{"id":8146,"date":"2026-02-16T16:45:05","date_gmt":"2026-02-16T15:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=8146"},"modified":"2026-02-16T16:45:05","modified_gmt":"2026-02-16T15:45:05","slug":"die-bajuwaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/die-bajuwaren\/","title":{"rendered":"Die Bajuwaren"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein heiteres, musikalische Spiel in sechs Bildern<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Text von Hans Fitz<br>Bearbeitung von Paul Verhoeven<br>Musik von Franz Xaver Lehner<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 19. September 1958<br>Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen, Bundesrepublik<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Hans Hofmann<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Paul Verhoeven<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme: Ludwig Hornsteiner<\/li>\n\n\n\n<li>Choreographie: Michel de Lutry<\/li>\n\n\n\n<li>Ch\u00f6re: Hanns Haas<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aemelius Calidus, Centurio: Heinrich Thoms<\/li>\n\n\n\n<li>Cornelius Tacitus, Schriftsteller und Kulturbeauftragter: Werner Kotzerke<\/li>\n\n\n\n<li>Servilius, Legat der Staatspolizei in Rom: Kurt Walldorf<\/li>\n\n\n\n<li>Wonnebald, Unteroffizier: Otto Storr<\/li>\n\n\n\n<li>Wampus, Bajuwarischer Hilfssoldat im r\u00f6mischen Besatzungsheer: Alexander Senden<\/li>\n\n\n\n<li>Stachus, Bajuwarischer Hilfssoldat im r\u00f6mischen Besatzungsheer: Erwin Wohlfahrt<\/li>\n\n\n\n<li>Hosibert, Bajuwarischer Hilfssoldat im r\u00f6mischen Besatzungsheer: Gerhard Hofer<\/li>\n\n\n\n<li>Stanko, Bajuwarischer Hilfssoldat im r\u00f6mischen Besatzungsheer: Karl Tischlinger<\/li>\n\n\n\n<li>Sepio, Bajuwarischer Hilfssoldat im r\u00f6mischen Besatzungsheer: August Lampl<\/li>\n\n\n\n<li>Aurelius Montanus, Gefreiter im r\u00f6mischen Heer, im Zivilberuf Dramaturg am Staatstheater Rom: Harry Friedauer<\/li>\n\n\n\n<li>Blandia, Gemahlin des Calidus: Margit Schramm<\/li>\n\n\n\n<li>Mechtildis, bajuwarische Kellnerin in der Kantine: Lieselotte Ebnet<\/li>\n\n\n\n<li>Dattilo, Wirt vom Gasthaus &#8222;Zum goldenen Limes&#8220;: Karl Schaidler<\/li>\n\n\n\n<li>Militrud, seine Frau: Charlotte Korneffel<\/li>\n\n\n\n<li>Rosa, beider Tochter: Elisabeth Biebl<\/li>\n\n\n\n<li>Armbold, ein Cherusker, Nordgermanenagent: Adolf Meyer-Bremen<\/li>\n\n\n\n<li>1. r\u00f6mischer Soldat der M.P.: Ekmar Veit<\/li>\n\n\n\n<li>2. r\u00f6mischer Soldat der M.P.: Heinz Schmidpeter<\/li>\n\n\n\n<li>3. r\u00f6mischer Soldat der M.P.: Wolf Petersen<\/li>\n\n\n\n<li>Kaiserlicher Kurier: Wolf Petersen<\/li>\n\n\n\n<li>Bajuwarische M\u00e4nner und Frauen \/ r\u00f6mische Offiziere \/ r\u00f6mische und bajuwarische Soldaten<\/li>\n\n\n\n<li>T\u00e4nze u.a.: Fred Kaindl \/ Karl Heinz King \/ Gerhard Deutschmann \/ Hannes Weich<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>D<\/td><td>UA<\/td><td>19. September 1958<\/td><td>Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Handlung spielt etwa um das Jahr 185 n. Chr. G.; Ort: Castra Regina (Regensburg) und Umgebung.<br><br>&#8222;Sie [<em>Anmerkung:<\/em> Die Bajuwaren] kamen im 6. Jahrhundert n. Chr. in das Land zwischen Donau, Inn und Lech. Da die Handlung des gleichnamigen Spiels mit Musik von Hans Fitz und Franz X. Lehner schon um das Jahr 185 n. Chr. spielt, merkt auch der Uneingeweihte, da\u00df sie &#8211; wie \u00fcbrigens die Autoren auch ausdr\u00fccklich vermerken &#8211; keinerlei Anspruch auf historische Treue erhebt. Das versteht sich bei dem heiteren Charakter des Geschehens, in dem die wackeren Vertreter des bajuwarischen Volksstammes mit der r\u00f6mischen Besatzungsmacht gegen\u00fcbergestellt werden, von selbst. Was sich im einzelnen begibt, soll hier nur angedeutet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">Tacitus, der als Kulturbeauftragter des Capitols mit Servilius, dem Chef der geheimen Staatspolizei, aus Rom zur Feier der 200. Wiederkehr der Besatzung in Castra Regina (Regensburg) eintrifft, ist der Meinung, da\u00df die Bajuwaren &#8218;eine Rasse f\u00fcr sich&#8216; seien. Vorsichtshalber haben die R\u00f6mer &#8211; nach den schlechten Erfahrungen im Teutoburger Wald &#8211; den Limes gebaut und die Bajuwaren zun\u00e4chst einmal ent- und bald darauf wieder als Hilfssoldaten des r\u00f6mischen Besatzungsheeres bewaffnet. Die bajuwaren machen gute Miene zum b\u00f6sen Spiel; aber wie es ihnen wirklich ums Herz ist, zeigt der Kampfgesang der Widerstandsbewegung:<br><br>&#8218;Wir, wir Bajuwaren<br>haben keine Angst nicht vor Gefahren!<br>Die R\u00f6mer sind jetzt leider unsere Herrn!<br>Das pa\u00dft und gar nicht, das ham wir gar nicht gern!&#8216;<br><br>Der milit\u00e4rische Drill, bei dem sich der schw\u00e4bische Unteroffizier Wonnebald besonders auszeichnet, mundet den wackeren S\u00f6hnen des Landes keineswegs. \u00dcberall brodelt es, in der scheinbar friedfertigen Schar der Krieger. Die Vorbereitungen f\u00fcr ein Festspiel zur 200-Jahrfeier der r\u00f6mischen Besatzung geben den Bajuwaren willkommenen Anla\u00df, ein inzwischen erlassenes Versammlungsverbot zu \u00fcberschreiten. Unter F\u00fchrung des Organisators der Widerstandsbewegung, Wampus, treffen sich die Verschw\u00f6rer unter einem harmlosen Vorwand jenseits des Limes &#8211; im markomannischen Ausland &#8211; in der Walhalla-H\u00f6hle. Da\u00df ausgerechnet ein Nordgermane &#8211; heute w\u00fcrde man &#8218;Sauprei\u00df&#8216; sagen &#8211; als Abgesandter der Cherusker den Anla\u00df zur tats\u00e4chlichen Befreiung gibt, indem er unter Mi\u00dfachtung der stammes\u00fcblichen herzorglich-bayerischen Ruhe zum gemeinsamen Widerstand auffordert, sei nur am Rande vermerkt. Jedenfalls fallen die R\u00f6mer auf die Bauernschl\u00e4ue der Bajuwaren herein, machen sich einer Grenzverletzung schuldig und m\u00fcssen nach einer heftig durchzechten Nacht nicht nur vor dem bayerischen Bier, sondern auch vor den heranr\u00fcckenden Markomannen kapitulieren. Sie finden aber einen noblen Abgang, da Marc Aurel, Imperator und Rex von Jupiters Gnaden, die Bajuwaren in Anerkennung ihrer jahrhundertelangen Verdienste aus dem r\u00f6mischen Milit\u00e4rdienst entl\u00e4\u00dft. Hier\u00fcber jubelt nicht nur das Volk, sondern auch das Herz der bajuwarischen Maid Rosa, die nun endlich den schw\u00e4bischen Ausl\u00e4nder und Barrashengst Wonnebald als Vater ihres hoffnungsvollen Spr\u00f6\u00dflings ins Ehejoch zwingen kann. Auch Mechtildis, die zeitweilig ihren Leichtfu\u00df Stachus f\u00fcr den mutma\u00dflichen Kindsvater von Rosa hielt, sieht jetzt, da ihr Liebster nicht mehr mit Spionageauftrag Putzer und Seelentr\u00f6ster bei der r\u00f6mischen Hauptmannsgattin Blandia spielen mu\u00df, ihre gro\u00dfe Sehnsucht in Erf\u00fcllung gehen:<br><br>&#8218;An der Isar, ein kleines H\u00e4userl f\u00fcr uns zwei!<br>Ein paar K\u00fche, ein paar Gei\u00dfen<br>und ein kleines Garterl dabei!&#8216;<br><br><em>(aus dem Programmheft zur UA, M\u00fcnchen 1958)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Bajuwaren&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/die-bajuwaren\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 16. Februar 2026.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein heiteres, musikalische Spiel in sechs Bildern Text von Hans FitzBearbeitung von Paul VerhoevenMusik von Franz Xaver Lehner Inszenierung Urauff\u00fchrung: 19. September 1958Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen, Bundesrepublik Besetzung: Premierenchronik D UA 19. September 1958 Staatstheater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen Inhaltsangabe Die Handlung spielt etwa um das Jahr 185 n. Chr. 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