{"id":643,"date":"2024-10-21T10:36:50","date_gmt":"2024-10-21T08:36:50","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=643"},"modified":"2025-06-20T11:15:53","modified_gmt":"2025-06-20T09:15:53","slug":"bluetenzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/bluetenzeit\/","title":{"rendered":"Bl\u00fctenzeit (Blossom Time)"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Amerikanische Operette in drei Akten<\/h4>\n\n\n\n<p>Musik von Sigmund Romberg unter Verwendung von Kompositionen Franz Schuberts<br>Text von Dorothy Donnelly<br>basierend auf der Operette &#8222;Das Dreim\u00e4derlhaus&#8220; von Heinrich Bert\u00e9, Alfred Maria Willner und Heinz Reichert <br>Deutsch von Nico Rabenald<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p>Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 18. M\u00e4rz 2018<br>Eduard-von-Winterstein-Theater, Annaberg-Buchholz, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Dieter Klug \/ Karl Friedrich Winter<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Ingolf Huhn<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchne: Tilo Staudte<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Erika Lust<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Sigrun Kressmann<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Jens Olaf Buhrow<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Franz Schubert: Andr\u00e9 Riemer<\/li>\n\n\n\n<li>Franz von Schober: Frank Unger<\/li>\n\n\n\n<li>Johann Michael Vogl: Leander de Marel<\/li>\n\n\n\n<li>Mitzi Kranz: Madelaine Vogt<\/li>\n\n\n\n<li>Kitzi Kranz: Bridgette Brothers<\/li>\n\n\n\n<li>Fritzi Kranz: Anna Bineta Diouf<\/li>\n\n\n\n<li>La Bellabruna: Bettina Grothkopf<\/li>\n\n\n\n<li>Joseph Kupelwieser: L\u00e1szl\u00f3 Varga<\/li>\n\n\n\n<li>Moritz von Schwind: Jason-Nandor Tomory<\/li>\n\n\n\n<li>Herr Kranz: Matthias Stephan-Hildebrandt<\/li>\n\n\n\n<li>Frau Kranz: Bettina Corthy-Hildebrandt<\/li>\n\n\n\n<li>Graf Scharntoff: Michael Junge<\/li>\n\n\n\n<li>Binder: Marco R\u00f6mling<\/li>\n\n\n\n<li>Erckmann: Dominique Anders<\/li>\n\n\n\n<li>Blumenm\u00e4dchen: Franzy Roscher<\/li>\n\n\n\n<li>Rosi: Heike Schlott<\/li>\n\n\n\n<li>Greta: Franzy Roscher<\/li>\n\n\n\n<li>Novotny: Michael Junge<\/li>\n\n\n\n<li>Frau Coburg: Anne Wolff<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Kellner: Moritz H\u00e4u\u00dfler<\/li>\n\n\n\n<li>Chor und Extrachor des Eduard-von-Winterstein-Theaters<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>USA<\/td><td>UA<\/td><td>29. September 1921<\/td><td>Ambassador Theatre, New York<\/td><\/tr><tr><td>GB<\/td><td>EA<\/td><td>22. Dezember 1922<\/td><td>Lyric Theatre, London (als &#8222;Lila Time&#8220;)<\/td><\/tr><tr><td>D<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>18. M\u00e4rz 2018<\/td><td>&nbsp;Eduard-von-Winterstein-Theater, Annaberg-Buchholz<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Franz Schubert lernt Mitzi, Kitzi und Fritzi kennen, die T\u00f6chter seines M\u00e4zens. Insbesondere Mitzi hinterl\u00e4sst einen enormen Eindruck bei ihm. Ziemlich erhitzt komponiert er umgehend ein Liebeslied f\u00fcr sie. Leider ist er selbst zu sch\u00fcchtern und muss seinen Freund, den attraktiven Baron Schober, bitten es vorzutragen. Gro\u00dfer Fehler! Nat\u00fcrlich verf\u00e4llt Mitzi daraufhin nicht dem entflammten Komponisten, sondern seinem sch\u00f6nen Boten. Tieftraurig fl\u00fcchtet sich Schubert in die Musik und beginnt auf der Basis von Mitzis Liebeslied eine Sinfonie zu komponieren. Die Vollendung bringt er nicht \u00fcber sich. Bei der Urauff\u00fchrung seiner &#8222;Unvollendeten&#8220; ist Schubert bereits todkrank. Schwach und voller Schmerz komponiert er sein bedeutendstes religi\u00f6ses Lied: &#8218;Ave Maria&#8216;.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verlagsangaben Felix Bloch Erben, Berlin, 2022.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Der Hausherr inszeniert mit nostalgischem Blick stilsicher, mit Humor und Ernst, fern vom Kitsch in dem in Pastellt\u00f6nen getauchten B\u00fchnenbild (Tilo Staudte) die gef\u00fchlvolle Story. Andr\u00e9 Riemer ist (als einziger Gast) mit sympatischer Stimme ein sch\u00fcchterner, weicher, wehm\u00fctiger Schubert &#8211; umgeben von einem powervollen Solistenensemble, Chor und Extrachor. Am Pult f\u00fchrt der junge Karl Friedrich Winter, der kurzfristig f\u00fcr den erkrankten Dieter Klug \u00fcbernahm, die Philharmoniker kompetent durch die vielschichtige Partitur.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Eduard-von-Winterstein-Theater beschert uns eine Hommage an den gro\u00dfen Komponisten der fr\u00fchen Romantik, die eine Reise ins das Erzgebirgte lohnt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hartmut H. Forche: Blossom Time. Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung von Sigmund Rombergs &#8222;Operetta&#8220;. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 191, Juni\/Juli 2018, Seite 18-19.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8222;<em>Das Dreim\u00e4derlhaus <\/em>von Heinrich Bert\u00e9, eine Pasticcio-Operette mit Musik von Franz Schubert (1916), war ein Welterfolg. Nicht nur im deutschen Sprachraum, auch in englischen oder franz\u00f6sischen \u00dcbersetzungen erreichte das St\u00fcck viele hundert Auff\u00fchrungen. F\u00fcr den Broadway erstellte Sigmund Romberg (Komponist des <em>Student Prince<\/em>, der seit 1974 jahrzehntelang auf dem Spielplan der Heidelberger Schlo\u00dffestspiele stand) eine neue Fassung (<em>Blossom Time<\/em>, 1921) und f\u00fcgte einige Musiknummern hinzu; das Buch von Dorothy Donelly folgt zwar in gro\u00dfen Z\u00fcgen dem Libretto, das Alfred Maria Willner und Heinz Reichert f\u00fcr Bert\u00e9 schrieben, weicht aber in manchen Details davon ab. Im deutschen Sprachraum hatte die amerikanische Version naturgem\u00e4\u00df keine Chance, dazu war Bert\u00e9s Operette zu erfolgreich. Erst jetzt hat das Eduard von Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz <em>Blossom Time <\/em>in einer deutschen \u00dcbersetzung herausgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Musik von Schubert f\u00fcr eine Operette zu verwenden, ist zweifellos ein gl\u00fccklicher Einfall (in Bert\u00e9s Partitur hat man rund 20 solcher Quellen identifiziert: drei Orchester-, ein Kammermusikwerk, vier Lieder, neun Klavierkompositionen, einen Marsch und verschiedene T\u00e4nze, Romberg hat noch mehr entlehnt, aber auch eigene Musik geschrieben). F\u00fcr das Libretto allerdings wird der Komponist als Hauptfigur zum Problem: Schubert gibt als Liebhaber einfach nichts her, dazu ist er viel zu sch\u00fcchtern.<\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Wie soll man das inszenieren? Der historische Schubert war eine problematische Natur, insofern l\u00e4ge es nahe, die Geschichte gegen den Strich zu b\u00fcrsten. Es steht allerdings zu bef\u00fcrchten, da\u00df das danebenginge. Das Libretto verleiht dem Komponisten nur wenige Charakterz\u00fcge: Er lebt aussschlie\u00dflich in seiner Musik, deshalb ist er letztlich bindungsunf\u00e4hig, und folglich sch\u00fcchtern. Einer psychologisch ausdifferenzierten Figurenzeichnung setzt das Buch zu wenig Widerstand entgegen. Ingolf Huhn macht vielleicht das Bestm\u00f6gliche: Er fa\u00dft das St\u00fcck als eine Art M\u00e4rchen auf. Vor einer Kulisse, die Architektur \u00e0 la Spitzweg zitiert, inszeniert er eine nostalgisch verkl\u00e4rte Biedermeier-Welt, mit meist fr\u00f6hlichen Menschen in bunten Kost\u00fcmen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Albert Gier: Rombergs \u201cBlossom Time\u201d: Deutsche Erstauff\u00fchrung in Annaberg-Buchholz. In: Operetta Research Center, 6. Mai 2018.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p>Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Blossom Time&#8220;. Ohio Light Opera, 2012. \u200e Albany Records. (2xCD)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Operette &#8222;Das Dreim\u00e4derlhaus&#8220; wurde am 15. Januar 1916 im Raimund Theater uraufgef\u00fchrt. Die Deutsche Erstauff\u00fchrung fand ebenfalls 1916 in Berlin statt. In England wurde &#8222;Das Dreim\u00e4derlhaus&#8220; und &#8222;Blossom Time&#8220; unter dem Titel &#8222;Lilac Time&#8220; popul\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Bl\u00fctenzeit (Blossom Time)&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/bluetenzeit\/<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 10. Oktober 2022.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amerikanische Operette in drei Akten Musik von Sigmund Romberg unter Verwendung von Kompositionen Franz SchubertsText von Dorothy Donnellybasierend auf der Operette &#8222;Das Dreim\u00e4derlhaus&#8220; von Heinrich Bert\u00e9, Alfred Maria Willner und Heinz Reichert Deutsch von Nico Rabenald Inszenierung Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 18. M\u00e4rz 2018Eduard-von-Winterstein-Theater, Annaberg-Buchholz, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik USA UA 29. 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