{"id":982,"date":"2024-10-25T19:28:13","date_gmt":"2024-10-25T17:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/?p=982"},"modified":"2025-06-20T11:59:31","modified_gmt":"2025-06-20T09:59:31","slug":"das-buntgescheckte-kalb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/das-buntgescheckte-kalb\/","title":{"rendered":"Das buntgescheckte Kalb (Boci-boci tarka)"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Operette in drei Aufz\u00fcgen (6 Bildern)<\/h4>\n\n\n\n<p>Musik von Ott\u00f3 Vincze<br>Libretto von Matyas Csizmarek<br>Liedtexte von Ern\u00f6 Innocent Vincze<br>\u00dcbersetzung aus dem Ungarischen von Ita Szent-Ivanyi<br>Nachdichtung der Verse von Annemarie Bostroem-Eisenlohr<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inszenierung<\/h4>\n\n\n\n<p>Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 24. Februar 1956<br>Volkstheater Rostock<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Musikalische Leitung: Wenzel Preis<\/li>\n\n\n\n<li>Regie: Hans Salomon<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fchnenbild: Willi Schr\u00f6der<\/li>\n\n\n\n<li>Chor: Karl Reise<\/li>\n\n\n\n<li>Choreografie: Vera Br\u00e4uer<\/li>\n\n\n\n<li>Kost\u00fcme: Susi Schult<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Besetzung:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Marton Tajti: Paul Henkel<\/li>\n\n\n\n<li>Terus, seine Frau: Elsbeth Sch\u00f6nfeld<\/li>\n\n\n\n<li>Bori (gerufen Borika), ihre Tochter: Helma Reuter<\/li>\n\n\n\n<li>Witwe Sara Csuhai, Boris Gro\u00dfmutter: Gerda L\u00fcders<\/li>\n\n\n\n<li>Istvan Virag: Helmut Grell<\/li>\n\n\n\n<li>Joska Kispal, fr\u00fcherer Freier Boris: Herbert Tietze<\/li>\n\n\n\n<li>Polizist: Helmut Bock<\/li>\n\n\n\n<li>Lazar Kosorru, Bauer: Heinz Jennerjahn<\/li>\n\n\n\n<li>Karoly T\u00f6zser: Hans Linzer<\/li>\n\n\n\n<li>Gergely: G\u00fcnther Peters<\/li>\n\n\n\n<li>Brautbitter: Eugen Delp<\/li>\n\n\n\n<li>Tobias Fecske, Kellner und Fotograf: Hans Salomon<\/li>\n\n\n\n<li>Hochzeits-Erzsa: Dora Beiderwieden<\/li>\n\n\n\n<li>Rozika, Magd bei Kosorru, Jutta Blumenthal<\/li>\n\n\n\n<li>Mihaly Szenda, Freund Tajtis: Max Evers<\/li>\n\n\n\n<li>Ignac Csirmaz, Bauer: Georg Kreisler<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00e4uerinnen: Gertrud Fr\u00fcndt, Lieselotte Grieger, Hildegard Mittelst\u00e4dte, Gerda Walter<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>T\u00e4nze<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Frauen: Marianne B\u00f6ning, Helga Meredig, Inge Berg, Ariane Dietz, Ursula Heiden, Inge Holtfreter, Waltraut M\u00fcller, Gisela Schmidt, Ingrid Schulze, Lilo Thimian-Kreutzer, Johanna Winkler, Brigitte Neische<\/li>\n\n\n\n<li>M\u00e4nner: Wolfgang Edel, Manfred Fenzl, Heinz Schmidt, Rudolf Kl\u00fcwer, Martin Brimmer, Eberhard Fink<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Premierenchronik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>HUN<\/td><td>UA<\/td><td>3. Juli 1953<\/td><td>? , Budapest<\/td><\/tr><tr><td>DDR<\/td><td>Dspr. EA<\/td><td>24. Februar 1956<\/td><td>&nbsp;Volkstheater Rostock<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsangabe<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Bori, die Enkelin der alten Sara Csuhai, liebt Istvan, den Leiter der Maschinen- und Traktoren-Station, und will ihn, sehr zum Mi\u00dffallen ihrer Gro\u00dfmutter, sogar heiraten. Trotz vieler Quertreibereien der Csuhai, die diese mit dem Gro\u00dfschieber Kispal und dem Dorfsatan Erzsa ausheckt, soll es nun doch zur Verm\u00e4hlung kommen. Kispal hat besonderen Grund, diese Heirat zu hintertreiben, ist er doch ein fr\u00fcherer Bewerber Boris und war auch bereits zugesprochen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es entbrennt nun ein Streit, ob zum Hochzeitsfest ein Kalb geschlachtet werden soll. Csuhai und ihre gleichgesinnten Dorfgenossinnen h\u00e4ngen an den alten Br\u00e4uchen, sie halten das Schlachten eines Kalbes zur w\u00fcrdigen Feier des Tages f\u00fcr unerl\u00e4\u00dflich. Das junge Paar und die Eltern Boris sind anderer Meinung, sie kennen die augenblicklichen Schwierigkeiten &#8211; nicht ohne Grund besteht eine Anordnung bez\u00fcglich Schlachtverbotes &#8211; und wissen ihr zuk\u00fcnftiges Gl\u00fcck nicht abh\u00e4ngig von dem, was die Hochzeitstafel aufzuweisen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Von seiten der alten Csuhai und Ersza, der Bauern Kispal und Kosorru wird nun ein Plan zur Schwarzschlachtung ausget\u00fcftelt. In diesen Plan will man auch den Br\u00e4utigam Istvan mit verstricken. Istvan jedoch durchkreuzt die Absicht, wird aber nun zwischen Pflichterf\u00fcllung und seiner Liebe zu Bori hin und her gerissen. Bori wiederum steht zwischen Istvan und ihren Verwandten, f\u00fcr die sie sich sogar entscheidet, da es Kispal mit Hilfe einer fingierten Anzeige gelungen ist, Istvan als Verr\u00e4ter hinzustellen. Kispal sieht zum zweiten Mal seine Zeit gekommen, er erfa\u00dft seinen Vorteil und wirbt erneut um Bori, wobei ihm jedes Mittel recht ist, sogar eine gef\u00e4lschte Schlachtgenehmigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck werden seine betr\u00fcgerischen Manipulationen aufgedeckt durch den Fotografen Tobias und seine Braut Rozika. Die alte Csuhai mu\u00df &#8211; so schwer es ihr auch f\u00e4llt &#8211; klein beigeben. Die Hochzeit zwischen Bori und Istvan findet statt, nat\u00fcrlich ohne geschlachtetes Kalb. Das hei\u00df umstrittene Tier hatte Marton Tajti, der Schwiegersohn der Csuhai und Boris Vater, f\u00fcr alle F\u00e4lle heimlich aus der Gefahrenzone gebracht. Diese vorbeugende Ma\u00dfnahme hat eine sehr komische K\u00e4lberverwechslung zur Folge, die sich zum Schlu\u00df aber ebenfalls in Wohlgefallen aufl\u00f6st.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>(aus: Programmheft der deutschsprachigen Erstauff\u00fchrung, Rostock)&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kritiken<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Mit &#8218;Boci, Boci, Tarca&#8216;, einer Operette, die bei uns unter dem Titel &#8218;Das buntgescheckte Kalb&#8216; l\u00e4uft, hat Rostock nun auch Ungarn in seine Spielplan-Palette aufgenommen. Das ist in zweierlei Hinsicht verdienstvoll: einmal, weil es sich um eine zeitgen\u00f6ssische Operette handelt; zum anderen, weil sie uns mit dem neuen ungarischen Dorf &#8211; wenn auch auf immerhin kuriose Weise &#8211; in Verbindung bringt. [&#8230;]&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, es tut sich allerhand. Mit etwas Klassenbewu\u00dftsein und etwas Liebe und etwas Wachsamkeit kommt alles an den rechten Platz, und die Sache mit dem K\u00e4lbchen, das zu guter Letzt in dreifacher Ausf\u00fchrung, davon einmal im Schlachttrog, pr\u00e4sentiert wird, endet auch zufriedenstellend f\u00fcr alle Teile. Istvan von der MTS kriegt seine Bori, die Witwe Csuhai die Masern und der sch\u00f6ne Joska Kispal Zuchthaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Libretto ist schwach und nach dem gebr\u00e4uchlichen Schema gebaut. Es enth\u00e4lt aber einen Konflikt: Aberglaube und \u00fcberlebtes Brauchtum im Dienst ehrloser Gesellen einerseits und gesundes Empfinden f\u00fcr die gro\u00dfen Aufgaben des Tages sowie Sinn f\u00fcr Tradition bei den anst\u00e4ndigen Menschen andererseits sind einander gegen\u00fcbergestellt. Ein reizvolles Thema f\u00fcr eine Operette, ein Thema, das Gelegenheit gibt, Leben und Treiben in einem ungarischen Dorf, die ganze farbige Bewegtheit eines Volksfestes einzufangen. [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr Melodien! Welche Lebensf\u00fclle! Welche Drastik, welcher Witz! Mit viel Geschick verarbeitete Vincze eine F\u00fclle von Motiven der Volksmusik. Man bedauert lebhaft den allzu fr\u00fchen Schlu\u00df der Zwischenspiele und Introduktionen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em>C.H.: &#8222;Das buntgescheckte Kalb&#8220;, Eine Operetten-Premiere in Rostock. In: Neues Deutschland, Nr. 87, 10. April 1956. &nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medien \/ Publikationen<\/h4>\n\n\n\n<p>Literatur<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wolfgang Jansen (Ed.): <em>Popular Music Theatre under Socialism, Operettas und Musicals in the Eastern European States 1945 to 1990<\/em>. Popul\u00e4re Kultur und Musik, Band 30, M\u00fcnster u.a.: Waxmann 2020.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Empfohlene Zitierweise<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Das buntgescheckte Kalb&#8220; (&#8222;Boci-boci tarka&#8220;). In: Musicallexikon. Popul\u00e4res Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum f\u00fcr Popul\u00e4re Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. https:\/\/uni-freiburg.de\/musicallexikon\/das-buntgescheckte-kalb\/<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte inhaltliche \u00c4nderung: 31. Mai 2021.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operette in drei Aufz\u00fcgen (6 Bildern) Musik von Ott\u00f3 VinczeLibretto von Matyas CsizmarekLiedtexte von Ern\u00f6 Innocent Vincze\u00dcbersetzung aus dem Ungarischen von Ita Szent-IvanyiNachdichtung der Verse von Annemarie Bostroem-Eisenlohr Inszenierung Deutschsprachige Erstauff\u00fchrung: 24. Februar 1956Volkstheater Rostock Besetzung:&nbsp;&nbsp; T\u00e4nze Premierenchronik HUN UA 3. Juli 1953 ? , Budapest DDR Dspr. EA 24. 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