{"id":5459,"date":"2025-03-14T13:34:07","date_gmt":"2025-03-14T12:34:07","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=5459"},"modified":"2025-07-11T13:31:27","modified_gmt":"2025-07-11T11:31:27","slug":"das-ist-herr-marinucci","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/das-ist-herr-marinucci\/","title":{"rendered":"Das ist Herr Marinucci"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Lustspiel mit Musik<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Bernhard Eichhorn<br>Text von Hans Hartung<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 11. November 1964&nbsp;&nbsp;<br>Vereinigte St\u00e4dtische B\u00fchnen, Krefeld, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Charly Schneider<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Walter Eichner<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchne: Josef Michels<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Hanns Willi Kr\u00e4mer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Herr Marinucci: Heinz Schulte<\/li>\n\n\n\n<li>Direktorin des Zirkus Plonner: Margret Grammerstorff<\/li>\n\n\n\n<li>Susi, ihre Tochter: Inge Detlefsen<\/li>\n\n\n\n<li>Zauberer: Theo Reinheimer<\/li>\n\n\n\n<li>Wu, Schlangenmensch: Karl Jan Brockx<\/li>\n\n\n\n<li>Willy, Stallbursche: Max Hoff<\/li>\n\n\n\n<li>Hans Hartmann, Mechaniker: Horst K\u00f6hler<\/li>\n\n\n\n<li>Frau Weber: K\u00e4the Dietrich<\/li>\n\n\n\n<li>Ihre Nichte: Jutta Frost<\/li>\n\n\n\n<li>Major a.D. Knaake: Horst Schroeder<\/li>\n\n\n\n<li>Kapit\u00e4n a.D. Enhuber: Kurt Wendolin<\/li>\n\n\n\n<li>Apotheker Mylius: Lothar Klinksieck<\/li>\n\n\n\n<li>Seine Frau: Isa Schlubach<\/li>\n\n\n\n<li>Schutzmann: Peter Bohne<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Kleinstadt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>11. November 1964<\/td><td>Vereinigte St\u00e4dtische B\u00fchnen, Krefeld<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Hugo Hartung [&#8230;] hat hier kein Heldenst\u00fcck vollbracht. Sein Lustspiel ist eine kleine, sentimentale Allerweltsgeschichte mit aufgesetzter Situationskomik. Kleinst\u00e4dter verschiedener Altersstufen, Temperamente und Sehns\u00fcchte begegnen der glitzernden, aber im Grunde ach so harten und illusionslosen Welt eines Wanderzirkus. Die Alltagsdummheiten oder -weisheiten, die dabei zum besten gegeben werden, finden ihren Mittelpunkt in der Titelgestalt und besten Rolle des St\u00fcckes, in Herrn Marinucci. Dieser naiv-undurchschaubar wirkende Paradiesvogel aus der Artistenwelt wird von den Spatzen um ihn her solange mit sozusagen offenem Schnabel bewundert, bis er sich in seiner und des St\u00fcckes gro\u00dfer Szene mit opernhaftem Pathos \u00fcber sie lustig macht. Und bis er schlie\u00dflich einen von ihnen, der im Krieg durch einen unsinnigen Befehl an ihm zum Verbrecher wurde, mit beinahe penn\u00e4lerhafter Gro\u00dfartigkeit entlarvt und abkanzelt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>n.n.: Singspiel &#8211; Kom\u00f6die &#8211; Zauberpantomime. Drei Abende der leichteren Muse im Stadttheater. In: Rheinische Post, 19. November 1964, Nr. 208.<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das ist gewi\u00df nicht das st\u00e4rkste Werk von Hugo Hartung, aber es macht seinen beachtlichen Weg, weil es Szenen genug in sich birgt, die das Publikum vergn\u00fcgen, nachdenklich stimmen, die ein L\u00e4cheln vermitteln und immer wieder einmal wie mit einer Narrenpritsche leichte Schl\u00e4ge austeilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Die Musik des von Film, Theater und Fernsehen bekannten Komponisten Bernhard Eichhorn ist unbeschwert, gef\u00e4llig, geht harmonisch ins Ohr, will ebenfalls nichts Besonderes sein, sondern die Szenen des Singspielchens anschmiegsam unterst\u00fctzen. Die Zuschauer lassen sich angenehm in eine Atmosph\u00e4re aus Heiterkeit, Musikalit\u00e4t und fr\u00f6hlicher Bedeutung geleitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Inszenierung von Dr. Walter Eichner war leichtf\u00fc\u00dfig, hatte vergn\u00fcgliches Tempo und war von Musikalit\u00e4t durchdrungen. Liebevoll hatte sich der Regisseur der einzelnen Chansons angenommen, die dadurch mit K\u00f6nnerschaft serviert beim Publikum hervorragend ankamen. Die einzelnen zirzensischen Einlagen wurden lebhaft beklatscht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>ida: Zwischen Schallplatten und Zirkus. &#8222;Das ist Herr Marinucci&#8220; von Hartung\/Eichhorn hatte Premiere. In: Neue Rhein Zeitung, 13. November 1964, Nr. 260<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Entt\u00e4uschung, die er brachte, empfand man deshalb um so st\u00e4rker. Hugo Hartung, arrivierter Unterhaltungs-schriftsteller und Vater vor allem der in mehrfacher literarischer Verkleidung erfolgreichen &#8218;Piroschka&#8216;, hat hier kein Heldenst\u00fcck vollbracht. [&#8230;] \u00c4rger noch als die Schw\u00e4chen der Handlung sind die klischeehafte Bl\u00e4sse der meisten ihrer Charaktere und, vor allem, die manchmal geradezu peinlich platten Dialoge. Die Chansons, von denen sich der Komponist Bernhard Eichhorn zu etlichen (wenn auch nicht allzu vielen) netten musikalischen Einf\u00e4llen anregen lie\u00df, verraten formales Bem\u00fchen und Sprachgewandtheit. [&#8230;] In ihrem offenbaren Bem\u00fchen, ihm m\u00f6glichst viel Glanz und Gewicht zu geben, hat die Regie von Dr. Walter Eichner dem St\u00fcck obendrein einen schlechten Dienst erwiesen. Leicht und flott heruntergespielt, sind eine anspruchslose Handlung und ein manchmal trivialer Text leichter zu ertragen. So aber, da alles zelebriert, gedehnt und vielerlei fremden Zutaten (auch einem allzu ausf\u00fchrlichen Auftreten des Krefelder Zauberk\u00fcnstlers Homeri) aufgeputzt war, wurden die M\u00e4ngel nur um so deutlicher.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>n.n.: Singspiel &#8211; Kom\u00f6die &#8211; Zauberpantomime. Drei Abende der leichteren Muse im Stadttheater. In: Rheinische Post, 19. November 1964, Nr. 208.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Programmheft zur Urauff\u00fchrung liegt aktuell noch nicht vor. Die Angaben werden ggf. erg\u00e4nzt oder ge\u00e4ndert, wenn das Originalprogrammheft vorliegt. Die Angaben wurden der seinerzeitigen Pressever\u00f6ffentlichungen entnommen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das ist Herr Marinucci&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/das-ist-herr-marinucci\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 2. Januar 2025.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lustspiel mit Musik Musik von Bernhard EichhornText von Hans Hartung Inszenierung Urauff\u00fchrung: 11. 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