{"id":7786,"date":"2025-10-10T09:40:11","date_gmt":"2025-10-10T07:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=7786"},"modified":"2025-10-10T09:40:11","modified_gmt":"2025-10-10T07:40:11","slug":"regen-in-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/regen-in-paris\/","title":{"rendered":"Regen in Paris"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Operette in 5 Bildern<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Norbert Schultze<br>Text von Iwa Wanja und Christof Schulz-Gellen<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 5. Mai 1957<br>St\u00e4dtische B\u00fchnen, N\u00fcrnberg, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Edgar Schmidt-Bredow<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Willi Auerbach<\/li>\n\n\n\n<li>Gesamtgestaltung: Frank Schultes<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Margret Kaulbach<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Adam Rauh<\/li>\n\n\n\n<li>T\u00e4nze: Hildegard Kr\u00e4mer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Geoffrey Clifford, Pr\u00e4sident eines amerikanischen Strumpfkonzerns: Heinrich Neckamm<\/li>\n\n\n\n<li>Margret, seine Tochter: Gretel Hartung<\/li>\n\n\n\n<li>Stephenson, Manager im Strumpfkonzern: Herwig Walter<\/li>\n\n\n\n<li>Sekret\u00e4re im Clifford-Konzern: Werner Dingens \/ J\u00f6rg Holm<\/li>\n\n\n\n<li>Allesandro Maderna, Maler: Otto Falvay<\/li>\n\n\n\n<li>Mario Andreoli, Dichter: Leo Sourrisseaux<\/li>\n\n\n\n<li>Bildhauer: Paul Mirov<\/li>\n\n\n\n<li>Madeleine, T\u00e4nzerin: Gerda Hensel<\/li>\n\n\n\n<li>Marianne Miersch<\/li>\n\n\n\n<li>Willy Schmidt-Scholven<\/li>\n\n\n\n<li>u.a. Chor \/ Ballett der St\u00e4dtischen B\u00fchnen N\u00fcrnberg<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>5. Mai 1957<\/td><td>St\u00e4dtische B\u00fchnen, N\u00fcrnberg<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Kunst geht nicht immer nach Brot. Das beweist der Maler Maderna dem Pr\u00e4sidenten eines amerikanischen Strumpfkonzerns: er weigert sich, ihm sein Bild &#8218;Regen in Paris&#8216; f\u00fcr Reklamezwecke zu verkaufen. So etwas imponiert der Tochter des Pr\u00e4sidenten; doch ein sie verehrender Generaldirektor wettet mit ihr, da\u00df der Maler dem Geldangebot doch nicht widerstehen werde. Inzwischen begegnen der Maler und die Pr\u00e4sidententochter einander und verlieben sich ein bi\u00dfchen, so da\u00df es bei Regen in Paris im Park zu einem K\u00fc\u00dfchen kommt, ohne da\u00df die beiden wissen, wen sie vor sich haben. Nach einer Weile verschwindet der Maler mit seinem Freunde aus Paris, wird sogar f\u00fcr tot erkl\u00e4rt, woraus sich Kapital schlagen l\u00e4\u00dft, indem man eine Ged\u00e4chtnisausstellung der Bilder des &#8218;Verstorbenen&#8216; veranstaltet. Nach den obligaten gegenseitigen Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen, in deren Verlauf der Maler sein Bild &#8218;Regen in Paris&#8216; verschenkt (also nicht verkauft, wodurch die Wette f\u00fcr den Generaldirektor verloren ist), weil es ihn an den Ku\u00df im Regen mit der von ihm f\u00fcr kokett gehaltenen Pr\u00e4sidententochter erinnert, kommt alles ins Lot: der Strumpfkonzern hat das Bild und der Maler eine schwerreiche junge Frau.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Otto Schumann: Ich wei\u00df mehr \u00fcber die Operette und das Musical. Fackel Verlag, Stuttgart 1961, Seite 142.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Norbert Schultze ist blutjung noch, zuerst in den fr\u00fchen drei\u00dfiger Jahren als der freche witzige Musiker des M\u00fcnchner Studentenkabaretts &#8218;Die vier Nachrichter&#8216; bekannt geworden. Dann&nbsp; schrieb er verschiedenste Dinge: 1936 seine erste Oper, die heitere Spieloper &#8218;Schwarzer Peter&#8216;, 1943 die zweite &#8218;Das kalte Herz&#8216; (nach Hauff), 1938 aber auch &#8218;Lili-Marlen&#8216;, 1950 die Revue und den Film &#8218;K\u00e4pt&#8217;n Bay-Bay&#8216; und viele Filmmusiken. Jetzt kam an den St\u00e4dtischen B\u00fchnen N\u00fcrnberg-F\u00fcrth seine erste Operette &#8218;Regen in Paris&#8216; zur Urauff\u00fchrung. Das Libretto schrieb ihm seine Frau Iwa Wanja, zusammen mit Christoph Schulz-Gellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Das ist, wie in der Operette \u00fcblich, mit logischen Spr\u00fcngen und nicht ohne Klischee, mit einigen L\u00e4ngen, doch auch mit einigen Ueberraschungen gemacht. Die Musik von Norbert Schultze ist liebensw\u00fcrdig eing\u00e4ngig, hat Schmi\u00df und ist dann am reizvollsten, wenn sie parodiert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>D.: Eine Operette von Norbert Schultze. In: Stuttgarter Zeitung, 10. Mai 1957.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Norbert Schultze [&#8230;] schrieb eine alles andere als einheitliche Partitur: musikalisch anspruchsvollere Chor- und Ensembleszenen von beinah Lortzingschem Format, z\u00fcndende Couplets aus dem Bereich des literarischen Kabaretts, schlie\u00dflich die gef\u00fchlstr\u00e4chtige Schlagerkonfektion der Divages\u00e4nge reinster Operettenprovenienz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die trotz kr\u00e4ftiger Striche drei Stunden w\u00e4hrende Auff\u00fchrung stellte an das Operettenensemble N\u00fcrnbergs hohe Anforderungen, die unter der musikalischen Leitung von Edgar Schmidt-Bredow (Ch\u00f6re: Adam Rauh) gut bew\u00e4ltigt wurden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Waltraud Hartmann: Regen in Paris. Norbert Schultze-Operette in N\u00fcrnberg. In: Frankfurter Allgemeine, Frankfurt, 9. Mai 1957.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Man sollte glauben, Norbert Schultze h\u00e4tte als kluger und ausgezeichneter Musikant das Handwerk f\u00fcr die Operette zu schreiben in den Fingerspitzen. Er h\u00e4tte &#8211; so nahm man an &#8211; gewu\u00dft, da\u00df es auch eine Oekonomie der Operette gibt, da\u00df man sie nicht mit Musik \u00fcberladen soll, denn jedes Mal, wenn Lehar und Strau\u00df dies taten, reichte es nicht zum gro\u00dfen Erfolg. So geriet bei Norbert Schultze in der Ueberf\u00fclle seiner Einf\u00e4lle das Werk zu lang, es schwang in die Breite, statt da\u00df diese durchgearbeitete Partitur einigerma\u00dfen \u00fcbersichtlich blieb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Textbuch ist gut. Es h\u00e4lt sich von Albernheiten frei, bleibt im Rahmen der vern\u00fcnftigen Story. [&#8230;] Nun schreibt Schultze dazu eine \u00fcberquellende Musik &#8211; eine, die aus dem prickelnden Rhythmus und aus dem Chanson kommt, jenem Chanson, das wir nun seit Jahrzehnten an diesem Norbert Schultze sch\u00e4tzen. Er schreibt gro\u00dfe Finali und sehns\u00fcchtige kleine Arietten, er macht mancherlei musikalischen Witz und ist ein Instrumentator, wie weiland auf seinem Gebiet K\u00fcnnecke. Da\u00df ihm gerade der gro\u00dfe Schlager einfiel, den man m\u00f6glicherweise morgen auf allen Gassen pfeift, kann man nicht sagen, wenngleich man sich bei Schlagern auch irrt. Aber solche Dinge, wie sie einstmals aus Lehars Feder kamen, oder wie jenes Burkhardsche &#8218;O mein Papa&#8216;, sind nicht drin. Es war trotzdem in einer brillant aufgemachten Vorstellung eine interessante Urauff\u00fchrung.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[ohne Autorennennung]: Schultzes Operette &#8222;Regen in Paris&#8220;. Urauff\u00fchrung im N\u00fcrnberger Opernhaus. In: Fr\u00e4nkischer Volksfreund, W\u00fcrzburg, 6. Mai 1957.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DVD \/ Video<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Den Teufel am Hintern gek\u00fcsst &#8211; der erstaunliche Werdegang des Komponisten von &#8222;Lili Marleen&#8220;. Zero Film, 1993. [https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LTpwBl8Doe0]<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Norbert Schultze: <em>Mit dir Lili Marleen.<\/em>\u00a0<em>Die Lebenserinnerungen des Komponisten Norbert Schultze.<\/em> Autobiografie. HeBu Musikverlag, Kraichtal.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kommentar<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da das Programmheft zur Urauff\u00fchrung aktuell nicht vorliegt, wurden die Angaben der seinerzeitigen Presse entnommen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Regen in Paris&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/regen-in-paris\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 2. Oktober 2025.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operette in 5 Bildern Musik von Norbert SchultzeText von Iwa Wanja und Christof Schulz-Gellen Inszenierung Urauff\u00fchrung: 5. Mai 1957St\u00e4dtische B\u00fchnen, N\u00fcrnberg, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 5. Mai 1957 St\u00e4dtische B\u00fchnen, N\u00fcrnberg Inhaltsangabe &#8222;Kunst geht nicht immer nach Brot. 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