleitung von Heiko A. Neher<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 3. November 2003&nbsp;<br>Gloria-Theater, K\u00f6ln, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Arrangements und Aufnahmen: Daniel Rossbach<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Christoph Bietz<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Charmaine Pinto<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Pham-Thi-Thuy-Hang<\/li>\n\n\n\n<li>Licht: Holger Schr\u00f6der<\/li>\n\n\n\n<li>Ton: Michael Zscharnack<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Chris di Pomodoro: Martin Bacher<\/li>\n\n\n\n<li>Lilly Muff: Jessie Roggemann<\/li>\n\n\n\n<li>Monique Kr\u00fcger: Karin Germann<\/li>\n\n\n\n<li>Thorben Wittmann: Christoph Trauth<\/li>\n\n\n\n<li>T\u00e4nzerinnen: Company &#8222;Up to dance&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>Radiomoderator: Jo Hiller<\/li>\n\n\n\n<li>Stimme von Tante Irene: Hella von Sinnen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>3. November 2003<\/td><td>Gloria-Theater, K\u00f6ln<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Monique und Lilly sind beste Freundinnen und leben nun schon seit einem Jahr in ihrer kleinen WG zusammen. Sie f\u00fchren eigentlich ein ganz normales Leben bis zu jenem Tagt im November&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Monique tr\u00e4umt von der gro\u00dfen Karriere als Star, als Showgirl und T\u00e4nzerin. aber solange es mit der Karriere noch nicht klappt, muss das Geld zum Leben halt durch das Arbeiten in einem China-Imbiss rangeschafft werden. Lilly ist Kinderg\u00e4rtnerin und hat ein gro\u00dfes Idol, das sie verg\u00f6ttert. Der Megastar Chris di Pomodoro raubt ihr oft genug den Schlaf. Aber an so jemanden heranzukommen scheint den beiden unm\u00f6glich. Bis der Nachbar der beiden &#8211; der etwas vertr\u00e4umte Medizinstudent Thorben &#8211; auf einmal mit zwei VIP-Karten f\u00fcr die Weihnachtsgala &#8218;Chris-Mas-Spectacular&#8216; vor der T\u00fcr steht. Thorben, der unsterblich in die naive Lilly verliebt ist, hofft mit der Angebeteten zur Show gehen zu k\u00f6nnen, doch diese fragt nat\u00fcrlich ihre beste Freundin Monique. Bei der Show lernen Monique und Lilly schlie\u00dflich den smarten und hochattraktiven Superstar Chris di Pomodoro pers\u00f6nlich kennen und sind hin und weg&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag kommt dann die eigentliche \u00dcberraschung, als der Superstar vor der WG-T\u00fcr steht und Monique ihre Handtasche bringt, die sie am Abend zuvor vergessen hat. Aber auch ein Superstar hat es nicht leicht. Chris di Pomodoro ist in Gefahr. Auf mysteri\u00f6se Art und Weise sind alle seine letzten Filmpartnerinnen verschwunden und Pomodoros isl\u00e4ndischer Produzent Einar Orn Einarsson f\u00fcrchtet nun auch um die Sicherheit seines Stars.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chris di Pomodoro muss sich also verstecken und was gibt es da unauff\u00e4lligeres als eine kleine WG? Mit Beautycase und Gep\u00e4ck zieht der Promi nun bei Monique und Lilly ein. Monique erhofft sich nat\u00fcrlich einen weiteren Schritt auf der Karriereleiter nach oben machen zu k\u00f6nnen und Lilly schwebt auf Wolke sieben. Nur Thorben ist etwas skeptisch und das mit Chris nicht alles stimmt wird auch bald schon deutlich. Der Superstar wirbelt das Leben der beiden ganz sch\u00f6n durcheinander und bald schon spielen ein Chinchilla, jede Menge Schokoladensauce und Lillys Tante Irene aus Timbuktu, von der Lilly jedes Jahr ein sonderbares Paket zu Weihnachten geschickt bekommt eine Rolle, die man vorher so gar nicht vermutet h\u00e4tte. Turbulent und gef\u00e4hrlich wird es, als Thorben hinter die Fassade des glitzernden Topstars blickt&#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(Inhaltsangabe aus dem Programmheft der UA, K\u00f6ln 2003)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Kom\u00f6die will keine anspruchsvolle Unterhaltung bieten, sondern das Publikum zum Lachen bringen, was am Premierenabend auch durchaus gelungen ist. Buch und Musik stammen von Heiko A. Neher, der sich durch sein erstes Musical &#8218;Caspar Hauser&#8216; im letzten Jahr bereits einen Namen gemacht hat. Die Charaktere in &#8218;Success&#8216; nehmen sich selbst nicht ernst. Sie sind zwar etwas \u00fcberzogen und stereotypisch angelegt, aber durch ihre nat\u00fcrlichen Alltagsdialoge wirken sie realistisch genug, so dass man sich als Zuschauer mit ihnen identifizieren kann. Generell sind die Dialoge frech und enthalten gelungene, zum Teil zweideutige Pointen. Besonders am\u00fcsant ist auch das pl\u00f6tzliche Auftauchen von &#8218;Horrorelementen&#8216; in der Handlung. Mit diesem unerwarteten Kontrast rechnet man als Zuschauer nicht, da sich die Geschichte zuvor nur in der heilen und bunten WG-Welt abspielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freunde des schwarzen Humors kommen besonders gegen Ende des St\u00fccks sicherlich auf ihre Kosten.<br>Die Songs sind vom Stil her eher im leichten Popbereich anzusiedeln. Klingen im ersten Akt noch viele der Melodien \u00e4hnlich, so bemerkt man durch die Reprise-Sequenzen im zweiten Akt, dass man sie dennoch in positiver Erinnerung hat. [&#8230;] Die Songtexte klingen teilweise recht plump. [&#8230;]&nbsp; Im Ganzen gesehen sind es aber genau solche Zeilen, die hervorragend zum St\u00fcck passen, indem sie die Charaktere liebenswerter machen, und den Songs ihren individuelle Charme verleihen.<br><br>Das Theater bietet zwar eine intime Atmosph\u00e4re, hat jedoch nur beschr\u00e4nkte technische M\u00f6glichkeiten. So wird zu Halbplaybacks gesungen, und die B\u00fchnenausstattung f\u00e4llt zwar farbenfroh, aber recht einfach aus. Dennoch holt Jungregisseur Christoph Bietz das beste heraus, indem er zum Beispiel bei manchen Songs Schnappsch\u00fcsse an die Wand projizieren l\u00e4sst, die die Phantasie der singenden Person darstellen. Gleichzeitig werden auf diese Weise einige sehr kitschig klingenden Textzeilen parodiert. Au\u00dferdem bezieht Bietz das Publikum mit ein, wenn die beiden Darstellerinnen von der B\u00fchne steigen und in der ersten Reihe Platz nehmen, so dass man als Zuschauer pl\u00f6tzlich gemeinsam mit Lilly und Monique im Konzert von Chris di Pomodoro sitzt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Andreas Haider: Success- Gloria-Theater K\u00f6ln. In: musicalzentrale, 7. November 2003 [https:\/\/musicalzentrale.de\/78776\/success\/], aufgerufen 17. Oktober 2023.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Apropos Erfolg: Nichts anderes bedeutet der Name \u201cSuccess&#8216; in der w\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung. Nomen es omen?&nbsp; Der Untertitel \u2013 &#8218;Ein P\u00e4ckchen aus Timbuktu&#8216; \u2013 l\u00e4sst aber zun\u00e4chst weder auf den Inhalt des selbigen schlie\u00dfen, noch auf den des St\u00fccks. Und das war ja auch beabsichtigt. Die Inszenierung (Regie: Christoph Bietz) entpuppt sich aber als kurzweilige und abgedrehte Horror-Comedy, die durchaus Kult-Potenzial hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Das Ganze ist am\u00fcsant und peppig, stellenweise etwas verquer und schr\u00e4g und hat so ein bi\u00dfchen von Jekyll &amp; Hyde, was aber nicht daran liegt, dass drei der Darsteller zuf\u00e4llig dem aktuellen Ensemble aus dem Musical-Dome entstammen. Und da w\u00e4ren auch ein Schuss kleiner Horrorladen und etwas vom Frank \u2018N\u2019 Furter aus der Rocky Horror Show, der hier aber nicht in Pumps und Strapsen, sondern in der Gestalt des adretten Showstars Chris di Pomodoro daher kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die skurrile, flapsig-locker erz\u00e4hlte und eine schr\u00e4ge Wendung nehmende Story, \u00fcber die man sich keine gr\u00f6\u00dferen Gedanken machen braucht, ist gar nicht so wichtig. Die unterhaltsame Inszenierung lebt von der flockigen Interaktion der Protagonisten, den witzigen Dialogen, den kleinen Gags am Rande und vor allem der eing\u00e4ngigen, mitrei\u00dfenden Musik, bei der es nicht weiter st\u00f6rt, dass sie &#8217;nur&#8216; eingespielt wird. Neher sind in seiner Partitur einige veritable Ohrw\u00fcrmer gegl\u00fcckt &#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>J\u00fcrgen Heimann: Schr\u00e4g, abgedreht und witzig: Weihnachtspost aus Timbuktu &#8211; Zwischen Kakerlaken-Kill und H\u00e4morriden-Salbe: \u201cSuccess\u201d hat Kult-Potenzial. In: Kulturfreak, (Online ohne Datum), [https:\/\/kulturfreak.de\/kulturfreak-de-besprechungsarchiv-musical-und-show-teil-2], aufgerufen 17. Oktober 2023.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Success &#8211; Ein P\u00e4ckchen nach Timbuktu&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/success\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 17. Oktober 2023.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical Musik, Text und k\u00fcnstlerische Gesamtleitung von Heiko A. Neher Inszenierung Urauff\u00fchrung: 3. 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