Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Schildes

Arthur Schnitzler und der S. Fischer Verlag

Erschließung des Briefwechsels

Erstaunlicherweise ist von dem ausgiebigen Briefwechsel zwischen Arthur Schnitzler und seinem Hauptverleger S. Fischer Verlag in Berlin (ein Korpus von über 1700 Briefen) bislang lediglich ein Bruchteil wissenschaftlich ausgewertet, nur eine kleine Auswahl ediert worden. Dabei dokumentiert das Briefkorpus nicht nur die Phasen einer persönlichen Autor-Verleger-Beziehung. Ebenso zeigt sich darin Schnitzlers kreatives und wirtschaftliches Selbstverständnis als Autor sowie Fischers Strategien im literarischen und theatralen Feld seiner Zeit aus Perspektive der nationalen und internationalen Verlags, Buch-, Rechts-, und Theatergeschichte. Die Briefe bieten informationsreiche Einblicke in die literarischen Netzwerke dieser beiden Persönlichkeiten sowie in die historischen Veränderungen der internationalen Autorenbündnisse sowie Urheberrechts-, Lizenz- und Zensurregelungen.

Das Projekt, das sich noch in Bearbeitung befindet, zielt in Kooperation mit der UB Freiburg darauf, die im ASAF als Mikrofilmaufnahmen verwahrten Briefe zwischen Schnitzler und seinem Hausverlag formal und inhaltlich zu erschließen und über eine Datenbank mit Verlinkungen zu den entsprechenden Digitalisaten mit OCR-Transkriptionen zugänglich zu machen. Dadurch soll die kontextgestützte Lesbarkeit einer höchst aufschlussreichen Quelle der literarischen Moderne erreicht werden.

Das Projekt wurde im Verlauf der letzten Jahre durch die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Praktikant:innen umgesetzt.
Wir danken in diesem Sinne Daniel Dahlem, Nora Schlösser, Georgia Acker, Verena Schieber, Christina Bolkart, Charlotte Prestel, Milosh Lieth, David Jäger, Henrieke Lund, Anna Lee Engel und Jakob Maier.