„Seed Money“: Drei grenzüberschreitende Projekte aus Freiburg bekommen Förderung durch Eucor
Freiburg, 02.02.2026
Der trinationale Universitätsverbund Eucor – The European Campus unterstützt wieder grenzüberschreitende Projekte mit der Anschubfinanzierung „Seed Money“. Insgesamt wurden acht Projekte bewilligt, davon drei unter Freiburger Leitung.

Im Dezember 2025 wählte die Versammlung des Universitätsverbunds Eucor basierend auf den Empfehlungen von Expert*innen aus den fünf Mitgliedsuniversitäten die Projekte für die nächste Seed Money-Förderung aus. Bereits im neunten Jahr in Folge unterstützt Eucor – The European Campus gemeinsame Projekte innerhalb des Verbunds in den Bereichen „Lehre“ und „Forschung, Innovation und Transfer“ finanziell.
Jährlich fließen 300.000 Euro aus den beteiligten Universitäten in einen gemeinsamen Fördertopf. Die Mitgliedsuniversitäten unterstützen damit den Austausch und das Vernetzen von Forschenden und Lehrenden. In der aktuellen Förderphase wurden insgesamt acht Projekte bewilligt, davon drei unter Freiburger Leitung.
TriMent Eucor: A multimodal teaching program for medical students on dealing with study-related stress and maintaining mental health in the Upper Rhine region university network
In dem Projekt TriMent Eucor wird von Dr. Andrea Kuhnert und ihren Kolleg*innen aus Basel und Straßburg ein gemeinsames Programm für Medizinstudierende in Freiburg, Basel und Straßburg aufgebaut. Dabei wird das evaluierte Projekt PsyMent aus Freiburg auf die kooperierenden Kliniken übertragen und adaptiert. Es unterstützt Studierende dabei, Stress besser zu bewältigen und ihre psychische Gesundheit zu stärken. Dazu gibt es Workshops, Achtsamkeits-Coachings und Online-Angebote.
Ziel ist, dass Studierende bessere Strategien zur Stressbewältigung entwickeln und ein dauerhaftes trinationales Netzwerk zur Gesundheitsförderung entsteht. So trägt TriMent Eucor dazu bei, zukünftige Ärzt*innen resilienter zu machen und die Gesundheitsversorgung in der Oberrheinregion langfristig zu stärken.
Deadtrees.earth – From drones to AI: cross-border teaching on digital forest monitoring
Deadtrees.earth ist ein digitale Web-Plattform zum Monitoring von Wäldern auf globaler Skala. Durch Klimawandel sterben immer mehr Bäume – Dürre, Hitze und Borkenkäfer bedrohen Biodiversität und Kohlenstoffspeicher.
Die Plattform nutzt Drohnen, Photogrammetrie und Künstliche Intelligenz (KI), um Baumsterben schnell und genau zu erkennen. Nutzer*innen können Drohnenbilder hochladen, KI-Auswertungen durchführen, Ergebnisse visualisieren und die Ergebnisse direkt korrigieren. In dem grenzüberschreitenden Lehrprojekt zwischen den Universitäten Freiburg und Basel unter Leitung von Prof. Dr. Teja Kattenborn lernen Studierende, Forschende und Praktiker*innen moderne Methoden des digitalen Wald-Monitorings kennen.
Nanotechnologie für Abwasserreinigung und Biomasseverwertung
Umweltverschmutzung und der hohe Verbrauch fossiler Rohstoffe erfordern neue, nachhaltige Lösungen. In diesem Projekt werden umweltverträgliche Nanopartikel entwickelt, die als Träger für Enzyme dienen. Dadurch soll untersucht werden, inwiefern solche Systeme zur Reinigung von Abwasser sowie zur ersten Umwandlung nicht essbarer Biomasse geeignet sind.
Diese enzymatische Vorbehandlung bildet den Ausgangspunkt für mögliche Upcycling-Prozesse durch nachgeschaltete biologische Systeme. Ziel ist es, sichere, kostengünstige und umweltfreundliche Ansätze für künftige industrielle Anwendungen zu erschließen. In dem Projekt arbeiten Wissenschaftler*innen arbeiten unter Leitung von Prof. Dr. Barbara Di Ventura aus den Universitäten Freiburg und Basel sowie des Karlsruher Instituts für Technologie zusammen.