Pierre Bourdieu vermittelte zahlreichen Forschern der Universität Freiburg kreative Anregungen, die sie weiter entwickeln konnten. Joseph Jurt, Romanist und Mitbegründer des Frankreich-Zentrums, führte die literaturwissenschaftlichen Konzepte seines Freundes Pierre Bourdieu in die deutsche Wissenschaftslandschaft ein.
Ein Vortrag von Wilhelm Gros.
Das menschliche Gehirn ist ein hochkomplexes neuronales Netzwerk, dessen Funktion nur ansatzweise verstanden ist. Um die Signalprozesse im Netzwerk zu analysieren, sind neue methodische Ansätze erforderlich. Die Überwindung technischer Herausforderungen, und die Realisierung sogenannter „unmöglicher“ Experimente, kann Antworten auf zentrale Fragen in den Neurowissenschaften geben.
In meinem Vortrag werde ich drei Beispiele aus meiner eigenen experimentellen Arbeit vorstellen, die sich mit der Analyse von Struktur und Funktion von Synapsen, Kommunikationsstellen zwischen Nervenzellen, beschäftigen. Solche „unmöglichen“ Experimente können auch auf humanes Gehirngewebe übertragen werden, so dass wir uns langfristig ein besseres Verständnis der besonderen Leistungen des menschlichen Gehirns erhoffen.
Verschiedenste Tierarten vollbringen erstaunliche Leistungen bei der Orientierung und Navigation im Raum. So bewegen sich Zugvögel über enorme Wegstrecken zu ihren Winterquartieren, Wüstenameisen kehren nach langen mäanderförmigen Erkundungsgängen auf direktem Weg zu ihrem Nest zurück. Wie sind diese Leistungen im Gehirn verankert? Wie kann beispielsweise die durchlaufene Wegstrecke gemessen werden? Gibt es vielleicht sogar eine Landkarte im Kopf?
In den letzten Jahren konnten zu diesen und verwandten Fragen bahnbrechende neue Ergebnisse erzielt werden, die vor zehn Jahren mit der Verleihung des Nobelpreises für Physiologie/Medizin an John O’Keefe sowie May-Britt und Edvard Moser gewürdigt wurden. Der Vortrag stellt zentrale Resultate dieser Arbeiten vor, beleuchtet die Bedeutung konsistenter theoretischer Konzepte und schließt mit einem Ausblick auf offene Fragen.
Die Region zwischen Köln und Bonn entwickelte sich im Hochmittelalter zu einem Töpfereizentrum, dessen Produkte weit über die Region hinaus verhandelt wurden. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts führten höhere Brenntemperaturen zur Herstellung von Steinzeug, das sich durch große Härte und Wasserundurchlässigkeit auszeichnet.
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung des rheinischen Steinzeugs nach, die mit den Töpfereien in Siegburg und Brühl im Rheintal sowie Langerwehe und Aachen im Westen des Rheinlandes begann. Während das Trink- und Schenkgeschirr im Mittelalter weitestgehend unverziert blieb, begannen Töpfer in Köln des 16. Jahrhunderts, modelgeformte Auflagen auf ihre Gefäße zu applizieren. Die Technik wurde in Siegburg, Frechen, Raeren sowie den Töpferorten des Westerwaldes aufgenommen und führte zu hochdekorierter Keramik, für die die archäologische Forschung den Begriff der „Kunsttöpferei“ geprägt hat. In einem Ausblick am Ende wird die weltweite Verbreitung von rheinischem Steinzeug
Das Kolloquium „Boden, Wasser, Luft“ wird von den Professuren für Biochemische Systemmodellierung, Bodenökologie, Hydrologie, Umwelthydrosysteme und Umweltmeteorologie gemeinschaftlich veranstaltet und bietet führenden Wissenschaftler*innen auf diesen Gebieten eine Plattform zum Austausch und Dialog.
Als Menschen müssen wir unser Verhalten kontinuierlich an wechselnde Bedingungen anpassen. Dabei ist es oft entscheidend, in ähnlichen Situationen erworbenes Wissen auf neue Kontexte zu übertragen. Das Gehirn bedient sich hierfür sogenannter Weltmodelle — innerer Repräsentationen unserer Umwelt —, die uns helfen, aus vergangenen Erfahrungen Regeln abzuleiten und diese auf neue Situationen anzuwenden. Mithilfe moderner neurowissenschaftlicher Methoden, von Verhaltensexperimenten bis zur funktionellen Bildgebung, lässt sich heute immer genauer erfassen, wie solche Modelle im Gehirn entstehen und flexibel genutzt werden.
Der Vortrag stellt aktuelle Forschung zu diesen Prozessen vor und zeigt, wie wir mit Hilfe dieser Ansätze die Mechanismen adaptiver Entscheidungssteuerung im menschlichen Gehirn untersuchen können.
Im Rahmen der für den Zeitraum März bis Juni 2025 geplanten Film- und Vortragsreihe mit dem Titel „Unsere vergessenen Befreier. (De-)Koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg“ wird das Frankreich-Zentrum insbesondere die beiden Filmabende mit dem algerischen Filmemacher Mehdi Lalloui begleiten und unterstützen.
Der Filmemacher wird an beiden Tagen (13./14. Mai 2025) vor Ort sein und gleich zwei seiner Filme in einem jeweils vorangestellten Podiumsgespräch vorstellen. Die Gespräche werden in französischer Sprache geführt und ins Deutsche übersetzt.
Thomas Mann (geboren 1875 in Lübeck, gestorben 1955 in Zürich) war ein deutscher Schriftsteller, Essayist und öffentlicher Intellektueller, einer der bedeutendsten Erzähler der klassischen Moderne, Literaturnobelpreisträger des Jahres 1929 und eine der international angesehensten und einflussreichsten Figuren in der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts. Seinen 150. Geburtstag am 6. Juni 2025 nehmen Studium generale und Deutsches Seminar zum Anlass einer kritischen Würdigung in Form einer öffentlichen Ringvorlesung.
Am 2. sowie 3. Juli 2024 finden Wahlen des Personalrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung JAV und des Hauptpersonalrats HPR statt.