{"id":5651,"date":"2025-03-21T14:28:13","date_gmt":"2025-03-21T13:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=5651"},"modified":"2025-07-11T13:39:31","modified_gmt":"2025-07-11T11:39:31","slug":"alfie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/alfie\/","title":{"rendered":"Alfie"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kom\u00f6die mit Musik und Liedern<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Charles Kalman<br>Text von Peter Goldbaum<br>nach der gleichnamigen Kom\u00f6die von Bill Naughton<br>Deutsche \u00dcbersetzung von Peter Goldbaum<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 3. Oktober 1969<br>Theater am Dom, K\u00f6ln, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Begleitung: Charles Kalman \/ Heinz Lesch<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Peter Goldman<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Lothar Meller<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Alfie: Harald Juhnke<\/li>\n\n\n\n<li>Siddie \/ lilly \/ Olga \/ Flo \/ u.a.: Chariklia Baxevanos<\/li>\n\n\n\n<li>Ingeborg Senkspiel<\/li>\n\n\n\n<li>Hans K\u00fcster<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>3. Oktober 1969<\/td><td>Theater am Dom, K\u00f6ln<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anmerkung: Das St\u00fcck wird in der Presse als Deutsche Erstauff\u00fchrung bezeichnet. Da aber keine andere Version mit Musik von Charles Kalmann bekannt ist, kann man die K\u00f6lner Premiere durchaus als Urauff\u00fchrung bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;London in den Swinging Sixties. Eigentlich ist Alfie ein netter Kerl. Aus gutem Hause stammt er nicht gerade, er arbeitet auch nur unregelm\u00e4\u00dfig, aber ein Dandy ist Alfie doch: Irgendwie reicht es immer f\u00fcr den schicken Anzug, das teure Polyesterhemd oder einen Schlitten, der was hermacht. Damit kommt man gut an bei den M\u00e4dchen, sehr gut sogar. Und Alfie liebt sie alle: Die vernachl\u00e4ssigten Ehefrauen, die Wilden, die Reifen, die ganz Unschuldigen, bei denen er sich sorgt, sie k\u00f6nnten in schlechte Gesellschaft geraten. Dabei ist eine schlechtere als seine gar nicht denkbar. Denn Alfie nimmt immer nur und gibt nicht, Alfie glaubt an genau einen Weg zum Gl\u00fcck: Niemals sich an einen anderen Menschen binden. Denn das bringt am Ende ja doch nichts als Kummer &#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Inhaltsangabe zur ersten deutschen Buchausgabe, Rowohlt Taschenbuch.<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Dramaturgisch lieb\u00e4ugelt Naughton mit dem epischen Theater. Er l\u00e4\u00dft seinen Vorstadt-Casanova Alfie dem Publikum seine Geschichte und die seiner Bienen &#8211; er nennt sie mit Vorliebe &#8218;freie Mitarbeiterinnen&#8216; &#8211; erz\u00e4hlen. Das ist eine hilfreiche Methode. Sie verlangt keine eigentlichen H\u00f6hepunkte. Sie macht das Publikum zum Vertrauten, man braucht nicht \u00fcber die Schulter mit ihm zu kokettieren, man kann es direkt tun, man ist auf du und du.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Harald Juhnke, manchmal noch etwas textunsicher, hat sich daf\u00fcr einen breiten, heiseren Ton zurechtgelegt und bringt diesen Maul- und Schlafzimmerhelden, rauhe Schale, verwundbarer Kern, mit kraftvoller Eleganz \u00fcber die Rampe. Kommerziell segelt Naughton, dessen Slang von Regisseur Peter Goldbaum geschickt ins Berlinerische her\u00fcbergeholt wurde, listig auf die Welle des Theaters des Ordin\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Peter Goldbaum, der auch die Songtexte schrieb, hat das pr\u00e4zise und temporeich inszeniert, und der Komponist Charles Kalman sa\u00df in der Premiere selber am Klavier. Er spielt ein paar Ohrw\u00fcrmer, die das St\u00fcck f\u00fcr Momente &#8211; und nicht sie schlechtesten &#8211; zum Musical machen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Heinz W. Koch: Pfadfinder der Liebe sucht seinen Seelenfrieden. Deutsche Erstauff\u00fchrung in K\u00f6lns Theater am Dom: Naughtons &#8222;Alfie&#8220;. In: K\u00f6lner Stadtanzeiger, 4. Oktober 1969.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Peter Goldbaum, deutscher Texter und Bearbeiter, hatte die Kom\u00f6die flott in Szene gesetzt. Ein raffiniert einfaches B\u00fchnenbild (Lothar Meller) erlaubte in wenigen Sekunden den Wechsel der Handlungsorte, die durch gro\u00dffl\u00e4chige Fotografien und ein Diapositiv lokalisiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Mit allen Taschenspieler-Tricks arbeitet die aparte Chariklia Baxevanos, die sich als wahre Verwandlungsk\u00fcnstlerin vorstellte. Sechs verschiedene Rollen hatte sie zu spielen. Und jedesmal gelang es ihr, den gew\u00fcnschten Typ zu verk\u00f6rpern. Ein wahrhaft bravour\u00f6se Leistung, die vom Publikum mit viel Beifall honoriert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Die Lieder zu &#8218;Alfie&#8216; schrieb Charles Kalman, Sohn des ber\u00fchmten Operetten-Komponisten Emerich Kalman. Bei der Premiere begleitete er Harald Juhnke am Klavier und \u00fcberbr\u00fcckte Umbaupausen mit einpr\u00e4gsamen Melodien.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Klaus Klammann: Vorstadt-Casanova kam auf Berlinerisch. In: Neue Rhein Zeitung, Nr. 230, 4. Oktober 1969.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Tja, und dann ist da auch noch Musik: f\u00fcnf oder sechs chansonartige Lieder, komponiert f\u00fcr den Alfie-Darsteller von Charles Kalman, dem 40j\u00e4hrigen Sohn eines bedeutenden Vaters. Das sind harmlos-freundliche, von Peter Goldbaum mit entsprechend konventionellen Texten unterlegte Nummern, die niemanden vom Polstersessel rei\u00dfen. Erstaunlich, wie ein so relativ junger Mann eine so alt, so gestrig klingende Musik schreiben kann. Kalman jr. intonierte sie \u00fcbrigens h\u00f6chstselbst am Klavier, allerdings auch nur am Premierenabend.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Armin Biergann: Kleiner Sch\u00fcrzenj\u00e4ger aus dem Londoner Osten. &#8222;Alfie&#8220; im Theater am Dom erstaufgef\u00fchrt. In: K\u00f6lnische Rundschau, Nr. 230, 4. Oktober 1969, Seite 9.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DVD \/ Video<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Der Verf\u00fchrer l\u00e4\u00dft sch\u00f6n gr\u00fc\u00dfen \/ Alfie&#8220;. Verfilmung von Lewis Gilbert mit Michael Caine, 1966. Paramount Pictures. (1xDVD).<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Alfie&#8220;. Verfilmung von Charles Shyer mit Jude Law, 2004. Paramount Pictures. (1xDVD).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bill Naughton: Alfie. Roman. \u00dcbersetzung: ;Marcus G\u00e4rtner \/ Kathrin Passig. Rowohlt Taschenbuchverlag.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Alfie&#8220;, basierend auf dem bei BBC Third am 7. Januar 1962 ausgestrahlten H\u00f6rspiel &#8222;Alfie Elkins and His Little Life&#8220;. Das&nbsp;B\u00fchnenst\u00fcck wurde ein Jahr sp\u00e4ter am 19. Juni 1963 im Londoner Mermaid Theatre uraufgef\u00fchrt; sp\u00e4ter auch in New York (1964).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das St\u00fcck wurde zweimal verfilmt: 1966 mit Michael Caine&nbsp; in der Hauptrolle&nbsp;(dtsch. &#8222;Der Verf\u00fchrer l\u00e4\u00dft sch\u00f6n gr\u00fc\u00dfen&#8220;) und 2004 mit Jude Law in der Hauptrolle.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Alfie&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/alfie\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 17. M\u00e4rz 2025.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kom\u00f6die mit Musik und Liedern Musik von Charles KalmanText von Peter Goldbaumnach der gleichnamigen Kom\u00f6die von Bill NaughtonDeutsche \u00dcbersetzung von Peter Goldbaum Inszenierung Urauff\u00fchrung: 3. Oktober 1969Theater am Dom, K\u00f6ln, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 3. Oktober 1969 Theater am Dom, K\u00f6ln Anmerkung: Das St\u00fcck wird in der Presse als Deutsche Erstauff\u00fchrung bezeichnet. 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