{"id":4365,"date":"2025-01-17T13:30:58","date_gmt":"2025-01-17T12:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=4365"},"modified":"2025-07-11T08:06:54","modified_gmt":"2025-07-11T06:06:54","slug":"wie-wird-man-minister-salzuflen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wie-wird-man-minister-salzuflen\/","title":{"rendered":"Wie wird man Minister? (&#8222;Ministerwechsel&#8220;) [Bad Salzuflen]"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musicalette nach &#8222;Fiston&#8220; von Birabeau<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Peter Kreuder<br>Text von G\u00fcnther Schwenn und Erika Lanz<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 12. August 1980&nbsp;<br>Kurtheater, Bad Salzuflen, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Erich Mewes<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Danny Brees<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Henner Trappe<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Erika Sperlich und Franz Hametner<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gabriel Faber, <em>ein Mann, der allen Dingen gelassen gegen\u00fcbersteht, sich seinen Humor bewahrt hat &#8211; und der &#8211; ganz gleich in welcher Situation auch &#8211; seine eigene W\u00fcrde ausstrahlt:<\/em> Danny Brees<\/li>\n\n\n\n<li>Silvia Marino, <em>war einmal mit Gabriel verheiratet, zog es aber vor, ihn zu verlassen, als sich Julius Marino &#8211; und mit ihm ein weitaus besserer Lebensstandard anbot:<\/em> Maja Greiser<\/li>\n\n\n\n<li>Julius Marino, <em>reicher Industrieller, 2. Mann von Silvia. Hat seinerzeit Silvias Sohn adoptiert<\/em>: Werner Roy<\/li>\n\n\n\n<li>Robert Marino, <em>Sohn von Gabriel und Silvia. Aufgewachsen auf dem beruhigenden Daunenkissen von Julius&#8216; Geld &#8211; immer angetrieben von dem Ehrgeiz seiner Mutter. Als Minister versucht er, seine Jugend durch aufgesetzte Strenge und Humorlosigkeit zu kompensieren<\/em>: Michael Klein<\/li>\n\n\n\n<li>Anette Marino, <em>mit Robert verheiratet. Gibt ihren Beruf als Journalistin auf, als dieser Minister geworden ist:<\/em> Christine Ferrier \/ Gerda Kosbahn<\/li>\n\n\n\n<li>Aristides, <em>Amtsdiener im Unterrichtsministerium, Freund von Gabriel, ist verwachsen mit dem Vorzimmer, kennt alle und alles:<\/em> Richard Zimmermann<\/li>\n\n\n\n<li>Leo, <em>j\u00fcngere Ausgabe der Gattung Amtsdiener, mehr interessiert am B\u00fcroklatsch als an seiner eigentlichen Arbeit:<\/em> Hans-Joachim M\u00fcller<\/li>\n\n\n\n<li>Wurtz, <em>ihn interessieren nur Akten und Fakten. &#8218;Radfahrertyp&#8216; &#8211; nach oben buckeln &#8211; nach unten treten:<\/em> Manfred Niemann<\/li>\n\n\n\n<li>Kramer, <em>Abgeordneter der &#8218;Gr\u00fcnen&#8216;, einer kleinen Partei mit gro\u00dfer Zukunft, so hofft Kramer:<\/em> Zoran Anti\u010d<\/li>\n\n\n\n<li>Caroline Chanel, <em>Schauspielerin. Mit gro\u00dfem Hang zum Unterrichtsministerium, von wo aus sie sich Protektion und ein Pl\u00e4tzchen an der Sonne &#8211; an der Seite des jeweiligen Ministers &#8211; erhofft:<\/em> Elisabeth Hesse<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>12. August 1980<\/td><td>Kurtheater, Bad Salzuflen<\/td><\/tr><tr><td>A<\/td><td>EA<\/td><td>21. Dezember 1980<\/td><td>&nbsp;Landestheater (Kammerspiele), Salzburg<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: Die Urauff\u00fchrung im Kurtheater Bad Salzuflen war eine Produktion des Landestheater Detmold, an dessen B\u00fchnen am 11. Oktober 1980 die dortige Premiere stattfand.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Frau Silvia besucht ihren Sohn Robert, den frischgebackenen Minister, in seinem Amt und entdeckt mit Entsetzen, da\u00df der freundliche \u00e4ltere B\u00fcrodiener in Roberts Vorzimmer ihr verflossener Ehemann Gabriel, also Roberts Vater, ist. Mutter und Sohn finden diesen Umstand unm\u00f6glich. Da\u00df sich &#8218;hochpolitische&#8216; und menschliche Komplikationen ergeben, ist nur zu nat\u00fcrlich. Wie soll das alles enden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Handlung lehnt sich eng an das Boulevardst\u00fcck &#8222;Mein Sohn, der Herr Minister&#8220; des Franzosen Andr\u00e9 Birabeau an.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Inhalt aus dem Programmheft zur UA<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Der Beifall wollte kein Ende nehmen, und so viele Blumenstr\u00e4u\u00dfe wie an diesem Abend hat das Kurtheater noch nie erlebt, allerdings auch noch keine Welturauff\u00fchrung. Seit \u00fcber 80 Jahren &#8211; so Kurdirektor Dieter Eibach bei einem Empfang nach der Vorstellung &#8211; bestehen enge Beziehungen zwischen dem Landestheater Detmold und dem Staatsbad, auf dessen B\u00fchnen nun das erste deutsche Musical triumphal aus der Taufe gehoben wurde. Allen Beteiligten habe das Staatsbad sehr herzlich zu Danken, in Sonderheit aber dem weltber\u00fchmten Komponisten Peter Kreuder. [&#8230;] Doch wie dem auch sei, G\u00fcnther Schwenn und Erika Lanz haben aus dem Lustspiel ohne wesentliche \u00c4nderungen der Handlung den Text zu einer Musicalette mit Liedern geschaffen, die geeignet erscheinen, so beliebt zu werden, da\u00df man sie als Schlager bezeichnet.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>ld.: Peter Kreuder: Beifall wollte nicht enden. Ein Meer von Blumen. In Salzufler Zeitung [ohne Datumsangabe].<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Also freu dich, liebe Cousine, auf ein intimes, menschlich-allzumenschliches (dazu geh\u00f6rt das Leben in einem Kultusministerium), mit Hang zur &#8218;wahren&#8216; Nuance erhellendes Musical, das im strikten Gegensatz zu manchem &#8222;hei\u00df&#8220; und &#8222;gro\u00df&#8220; auftrumpfenden Musicalwerk aus den USA steht. Ein paar gr\u00f6\u00dfere Tropfen aus der Flasche &#8222;deutsche Innerlichkeit&#8220; sind ins St\u00fcck getr\u00e4ufelt. Kreuder: leise, abgekl\u00e4rt, volkst\u00fcmlich-schlicht, einmal quasi in L\u00f6nslieder-N\u00e4he &#8211; so bei den fabelhaft eing\u00e4ngigen langsamen Walzern &#8222;Ich liebe die Liebe noch mehr als das Leben&#8220; und &#8222;Die grauen Stunden m\u00f6chte ich dir vergolden&#8220;. Doch untersch\u00e4tz den alten Kreuder nicht. Flott, wenn auch in gefilterter Art, gibt er sich beim Duett &#8222;Meine Frau war mal deine Frau&#8220; und dem Foxtrott &#8222;Jede Frau ist Eva&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Im schnell verwandlungsf\u00e4higen B\u00fchnenbild von H. Trappe, mit herrlichsten Kost\u00fcmen (Team Sperlich \/ Hametner), mit Erich Mewes als frisch souver\u00e4nem Klavier-&#8222;Kopf&#8220; der Combo [&#8230;]&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Heinz Wissig: Hurra! &#8211; Neue &#8222;Ohrw\u00fcrmer&#8220; von Peter Kreuder sind da. Stimmung und Mitklatschen bei Bad Salzufler Urauff\u00fchrung. In: Lippische Landeszeitung, Nr. 187 (1980), [ohne Datumsangabe].<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Peter Kreuder: <em>Nur Puppen haben keine Tr\u00e4nen, Ein Lebensbericht<\/em>. Bergisch-Gladbach: Bastei-L\u00fcbbe 1973.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wie wird man Minister?&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wie-wird-man-minister-salzuflen\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 3. November 2021.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musicalette nach &#8222;Fiston&#8220; von Birabeau Musik von Peter KreuderText von G\u00fcnther Schwenn und Erika Lanz Inszenierung Urauff\u00fchrung: 12. August 1980&nbsp;Kurtheater, Bad Salzuflen, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 12. August 1980 Kurtheater, Bad Salzuflen A EA 21. 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