{"id":7822,"date":"2025-10-10T10:47:41","date_gmt":"2025-10-10T08:47:41","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=7822"},"modified":"2025-10-10T10:47:41","modified_gmt":"2025-10-10T08:47:41","slug":"signorina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/signorina\/","title":{"rendered":"Signorina"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Operette in zwei Teilen (11 Bildern)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Robert Stolz<br>Gesangstexte von Robert Gilbert<br>Text von\u00a0Per Schwenzen und Robert Gilbert<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 23. April 1955<br>St\u00e4dtische B\u00fchnen (Opernhaus), N\u00fcrnberg, Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Robert Stolz<\/li>\n\n\n\n<li>Musikalische Einstudierung: Edgar Schmidt-Bredow<\/li>\n\n\n\n<li>Regie und Choreographie: Willi Auerbach<\/li>\n\n\n\n<li>Gesamtausstattung: Frank Schultes<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Adam Rauh<\/li>\n\n\n\n<li>Ballettleitung: Bernhard Wosien<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Loretta: Sonja Knittel<\/li>\n\n\n\n<li>Anselmo Marforio, ihr Onkel: Robert Licha<\/li>\n\n\n\n<li>Julio Montano, dessen Freund: Lutz Everth\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Silvio Rocco: Karl Mikorey<\/li>\n\n\n\n<li>Ken Ellington: Rudolf Rock<\/li>\n\n\n\n<li>Madam d&#8217;Alvarez, eine reiche Mexikanerin: Anny Coty<\/li>\n\n\n\n<li>Hubert: Kurt Leo Sourisseaux<\/li>\n\n\n\n<li>Paula: Lieselotte Schmidt<\/li>\n\n\n\n<li>Jim, Bootsmann: Willy Schmid-Scholven<\/li>\n\n\n\n<li>Marina, alte Haush\u00e4lterin: Elisabeth M\u00fcllauer<\/li>\n\n\n\n<li>Pietro: Werner Dinges<\/li>\n\n\n\n<li>Pepita: Edith Werner<\/li>\n\n\n\n<li>Hoteldirektor: Adolf Schleiffer<\/li>\n\n\n\n<li>1. Carabinieri: Hermann Sandbank<\/li>\n\n\n\n<li>2. Carabinieri: Adolf R\u00fcckert<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Herr: Hans Bessler<\/li>\n\n\n\n<li>Burschen \/ M\u00e4dchen \/ Kellner \/ Einheimische \/ G\u00e4ste \/ Matrosen<\/li>\n\n\n\n<li>In T\u00e4nzen: Olga Barneva \/ Edith Werner \/ Werner Dinges \/ Johnny Horn \/ das Ballett des Opernhauses<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"814\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-content\/uploads\/sites\/44\/Signorina-814x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7823\" style=\"width:auto;height:600px\" srcset=\"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-content\/uploads\/sites\/44\/Signorina-814x1024.jpg 814w, https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-content\/uploads\/sites\/44\/Signorina-239x300.jpg 239w, https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-content\/uploads\/sites\/44\/Signorina-768x966.jpg 768w, https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-content\/uploads\/sites\/44\/Signorina.jpg 881w\" sizes=\"auto, (max-width: 814px) 100vw, 814px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup><em>Illustration zum Presseartikel &#8222;Zwei sind verliebt und wissen&#8217;s nicht.&#8220;<\/em><br><em>In: F\u00fcrther Nachrichten, 25. April 1955.<\/em><\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>23. April 1955<\/td><td>St\u00e4dtische B\u00fchnen (Opernhaus), N\u00fcrnberg<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die &#8218;Signorina&#8216; aber ist zwar Stolzisch, aber gar nicht \u00fcbertrieben stolz. Sie, die reizende, schlicht-menschliche und stets geschmacksvoll singenden Sonja Knittel, hat einen schlimmen Silvio Milkorey als bet\u00f6renden, mit brausendem S\u00fcdl\u00e4nderblut gesegneten Jugendfreund. Und dem nett burschikosen, seinen ausgezeichneten Tenor noch immer nicht gen\u00fcgend kultivierenden USA-Kapit\u00e4n Rudolf Rock stand in Anny Coty ein millionenschweres, rassig mexikanisches Br\u00e4utchen zur Verf\u00fcgung, das mit seinem gro\u00dfartigen Mannesbilder-Couplet den Weg zu allen M\u00e4nnerherzen fand. Nat\u00fcrlich wird &#8218;Signorina&#8216; schlie\u00dflich die Signora des feschen Kapit\u00e4ns, und die kesse Anny nimmt den d\u00fcster glutenden Ganoven-Miky mit auf ihre Luxusjacht. Das reicht dann als Konfliktst\u00f6ffchen f\u00fcr nahezu drei Stunden. Zumal es au\u00dferdem noch ein paar popul\u00e4re, drollige Randfiguren gibt. Das herzige P\u00e4rchen Lieselotte Schmidt &#8211; Kurt Leo Sourisseaux zum Beispiel: zwei putzige Presse-Eleven von der Journalistenschule [&#8230;] Oder den ein wenig bajuvarischen Weinberg-Anselmo, den verschlagen mimenden Robert Licha, und seinen vers\u00f6hnungswilligen Fischkutter-Capitanissimo Lutz Everth. Oder, den netten Moderator-Bootsmann Schmidt-Scholven mit seinem tragischen Meerestiefen-Sang und die resche Makkaroni-Hausmeisterin Elisabeth M\u00fcllauer und manche andere.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>K.F.: Zwei sind verliebt und wissen&#8217;s nicht. Robert Stolz dirigierte die N\u00fcrnberger Urauff\u00fchrung seiner neuen Operette &#8222;Signorina&#8220;. In: F\u00fcrther Nachrichten, 25. April 1955.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Per Schwenzen und Robert Gilbert begeben sich nicht auf das operetten-abwegige Glatteis des Problemtheaters: sie schrieben f\u00fcr Robert Stolz ein handfestes Libretto mit einer nicht immer sehr straff gef\u00fchrten und auch nicht restlos klarwerdenden Handlung. Die Dialoge (Per Schwenzen) strotzen nicht gerade verschwenderisch von Esprit, haben aber ein ger\u00fcttelt Ma\u00df von netten Pointen und pl\u00e4tschern am\u00fcsant \u00fcber m\u00f6glicherweise nun doch hier und dort auftauchende dramaturgische Probleme hinweg. Die Gesangstexte (Robert Gilbert) haben gut geschliffene Spitzen, ohne immer um das in Schlagertexten kaum zu vermeidende &#8218;Reim-Dich-oder-ich-fre\u00df-Dich&#8216; herum zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Musik des Altmeisters Robert Stolz gibt sich v\u00f6llig unproblematisch. Sie will nichts weiter als gut unterhalten. Und das erreicht sie dank ihrer sauberen, anst\u00e4ndigen und ehrlichen Grundhaltung in vollem Umfang. Der Wiener Walzer, die Urdom\u00e4ne des Graz-Wieners Robert Stolz, im Kolorit so ein bisserl auf italienisch frisiert, schl\u00e4gt ebenso z\u00fcndend ein wie der moderne Zweiviertel-Rhythmus des Foxtrott und des Mexikaners den eine Multimillion\u00e4rin nach Capri importiert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Willy Werner G\u00f6ttig: Operetten-Urauff\u00fchrung: &#8222;Signorina&#8220; von Stolz gefiel in N\u00fcrnberg. In: Abendpost, Frankfurt, 26. April 1955.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das Bem\u00fchen, der Operette einen neuen Weg zu bereiten, ist allgemein. Aber so einfach scheint es doch nicht zu sein. Auch nicht nach der Urauff\u00fchrung der &#8218;Signorina&#8216; von Robert Stolz, die im N\u00fcrnberger Opernhaus aus der Taufe gehoben wurde. [&#8230;] Auch der musikalische Wille des Komponisten, etwas f\u00fcr die Operettenrenaissance zu tun, ist unverkennbar. Zwar pl\u00e4tschert \u00fcberall lustig das anscheinend unversiegbare B\u00e4chlein der Wiener Walzerseligkeit hervor, aber dazwischen kracht es doch recht modern im Orchester und moderner Tanzrhythmen schl\u00e4gt herzhaft dazwischen. [&#8230;] Trotzdem blieb alles ein wenig bla\u00df. Die N\u00fcrnberger Urauff\u00fchrung war letztendlich ein gro\u00dfer Publikumserfolg.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hans Pflug-Franken: Neue Robert-Stolz-Operette in N\u00fcrnberg. In: Rhein-Echo, Aschaffenburg, 27. April 1955.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Da\u00df wieder einmal die Melodie \u00fcber den Rhythmus siegt, ist heutzutage schon bemerkenswert. Erstaunlich der jugendliche Elan und die minuzi\u00f6se Pr\u00e4gnanz, mit der Robert Stolz die Premiere selbst dirigierte. bestimmend f\u00fcr den beifallsumrauschten Publikumserfolg war in hohem Ma\u00dfe die geradezu prunkvolle und \u00fcberaus gro\u00dfz\u00fcgige Ausstattung Frank Schultes, mit der die &#8218;Signorina&#8216; aus der Taufe gehoben wurde. Willi Auerbachs Regie ersetzte einige Hektorliter Chiantiwein. Das Ballett hatte eine Riesenaufgabe zu bew\u00e4ltigen. Das gesamte Ensemble, mit Opernkr\u00e4ften verst\u00e4rkt, war von schwungvoller Spielfreude erfa\u00dft.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Fred O. Neger: Ein Lichtblick f\u00fcr die Operette. Prunkvolle Urauff\u00fchrung der Robert-Stolz-Operette &#8222;Signorina&#8220; in N\u00fcrnberg. In: Der Fortschritt, Die gro\u00dfe politische Wochenzeitung, 5. Mai 1955.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stephan Pflicht: <em>Robert Stolz Werkverzeichnis<\/em>. M\u00fcnchen-Salzburg, 1981.<\/li>\n\n\n\n<li>Eugen Semrau: <em>Robert Stolz<\/em>. Biografie. Residenz Verlag, Salzburg 2002.<\/li>\n\n\n\n<li>Klaus Eidam: <em>Robert Stolz. Biografie eines Ph\u00e4nomens<\/em>. Lied der zeit Musikverlag, 1989.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Signorina&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/signorina\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 6. Oktober 2025.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operette in zwei Teilen (11 Bildern) Musik von Robert StolzGesangstexte von Robert GilbertText von\u00a0Per Schwenzen und Robert Gilbert Inszenierung Urauff\u00fchrung: 23. April 1955St\u00e4dtische B\u00fchnen (Opernhaus), N\u00fcrnberg, Bundesrepublik Deutschland Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik D UA 23. April 1955 St\u00e4dtische B\u00fchnen (Opernhaus), N\u00fcrnberg Inhaltsangabe &#8222;Die &#8218;Signorina&#8216; aber ist zwar Stolzisch, aber gar nicht \u00fcbertrieben stolz. Sie, die reizende, schlicht-menschliche<\/p>\n","protected":false},"author":116,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_trash_the_other_posts":false,"editor_notices":[],"_show_in_pageentry_slider":false,"_pageentry_slider_title":"","footnotes":""},"categories":[117],"tags":[98,14],"class_list":["post-7822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-s","tag-98","tag-brd"],"featured_image_url":null,"featured_image_alt":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/users\/116"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7822"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7824,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7822\/revisions\/7824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}