{"id":552,"date":"2024-10-18T14:30:14","date_gmt":"2024-10-18T12:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=552"},"modified":"2025-06-20T11:09:24","modified_gmt":"2025-06-20T09:09:24","slug":"avos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/avos\/","title":{"rendered":"Avos! (Junona i Avos)"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rockoper in zwei Akten<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Alexej Ribnikow<br>Text von Andrej Wosnessenski<br>Deutsch von Michael Kunze<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 8. Oktober 1988<br>St\u00e4dtische B\u00fchnen Freiburg, Bundesrepublik Deutschland&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Bruno Leuschner<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Elmar Gehlen<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme: Thomas Richter-Forg\u00e1ch<\/li>\n\n\n\n<li>Aktion-Szenen: Guido F\u00f6hrwei\u00dfer<\/li>\n\n\n\n<li>Choreinstudierung: Hans Tsch\u00e4pp\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Resanow: Wolfgang M\u00fcller<\/li>\n\n\n\n<li>Madonna \/ Conchita: Carmen Fuggiss<\/li>\n\n\n\n<li>Gottesnarr \/ Frederico: Stephan Drakulich<\/li>\n\n\n\n<li>Seher: Jesse Coston<\/li>\n\n\n\n<li>Chwastow: Walter Hoffmann<\/li>\n\n\n\n<li>Dawidow: Harro Verst\u00e9re<\/li>\n\n\n\n<li>Pater Juwenali: Martin Baumeister<\/li>\n\n\n\n<li>Argu\u00ebllo: Bruno Leuschner<\/li>\n\n\n\n<li>Rumjanzew: Herbert Wolfgang<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcbersetzerin: Lo Veit-Koopmann<\/li>\n\n\n\n<li>Action-Team: Gerwin Alexander, Mond\u00e9sir Banzouzi, Andreas Benz, Claudia Bertsch, Georg Blumenreiter, Hans-Christian D\u00f6rr, Beate Fritz, Sonja Geisler, Tillbert Linsenmaier, Martin Manthey, Harald Pfeffer, Thomas Schaeffer, Heinz Schmidt, Anita Speiser, Hans-J\u00fcrgen Wiedemann<\/li>\n\n\n\n<li>Rockband: Chistoph Weller, Matthias Weber, Michael Summ, Hans Zimmermann, Thomas Heidepriem, Emil Homlokos, Wolfgang M\u00fcller, Bruno Leuschner<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>UdSSR<\/td><td>UA<\/td><td>8. Juli 1981<\/td><td>Teatr Leninskogo Komsomola, Moskau<\/td><\/tr><tr><td>CSFR<\/td><td>EA in russ.<\/td><td>? Mai 1987<\/td><td>? , Prag (Gastspiel)<\/td><\/tr><tr><td>DDR<\/td><td>EA in russ.<\/td><td>7. Oktober 1988<\/td><td>Berliner Ensemble, Berlin (Gastspiel)<\/td><\/tr><tr><td>D<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>8. Oktober 1988<\/td><td>St\u00e4dtische B\u00fchnen, Freiburg i.Br.<\/td><\/tr><tr><td>USA<\/td><td>EA<\/td><td>7. Januar 1990<\/td><td>City Center, New York<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: Die Erstauff\u00fchrung in Berlin fand im Rahmen der Berliner Festtage 1988 statt und wurde vom Teatr Leninskogo Komsomola, Moskau, pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;1802. Ru\u00dfland. Nicolaj Petrowitsch Resanow, Kammerherr des Zaren, trauert um seine fr\u00fchverstorbene Gattin Anna. In diesem Zusammenhang tiefster Depression ist sein Ohr gesch\u00e4rft f\u00fcr das Elend um ihn herum. Der Gottesnarr und ein Seher sprechen aus, was das unterdr\u00fcckte russische Volk bewegt. Resanow rafft sich noch einmal auf. Er will endlich seinen alten Traum verwirklichen und in Nordamerika nach einem neuen Land f\u00fcr ein freies Ru\u00dfland suchen. Seine Bem\u00fchungen um eine offizielle Mission scheitern an der zaristischen B\u00fcrokratie. Resanow zweifelt an sich und an seiner Liebe zur Madonna, die er &#8211; in Gestalt der Ikone von Kasan &#8211; (als Inbegriff des Weiblichen) wie eine Geliebte verehrt. Die Madonna erscheint ihm. \u00dcberraschend erreicht ihn der Auftrag durch Rumjanzew, den Minister des Zaren: Resanow soll als Bevollm\u00e4chtigter der Russisch-Amerikanischen Gesellschaft nach Kalifornien reisen, um mit den spanischen Kolonisten Handelsbeziehungen anzukn\u00fcpfen. Resanow bricht mit den beiden Schiffen &#8218;Juno&#8216; und &#8218;Avos&#8216; auf, um die Welt zu umsegeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1806. Kalifornien. Nach langer beschwerlicher Seereise werden die Russen im Haus des Gouverneurs von San Francisco, Ar\u00fcello, freundlich aufgenommen. Auf einem Empfang aus Anla\u00df ihres 16. Geburtstags lernt Resanow die Tochter des Gouverneurs, Conchita, kennen. Obwohl sie mit Frederico verlobt ist, wird sie Resanows Geliebte. Es gelingt den Russen nicht, die strengen spanischen Handelsrestriktionen zu durchbrechen. Erst auf Conchitas F\u00fcrsprache hin kommt es zu einem Warenaustausch. Frederico sieht Conchita von dem Russen ausgenutzt. Er fordert Resanow zum Zweikampf und unterliegt. Resanow verspricht ihm, Conchita mit nach Ru\u00dfland zu nehmen. Die Verlobung wird bekanntgegeben. Resanow mu\u00df erkennen, da\u00df er seinen Traum von einer russischen Kolonie in Kalifornien nicht verwirklichen kann. Er macht sich auf die Heimreise, um bei Papst und Zar die Genehmigung f\u00fcr seine Ehe zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1807. Sibirien. Resanow stirbt auf dem Landweg nach St. Petersburg. Conchita bleibt ihrer Liebe zu Resanow f\u00fcr den Rest ihres Lebens treu. Nachdem sie drei\u00dfig Jahre auf ihn gewartet hat, tritt sie in ein Kloster ein und beendet ihr Leben &#8218;als erste Nonne Kaliforniens&#8216;.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>aus dem Programmheft der deutschsprachigen Erstauff\u00fchrung)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Da\u00df das Resultat so schlecht ausgefallen ist, liegt vor allem an der mi\u00dflungenen Regie von Elmar Gehlen, an den mittelm\u00e4\u00dfigen Darstellern und an der viel zu braven Rockband. Trotz der sehr kurzen Auff\u00fchrungsdauer von knapp zwei Stunden gab es viele L\u00e4ngen. W\u00e4hrend der Beerdigung von Resanows Frau ert\u00f6nt fast 10 Minuten lang nur atonale Hintergrundmusik, kein Wort wurde gesprochen, und es bewegte sich nicht einmal jemand.[&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ganze Inszenierung machte den Eindruck, noch im Rohbau zu sein. Die Szenen schienen nicht richtig ausgefeilt und konnten deshalb auch nicht packen. Hinzu kamen allzu viele unpassende Anleihen an das 20. Jahrhundert. So flitzte zum Beispiel dauernd ein Kameramann \u00fcber die B\u00fchne, um das Geschehen auf Video zu dokumentieren. Die wackeligen Bilder wurden, zu welchem Zweck auch immer, in den Zuschauerraum projeziert. Die Rockband spielte in alten Jeans und T-Shirts, ein Teil links, ein Teil rechts auf der B\u00fchne, aber wegen ihrer lahmen Interpretation konnte keiner der Songs begeistern. Das lag zum Gro\u00dfteil aber auch an den Darstellern.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Oliver Linde: Avos, Nicht gegl\u00fcckt: die sowjetische Rock-Oper in Freiburg. In: DAS MUSICAL, Die Musicalzeitschrift, Heft 14, Dezember 1988\/Januar 1989, Seite 18-19.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&nbsp;&#8222;Juno &amp; Avos&#8220;. 2-LP (pl\u00e4ne 88435H, 1985)<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;&#8222;Juno &amp; Avos&#8220;. SC CD (Russian Ent.)<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;&#8222;Juno &amp; Avos&#8220;. Revival Cast CD<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Avos!&#8220; (&#8222;Junona i Avos&#8220;). In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/avos\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 10. Januar 2025.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rockoper in zwei Akten Musik von Alexej RibnikowText von Andrej WosnessenskiDeutsch von Michael Kunze Inszenierung Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 8. 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