{"id":640,"date":"2024-10-21T10:33:15","date_gmt":"2024-10-21T08:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=640"},"modified":"2025-06-20T11:15:43","modified_gmt":"2025-06-20T09:15:43","slug":"blood-red-roses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/blood-red-roses\/","title":{"rendered":"Blood Red Roses"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical\u00a0<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Marc Berry<br>Buch und Gesangstexte von Michael Korth<br>nach John Gay&#8217;s &#8222;Beggar&#8217;s Opera&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 8. August 1998<br>Theater Aachen, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Bernd Moncado<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Elmar Ottenthal<\/li>\n\n\n\n<li>Ausstattung: nach Wolfgang Buchner&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Ton: Ralf Sunderdick<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Norbert Hebel<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Jochen Ulrich<\/li>\n\n\n\n<li>Beleuchtung: Eduard Joepges&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tony Maroni: Rafi Weinstock \/ Richard Meijer<\/li>\n\n\n\n<li>Mrs. Victoria Maroni: Martin Moss \/ Dirk Smits<\/li>\n\n\n\n<li>Polly Maroni: Diana B\u00f6ge \/ Nicole Malangr\u00e9<\/li>\n\n\n\n<li>Lockit, Gef\u00e4ngnisdirektor: Mark Coles \/ Richard Meijer<\/li>\n\n\n\n<li>Lucy Lockit: Annika Bruhns \/ Nicole Malangr\u00e9<\/li>\n\n\n\n<li>McGuil, Captain der Gang: Andreas Joost \/ Detlev Beaujean<\/li>\n\n\n\n<li>Filz \/ Dichter: Mikl\u00f3s Horw\u00e1rth \/ Volker Uminski<\/li>\n\n\n\n<li>Produzent \/ Bote \/ Ripper \/ Ringrichter: Dirk Smits \/ Volker Uminski<\/li>\n\n\n\n<li>T\u00fcrl\u00fct\u00fct\u00fc: Ching-Hui Huang<\/li>\n\n\n\n<li>Tom, ein Junge: David Meyer<\/li>\n\n\n\n<li>Anwalt: Volker Uminski<\/li>\n\n\n\n<li>Motorrad-Gang: Lutz Carduck, Ludwig Ulhas, Norbert Hoven, Frank Alberding, Alexander Paulat, Norbert R\u00fctten<\/li>\n\n\n\n<li>Euregio Tanz-Forum: Sarah Deltenre, Eleanore Hahn, Ayako Nakano, Mirelle Reyes, Kathleen Reylands, Sergio Bustinduy Soriano, Fabrice Edelmann, Dylan Elmore, Carlos Fernandes Fuentes, Gaetano Giunta, Fabrice Jucquois, Alfred Karl, Leszek Kuligowski, Pascal Marighi, Tuong Phuong<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>8. August 1998<\/td><td>Theater, Aachen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das Musical &#8218;Blood Red Roses&#8216; spielt in der Welt der Verbrecher-Syndikate. Maroni, Herr \u00fcber kleine Gauner, grosse Gangster und die k\u00e4ufliche Damenwelt, zieht zwischen Syndikat und ehrbarem Business geschickt die F\u00e4den. Wer von seinen Leuten nicht spurt, den verkauft er an die Justiz, indem er Beweismaterial lanciert. Polizeichef Lockit sorgt daf\u00fcr, dass l\u00e4stige Mitwisser und gef\u00e4hrliche Konkurrenten hinter Gittern verschwinden oder am Galgen verstummen &#8211; das Kopfgeld teilen sich Lockit und Maroni br\u00fcderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maronis bester Mann ist Captain McGuil, ein charmanter Gangsterboss mit vielen Br\u00e4uten, der als Markenzeichen bei begl\u00fcckten Damen oder erledigten Feinden stets eine blutrote Rose hinterl\u00e4sst. Ausgerechnet McGuil hat heimlich Maronis Tochter Polly geheiratet. Was ihn nicht daran hindert, auch mit Lucy, der Tochter des Polizeichefs, in wilder Ehe zu leben. Damit kommt McGuil den dubiosen Gesch\u00e4ften Maronis gef\u00e4hrlich nahe. Zu nahe f\u00fcr Maronis Geschmack. Er versucht seinen unerw\u00fcnschten Schwiegersohn per Gesetz zu vernichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Jeder betr\u00fcgt jeden, jeder verr\u00e4t jeden, und alle wollen nur eins: Geld und Macht. Bis auf Polly: Sie liebt McGuil auf r\u00fchrende Weise.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(aus: Programm der Spielzeit 1998\/99, Theater Aachen, Seite 11.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Von den Qualit\u00e4ten eines guten Musicals, das auch ohne Musik noch ein spielbares St\u00fcck sein sollte, dessen Songs die Handlung verdichten und dessen T\u00e4nze die Geschichte weitertreiben, ist bei &#8218;Blood Red Roses&#8216; nichts zu sp\u00fcren. [&#8230;] Vor allem aber leidet die Sache unter dem fehlenden Geschick des Regisseurs, die Rollen ad\u00e4quat zu besetzen und die Schauspieler straff zu f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>K\u00f6lnische Rundschau, 10. August 1998. Zitiert nach: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 73, Oktober\/November 1998, Seite 6<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Und auch bei diesem St\u00fcck ist Ottenthals Handschrift deutlich sp\u00fcrbar. F\u00fcr ihn haben Urauff\u00fchrungen einen besonderen Reiz. Er spricht gar im Programmheft von seiner &#8218;Lieblingsbesch\u00e4ftigung&#8216;. \u00c4hnlich wie bei seinen kommerziellen Produktionen &#8218;Gaudi&#8216; und &#8218;Gambler&#8216;, bei denen er die Premieren inszeniert hatte und die bis vor kurzem noch in K\u00f6ln, bzw. M\u00f6nchengladbach gespielt wurden, hatte es Ottenthal auch bei &#8218;Blood Red Roses&#8216; verstanden, Bilder zu zeichnen, die Spielraum f\u00fcr Interpretationen und Erkenntnisse bieten. In einer Szene beispielsweise spielt er auf das ber\u00fchmte Bild Leonardo da Vincis vom letzten Abendmahl Jesu an. [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elmar Ottenthal versteht es, seinen Darstellern einen Freiraum zu bieten, den diese nutzen, um sich in ihrer Rolle selbst zu inszenieren. Bestes Beispiel ist Martin Moss (zuletzt als Mark Winner in &#8218;Gaudi&#8216; zu sehen), der die Gangsterbraut Mrs. Maroni \u00fcberzeugend darstellt. Von der ersten bis zur letzten Minute stand dem Anschein nach eine Frau auf der B\u00fchne und kein Mann in Frauenkleidern. Sei es als begehrenswerte Ehefrau, f\u00fcrsorgliche Mutter oder z\u00fcgelloser Vamp beim abschlie\u00dfenden Striptease. [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Musical mit den Ma\u00dfst\u00e4ben einer gro\u00dfen Open End-Produktion zu messen, die auf eine lange Laufzeit ausgelegt ist und einen langen Entwicklungsproze\u00df &#8211; beispielsweise mit Vorauff\u00fchrungen &#8211; hinter sich hat, w\u00e4re unfair. Doch mit &#8218;Blood Red Roses&#8216; hat sich das Theater Aachen wieder einmal mit viel Phantasie, Engagement und Mut an eine Musicalurauff\u00fchrung gewagt, die einen Besuch lohnte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Norbert Ufermann: Gangster, Killer, Prostitution, Travestie, Bigamie und Erotik: &#8222;Blood Red Roses&#8220; in Aachen. In: Time for Musical, Ausgabe 5, Heft 4, 1998, Seite 10-11.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Eine hinreichend bekannte Story in neuem Gewand, in dem die Erkenntnisse &#8218;jeder ist k\u00e4uflich&#8216;, &#8218;jeder linkt jeden&#8216;, &#8218;jeder strebt nach Macht und Geld&#8216; mitnichten zeitgem\u00e4\u00dfer auf die B\u00fchne gebracht werden als in der &#8218;Dreigroschenoper&#8216;. Im Gegenteil: Was &#8218;Blood Red Roses&#8216; bietet, ist \u00fcber weite Strecken n\u00e4mlich kaum mehr als unentwegtes, enervierendes Gegrapsche. Den M\u00e4nnern wird so penetrant in den Schritt gefa\u00dft, da\u00df es \u00e4rgerlich wird. Und wenn sich Martin Moss alias Mrs. Maroni als H\u00f6hepunkt vermeintlich frivolen Treibens auch noch entbl\u00f6\u00dft und nackte Br\u00fcste zeigt, hat die Inszenierung das St\u00fcck endg\u00fcltig an billige Effekthascherei verraten. So plump und anbiedernd darf auch in einem Musical nicht inszeniert werden.&#8220;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Gerhard Knopf: Blood Red Roses, Sex und Crime und jede Menge Action machen noch keine gelungenen Musical-Urauff\u00fchrung. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 73, Oktober\/November 1998, Seite 4-6.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Blood Red Roses&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/blood-red-roses\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 15. August 2020.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical\u00a0 Musik von Marc BerryBuch und Gesangstexte von Michael Korthnach John Gay&#8217;s &#8222;Beggar&#8217;s Opera&#8220; Inszenierung Urauff\u00fchrung: 8. August 1998Theater Aachen, Bundesrepublik Deutschland Besetzung: Premierenchronik D UA 8. August 1998 Theater, Aachen Inhaltsangabe &#8222;Das Musical &#8218;Blood Red Roses&#8216; spielt in der Welt der Verbrecher-Syndikate. 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