{"id":4269,"date":"2025-01-17T09:52:31","date_gmt":"2025-01-17T08:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=4269"},"modified":"2025-01-17T09:52:31","modified_gmt":"2025-01-17T08:52:31","slug":"urinetown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/urinetown\/","title":{"rendered":"Urinetown"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical<\/h4>\n\n\n\n<p>Musik und Liedertexte von Mark Hollmann<br>Buch und Liedertexte von Greg Kotis<br>Deutsche \u00dcbersetzung des Buchs von Ruth Deny<br>Deutsche \u00dcbersetzung der Liedertexte von Wolfgang Adenberg<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreichische Erstauff\u00fchrung: 25. Mai 2011<br>Konservatorium der Stadt Wien (Privatuniversit\u00e4t) &#8211; Leonie-Rysanek-Saal, Wien, \u00d6sterreich<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Peter Uwira<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Frank Panhans<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Christoph Riedl<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Doris Richter<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Katharina Faltner<\/li>\n\n\n\n<li>Lichtgestaltung: Dulcinea Jan<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Werdmehr von Mehrwerth: Sebastian Brandmeir<\/li>\n\n\n\n<li>Johny Stark: Timo Verse<\/li>\n\n\n\n<li>Freya von Mehrwerth: Caroline Zins<\/li>\n\n\n\n<li>Elfriede Fennichfux: Andreja Zidaric<\/li>\n\n\n\n<li>Wachtmeister Kloppstock: Florian Stanek<\/li>\n\n\n\n<li>Klein Erna: Franziska Kemna<\/li>\n\n\n\n<li>Wachtmeister Wampe: Johannes Nepomuk<\/li>\n\n\n\n<li>Der alte Stark \/ Abgeordneter Schmier: Konstantin Zander<\/li>\n\n\n\n<li>Herr Kaiser: Manuel Heuser<\/li>\n\n\n\n<li>Johanna Stark: Alixa Kala\u00df<\/li>\n\n\n\n<li>Suppen-Suse: Tanja Petrasek<\/li>\n\n\n\n<li>Knappe Kurth: Dieter H\u00f6rmann<\/li>\n\n\n\n<li>Das grundschlechte Gretchen: Salka Weber<\/li>\n\n\n\n<li>Hans Heiner Heinz: Manuel Walchenberger<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>USA<\/td><td>UA<\/td><td>20. September 2001<\/td><td>Henry Miller&#8217;s Theatre, New York<\/td><\/tr><tr><td>D<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>7. Oktober 2004<\/td><td>Schlossparktheater, Berlin<\/td><\/tr><tr><td>A<\/td><td>EA<\/td><td>25. Mai 2011<\/td><td>Konservatorium der Stadt Wien (Privatuniversit\u00e4t), Wien<\/td><\/tr><tr><td>GB<\/td><td>EA<\/td><td>11. M\u00e4rz 2014<\/td><td>St. James Theatre, London<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;In einer Stadt der Zukunft herrscht infolge einer \u00f6kologischen Katastrophe extremer Wassermangel. Um das noch verbleibende fl\u00fcssige Nass zu rationieren, verbietet die Regierung private WCs. Erlaubt ist fortan ausschlie\u00dflich die Benutzung \u00f6ffentlicher Bed\u00fcrfnisanstalten, die allesamt von der GmbHarn &amp; Klo AG betrieben werden. Dass die skrupellose Betreiberfirma des Herrn von Mehrwert von ihren Kunden eine saftige Geb\u00fchr f\u00fcr das t\u00e4gliche Gesch\u00e4ft verlangt, versteht sich dabei von selbst. Und wer einfach in die B\u00fcsche geht, wird von den rigorosen Staatspolizisten Kloppstock und Wampe nach Pinkelstadt deportiert. So \u00e4chzt die verarmte Bev\u00f6lkerung unter der Last der st\u00e4ndig steigenden Geb\u00fchren und unter dem Regime der unbarmherzigen Toilettenaufseherin Elfriede Fennichfux, bis sich eines Tages der junge Jonny Stark dazu berufen f\u00fchlt, die Unterdr\u00fcckten in die Freiheit zu f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Inhaltsangabe von united musicals, Musicaldatenbank, [https:\/\/unitedmusicals.de\/musical\/urinetown\/], aufgerufen 29. M\u00e4rz 2024)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Sieben Jahre hat es gedauert, bis man sich auch in \u00d6sterreich an das ungew\u00f6hnliche Werk traute. Und dass es mit dem Konservatorium der Stadt Wien schlie\u00dflich gerade eine Musical-Schule und keines der gro\u00dfen H\u00e4user wagte, das Musical auf die B\u00fchne zu bringen, mag damit zusammenh\u00e4ngen, das &#8218;Urinetown&#8216; alles andere als ein Musical-Mainstream darstellt. Umso beeindruckender das Ergebnis, dass der deutsche Regisseur Frank Panhans, der sich als Regisseur vieler St\u00fccke des GRIPS Theaters in Berlin einen Namen gemacht hat, und sein junges Ensemble auf die Wiener B\u00fchne gebracht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Zun\u00e4chst ist dem Konservatorium der Stadt Wien und dem Regisseur zu danken, dass sie f\u00fcr den Titel nicht die sonderbar anmutende deutsche \u00dcbersetzung &#8218;Pinkelstadt&#8216; sondern die Original-Diktion &#8218;Urinetown&#8216; verwenden. Auch das B\u00fchnenbild von Katharina Faltner kann als gelungen bezeichnet werden &#8211; schlicht, aber dennoch mit Liebe zum Detail, die all die Vielfalt des St\u00fcckes visuell zur Geltung bringt. Auch die Choreographien von Christoph Riedl sind h\u00f6chst professionell.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besetzung von &#8218;Urinetown&#8216; schlie\u00dflich kann als schlichtweg erstklassig bezeichnet werden. Bei einigen der Hauptcharaktere vergisst man, dass es sich um Studentinnen und Studenten handelt, die ihren Musical-Abschluss erst in ein bis zwei Jahren feiern d\u00fcrfen. [&#8230;] Einen H\u00f6hepunkt der \u00f6sterreichischen Erstauff\u00fchrung stellt &#8211; nicht ganz unerwartet &#8211; das Lied &#8218;Renn, Freiheit, renn&#8216; zu Beginn des zweiten Aktes dar. Das Ensemble hatte, nicht nur bei dieser Nummer, aber hier offenbar ganz besonders, viel Spa\u00df. Diese Stimmung \u00fcbertrug sich auf das Publikum, das sich mit frenetischem Applaus bedankte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Thomas Neuwerth: Renn, Freiheit, renn &#8211; endlich auch in Wien. Erstauff\u00fchrung &#8222;Urinetown&#8220; am Konservatorium der Stadt Wien Privatuniversit\u00e4t. In: blickpunkt musical, Ausgabe 53, Nr. 04\/2011, Juli-August 2011, Seite 32.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8222;Als Zuschauer von &#8218;Urinetown&#8216; hat man bisweilen irritiert mit Lachkr\u00e4mpfen zu k\u00e4mpfen: Was zur H\u00f6ll ist bei dieser grellen Parodie ernst gemeint? Als Darsteller und Regisseur ist die Frage aller Fragen: Wie leg ich&#8217;s an: Zynismus oder Sarkasmus &#8211; eine Richtungsentscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Florian Stanek als Erz\u00e4hler und Exekutor Wachtmeister Kloppstock hat sich f\u00fcr den milderen Zynismus entschieden, mit einer Dosis hintergr\u00fcndigem Charme. Gut! Souver\u00e4n, eine coole Mischung aus Posing und Pointen.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Timing-Probleme der Inszenierung (Frank Panhans) lassen den ein oder anderen Gag in Unaufmerksamkeit verdampfen, schade drum, vor allem in der zweiten H\u00e4lfte wirkt der Flow leicht zerfahren, ziellos, eher Nummerrevue-artig.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Souver\u00e4n die f\u00fcnfk\u00f6pfige Band unter der Leitung von Peter Uwira. Funktionell das B\u00fchnenbild (Katharina Faltner), aber ein wenig steril, noch mehr Dreck und Atmosph\u00e4re w\u00e4re nicht schlecht gewesen, die richtige Mischung von Stil und Sch\u00e4bigkeit gab es bei den Kost\u00fcmen (Doris Richter), Dulcinea Jans Lichtregie: stimmig, perfekt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Martin Bruny: Urinetown. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 150, August\/September 2011, Seite 71-72.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p>Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Urinetown&#8220; Original Broadway Cast, 2001. RCA Victor (Sony Music). (1xCD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p>Am 6. Mai 2001 kam das St\u00fcck Off-Broadway im American Theatre of Actors erstmals in New York auf die B\u00fchne. Bis zur Broadway-Premiere im Herbst wurde das St\u00fcck noch einmal \u00fcberarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Urinetown&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/urinetown\/<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 29. M\u00e4rz 2024.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical Musik und Liedertexte von Mark HollmannBuch und Liedertexte von Greg KotisDeutsche \u00dcbersetzung des Buchs von Ruth DenyDeutsche \u00dcbersetzung der Liedertexte von Wolfgang Adenberg Inszenierung \u00d6sterreichische Erstauff\u00fchrung: 25. Mai 2011Konservatorium der Stadt Wien (Privatuniversit\u00e4t) &#8211; Leonie-Rysanek-Saal, Wien, \u00d6sterreich Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik USA UA 20. September 2001 Henry Miller&#8217;s Theatre, New York D Dspr. EA 7. 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