{"id":863,"date":"2024-10-21T16:57:30","date_gmt":"2024-10-21T14:57:30","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=863"},"modified":"2025-06-20T11:48:11","modified_gmt":"2025-06-20T09:48:11","slug":"ciao-ticino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/ciao-ticino\/","title":{"rendered":"Ciao Ticino"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Musical<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musik von Renato Bui \/ Nella Martinetti \/ Hans Moeckel \/ Emil Moser \/ Ren\u00e9 Wicky \/ Alexander Krannhals<br>Text von Hans Gm\u00fcr<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urauff\u00fchrung: 26. Oktober 1978<br>Bernhard-Theater, Z\u00fcrich, Schweiz<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Robi Weber \/ Renato Bui<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Hans Gm\u00fcr<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Heini Ehrensperger<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Erna Gm\u00fcr<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>R\u00f6bi Br\u00e4m, Kameramann beim Schweizer Fernsehen: Ueli Beck<\/li>\n\n\n\n<li>Tino Bernasconi: Dany Bolla<\/li>\n\n\n\n<li>Mamma Mazzolini: Elisabeth Schnell<\/li>\n\n\n\n<li>Nella Mazzolini, ihre Tochter: Nella Martinetti<\/li>\n\n\n\n<li>Renate Plotzheimer: Eike Konold<\/li>\n\n\n\n<li>Emil D\u00fcrst: Ueli Studer<\/li>\n\n\n\n<li>Jack Brummer: John Ward<\/li>\n\n\n\n<li>Baba, seine Freundin: Barbara Rhode<\/li>\n\n\n\n<li>Frau Hofer: Maria Pfeiffer<\/li>\n\n\n\n<li>Dr. Meier: Erich Reichle<\/li>\n\n\n\n<li>Zweitbesetzung Robi Br\u00e4m \/ Emil D\u00fcrst: Ren\u00e9 Besson<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>CH<\/td><td>UA<\/td><td>26. Oktober 1978<\/td><td>Bernhard-Theater, Z\u00fcrich<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Kameramann R\u00f6bi Br\u00e4m und Jungregisseur Tino Bernasconi sollen im Tessin einen Film f\u00fcrs Schweizer Fernsehen drehen. Tino will es nicht gelingen, seinen Schulschatz Nella wiederzusehen, denn das gute Kind muss den im Grotto seiner Mamma auf ihren Risotto wartenden G\u00e4sten die Zeit mit Liedern verk\u00fcrzen. Mit seiner rettenden Idee, die singende Nella in ihren Streifen einzubauen, bringt R\u00f6bi den etwas h\u00f6lzernen Liebhaber und den pummeligen Wirbelwind zusammen. Die Aufnahmen behagen den G\u00e4sten allerdings gar nicht, denn Liebespaare sind ausnahmslos anderweitig verheiratet und bef\u00fcrchten deshalb Konflikte, wenn der &#8218;Dokumentarfilm&#8216; ausgestrahlt wird. Sie \u00fcberreden den R\u00f6bi, sie aus dem Film herauszuschneiden. Der behauptet, keinen Film eingelegt zu haben und bekommt deswegen Differenzen mit den Damen Mazzolini. Aber \u00fcber die Risotto-Denkpause und eine handgreifliche Keilerei hinweg l\u00f6st sich der Kn\u00e4uel &#8211; Happy-End.&#8220; [der besseren Lesbarkeit wurden die Darstellernamen ausgelassen]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hannes Maurer: Viel Applaus f\u00fcr den Risotto &#8211; nicht f\u00fcr das St\u00fcck. Urauff\u00fchrung des Schweizer Musicals &#8222;Ciao Ticino&#8220; im Bernhard-Theater. In: Tagi, 28. Oktober 1978, Seite 23.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Als Vor- und Nachspeise zum Risotto, von Marzio Rondelli aus dem &#8218;Croce Federale&#8216; in Bellinzona nach eigenem Rezept zubereitet, wird eine harmlose Geschichte serviert. [&#8230;] Autor und Regisseur Hans Gm\u00fcr will die Stimmung eines Tessiner Sommerabends in das mit ein paar Tabakbl\u00e4ttern, Chiantiflaschen, K\u00f6rben und bunten T\u00fcchern in einen Grotto verwandelte Bernhard-Theater bringen [&#8230;]. Zugleich sollte die seit &#8218;Hochzeit in H\u00e4gglingen&#8216; keimende Idee eines &#8218;Esstheaters&#8216; verwirklicht werden. Drittens musste er um den Showblock der erstmals in einem Musical mitwirkenden Nella Martinetti eine Geschichte schreiben und zugleich noch Nummern f\u00fcr Showman John Ward (als K\u00fcnstleragent Jack Brummer) einbauen. [&#8230;] Das ergab ein vorwiegend etwas m\u00fchsames Warten auf Risotto, aus dem sich indessen zu ein paar gelungenen Lieder und bemerkenswerte Einzelleistungen herausheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Und Nella Martinetti erf\u00fcllt mit ihrem angeborenen Temperament die ihr zugedachte Aufgabe: das Publikum beim Warten aufs Risotto in Stimmung zu bringen, es zum Mitsingen und Schunkeln anzuregen und f\u00fcr die Polonaise durch den Saal und hinter die B\u00fchne von den St\u00fchlen zu reissen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hannes Maurer: Viel Applaus f\u00fcr den Risotto &#8211; nicht f\u00fcr das St\u00fcck. Urauff\u00fchrung des Schweizer Musicals &#8222;Ciao Ticino&#8220; im Bernhard-Theater. In: Tagi, 28. Oktober 1978, Seite 23.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wahnsinnig witzig, was sich Hans Gm\u00fcr f\u00fcr sein neuestes &#8218;Musical&#8216; &#8218;Ciao Ticino&#8216; einfallen liess: Da wird mit etwas Werbung f\u00fcr das Tessin, vermischt mit einigen (allzu) seichten Liedchen, etwas Ehebruch und einer ach so r\u00fchrseligen Liebesgeschichte ein S\u00fcppchen zubereitet, das einen nur fragen l\u00e4sst: Entschuldigung, Herr Gm\u00fcr, soll das lustig und gut sein? [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klingende Namen [&#8230;] liessen ja auch einiges erwarten &#8211; Erwartungen, die &#8211; das zeigte sich bald einmal &#8211; in diesem Musical aber nicht nur absolut nicht erf\u00fcllt werden, sondern sogar noch massivstens unterboten. [&#8230;] Peinlich ist, dass sich eine Vollbluttessinerin wie Nella Martinetti f\u00fcr derartiges hergibt (das St\u00fcck dient unter anderem als Vehikel f\u00fcr sie, um sie noch bekannter zu machen). Peinlich ist, dass das St\u00fcck \u00fcber sehr d\u00fcnne und sehr wenige Pointen verf\u00fcgt. Peinlich ist, dass man ausgerechnet das Thema &#8218;Wie betr\u00fcge ich meine Frau?&#8216; zu einem &#8218;Musical&#8216; zerdehnt hat. Peinlich die vielen allzu banalen Liedchen mit den allzu peinlichen Textchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Alles in allem: Hoffentlich sagt das &#8218;Musical&#8216; &#8218;Ciao Ticino&#8216; von Hans Gm\u00fcr bald &#8218;tschau&#8216;. Schade w\u00e4re es nicht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>maw.: Hoffentlich sagt Gm\u00fcr-Musical &#8222;Ciao Ticino&#8220; bald &#8222;tschau&#8220;. Ein &#8218;heiteres&#8216; Spielchen im Z\u00fcrcher Berhard-Theater um Risotto und Ehebruch. In: Ustermer Zeitung, 28. Oktober 1978.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Mit Blumen und anhaltendem Applaus bedankte sich am Donnerstag im Bernhard-Theater ein offensichtlich begeistertes Premierenpublikum f\u00fcr das Vergn\u00fcgen, das ihm ein vielk\u00f6pfiges Team mit dem neuen Musical &#8218;Ciao Ticino&#8216; bereitet hatte. Die Absicht, mit einer eigensch\u00f6pferischen Produktion, und nicht mit einem aus der Mottenkiste geholten Schwank, Unterhaltung anzubieten, ist gl\u00e4nzend gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuschauerraum und B\u00fchne sind in einen Tessiner Grotto verwandelt, Ferienstimmung wird herbeigezaubert, Tanz und viel Musik, Risotto und Merlot, Luganighe und Boccalini: Der Illusion, einen unbeschwerten, freien Abend zu geniessen, m\u00fcssen sogar die Kritiker unterlegen sein. [&#8230;] Im B\u00fchnenbild von Heini Ehrensperger und zeitweise auch im Zuschauerraum tummelte sich ein Ensemble, das von allem Anfang an die gute Laune verbreitete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[&#8230;] Was sich Hans Gm\u00fcr an &#8218;Ereignissen&#8216; im Grotto ausgedacht hat, ist nicht weltbewegend &#8211; soll es auch nicht sein; eine kleine Liebesgeschichte, ein bisschen Gaunerkom\u00f6die, durchaus gen\u00fcgend, um die musikalischen Nummern miteinander zu verbinden. Auch die Libretti weltber\u00fchmter Musicals sind, wenn ihre Autoren nicht auf Shaw oder Shakespeare zur\u00fcckgegriffen haben, oft nicht mehr als ein Ger\u00fcst, das der Montage von Musik, Gesang und Tanz dienen muss; so ist das auch bei &#8218;Ciao Ticino&#8216;.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>pz.: Im Grotto bei Merlot und Risotto. Urauff\u00fchrung des Musicals &#8222;Ciao Ticino&#8220; im Bernhard-Theater. In: Neue Z\u00fcrcher Zeitung; 28. Oktober 1978.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Audio-Aufnahmen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;Ciao Ticino&#8220;. Original Cast Switzerland, 1978. Polydor \u2013 2377 324. (1xLP).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ciao Ticino&#8220;. In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/ciao-ticino\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 28. Juli 2023.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musical Musik von Renato Bui \/ Nella Martinetti \/ Hans Moeckel \/ Emil Moser \/ Ren\u00e9 Wicky \/ Alexander KrannhalsText von Hans Gm\u00fcr Inszenierung Urauff\u00fchrung: 26. Oktober 1978Bernhard-Theater, Z\u00fcrich, Schweiz Besetzung:&nbsp;&nbsp; Premierenchronik CH UA 26. Oktober 1978 Bernhard-Theater, Z\u00fcrich Inhaltsangabe &#8222;Kameramann R\u00f6bi Br\u00e4m und Jungregisseur Tino Bernasconi sollen im Tessin einen Film f\u00fcrs Schweizer Fernsehen<\/p>\n","protected":false},"author":116,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_trash_the_other_posts":false,"editor_notices":[],"_show_in_pageentry_slider":true,"_pageentry_slider_title":"","footnotes":""},"categories":[76],"tags":[84,27],"class_list":["post-863","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-c","tag-84","tag-che"],"featured_image_url":null,"featured_image_alt":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/users\/116"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=863"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6431,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/863\/revisions\/6431"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}