Persönliche Daten
Beruflicher Werdegang
- 1976 geboren in Neunkirchen/Saar
- 1999–2004: Studium der Philosophie (HF), Soziologie, Geschichte und Psychologie an den Universitäten Freiburg und Wien
- 2000–2007: Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Soziologie der Universität Freiburg
- 2003-2013: Redaktionsmitglied des Online-Wissenschaftsmagazins sciencegarden
- 2004: Magister Artium (M.A.) mit Auszeichnung
- 2005-2008: Chefredakteur von sciencegarden.de
- 2010: Dr. phil. (summa cum laude) am Philosophischen Seminar der Universität Freiburg. Doktorarbeit: Die Welt als Vernichtungslager. Eine kritische Theorie der Moderne im Anschluss an Günther Anders, Hannah Arendt und Hans Jonas
- 2010–2011: Forschungsreferent am Research Service Center der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr
- 11/2011–09/2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Freiburg
- 2015–2028: Mitglied der Fachredaktion von Soziopolis
- 10/2016–09/2017: Vertretung der Professur für Kultursoziologie (W3) von Prof. Dr. Ulrich Bröckling am Institut für Soziologie der Universität Freiburg
- 10/2019–12/2020: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Teilprojekt D12) im SFB 948 Helden – Heroisierungen – Heroismen
- 2020–2022, 2024: Lehrbeauftragter an der Universität Basel
- 02/2021–2023: Leiter der Weiterbildung Digitalethik (und i.V. der Wirtschaftsethik) bei der Thales-Akademie Freiburg
- seit 08/2023: Leiter der Günther-Anders-Forschungsstelle an der Universität Freiburg
Stipendien, Fellowships, Preise und Auszeichnungen
- 2003: Deutscher Studienpreis, 3. Preis
- 2003: Preis des Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
- 2004/05: Stipendium der Privaten Stiftung Ewald Marquardt für Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur
- 2005-2009: Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie der Burkhardt-Stiftung
- 2005: HEUREKA-Journalistenpreis
- 2007: Deutscher Studienpreis, 1. Preis
- 2011: Max Müller-Förderpreis der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (für die Dissertation) sowie Druckkostenzuschüsse der C. H. Beck Stiftung und der Privaten Stiftung Ewald Marquardt für Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur
- 2014: Postdoc-Fellowship am Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German-Jewish Literature and Cultural History, Hebrew University, Jerusalem (nicht angetreten)
Mitgliedschaften und Gutachtertätigkeiten
Mitgliedschaften
- Gründungsmitglied und stellvertretender Obmann (2012 bis 2023) bzw. Obmann (seit Oktober 2023) der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft
- Vorsitzender der Jury des Günther Anders-Preises für kritisches Denken (2019 bis 2026)
- Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Philosophie
- Mitglied des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies, Universität Freiburg
- Mitglied der Sektion Kultursoziologie der DGS
- Gründungsmitglied des Arbeitskreises Günther Anders und die Medienwissenschaften (gem. mit PD Dr. Bernd Bösel und Dr. Christopher J. Müller)
- Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Reihe Andersiana bei Mimesis Edizione
- Mitglied des Beirats der Thales-Akademie Freiburg (seit 2024)
- Mitglied in Auswahlkommissionen der Studienstiftung des deutschen Volkes
Gutachtertätigkeiten
- Behemoth
- Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien
- HannahArendt.net
- Leviathan
- Naharaim
- Philosophy & Technology
- Routledge
- Techné
- Thesis 11
- Zeitschrift für Kulturphilosophie
- Zeitschrift für praktische Philosophie.
Habilitationsprojekt (abgeschlossen)
Urteilskraft. Genealogie eines Schlüsselbegriffs der Moderne
Die Urteilskraft gehört nicht nur zum begrifflichen Kernbestand der neuzeitlich-modernen Subjektphilosophie, sie ist ein Schlüsselbegriff der Moderne. Gerade heute scheint sie in unterschiedlichen semantischen Gewändern wieder mehr denn je en vogue, als grundlegende philosophische Kategorie, als Bestandteil ethischer Entwürfe, als politisch-kritisches Vermögen und pädagogisches Konzept, als Anrufung und Zumutung. Zugespitzt lässt sich sagen: Während in der Aufklärung alle Individuen (= der allgemeine Mensch) qua Vernunft prinzipiell urteilskräftig sind, aber nicht alles eine Frage der Entscheidung ist, gerät heute alles – vom schnöden Einkauf bis zur Partnerwahl – unter Entscheidungsdruck, während Status und Reichweite der Urteilskraft zunehmend problematisch werden.
Brisant und aktuell ist die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit von Urteilskraft (ihren Ermöglichungs- wie ihren Verwirklichungsbedingungen) vor dem Hintergrund der Shoah. Was bedeutet es für die Urteilskraft, für die Idee des autonomen Vernunftwesens Mensch überhaupt, wenn wir nicht länger davon ausgehen können, dass Adolf Eichmann und die »Vordenker der Vernichtung« (G. Aly/S. Heim) lediglich subalterne, zu eigener Urteilsbildung unfähige Befehlsempfänger bzw. – so ein gängiger Tätertopos – urteilskraftlose ›Maschinenteile‹ waren?
Das Habilitationsprojekt will den Metamorphosen der Urteilskraft am Beispiel einschlägiger philosophischer, soziologischer und sozialpsychologischer Texte im Hinblick auf die ihnen korrespondierenden gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen nachgehen und dabei u.a. folgende Forschungsleitfragen bearbeiten:
- Welche Urteilskraftnarrative bilden sich im Rahmen unterschiedlicher geistesgeschichtlicher und sozialgeschichtlicher Entwicklungsphasen bzw. historischer Plateaus der Moderne aus (anders gewendet: was sind die Konstruktionsbedingungen der Urteilskraft),
- welche Funktion haben sie (für welches gesellschaftliche Problem sind sie eine Lösung; woher kommt der Bedarf nach Urteilskraft)
- und welche Subjektpositionen/Subjektivierungstypen gehen damit einher?
Das heißt konkret:
- Wie ändert sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung/der Form der Vergesellschaftung auch der Begriff/das Konzept der Urteilskraft (und ihrer Gegenbegriffe)?
- Welche Akteure thematisieren Urteilskraft (und ihre Gegenbegriffe) auf welche Weise?
- Wem wird Urteilskraft zu- oder abgesprochen? Welches Geschlecht hat die Urteilskraft?
Veröffentlichungen zum Thema:
- Dries, Christian (2025): Friedrich Engels und das Gespenst der Masse. Ein Kapitel aus der Hauntologie der Urteilskraft, in: Mittelweg 36 (Doppelheft »Zur Pluralisierung der Aufklärung«), 34(5–6), 2025, S.
- Dries, Christian (2022): Die Erfindung der Urteilskraft. Eine genealogische Skizze, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s11614-022-00483-2.
- Dries, Christian (2020): »I have much better judgment than she does« oder Warum es die Urteilskraft nicht gibt. Zur Genealogie eines Schlüsselbegriffs der Moderne, in: Aufklärung und Kritik, 27(4), S. 59–72.
- Dries, Christian (2018): Urteilskraftmaschinen. Über Tätersubjektivierung im ›Dritten Reich‹, in: Norbert Otto Eke/Patrick Hohlweck (Hg.), Zersetzung. Automatismen und Strukturauflösung, München: Fink, S. 101–121.
- Dries, Christian (2016): »Was nationalsozialistisch ist oder nicht, wird im Einzelfall entschieden.« Hans Frank und die nationalsozialistische Urteilskraft, in: Werner Konitzer/David Palme (Hg.), ›Arbeit‹, ›Volk‹, ›Gemeinschaft‹. Ethik und Ethiken im Nationalsozialismus. (Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust), Frankfurt/M.: Campus, S. 171–190.
Publikationen
Monographien
- Dries, Christian (2023): ad Günther Anders. Exerzitien für die Endzeit, Hamburg: Europäische Verlagsanstalt.
- Dries, Christian (2012): Die Welt als Vernichtungslager. Eine kritische Theorie der Moderne im Anschluss an Günther Anders, Hannah Arendt und Hans Jonas, Bielefeld: transcript. Als PDF im Open Access.
Rezensionen: pw-portal.de, 3 (2013); Nature Sciences Sociétés, 22 (2014). - Dries, Christian (2009): Günther Anders, München: Fink (UTB Profile).
Rezensionen: FAZ; ekz-informationsdienst. - Degele, Nina/Christian Dries (2005): Modernisierungstheorie. Eine Einführung, München: Fink (UTB).
Rezension: Freiburger FrauenStudien.
Herausgaben
- Anders, Günther (2025): The Obsolescence of the Human. On the Soul in the Age of the Second Industrial Revolution. Translated by Christopher J. Müller. Edited by Christopher J. Müller and Christian Dries, Minneapolis: Minnesota University Press (i.E.).
- Beck, Wolfgang/Christian Dries (Hg.) 2025: Optimismus ist keine Pflicht. Günther Anders-Preis für kritisches Denken 2024 an Guillaume Paoli, München: Beck [kostenlos beim Verlag erhältlich].
- Schwerpunkt zu Günther Anders in der Deutschen Zeitschrift für Philosophie, 72(4), 2024.
- Beck, Wolfgang/Christian Dries (Hg.) 2023: Kapitalismus und Ressentiment. Günther Anders-Preis für kritisches Denken 2022 an Joseph Vogl, München: Beck [kostenlos beim Verlag erhältlich].
- Beck, Wolfgang/Christian Dries (Hg.) 2021: Réparer le monde, c’est préparer l’avenir. Der Günther Anders-Preis für kritisches Denken 2020 an Corine Pelluchon, München: Beck [kostenlos beim Verlag erhältlich].
- Unterwegs zu einem postpoietischen Paradigma in der Sozialtheorie. Themenheft der Sociologia Internationalis, 57(1–2), 2019 [erschienen 2022] (zusammen mit Takemitsu Morikawa).
- Anders, Günther: Die Weltfremdheit des Menschen. Schriften zur philosophischen Anthropologie. Herausgegeben von Christian Dries unter Mitarbeit von Henrike Gätjens, München: Beck.
Rezensionen u.a.: Der Tagesspiegel; Jahrbuch Interdisziplinäre Anthropologie 9/2021; NZZ; SRF Literaturclub; SWR2 ; Soziopolis; Thesis Eleven; Tinglers Konsumkultur; Zeitschrift für Kulturphilosophie 2/2020. - Günther Anders aktuell. Themenausgabe des Behemoth. A Journal on Civilization, 11(1), 2018.
- Bröckling, Ulrich/Christian Dries/Matthias Leanza/Tobias Schlechtriemen (Hg.) 2015: Das Andere der Ordnung. Theorien des Exzeptionellen, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.
Rezensionen: Soziopolis; socialnet. - Das Andere der Ordnung. Themenausgabe des Behemoth. A Journal on Civilization, 7(1), 2014 (zusammen mit Ulrich Bröckling, Matthias Leanza und Tobias Schlechtriemen).
- Einführungsreihe Basiswissen Soziologie, München: Fink (UTB) (zusammen mit Nina Degele und Dominique Schirmer).
– Bd. 1 (2008): Gender/Queer Studies (Nina Degele);
– Bd. 2 (2009): Empirische Methoden der Sozialforschung. Grundlagen und Techniken (Dominique Schirmer);
– Bd. 3 (2009): Soziologische Theorien (Lars Gertenbach, Heike Kahlert, Stefan Kaufmann, Hartmut Rosa).
Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden, Essays
- Dries, Christian (2026): Günther Anders, in: Joachim Fischer (Hg.), Plessner-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Stuttgart: Metzler (i.E.).
- Dries, Christian (2025): Friedrich Engels und das Gespenst der Masse. Ein Kapitel aus der Hauntologie der Urteilskraft, in: Mittelweg 36, 34(5–6), 2025, S. 34–54.
- Dries, Christian (2024): Günther Anders’ philosophischer Okkasionalismus: Methoden, Voraussetzungen, Ziele, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 72(4), S. 543–563.
- Dries, Christian (2024): Einleitung: Mit Günther Anders im Anthropozän, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 72(4), S. 539–542.
- Dries, Christian (2024): »…in Hoffnung, dass wir hoffen dürfen«? Günther Anders und die Heuristik der Hoffnungslosigkeit, in: Konrad Paul Liessmann (Hg.), Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung, Wien: Zsolnay, S. 83–116.
- Dries, Christian/Sara Walker (2023): Endzeitstimmungsbild. Günther Anders’ Thesen (nicht nur) zur nuklearen Apokalypse, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, 20(3), S. 488–496.
- Dries, Christian (2022): Die Erfindung der Urteilskraft. Eine genealogische Skizze, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 46, S. 255–280.
- Dries, Christian (2021): Von Menschen, Flundern und letzten Dingen. Günther Anders’ negative Menschenkunde der Moderne, in: Hannes Bajohr/Sebastian Edinger (Hg), Negative Anthropologie. Ideengeschichte und Systematik einer unausgeschöpften Denkfigur, Berlin: de Gruyter, S. 147–172.
- Dries, Christian (2021): Das Ich als Unternehmen: Selbstökonomisierung, in: Thomas Hauser/Philippe Merz (Hg.), Vom Bürger zum Konsumenten. Wie die Ökonomisierung unser Leben verändert, Stuttgart: Kohlhammer, S. 128–140.
- Dries, Christian (2020): Après ›l’homme‹. L’anthropologie postfondamentaliste de l’étrangeté du monde selon G. Anders, in: Ninon Grangé/Pierre-François Moreau/Frédéric Ramel (Hg.), Günther Anders et la fin des mondes, Paris: Classiques Garnier, S. 131–158.
- Dries, Christian (2020): »I have much better judgment than she does« oder Warum es die Urteilskraft nicht gibt. Zur Genealogie eines Schlüsselbegriffs der Moderne, in: Aufklärung und Kritik, 27(4), S. 59–72.
- Dries, Christian/Marie-Helen Hägele (2020): Die Stellung des Menschen im Anthropozän. Ein Brückenschlag zwischen Posthumanismus und Philosophischer Anthropologie, in: Hannes Bajohr (Hg.), Der Anthropos im Anthropozän. Die Wiederkehr des Menschen im Moment seiner vermeintlich endgültigen Verabschiedung, Berlin: de Gruyter, S. 189.
- Dries, Christian (2019): Neu anfangen. Hannah Arendts Beitrag zu einer Sozialtheorie des Verzeihens, in: Sociologia Internationalis, 57(1-2) (Themenheft hg. v. Christian Dries und Takemitsu Morikawa), S. 89–114.
- Dries, Christian/Takemitsu Morikawa (2019): Editorial: Unterwegs zu einem postpoietischen Paradigma in der Sozialtheorie, in: Sociologia Internationalis, 57(1-2) (Themenheft hg. v. Christian Dries und Takemitsu Morikawa), S. 1–10.
- Dries, Christian (2019): Günther Anders und die 68er-Bewegung. Synoptisches Mosaik (Langfassung), in: Günther Anders-Journal, hg. v. der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft.
- Dries, Christian (2019): Günther Anders und die 68er-Bewegung. Synoptisches Mosaik, in: Jens Bonnemann/Paul Helfritzsch/Thomas Zingelmann (Hg.), 1968. Soziale Bewegungen, geistige WegbereiterInnen, Springe: zu Klampen, S. 83–101.
- Dries, Christian (2018): Urteilskraftmaschinen. Über Tätersubjektivierung im ›Dritten Reich‹. In: Norbert Otto Eke/Patrick Hohlweck (Hg.), Zersetzung. Automatismen und Strukturauflösung, München: Fink, S. 101–121.
- Dries, Christian (2018): Von der Weltfremdheit zur Antiquiertheit des Menschen. Günther Anders’ negative Anthropologie, in: Günther Anders, Die Weltfremdheit des Menschen. Schriften zur philosophischen Anthropologie, hg. v. Christian Dries unter Mitarbeit von Henrike Gätjens, München: Beck, S. 437–535.
- Dries, Christian (2018): Editorial: Günther Anders aktuell, in: Behemoth. A Journal on Civilization, 11(1).
- Bröckling, Ulrich/Christian Dries/Matthias Leanza/Tobias Schlechtriemen (2018): Out of order – Soziologie jenseits des Ordnungsbias. Skizze eines Forschungsprogramms, in: Michael Schetsche/Ina Schmied-Knittel (Hg.), Heterodoxie. Konzepte, Traditionen, Figuren der Abweichung, Köln: Herbert von Halem Verlag, S. 255–270.
- Dries, Christian (2017): Im Pilgerschritt auf guten Wegen? Erwägungen zum Stand der Anders-Forschung, in: Günther Anders-Journal, Jg. 1. Sonderausgabe zur Tagung Schreiben für übermorgen. Forschungen zu Werk und Nachlass von Günther Anders, hg. v. Reinhard Ellensohn und Kerstin Putz in Verbindung mit der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft.
- Dries, Christian (2017): Zwischen Natalität und ›Muselmann‹ – Hannah Arendt und das Andere der Ordnung, in: Zeitschrift für politische Theorie, 8(1), S. 23–44.
- Dries, Christian (2017): La vérité peut être livrée sur le plateau de la vérité ou sur celui de la non-vérité. La critique de la langue comme pratique révolutionnaire (traduit de l’allemand par Christophe David), in: Europe. Revue littéraire mensuelle, Juin-Julliet-Août, S. 239–253.
- Dries, Christian (2016): »Was nationalsozialistisch ist oder nicht, wird im Einzelfall entschieden.« Hans Frank und die nationalsozialistische Urteilskraft, in: Werner Konitzer/David Palme (Hg.): »Arbeit«, »Volk«, »Gemeinschaft«. Ethik und Ethiken im Nationalsozialismus (Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust), Frankfurt a. M./New York: Campus, S. 171–190.
- Dries, Christian (2016): Wachstum der Angst. Eine Innenansicht aus dem wissenschaftlichen Hamsterrad, in: Aufgang. Jahrbuch für Denken, Dichten, Musik, Bd. 13, S. 199–204.
- Dries, Christian (2015): Der unheimliche König ist gestürzt – es lebe der König? Zum Fall Heidegger und seinen Folgen, in: Aufklärung und Kritik, 22(4), S. 164–176.
- Dries, Christian (2015): Bartleby wird mobilisiert, in: Haus Bartleby (Hg.), Sag alles ab! Plädoyers für den permanenten Generalstreik, Hamburg: Edition Nautilus (Nautilus Flugschrift), S. 56–59.
Rezension: Süddeutsche Zeitung Online. - Bröckling, Ulrich/Christian Dries/Matthias Leanza/Tobias Schlechtriemen (2015): Das Andere der Ordnung denken. Eine Perspektivverschiebung, in: Dies. (Hg.), Das Andere der Ordnung. Theorien des Exzeptionellen, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft, S. 9–52.
- Bröckling, Ulrich/Christian Dries/Matthias Leanza/Tobias Schlechtriemen (2015): Vorwort, in: Dies. (Hg.), Das Andere der Ordnung. Theorien des Exzeptionellen, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft, S. 7–8.
- Bröckling, Ulrich/Christian Dries/Matthias Leanza/Tobias Schlechriemen (2014): Editorial, in: Behemoth. A Journal on Civilization, 7(1), S. 4–10.
- Dries, Christian (2014): »Nukleare Zeitbomben mit unfestgelegtem Explosionstermin«. Günther Anders und der Kalte (Atom-)Krieg, in: Patrick Bernhard/Holger Nehring (Hg.), Den Kalten Krieg denken. Beiträge zur sozialen Ideengeschichte seit 1945 (Frieden und Krieg. Beiträge zur historischen Friedensforschung, Band 19), Essen: Klartext-Verlag, S. 63–87.
Rezensionen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 127, 3. Juni 2014, S. 6; H Soz u Kult. - Dries, Christian (2013): Technischer Totalitarismus: Macht, Herrschaft und Gewalt bei Günther Anders, in: Etica & Politica/Ethics & Politics XV, S. 175–198.
- Dries, Christian (2013): »Diese akademische Diktion trägt nicht«. Theorie als kritische (Sprach-)Praxis bei Günther Anders, in: Aufklärung und Kritik, 20(2), S. 138–154.
- Dries, Christian (2012): Griechenland als Dystopie und Avantgarde, in: Scheidewege. Jahresschrift für skeptisches Denken, Jg. 42, S. 75–99.
- Dries, Christian (2011): Günther Anders und Hannah Arendt – eine Beziehungsskizze, in: Günther Anders: Die Kirschenschlacht. Dialoge mit Hannah Arendt und ein akademisches Nachwort. Mit einem Essay von Christian Dries, hg. v. von Gerhard Oberschlick, München: Beck, S. 71–116.
Rezensionen u.a.: Buchkultur (Heft 142/2012); Der Tagesspiegel; DIE ZEIT; FAZ; NZZ; NZZOnline; Philosophischer Literaturanzeiger (Heft 3/2012); Philosophie Magazin; TITEL-Kulturmagazin; WDR3; Wespennest; WOZ.
Italienisch: Günther Anders e Hannah Arendt: schizzo di una relazione, in: Günther Anders: La battaglia delle ciliegie. La mia storia d’amore con Hannah Arendt. A cura di Gerhard Oberschlick. Introduzione di Christian Dries. Traduzione di Sandra Bertolini, Roma: Donzelli 2012, S. VII–LXXV.
Rezensionen: Il Giornale; Il Manifesto; Il Sole 24 ore; Tuttolibri de La Stampa; SETTE – Corriere della sera; Venerdì di Repubblica (via Donzelli Editore).
Spanisch: Günther Anders y Hannah Arendt: esbozo de una relación, in: Günther Anders: La batalla de las cerezas. Mi historia de amor con Hannah Arendt. Con un essayo de Christian Dries, Günther Anders y Hannah Arendt: esbozo de una relación. Edidato por Gerhard Oberschlick. Traducción de Alicia Valero Martín, Barcelona/Buenos Aires: Paidós 2013, S. 79–127.
Rezensionen: elcultural; eldiadecordoba; El País (Blogs).
Französisch: Günther Anders et Hannah Arendt. Esquisse d’une relation, in: Günther Anders: La bataille des cerises. Dialogues avec Hannah Arendt. Suivi d’un essai de Christian Dries. Traduit de l’allemand par Philippe Ivernel, Paris: Rivages 2013, S. 97–165. - Dries, Christian (2011): Das Zeitalter der positiven Anthropologie. Überlegungen zur Dialektik des Fortschritts, in: Scheidewege. Jahresschrift für skeptisches Denken, Jg. 41, S. 86–94.
- Dries, Christian (2010): Nach Auschwitz. Ein philosophischer Reisereport, in: Scheidewege. Jahresschrift für skeptisches Denken, Jg. 40, S. 281–306.
- Degele, Nina/Christian Dries (2010): Fin de partie: Abschied vom Projekt Modernisierung, in: Universitas, 65(8), Nr. 770, S. 774–787.
- Dries, Christian (2010): Missing Link: Günther Anders und Hannah Arendt als Symphilosophierende, in: Information Philosophie, Heft 3, S. 94–97.
- Dries, Christian (2009): Das Relevante ist unsichtbar. Überlegungen zur Wissenschaftskultur der Spätmoderne, in: Universitas, 64(2), Nr. 752, S. 128–141.
- Dries, Christian (2008): Vorfahrt für Tätigkeit. Reflexionen zu einer philosophisch inspirierten Reform der Arbeitsgesellschaft, in: Information Philosophie, Heft 5, S. 102–107.
- Dries, Christian (2008): Die Shoppingmall als Denkfigur der Spätmoderne. Ein gelegenheitsphilosophischer Stadtbummel, in: Scheidewege. Jahresschrift für skeptisches Denken, Jg. 38, S. 371–384.
- Dries, Christian (2008): Arbeit revisited. Das 2×2-Komponenten-Modell für die Tätigkeitsgesellschaft des 21. Jahrhunderts, in: Deutscher Studienpreis (Hg.), Mittelpunkt Mensch. Leitbilder, Modelle und Ideen für die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben, Wiesbaden: VS-Verlag, S. 161–185.
- Dries, Christian (2007): Wissen 2.0. Wie das Internet die Wissenschaft verändert, in: Scheidewege. Jahresschrift für skeptisches Denken, Jg. 37, S. 346–361.
- Dries, Christian (2007): Arbeit im Umbruch. Das 2×2-Komponenten-Modell für die Tätigkeitsgesellschaft des 21. Jahrhunderts, in: Berliner Debatte Initial, 18(2), S. 38–52.
- Dries, Christian (2006): Zwischen Baum und Borke: Wenn Jungforscher Journalisten werden, in: Julian Nida-Rümelin (Hg.), Wunschmaschine Wissenschaft. Von der Lust und dem Nutzen des Forschens, Hamburg: edition Körber-Stiftung, S. 134–143.
- Dries, Christian (2002): Die beschleunigte Angst. Skizze eines Forschungsprogramms, FreiDok plus.
- Degele, Nina/Christian Dries/Anne Stauffer (2002): Rückschritt nach vorn – Soziologische Überlegungen zu ›Homo-Ehe‹, Staat und queerer Liebe, in: Ulrike Klöppel u.a. (Hg.), (K)ein Geschlecht oder viele? Transgender in politischer Perspektive, Berlin: Quer-Verlag. S. 137–152.
Rezensionen (Auswahl)
- Dries, Christian (2023): Rezension zu Ingo Reuter, Weltuntergänge. Vom Sinn der Endzeit-Erzählungen, in: Soziopolis, 27. September (im Rahmen des Dossiers Apokalyptik der Gegenwart).
- Dries, Christian (2023): Rezension zu Michaël Fœssel, Nach dem Ende der Welt. Kritik der apokalyptischen Vernunft, in: Soziopolis, 13. September (im Rahmen des Dossiers Apokalyptik der Gegenwart).
- Dries, Christian (2023): Primadonnendämmerung. Rezension zu Hans Blumenberg/Hans Jonas, Briefwechsel 1954–1978 und weitere Materialien (hg. v. Hannes Bajohr), in: Soziopolis, 10. Mai.
- Dries, Christian (2022): Zwischen allen Stühlen zuhause. Rezension zu Günther Anders, Gut, dass wir einmal die hot potatoesausgraben, in: Soziopolis, 3. November.
- Dries, Christian (2021): Im Zweifel für den Angeklagten. Rezension zu Thomas Fuchs, Verteidigung des Menschen. Grundfragen einer verkörperten Anthropologie, in: Soziopolis, 1. Juni.
- Dries, Christian (2020): Hans Jonas revisited. Literaturessay zu Robert Theis, Hans Jonas. Etappen seines Denkwegs und Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation (Neuausgabe), iIn: Soziopolis, 17. August.
- Dries, Christian (2014): Rezension zu Michaela Christ/Maja Suderland (Hg.), Soziologie und Nationalsozialismus. Positionen, Debatten, Perspektiven, in: H-Soz-Kult, 1. Dezember; URL: http://www.hsozkult.de/hfn/publicationreview/id/rezbuecher-23197. Leicht überarbeitete und ergänzte Fassung in: Soziopolis, 9. September.
- Dries, Christian (2012): Du sollst schreiben! Rezension zu D. Hübner, Zehn Gebote für das philosophische Schreiben, in: sciencegarden Blog, 27. April.
- Dries, Christian (2012): Rezension zu Mittelweg 36, Heft 4/2011, Schwerpunkt »Die Welt der Lager», in: Sozial.Geschichte Online, Nr. 7, S. 150–154.
- Dries, Christian (2011): Intellektuelles Wurzelgeflecht in Handbuchform. Rezension zu Th. Bedorf/K. Röttgers (Hg.), Die französische Philosophie im 20. Jahrhundert, in: sciencegarden Blog, 12. November.
- Dries, Christian (2010): Auf den Strohhund gekommen. Rezension zu J. Grey, Von Menschen und anderen Tieren, in: sciencegarden, 13. Mai.
- Dries, Christian (2009): Philosophisch fade Gulaschkanone. Rezension zu R. D. Precht, Wer bin ich und wenn ja, wie viele, in: sciencegarden, 12. März.
- Dries, Christian (2008): Feyerabend-Lektüre. Rezension zu P. Feyerabend, Zeitverschwendung, in: sciencegarden, 1. Oktober.
Varia (Auswahl)
- Dries, Christian/AlexanderKnopf (2023): Von der Plastizität der Gefühle. Ein Tagungsbericht, in: Günther Anders-Journal, hg. v. der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft.
- Dries, Christian (2020-2022) »Corona-Splitter« im Blog Münsterblick der Katholischen Akademie Freiburg: (1) Pandemische Blindheit, (2) Fundamentalvirologie,(3) Naturzustand, (4) Virale Aufklärung, (5) Freiheitsschwindel, (6) Wissenschaftsfreiheit.
- Dries, Christian (2016): Quentin Tarantino, Heinrich Popitz und die »Wirkung von Gewaltdarstellungen in Fernsehprogrammen«. Zur Aktualität eines Aufsatzes von 1972, in: Soziopolis, 11. Februar.
- Dries, Christian (2014): Vita Günther Anders (English version, translated by Christopher J. Müller, 2017).
- Dries, Christian (2012): In memoriam Werner Deutsch (1947–2010), in: Werner Deutsch, Freudenstädter Vorträge, Heidelberg: Mattes, S. 7–11.
- Dries, Christian (2007): Alten-Uni? Ja, aber…! In: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Hg.), Das Humboldt-Labor. Experimentieren mit den Grenzen der klassischen Universität, Freiburg i. Br., S. 71.
Presseartikel (Auswahl)
- Dries, Christian (2025): Radikale Hoffnungslosigkeit. Ein polemisches Plädoyer, in: agora42. Das philosophische Wirtschaftsmagazin, Nr. 3, S. 14–18.
- Dries, Christian (2022): Sind künstliche Tiere besser als das Original?, in: DIE ZEIT, Nr. 37, 8. September, S. 51.
- Dries, Christian (2022): Günther Anders und die Atombombe., in: Philosophie Magazin, Nr. 6, November/Dezember, S. 68–73.
- Dries, Christian (2020): Aus der Traum, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 176, 1./2. August, S. 5 (online unter Schluss mit dem Digitalgejammer!).
- Dries, Christian (2020): Coronarer Konsumverzicht, in: agora42. Das philosophische Wirtschaftsmagazin, Nr. 3, S. 76.
- Dries, Christian (2016): Beantwortung der Frage: Ist das Subjekt am Ende?, in: agora42. Das philosophische Wirtschaftsmagazin, Nr. 3, S. 72–73.
- Dries, Christian (2015): Die Universität als gierige Institution oder Wie man hierzulande wissenschaftliche Kreativität zerstört, in: Zeitpolitisches Magazin, 12(27), S. 9–11.
- Dries, Christian (2015): Schluss mit dem Studenten-Bashing!, in: Forschung & Lehre, Nr. 8, S. 605.
- Dries, Christian (2015): Lernt von den Studenten!, in: DIE ZEIT, Nr. 25, 18. Juni, S. 69.
- Dries, Christian (2015): Demontage der Wissenschaft, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 103, 6. Mai, S. 2 (Außenansicht).
- Dries, Christian (2012): Wenn Technik unsere Freiheit untergräbt. Essay, in: natur+kosmos. Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben, April, S. 56–57.
- Dries, Christian (2011): Veritabler Spießrutenlauf. Der Nachwuchs und das diffuse Diktat des Publikationszwangs, in: Forschung & Lehre, Nr. 2, S. 132–133.
- Dries, Christian (2010): Dahinten zieht die neue Zeit – wir schreiten weiter Seit’ an Seit’, in: Der Freitag, Nr. 38, 23. September, S. 1.
- Dries, Christian/Hartmut Rosa (2007): Forscher, begrenzt eure Emissionen. Für eine wissenschaftliche Publikationsbeschränkung, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 18, 6. Mai, S. 74.
- Dries, Christian (2005): Freie Fahrt für die embryonale Stammzellforschung?, in: sciencegarden, 1. August.
- Dries, Christian (2003): Studieren vor dem Studium lernen, in: Badische Zeitung, 9. Juli, S. 31.
Vorträge, Workshops und Tagungen
- 29.–31.05.2026: Vortrag »Die Pseudo-Konkretheit der Trotz-Philosophie. Günther Anders’ Heidegger-Kritik« auf der VII. Internationalen Meßkircher Heidegger-Konferenz; Schloss Meßkirch.
- 18.05.2026: Vortrag im Kulturhof Amstetten.
- 20.04.2026: Vortrag »Einige gesellschaftliche Folgen digitaler Technologie«; Rotary-Club Donaueschingen.
- 19.–21.02.2026: Internationale Konferenz Kritische Theorie der Endzeit. Günther Anders als Denker der Gegenwart (Organisation gemeinsam mit Stephan Lessenich; Institut für Sozialforschung, Frankfurt, und Christian Wiese sowie Martin Kudla; Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart); Goethe-Universität/Institut für Sozialforschung, Frankfurt.
- 10.02.2026: Buchpräsentation und Gespräch zu Günther Anders: The Obsolescence of the Human; Universität Hamburg.
- 19.12.2025: Abschlusssitzung der Jury des Günther Anders-Preises für kritisches Denken; München.
- 28.11.2025: Vortrag von Dr. Christian Dries »Die unmögliche Moderne oder Mit Günther Anders im Anthropozän« auf dem Treffen der Preisträger und Stipendiaten der Privaten Stiftung Ewald Marquardt (Kolloquium »Zukunft gestalten«); Private Stiftung Ewald Marquardt, Rietheim-Weilheim.
- 18.-19.11.2025: Vortrag von Dr. Christian Dries »Ethik (in) der Chemie? Ein technikphilosophisches Präludium« auf dem Workshop Ethik der Chemie am Beispiel PFAS; Universität Freiburg.
- 25.09.2025: Vortrag »›Am Anfang steht der Choque über das, was geschieht.‹ Günther Anders’ Negative Phänomenologie der Moderne« auf der Tagung Krisis und Kritik der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung; Universität Darmstadt.
- 24.09.2025: Vortrag »Günther Anders’ Kritik der politischen Technologie – ein Vermittlungsversuch zwischen Phänomenologie und Kritischer Theorie« auf dem 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (Sektion Soziologiegeschichte); Universität Duisburg-Essen, Duisburg.
- 15./16.09.2025: Workshop des Anders-Arbeitskreises; DFG-Kollegforschungsgruppe Zukünfte der Nachhaltigkeit; Universität Hamburg.
- 24.06.2025: Podiumsdiskussion im Rahmen der Reihe Bücher über die man spricht (Studium Generale) zu Jörg Später: Adornos Erben. Eine Geschichte aus der Bundesrepublik, mit Claudia Christiane Gatzka, Christa Karpenstein-Eßbach und Jörg Später (Moderation: Werner Frick); Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek Freiburg.
- 16.06.2025: Vortrag »Bergsteigen im Anthropozän oder Mit Günther Anders durch die Apokalypse«; Kunstuniversität Linz.
- 14.06.2025: Exkursion in die entmilitarisierte Zone um den Barbarastollen in Oberried mit der Grafikdesignerin und Künstlerin Isabel Motz und einer Lesung aus dem Briefwechsel von Günther Anders und Claude Eatherly (in Kooperation mit dem E-Werk Freiburg und der Biennale für Freiburg 3).
- 25.01.2025: Gespräch über Verantwortung heute mit Lucia Parbel und Georg Spoo (agora 42); kulturaggregat Freiburg.
- 19.09.2024: Vortrag »Hope – a pharmakon for the end times? In favor of a heuristic of hopelessness« im Rahmen der 3rd Summer School on Sustainable Pharmacy; Universität Freiburg.
- 18.07.2024: Seminar »Die Bedeutung der Arbeit für unser Selbstbild« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 27.-30.06.2024: Retraite (Workshop) der Günther-Anders-Forschungsstelle; Haus Feldberg-Falkau, Feldberg.
- 07.06.2024: Seminar zu Kants Text »Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?« im Rahmen des Open Space der Tagung Was können wir wissen? Was dürfen wir hoffen? Was sollen wir tun? Kant und die Frage nach der Aufklärung im Anthropozän; Theater Freiburg.
- 06.06.2024: Moderation der Podiumsdiskussion »Brauchen wir eine neue Aufklärung für das Anthropozän« mit Peter Reichl, Bettina Stangneth und Magnus Striet; Katholische Akademie, Freiburg.
- 05.-08.06.2024: Tagung Was können wir wissen? Was dürfen wir hoffen? Was sollen wir tun? – Eine neue Aufklärung für das Anthropozän (Organisation gemeinsam mit Katholische Akademie Freiburg, Theater Freiburg, Studium Generale und Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg); Universität Freiburg/Theater Freiburg.
- 14.04.2024: Eröffnung der vierten Preisverleihung des Günther Anders-Preises für kritisches Denken; Museum für angewandte Kunst, Wien.
- 08.02.2024: Start der Veranstaltungsreihe Über Leben im Anthropozän (Organisation gemeinsam mit Katholische Akademie Freiburg, Theater Freiburg und Studium Generale).
- 11.01.2024: Impulsvortrag »Mit Günther Anders im Anthropozän« beim Netzwerk Environmental Humanities Freiburg; Universität Freiburg.
- 13.12.2023: Vortrag »Günther Anders’ philosophischer Okkasionalismus: Methoden, Voraussetzungen, Ziele«; Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften, Potsdam.
- 07.11.2023: Philosophisches Forum (ORF 2) zum Thema Künstliche Intelligenz: besser als der Mensch? mit Christian Dries, Alexandra Ebert, Peter Kirchschläger, Barbara Prainsack und Peter Reichl (Moderation Barbara Stöckl und Konrad Paul Liessmann).
- 03.11.2023: Abschlusssitzung der Jury des Günther Anders-Preises für kritisches Denken; München.
- 22.09.2023: Vortrag »›…in Hoffnung, dass wir hoffen dürfen‹? Günther Anders und die Heuristik der Hoffnungslosigkeit«; Philosophicum Lech; Lech am Arlberg.
- 21.09.2023: Philosophieren am Berg. Gespräch mit Svenja Flaßpöhler; Philosophicum Lech, Lech am Arlberg.
- 29./30.06.2023: Konferenz Die Plastizität der Gefühle. Günther Anders’ Beitrag zur Geschichte des Fühlens / The plasticity of emotions. Günther Anders’s contribution to the history of feelings (Organisation gemeinsam mit Alexander Knopf, Universität Kopenhagen).
- 23./24.06.2023: Wochenendseminar »Die Bedeutung der Arbeit für unser Selbstbild« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 12./13.05.2023: Tagung Für die »Weiterwohnlichkeit der Welt«. Hans Jonas und das Prinzip Verantwortung heute (Organisation und Moderation gemeinsa. mit Andreas Baumert, Joachim Boldt und Josef Mackert); Katholische Akademie, Freiburg.
- 16.03.2023: Vortrag und Diskussion »Brauchen wir eine digitale Ethik?« beim Digitalen Diwan; Katholische Akademie, Freiburg.
- 09.06.2022: Opening speech »Wind Behind the Sail? New Reflections on the Course of Anders Research«, 10th International Philosophical Conference and Workshop of Soeren Kierkegaard; Central European Research Institute Soeren Kierkegaard, Ljubljana (online).
- 20./21.05.2022: Tagung Die Zerstörung von Mensch und Welt im Zeitalter der 4. industriellen Revolution (Organisation, Eröffnung und Moderation gemeinsam mit Josef Mackert); Katholische Akademie, Freiburg.
- 13./14.05.2022: Wochenendseminar »Die Bedeutung der Arbeit für unser Selbstbild« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 08.05.2022: Eröffnung und Moderation der dritten Preisverleihung des Günther Anders-Preises für kritisches Denken; Staatsbibliothek Berlin (Video).
- 30.04.2022: Publikumsgespräch zu »Real Is Not Real Enough« und Günther Anders in der Alten Billettkasse am Theater Basel.
- 18./19.02.2022: Wochenendseminar »Grundprobleme der Digitalethik« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Digitalethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 28./29.01.2022: Wochenendseminar »Mensch und Technik im digitalen Zeitalter« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Digitalethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 24.09.2021: Buchvorstellung zu Ingeborg Gleichauf: Hannah Arendt und Karl Jaspers. Geschichte einer einzigartigen Freundschaft; Buchladen in der Rainhof-Scheune, Kirchzarten.
- 18.09.2021: Jurysitzung zum 3. Günther Anders-Preis für kritisches Denken; München.
- 24.08.2021: Podiumsdiskussion »Aufgeklärter Katastrophismus. Das Vermächtnis von Günther Anders, Hans Jonas und Ivan Illich« mit Julia Grillmayr und Silja Samerski (Moderation: Guillaume Paoli); Brecht-Haus, Berlin (Video).
- 16./17.04.2021: Wochenendseminar »Die Bedeutung der Arbeit für unser Selbstbild« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 04./05.02.2021: Wochenendseminar »Mensch und Technik im digitalen Zeitalter« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Digitalethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 17.02.2020: Eröffnung und Moderation der zweiten Preisverleihung des Günther Anders-Preises für kritisches Denken; Literaturhaus München.
- 21.01.2020: Vortrag »Von Menschen, Flundern und letzten Dingen. Günther Anders’ negative Menschenkunde der Moderne«; Forschungskolloquium von Prof. Dr. Lambert Wiesing, Universität Jena.
- 13./14.12.2019: Wochenendseminar »Arbeit und Leistung als Maßstab unseres Selbstbilds« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsphilosophie & Unternehmensethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 12.10.2019: Jurysitzung zum 2. Günther Anders-Preis für kritisches Denken; München.
- 19.07.2019: Günther Anders-Workshop (gemeinsam mit Christopher J. Müller); Universität Freiburg.
- 31.05./01.06.2019: Hannah Arendt-Workshop; Museum für Naturkunde, Berlin.
- 26.04.2019: Vortrag »Helmuth Plessner und die Frage nach der Technik – Eine Leerstelle der Philosophischen Anthropologie?« im Workshop Kontexte und Korrekturen. Zu Helmuth Plessners Göttinger Vorlesung zur Philosophischen Anthropologie 1961; Universität Freiburg.
- 26.01.2019: Vortrag (gemeinsam mit Marie-Helen Hägele) »Die Stellung des Menschen im Anthropozän. Posthumanismus zwischen Negativer Anthropologie und Traditionsbestand«; Workshop Der Anthropos im Anthropozän; Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZKL), Berlin.
- 14./15.12.2018: Wochenendseminar »Arbeit und Leistung als Maßstab unseres Selbstbilds« im Im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsphilosophie & Unternehmensethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 29.10.2018: Vortrag »Woher kommt die Urteilskraft? Soziologische Nachtgedanken zu einem Schlüsselbegriff der Moderne«; Rotary Club Donaueschingen.
- 29.07.2018: Vortrag »Günther Anders und die 68er-Bewegung. Synoptisches Mosaik« auf der Tagung 68 – Soziale Bewegungen und VordenkerInnen; Universität Jena.
- 25./26.05.2018: Hannah Arendt-Workshop; Institut für Politikwissenschaft, RWTH Aachen.
- 25.04.2018: Moderation der Podiumsdiskussion »Karl Marx – ein ›toter Hund‹?« mit Michael Berger, Wolfgang Eßbach, Michael Heinrich und Andrea Maihofer; Universität Freiburg.
- SoSe 2018: Drittmittelgeförderte interdisziplinäre Ringvorlesung 200 Jahre Karl Marx (Organisation gemeinsam mit PD Dr. Sebastian Schwenzfeuer, Philosophisches Seminar, und dem Studium Generale); Universität Freiburg.
- 02./03.02.2018: Workshop Handeln = Herstellen? Unterwegs zu einem postpoietischen Paradigma (Organisation gemeinsam mit PD Dr. Takemitsu Morikawa); Universität Duisburg-Essen.
- 26.01.2018: Workshop mit Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 19.01.2018: Moderation des Gesprächs von Andreas Urs Sommer mit Ulrich Bröckling über dessen Buch Gute Hirten führen sanft; Universität Freiburg (Video).
- 08./09.12.2017: Wochenendseminar »Arbeit und Leistung als Maßstab unseres Selbstbilds« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsphilosophie & Unternehmensethik Thales-Akademie, Freiburg.
- 16.11.2017: Vortrag »Politik der Antiquiertheit: Zwischen Weltfremdheit und Weltzustand Technik« auf der Tagung Technik – Macht – Gewalt. Günther Anders und die Politik/das Politische; Universität Freiburg.
- 16.-18.11.2017: Tagung Technik – Macht – Gewalt. Günther Anders und die Politik/das Politische (Organisation gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Marchart und Dr. Matthias Flatscher); Universität Freiburg.
- 28./29.04.2017: Hannah Arendt-Workshop (Organisation und Moderation gemeinsam mit Astrid Hähnlein); Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 21.03.2017: Seminar- und Filmabend Der junge Karl Marx; Universität Freiburg.
- 27.01.2017: Vortrag »Urteilskraftmaschinen. Verwaltungsutopie und Vernichtungspraxis im ›Dritten Reich‹« auf der Abschlusstagung des Graduiertenkollegs Automatismen; Universität Paderborn.
- 24.11.2016: Vortrag »›I have much better judgment than she does‹ oder Warum es die Urteilskraft nicht gibt. Soziologische Nachtgedanken zu einem Schlüsselbegriff der Moderne« auf der Langen Nacht der Universität; Universität Freiburg.
- 11./12.11.2016: Wochenendseminar »Arbeit und Leistung als Maßstab unseres Selbstbilds« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsphilosophie & Unternehmensethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 07.11.2016: Vortrag »Die Erfindung der Urteilskraft. Isaac Newton, Immanuel Kant und die Geselligkeitsgesellschaft« auf der Tagung Subjekt und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit; Fritz Thyssen-Stiftung, Köln.
- 25.10.2016: Vortrag »Nach ›dem‹ Menschen. Postfundamentalistische Anthropologie« im Rahmen der Ringvorlesung Themenfelder der Anthropologie; Universität Freiburg.
- 08.07.2016: Workshop mit Tanja Bogusz: Experimentalismus und Soziologie; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 01.07.2016: Vortrag »Der dezisionistische Athlet und seine Urteilskraft. Überlegungen zur Gouvernementalität des Nationalsozialismus« auf der Tagung Moralität des Bösen (Institut für Philosophie, Universität Bonn, in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust); Alanus Hochschule, Alfter.
- 24.06.2016: Workshop mit Susanne Krasmann: Being exposed, being in-common in Europe; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 31.03.2016: Workshop Das Andere der Ordnung – Rethinking Order im Rahmen des SFB 948 Helden, Heroisierungen, Heroismen; Universität Freiburg.
- 04.03.2016: Vortrag »Neu anfangen. Zur Sozialtheorie des Verzeihens« auf der Tagung der DGS-Sektion Kultursoziologie Verzeihen – Versöhnen – Vergessen; Universität Luzern (Tagungsbericht).
- 27.01.2016: Moderation der Buchvorstellung von Ulrich Bröckling/Christian Dries/Matthias Leanza/Tobias Schlechtriemen: Das Andere der Ordnung. Theorien des Exzeptionellen, mit Wolfgang Eßbach und Michael Schetsche; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 04./05.12.2015: Wochenendseminar »Arbeit und Leistung als Kategorien unserer Selbstdeutung« im Rahmen des Weiterbildungsstudiengangs Wirtschaftsphilosophie & Unternehmensethik der Thales-Akademie, Freiburg.
- 18.09.2015: Vortrag »›Was nationalsozialistisch ist oder nicht, wird im Einzelfall entschieden.‹ Hans Frank und die nationalsozialistische Urteilskraft« auf der Tagung NS-Moral: Eine vorläufige Bilanz. Eine Konferenz des Fritz-Bauer-Instituts und der Evangelischen Akademie, Arnoldshain.
- 16.07.2015: Workshop mit Oliver Marchart: Die Gesellschaft – das unmögliche Objekt; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 04.06.2015: Vortrag »Zwischen Natalität und ›Muselmann‹. Hannah Arendts Grenzfiguren der Ordnung« im Hannah Arendt-Workshop, Universität Trier (Tagungsbericht).
- 30.03.2015: Vortrag »Von der Weltoffenheit zur Antiquiertheit des Menschen – die Technikphilosophie von Günther Anders« im Studium Generale: Nachdenken über Technik; Hochschule Mannheim.
- 17.01.2015: Vortrag »›Insein in Distanz‹. Günther Anders’ negative Anthropologie – ein Denkweg aus Freiburg« auf den Husserl-Arbeitstagen 2015; Universität Freiburg.
- 28.11.2014: Vortrag »Im Pilgerschritt auf guten Wegen? Erwägungen zum gegenwärtigen Stand der Anders-Forschung« auf der Tagung »Schreiben für übermorgen«. Forschungen zu Werk und Nachlass von Günther Anders; IWK, Wien.
- 19.11.2014: Vortrag »Fördermöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler. Ein Ausflug in den Dschungel«; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 21.07.2014: Vortrag »Günther Anders und Hannah Arendt als Denker der Moderne oder Warum der Mensch immer wieder (von vorne) anfängt«; Rotary Club Donaueschingen.
- 23.11.2013: Vortrag »Bestimmte Unbestimmtheit. Negative Anthropologie als Metaphysikkritik bei Günther Anders« auf der Tagung Phänomenologie und Metaphysikkritik; Universität Freiburg.
- 27.06.2013: Günther Anders-Workshop; Institut für Philosophie, Universität Wien (zugleich: Gründungsversammlung der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft).
- 28./29.01.2013: Seminar- und Filmabend Hannah Arendt; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 06.10.2012: Vortrag »Von der Antiquiertheit des Menschen zur Ethik der Kontingenz. Günther Anders als Denker der Gegenwart« auf dem 3. Symposium Neues Denken: Wie wollen wir (in Zukunft) leben?; Waldhof. Akademie für Weiterbildung, Freiburg.
- 11.07.2012: Vortrag »›Diese akademische Diktion trägt nicht.‹ Theorie als kritische (Sprach-)Praxis bei Günther Anders«; Universität Paderborn.
- 04.–07.07.2012: Meisterkurs mit Susan Neiman: Was heißt Aufklärung im 21. Jahrhundert?; Klassik Stiftung Weimar/Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Weimar.
- 21.09.2011: Vortrag »Fördermöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler. Ein Ausflug in den Dschungel»; WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr.
- 31.05.–03.06.2011: Meisterkurs mit Hans Ulrich Gumbrecht: Extreme und Explosionen der europäischen Aufklärung. Diderot – Lichtenberg – Mozart – Goya; Klassik Stiftung Weimar/Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Weimar.
- 26.10.2010: Workshop Publish or Perish – Probleme und Perspektiven des wissenschaftlichen Publizierens (Organisation und Moderation gemeinsam mit Preisträgern des Deutschen Studienpreises); Körber-Stiftung, Hamburg.
- 15.05. 2010: Vortrag »Die Welt als Vernichtungslager. Philosophie der Moderne nach Günther Anders, Hannah Arendt und Hans Jonas« auf den Günther Anders-Tagen; Universität Marburg.
- 29.11.2008: Vortrag »Günther Anders und Hannah Arendt – eine Beziehungsskizze« auf den Günther-Anders-Tagen; Wien.
- 19.10.2008: Podiumsdiskussion »Chancen und Risiken einer Wissenschaftskommunikation 2.0« (Moderation: Annette Leßmöllmann); Buchmesse Frankfurt.
- 21.09.2007: Impulsreferat zum demografischen Wandel auf dem Kongress Das Humboldt-Labor – Experimentieren mit den Grenzen der klassischen Universität im Rahmen der 550-Jahr-Feier der Universität Freiburg.
- 20.05.2007: Vortrag »Arbeit revisited. Das 2×2-Komponenten-Modell für die Tätigkeitsgesellschaft des 21. Jahrhunderts« auf der Abschlusstagung des Deutschen Studienpreises; Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin.
- 12.02. 2007: Vortrag »WeltWeiteWissenschaft – Wie das Internet die Wissenschaft verändert«; Körber-Forum, Hamburg. Anschließend Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Mike Sandbothe und Gero von Randow (Moderation: Christian Stöcker).
- 13.12.2006: Vortrag »Die Welt als Lager. Eine kritische Theorie der Moderne im philosophischen Dreieck von Günther Anders, Hannah Arendt und Hans Jonas« im Forschungskolloquium von Prof. Dr. Hartmut Rosa; Universität Jena.
- 20.02.2006: Moderation einer Podiumsdiskussion zum Thema »Beziehungskisten? – Betreuungsverhältnisse an Hochschulen« für die Körber-Stiftung Hamburg und die Junge Akademie Berlin; Körber-Forum, Hamburg.
- 2005–2007: Vortrag »Soziologie der Beschleunigung« im Rahmen der Zweitsemestervorlesung Person, Arbeit und Wissen in Modernisierungsprozessen von Prof. Dr. Nina Degele; Institut für Soziologie, Universität Freiburg.
- 30.05.2005: Vortrag »Was bedeutet Modernisierung soziologisch?«; Rotary Club Donaueschingen.
- 30.08.–02.09.04: Workshop (Konzeption und Leitung) Philosophie der Beschleunigung; Evangelische Akademie, Tutzing.
Interviews, Podiumsdiskussionen, Radio- & TV-Beiträge
- »Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereichevom Einkaufen bis zum Klimawandel.« Interview mit Christian Dries, Universität Freiburg, 17. Juli 2025.
- »Was apokalyptisches Denken mit uns macht«, Feature von Dagmar Röhrlich, DLF Kultur, 22. Mai 2025.
- »Hört doch auf, über Verantwortung zu schwafeln.« Interview mit Christian Dries, in: agora42. Das philosophische Wirtschaftsmagazin, Nr. 1, 2025, S. 38-55.
- Anders denken. Der Podcast der Günther-Anders-Forschungsstelle (Herbst 2024).
- Philosoph Christian Dries über Günther Anders, Technikphilosophie und Anthropozän. Podcast Narabo – Philosophie im 21. Jahrhundert, #46, 20. Mai 2024. Kurzversion auf Youtube.
- »Künstliche Intelligenz: besser als der Mensch?« Philosophisches Forum mit Christian Dries, Alexandra Ebert, Peter Kirchschläger, Barbara Prainsack und Peter Reichl (Moderation Barbara Stöckl und Konrad Paul Liessmann), 7. November 2023, ORF 2.
- »Sollen wir Menschen überhaupt sein?« Interview mit Christian Dries, in: Die Presse, 7. Oktober 2023, S. 25–26.
- »Philosoph der Freiheit? – Wie aktuell ist Günther Anders?« SWR2-Forum mit Christian Dries, Petra Gehring und Konstantin Sakkas, 19. Dezember 2022.
- Interview mit Frank Kaspar über künstliche Tiere in Delfinarien und im Krieg für DLF Kultur, 10. Oktober 2022.
- Podiumsdiskussion Müssen Menschen sein? mit Konrad Paul Liessmann und Andreas Urs Sommer an der Katholischen Akademie, Freiburg, 20. Mai 2022.
- Podiumsdiskussion Aufgeklärter Katastrophismus. Das Vermächtnis von Günther Anders, Hans Jonas und Ivan Illich, Brecht-Haus, Berlin, 24. August 2021.
- Interview zur digitalen Lehre bei WDR5 Politikum, 15. Oktober 2020.
- Vorführung und Diskussion von Was macht uns Anders? im Top Kino Wien, 28. November 2014.
- Vorführung und Diskussion von Was macht uns Anders? im Kommunalen Kino Freiburg, 25. Mai 2014.
- Philosophisches EXPERIMENT »Was macht uns Anders? Zur Anthropologie von Günther Anders. Zlatko Valentic im Dialog mit Christian Dries«, Mai 2013.
- Ö1 Radiokelleg »Die Risiken der technisierten Moderne. Eine Wiederentdeckung des Philosophen Günther Anders«. Vierteilige Sendereihe. Gestaltung: Judith Brandner, August 2012.
- Konzepte für eine lebenswerte Welt. Körber-Stiftung verleiht den Deutschen Studienpreis 2007 (DLF, Campus & Karriere), 21. Mai 2007.
Lehrveranstaltungen
Aktuelle Lehrveranstaltungen (Winter 2025)
It’s technology, stupid! Technik, Psyche und Gesellschaft (Seminar an der Universität Basel)
Menschliches Leben steht unter einer technologischen Bedingung (E. Hörl). Es gibt keine im engeren Sinn menschlichen Gemeinschaften ohne Technik, moderne Gesellschaften sind hoch technologisiert. Ohne die Dinge, ohne materielle Infrastrukturen, ohne technische Errungenschaften wie Flugzeuge, Computer und Smartphones könnten wir nicht leben. Aber wie spielen Menschen und Dinge, Soziales und Technik zusammen? Wie verändert sich Gesellschaft, wenn immer mehr Interaktionen zwischen Menschen und Maschinen stattfinden, wenn die Dinge von bloßen Werkzeugen zu ›smarten‹ Geräten werden, die unseren Zugang zu Gesellschaft umfänglich regeln und bestimmen, alltägliche Verhaltensweisen und selbst unsere Psyche grundlegend prägen? Das Seminar befasst sich mit dem Zusammenhang von Technik, Psyche und Gesellschaft (unter digitalen Vorzeichen) und mit der Frage, wie die Soziologie selbst als Sozialwissenschaft auf die ›Rückkehr der Dinge‹ in die Sozialtheorie reagiert.
Vergangene Lehrveranstaltungen
Soziologische Theorien (Vorlesung an der Universität Basel)
Die Soziologie ist in besonderem Maße auf Theorien angewiesen, da sich ihr abstrakter Gegenstand, das ›Soziale‹ oder die ›Gesellschaft‹, nur mit Hilfe von Begriffen und Konzepten erfassen lässt. Als pluralistische Disziplin hat die Soziologie eine Vielzahl von konkurrierenden Theorien hervorgebracht. Die Vorlesung bietet einen Überblick über wichtige Positionen und Etappen der soziologischen Theorieentwicklung von Marx bis Latour.
Bruno Latour und die geo-soziale Frage. Ein Lektürekurs für Terrestriker:innen und solche, die es werden wollen (Seminar am der Universität Basel)
Der Soziologe, Philosoph und »Liebhaber der Wissenschaften« Bruno Latour feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Im Seminar lesen wir gemeinsam zentrale Texte Latours zur Kritik am Anthropozentrismus der Moderne sowie zur öko-sozialen Frage. Auf diese Weise erarbeiten wir uns gemeinsam die Konturen eines neuen Verständnisses des Sozialen und der »Erdverhaftung« aller menschlichen Praktiken im Zeitalter des Anthropozäns. Dazu gehört freilich auch ein kritischer Blick auf den neuesten ›geo-sociological turn‹ in den Sozialwissenschaften und seine theoretischen Fallstricke.
Grosse Transformationen: Von der Marktgesellschaft zum digitalen Kapitalismus (Seminar an der Universität Basel)
Karl Polanyis The Great Transformation. The Political and Economic Origins of Our Time von 1944 ist ein soziologischer Klassiker und gilt zudem als Meilenstein der neueren Wirtschaftssoziologie. Es untersucht den tiefgreifenden sozialen und ökonomischen Wandel des 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Zuge der Herausbildung von Nationalstaaten und Marktwirtschaften. Im Seminar lesen und diskutieren wir zunächst Polanyis Buch, um es anschließend mit neueren Texten zu gegenwärtigen sozio-ökonomischen Transformationsprozessen in Richtung eines digitalen Kapitalismus zu kontrastieren. Welcher Art sind die aktuellen Veränderungsprozesse, was unterscheidet sie von den vergangenen und welche Effekte haben sie auf Wirtschaft und Gesellschaft? – diese und ähnliche Fragen stehen im Zentrum des Seminars, das sich an Masterstudierende richtet.
Günther Anders: Mensch und Technik im Zeitalter der 4. industriellen Revolution (Seminar an der Universität Basel)
Günther Anders (1902–1992) ist einer der profiliertesten Denker seiner Zeit. Von Heidegger und Marx gleichermaßen inspiriert, der Kritischen Theorie nahestehend und zwischen Philosophie, Soziologie und Psychologie oszillierend, beschreibt er den Menschen als weltoffenes Wesen, das von seinen eigenen technologischen Geschöpfen sukzessive überholt, kontrolliert und ersetzt wird. Im Zentrum des Seminars für fortgeschrittene Studierende steht Anders’ frühe, an Plessner anknüpfende und auf Sartre vorausweisende Anthropologie sowie sein späteres technikphilosophisches, medien- und gesellschaftskritisches Hauptwerk Die Antiquiertheit des Menschen. Vor diesem Hintergrund liegt ein besonderer Fokus auf Fragen und Problemen der sogenannten Digitalisierung
Soziologische Theorien (Vorlesung an der Universität Basel)
Die Soziologie ist in besonderem Maße auf Theorien angewiesen, da sich ihr abstrakter Gegenstand, das ›Soziale‹ oder die ›Gesellschaft‹, nur mit Hilfe von Begriffen und Konzepten erfassen lässt. Als pluralistische Disziplin hat die Soziologie eine Vielzahl von konkurrierenden Theorien hervorgebracht. Die Vorlesung bietet einen Überblick über wichtige Positionen und Etappen der soziologischen Theorieentwicklung von Marx bis Latour.
Soziologische Theorien – Zugänge und Zusammenhänge (Seminarvorlesung)
Soziologische Theorie gibt es nur im Plural, denn Soziologie ist eine multiparadigmatische Wissenschaft. Wie kann man sich in diesem weitläufigen Gelände orientieren? Die Seminarvorlesung (bestehend aus kommentierten PowerPoint-Folien plus angeleiteter Lektüre, Foren, Podcasts und Videos) vermittelt im Durchgang durch klassische und neuere Positionen der Theoriebildung Zugänge zu und Umgangsweisen mit soziologischer Theorie und arbeitet grundlegende Denkmotive, Bezugnahmen und Zusammenhänge heraus.
Soziologische Theorien (Vorlesung an der Universität Basel)
Die Soziologie ist in besonderem Maße auf Theorien angewiesen, da sich ihr abstrakter Gegenstand, das ›Soziale‹ oder die ›Gesellschaft‹, nur mit Hilfe von Begriffen und Konzepten erfassen lässt. Als pluralistische Disziplin hat die Soziologie eine Vielzahl von konkurrierenden Theorien hervorgebracht. Die Vorlesung bietet einen Überblick über wichtige Positionen und Etappen der soziologischen Theorieentwicklung von Marx bis Latour.
Die Stellung des Menschen im Anthropozän: Human, posthuman, allzu human? (Blockseminar BA/MA)
(gem. mit Marie-Helen Hägele)
Seit ihrer umfassenden Neubestimmung in der Philosophischen Anthropologie der 1920er Jahre war die »Stellung des Menschen im Kosmos« (Max Scheler) selten so prekär wie heute. In Diskussionen um das Anthropozän – einer neuen, durchgreifend menschlich-technologisch determinierten geologischen Epoche – wird die Stellung des Menschen unter den Vorzeichen ökologischer Katastrophenszenarien neu ausgehandelt. Die Neubestimmung des Verhältnisses von Mensch, nicht-menschlichem Leben, Erde und Technik handelt sich zweifellos um eine, wenn nicht die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts.
Dieser Frage wollen wir uns in drei Etappen nähern. Im ersten Teil des Seminars erschließen wir uns auszugsweise einschlägige ›klassische‹ anthropologische Texte, die unsere Auffassungen vom Menschen – etwa als Homo faber, Animal rationale oder zoon politikon – bis heute nachhaltig prägen, darunter Pico della Mirandolas Oratio de hoiminis dignitate (1496) oder Herders Abhandlung über den Ursprung der Sprache (1772). Auf dieser Wissensgrundlage wollen wir neuere Ansätze auf implizite Annahmen, blinde Flecken und überwunden geglaubte Traditionsrückstände hin kritisch befragen. In der zweiten Seminaretappe beschäftigen wir uns mit dem letzten großen Neubestimmungsversuch in der Geschichte anthropologischen Denkens, der Philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners, Günther Anders’ und Arnold Gehlens, welche das Wesen des Menschen als essentiell unbestimmt, aber auch unstet, als weltoffen und gleichermaßen weltbedürftig definierten. Ihr negativ-anthropologischer Ansatz hat bis heute gültige Maßstäbe gesetzt. Daran anschließend widmen wir uns im dritten Teil des Seminars ausführlich aktuellen Positionen, die nicht mehr ›den Menschen‹ ins Zentrum stellen, sondern posthumanistische Figurationen von menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen. Vor dem Hintergrund der ersten beiden Seminaretappen versuchen wir den systematischen Gehalt ausgewählter materialistischer und feministischer Neuansätze herauszuarbeiten und fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen dieser Ansätze, wie sie z.B. in Rosi Braidottis Posthumanismus (2014), Bruno Latours Das terrerstrische Manifest (2018) oder Haraways Unruhig Bleiben (2018) skizziert werden. Welche (un)ausgesprochenen positiven oder negativen Anthropologien schreiben sich im Posthumanismus fort? Welche Form der Kritik und welche konkreten Handlungsmöglichkeiten können die Neusituierungen des Menschen – im Anthropozän, Chthuluzän, Kapitalozän – formulieren (und welche schließen sie aus)?
Die feinen Unterschiede. Pierre Bourdieu und die Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft (Lektüreseminar BA)
In seiner berühmten Studie La distinction, die im Deutschen den Untertitel Zur Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft trägt, zeigt Pierre Bourdieu, dass selbst etwas vermeintlich so Individuelles wie unser persönlicher Geschmack, also die Art uns zu kleiden und unsere Wohnung einzurichten oder unsere Vorliebe für zum Beispiel klassische Musik, Popkonzerte, schöngeistige Literatur oder Trashfilme, die Witze, über die wir lachen (oder eben nicht), und die Kunstausstellungen, Sportvereine, Multiplexkinos oder Theater, die wir aufsuchen (oder eben nicht)… – dass all dies von unserer sozialen Prägung abhängt. Ob wir also Helene Fischer oder Element of Crime zujubeln, für IKEA oder Eames schwärmen, haben wir nicht (allein) entschieden, unser Elternhaus, unser Herkunftsmilieu hat es uns gleichsam in die Wiege gelegt. So ist der Geschmack der Oberschicht laut Bourdieu distinguiert und luxuriös, Kleinbürgerinnen setzen auf Vielfalt und Bildung, einfache Arbeiter orientieren sich am Notwendigen. Derart tief reicht nach Bourdieu die Geschmacksbildung unseres Herkunftsmilieus, dass sie uns buchstäblich in Fleisch und Blut – in unseren Habitus – übergegangen ist.
Ziel des Lektüreseminars ist es, Bourdieus bahnbrechendeStudie gemeinsam zu lesen und 40 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung kritisch zu diskutieren.
Karl Marx (Kolloquium BA/MA)
(gem. m. PD Dr. Sebastian Schwenzfeuer, Philosophisches Seminar)
Im Kolloquium werden wir gemeinsam Texte aus dem Marx’schen Œuvre lesen, interpretieren und diskutieren, u.a. aus den Ökonomisch-philosophischen Manuskripten von 1844 und den Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie. Der Arbeitsplan wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestaltet.
›Werkzeugkasten‹ Foucault: Genealogie (Seminar BA/MA)
Michel Foucault experimentierte in unterschiedlichen Werkphasen mit diversen methodischen Verfahren, ohne diese im strengen Sinn als solche auszuweisen und anzuwenden. Von ihm selbst stammt die generöse Empfehlung, seine eigenen Texte als Werkzeugkästen zu benutzen. Vor diesem Hintergrund zieht das Seminar neben Studien Martin Saars und Raymond Geuss’ zunächst verschiedene Arbeiten Foucaults heran, um gemeinsam eines seiner zentralen Werkzeuge zu rekonstruieren: die Genealogie. Genealogien erzählen die Geschichte des Wissens und der ›Wahrheit‹, der daraus folgenden Gewissheiten und Praktiken aus der Perspektive ihrer von Machtkämpfen ›verunreinigten‹ Ursprünge. Was universal und notwendig erscheint, entpuppt sich dabei als Effekt sozialer Kräfteverhältnisse. Im zweiten Teil des Seminars diskutieren wir beispielhafte Studien, darunter den historischen Bezugstext der genealogischen Methode Foucaults, Friedrich Nietzsches einflussreiche Abhandlung Zur Genealogie der Moral von 1887.
Urteilskraft. Genealogie eines Schlüsselbegriffs der Moderne (Vorlesung)
Urteilskraft prägt das ganze Leben, auf der epistemologischen Ebene, wo ein Urteil revidierbar ist, sowie pragmatisch, auf der Handlungsebene, wo Urteile oft endgültig bleiben. Urteilskraft, so der Brockhaus lapidar, ist »die Fähigkeit, ein U. zu bilden.« Wer diese Fähigkeit vermissen lässt, ist Immanuel Kant zufolge unheilbar dumm. Mit anderen Worten: Er oder sie kann nicht (richtig) denken. Kurz, ohne Urteilskraft kein autonomes Subjekt.
In der Vorlesung wird dieser Schlüsselbegriff unseres modernen Selbstverständnisses nicht als Universalie betrachtet und philosophisch behandelt; erzählt wird im Anschluss an Friedrich Nietzsche und Michel Foucault seine Genealogie. Folgende Fragen stehen dabei im Zentrum: Welche Urteilskraftnarrative bilden sich im Rahmen unterschiedlicher geistes- und sozialgeschichtlicher Entwicklungsphasen der Moderne – von der Aufklärungszeit bis zur Gegenwart – aus? Anders gewendet: Was sind die gesellschaftlichen Konstruktionsbedingungen der Urteilskraft? Welche Funktion haben sie (für welches gesellschaftliche Problem sind sie eine Lösung)? Woher kommt der Bedarf nach Urteilskraft? Welche Machteffekte und Subjektivierungsressourcen sind mit ihrer Erfindung verbunden? Wem wird Urteilskraft zu- bzw. abgesprochen? Welches Geschlecht hat die Urteilskraft (nicht)?…
Leviathan – Kybernétes – Kádmos. Denkfiguren neuzeitlich-moderner Ordnungsbildung (Seminar MA)
Das mythische Ungeheuer Leviathan, der antike Fährmann (Kybernétes) und Kádmos, Stadtgründer Thebens, stehen sinnbildlich für drei grundlegende neuzeitlich-moderne Ordnungsmodelle: den Zentralstaat mit Gewaltmonopol, Autopoiesis und die Kunst der Selbstregierung sowie die Ordnung durch Gewalt und Terror. Dazu lesen wir im Seminar einschlägige Texte von Thomas Hobbes bis Giorgio Agamben und greifen auf verschiedene Disziplinen (Philosophie, Soziologie, Geschichte) aus. In drei Forschungsgruppen vertiefen die Teilnehmer/innen darüber hinaus jeweils einen der drei Aspekte anhand eines selbst gewählten empirischen Fallbeispiels eigenständig. Die Ergebnisse der kollaborativen Arbeit werden in einem Abschlussbericht dokumentiert und öffentlich präsentiert. Ziel des Seminars ist es, sich erstensmit Gedankenfiguren vertraut zu machen, die für die Soziologie, die politische Theorie und das Verständnis gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen grundlegend sind und diese zweitens an einem konkreten historischen Fall durchzuspielen. Drittens legt das Seminar einen besonderen Fokus auf die in der soziologischen Theoriebildung unterbelichteten Aspekte des Anderen der Ordnung, auf die dunklen Seiten der Ordnungsbildung.
Kritik der Anthropologie – Anthropologie als Kritik (Seminar BA/MA)
Das Verhältnis von Soziologie und Anthropologie gilt traditionell als angespannt: Obwohl bedeutende Autoren wie Heinrich Popitz oder Günter Dux ihr als prima sociologia das Wort reden, steht Anthropologie bei Soziologinnen und Soziologen meist unter Essentialisierungsverdacht. Für die Wissenschaft von der Gesellschaft kann es ein invariantes Wesen des Menschen nicht geben. Doch könnte anthropologischen Ansätzen nicht gerade heute – im biotechnologischen bzw. biopolitischen Zeitalter – auch eine dezidiert gesellschaftskritische Funktion zufallen?
Das zweiwöchentlich im Blockmodus stattfindende Seminar will beide Aspekte – die soziologische Kritik der Anthropologie wie ihr kritisches Potenzial – ausleuchten und aufeinander beziehen; zugleich ist es als Schreibseminar konzipiert. Neben der inhaltlichen Diskussion führt daher jeder Block theoretisch und praktisch in eine literarische Gattung (Essay, Zeitungsartikel etc.) ein. Auf dieser Grundlage verfassen die Teilnehmer/innen bis zum nächsten Blocktermin jeweils zweiseitige Texte, die in der gemeinsamen Schreibwerkstatt besprochen und weiter bearbeitet werden.
Philosophisch-soziologische Diskurse der Moderne (Oberseminar)
Das Oberseminar, in dem die gemeinsame Lektüre theoretisch anspruchsvoller Fachliteratur im Zentrum steht, richtet sich an fortgeschrittene Studierende (aus allen Studiengängen) sowie Promovierende und Postdocs.
Thema im SoSe 2017: Person, Individuum, Subjekt(ivierung).
Grundzüge der Soziologie (Vorlesung)
»Soziologie ist das, was Leute, die sich Soziologen nennen, tun, wenn sie von sich sagen, dass sie Soziologie betreiben. Mehr nicht.« – So hat der Soziologe Ralf Dahrendorf einmal die Frage beantwortet, was Soziologie sei. Aber was tun Soziologinnen und Soziologen eigentlich genau? Und wenn Soziologie eine Tätigkeit ist, was sind dann soziologische Theorien und wozu braucht man sie? Wo liegen die Ursprünge dieses vergleichsweise jungen akademischen Fachs, wo seine Grenzen – und warum sollte man es überhaupt studieren?
Die Vorlesung, die sich in erster Linie an Studienanfängerinnen und -anfänger richtet, bietet ausgehend von zentralen Schlüsselbegriffen und Konzepten einen ersten Zugang zu fachspe-zifischen Denkweisen und Theorien. Ihr Ziel ist die Einübung des ›soziologischen Blicks‹.
Logiken der Forschung. Wissenschaftstheorie für Sozialwissenschaftler/innen (Seminar MA)
Einem Bonmot Ralf Dahrendorfs zufolge ist Soziologie das, »was Leute, die sich Soziologen nennen, tun, wenn sie von sich sagen, dass sie Soziologie betreiben. Mehr nicht.« Doch offensichtlich tun sie dies auf unterschiedliche Art und Weise. Der Streit über die angemessene Methode zur Erforschung des Sozialen beschäftigt die Disziplin bis heute und reicht weit über die Wahl des ›richtigen‹ Interviewleitfadens oder Statistik-Tools hinaus. Vielmehr berührt er grundlegende Überzeugungen über die letzten Elemente und den Aufbau der sozialen Wirklichkeit, den Status sozialwissenschaftlicher (in Abgrenzung zu naturwissenschaftlichen) Tatsachen, über Reichweite und Grenzen soziologischer Theorien.
Das Seminar fragt im vergleichenden Durchgang durch zentrale wissenschaftstheoretische Positionen von Durkheim, Tarde und Weber über Fleck und Popper bis Foucault und Latour, wie das Soziale im Lauf der Fachgeschichte jeweils ontologisch konzipiert und welche Forschungslogik daraus abgeleitet wurde. Gibt es feste Regeln der soziologischen Methode und wenn ja, welche? Oder liegt die Stärke der Soziologie vielmehr in ihrem methodologischen Pluralismus? Können wir am Ende gar mit Blick auf den Anarcho-Methodologen Paul Feyerabend sagen: Soziologie ist das, was Leute, die sich Soziologen nennen, tun, wenn sie von sich sagen, dass sie Soziologie betreiben – ganz egal wie?!
Masse und Macht oder Von Adolphe Quetelet zu Adolf Eichmann. Zur Soziologie der Urteilskraft (II) (Seminar BA/MA)
Schon bald nach seiner Geburt sieht sich das vernunftbegabte Subjekt der Aufklärung einer zunehmenden Bedrohung ausgesetzt: Das neue Kollektivsubjekt der Masse scheint alles, was das animal rationale auszeichnet – Vernunft, Autonomie und Sittlichkeit –, in einen dunklen Abgrund aus Stimmungen, Urteilskraftlosigkeit, Verführbarkeit und Gewalt zu reißen. Im Zeitalter der Massen begegnet das Individuum seinen Gespenstern, dem statistischen Durchschnittsmenschen (homme moyen) und den ordinary men der nationalsozialistischen Todesbataillone, aber auch dem Proletariat, dessen Mission nicht weniger als die praktische Vollendung des uneingelösten Anspruchs der Aufklärung auf volle Emanzipation des Menschen ist.
Im Rückgang auf zwei miteinander verbundene Themenfelder – den Massediskurs des 19. bzw. 20. Jahrhunderts sowie die NS-Täterforschung – will das Seminar folgende Fragen klären: Wie wird die Masse als Heimsuchung und Antipode des Subjekts konzipiert, welche (ent-)subjektivierenden Eigenschaften werden ihr zu- bzw. abgesprochen? Welchen Rationalitätstypus bringt das Massenzeitalter hervor, welche anthropologischen und sozialphilosophischen Erzählungen generiert es und wo verstellen diese den Blick auf neuartige Subjektivierungsmuster? Last not least: Was hat das alles mit der Urteilskraft zu tun, ohne die sich das neuzeitlich-moderne Subjekt gar nicht denken ließe?!
Philosophisch-soziologische Diskurse der Moderne (Oberseminar)
Das Oberseminar, in dem die gemeinsame Lektüre theoretisch anspruchsvoller Fachliteratur im Zentrum steht, richtet sich an fortgeschrittene Studierende (aus allen Studiengängen) sowie Promovierende und Postdocs.
Thema im WiSe 2016/17: Theorien der Gemeinschaft (Nancy, Blanchot, Esposito u.a.).
Ausnahmezustand – Theorie, Geschichte, Kritik (Seminar BA/MA)
Unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 13. November 2015 in Paris verhängte der französische Staatspräsident François Hollande für über drei Monate den Ausnahmezustand. Polizei und Staatsanwaltschaft sollen künftig mit neuen, weitreichenden Befugnissen (Notstandsklausel zum Schusswaffengebrauch, Hausarrest ohne richterliche Überprüfung) ausgestattet werden. Gestritten wird jenseits des Rheins über den Vorschlag, als Terroristen verurteilte Franzosen mit doppelter Staatsangehörigkeit demonstrativ auszubürgern – ein Akt, der gegen Artikel 15 der UN-Menschenrechtskonvention verstößt.
Aus gegebenem Anlass setzt sich das Seminar für Fortgeschrittene unter Rekurs auf Carl Schmitt, Walter Benjamin, Hannah Arendt, Jacques Derrida und Giorgio Agamben sowohl mit der Theorie als auch konkreten historischen Formen des Ausnahmezustands – im Nationalsozialismus oder in Guantanamo und angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingskrise – auseinander. Im Zentrum stehen dabei grundlegende philosophische, soziologische, staats- und politiktheoretische Fragen, die den prekären Zusammenhang von Recht, Gerechtigkeit, Macht und Gewalt ausleuchten.
Vom Salon zur bürgerlichen Öffentlichkeit. Zur Soziologie der Urteilskraft (I) (Seminar BA/MA)
›Öffentlichkeit‹ ist ein Grundbegriff der politischen Theorie und Soziologie. Immer wieder wird über seine Bedeutung, über das Verhältnis von ›öffentlicher‹ und ›privater‹ Sphäre gestritten. Wie aber kommt es überhaupt zur Entstehung von Öffentlichkeit(en) – und welche Rolle spielt dabei ein Vermögen, ohne das es gar kein modernes, bürgerliches Subjekt gäbe: die Urteilskraft (d.h. die Fähigkeit, sich ein eigenes Urteil zu bilden)?
Das Seminar verfolgt die Genese der Öffentlichkeit vom französischen Königshof über den Salon des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Das aufklärerische Konzept der ›Geselligkeitsgesellschaft‹ (Kant, Schleiermacher, Simmel), der Zusammenhang von Gesellschaftsstruktur und Semantik (Luhmann) sowie Jürgen Habermas’ bis heute einschlägige Habilitationsschrift Strukturwandel der Öffentlichkeit bilden dabei die wesentlichen Etappen der gemeinsamen Arbeit.
Hannah Arendt: Anthropologie und Gesellschaftskritik (Seminar BA/MA)
Lange Zeit als extravagant und konservativ geschmäht, hat sich Hannah Arendt (1906-1975) nach dem Ende der großen Erzählungen inzwischen als feste Referenzgröße gegenwärtiger Theorieproduktion etabliert. Ihr schwer klassifizierbares Denken »ohne Geländer«, ihre Dekonstruktion klassischer Begriffe und Konzepte der philosophischen Tradition, ihre Kritik der modernen Konsumgesellschaft und ihr einerseits räterepublikanisches, andererseits aristokratisches Politikverständnis haben so unterschiedliche Autorinnen und Autoren wie Girogio Agamben, Seyla Benhabib, Jürgen Habermas, Julia Kristeva und Richard Sennett inspiriert. Das Seminar fokussiert auf Arendts Beitrag zur philosophischen Anthropologie und Sozialtheorie sowie auf ihre Gesellschaftskritik. Im Zentrum steht die Lektüre ihres Buches Vita activa oder Vom tätigen Leben, der Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft sowie Arendts Auseinandersetzung mit der »Banalität des Bösen« am Fall Adolf Eichmann.
Schlüsselbegriffe der Soziologie: Gemeinschaft und Gesellschaft (Seminar BA)
Am Beginn der Soziologie stehen zwei Schlüsselbegriffe, die meist in Opposition zueinander gedacht werden: ›Gemeinschaft‹ und ›Gesellschaft‹. Während ersterer soziale Kohäsion und Wärme, Stabilität und Geborgenheit suggeriert, wird letzterer oft als Synonym für eine ‚kalte‘ Moderne gebraucht, die durch industrielle Revolutionen, Differenzierungs- und Individualisierungsprozesse »alles Stehende und Ständische verdampft« (Marx/Engels). Das Seminar folgt beiden Konzepten menschlicher Sozialität von der höfischen Gesellschaft über die Tischgesellschaft der Aufklärung ins industrielle Manchester von Friedrich Engels, von Ferdinand Tönnies, der das Begriffspaar seiner eigenen Soziologie zugrunde legt, über Émile Durkheim und Niklas Luhmann bis zur Kritik der Gemeinschaft bei Helmuth Plessner und Zygmunt Bauman sowie aktuelleren kommunitaristischen Ansätzen, Gemeinschaft – nach dem Desaster der nationalsozialistischen Volksgemeinschaftsutopie – neu zu denken.
Soziologie des Nationalsozialismus (Blockseminar BA/MA)
Als Michaela Christ in einem Artikel in der DGS-Zeitschrift Soziologie 2011 beklagte, die Soziologie habe sich mit dem Nationalsozialismus bis heute nur am Rande und zudem in theoretisch völlig unzureichender Weise beschäftigt, löste ihre Intervention eine bisweilen scharf geführte öffentliche Kontroverse aus, die noch immer andauert. Das Seminar nimmt diese Debatte zum Ausgangspunkt einer soziologischen wie auch soziologiekritischen Auseinandersetzung mit einem Phänomen, das oft als grundsätzlich nicht verstehbar aus dem Kreis soziologisch relevanter Gegenstände ausgeschlossen oder im Sinne eines radikalen Traditionsbruchs gedeutet und damit in seiner Brisanz (nicht zuletzt für die soziologische Theoriebildung) entschärft wurde. Demgegenüber stehen Positionen, die den Nationalsozialismus als Fortsetzung der Moderne mit anderen Mitteln begreifen, jedoch auf diese Weise nicht selten den Blick für seine Eigenart verlieren – eine Eigenart, die sich mit den gängigen Theoriewerkzeugen nicht reibungslos aufschließen lässt.
Mehr als drei: Gemeinschaft, Gesellschaft, Masse. Eine Einführung in die Sozialtheorie der großen Zahl (Seminar BA)
Soziologie ist die Wissenschaft vom Sozialen. Doch was ist das: Sozialität? Wie entstehen soziale Situationen, welche Grundmechanismen lassen sich beobachten? Und wo verlaufen die Grenzen zum Nicht-Sozialen? Solche und ähnliche Fragen sind Gegenstand der Sozialtheorie. Da die Soziologie eine nicht-paradigmatische Wissenschaftsdisziplin ist, also über kein einheitliches und verbindliches Erklärungsmodell verfügt, gibt es eine Reihe sehr unterschiedlicher Antworten. In klassischen Sozialtheorien beginnt Sozialität häufig mit einer dyadischen Konstellation. In der neueren Debatte wurde darüber hinaus die zentrale Bedeutung der dritten Person (Tertius) für die Ausbildung sozialer Ordnung betont. Andererseits hat es die Soziologie mit der Entstehung und Dynamik sozialer Vielheiten zu tun, das heißt mit Gemeinschaften, Gruppen und Massen, die sich gerade nicht auf ein Vielfaches dyadischer oder triadischer Konstellationen reduzieren lassen. Schon der soziologische Grundbegriff ›Gesellschaft‹ weckt Assoziationen, die sozialtheoretische Grundverhältnisse überschreiten. Das Seminar ist als Einführung in die Sozialtheorie der großen Zahl angelegt und fokussiert auf klassische Positionen zum Begriff der Masse und zum Problem der Massengesellschaft.
Klassikerparcours: Günther Anders – Von der Weltoffenheit des Menschen zum Weltzustand Technik (Lektüreseminar MA)
Günther Anders, geb. Stern (1902–1992), gehört zu den profiliertesten Kritikern der Moderne. Sein thematisches Spektrum reicht von Anthropologie und Kunsttheorie bis hin zu Technikkritik und Gesellschaftstheorie. Seine Thesen – über die essentielle Unbestimmtheit und Weltoffenheit des menschlichen Wesens, das »prometheische Gefälle« zwischen dem, was Menschen herstellen und vorstellen können, die industrielle Leichenproduktion in Auschwitz, das Fernsehen oder die Atomtechnik – schlagen sich bei so unterschiedlichen Denkern wie Arnold Gehlen, Jean-Paul Sartre, Jean Baudrillard und Ulrich Beck nieder. Große Schnittflächen gibt es auch zu Marx und zur Kritischen Theorie. Im Seminar wollen wir die zentralen Theoreme des Andersschen Werkes herausarbeiten und diese anhand aktueller Phänomene und Ereignisse nach ihrer Brauchbarkeit für die Soziologie befragen. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf Anders’ zum größten Teil noch unveröffentlichten anthropologischen Frühschriften und deren Kontext (Max Scheler, Helmuth Plessner). Das Seminar wendet sich daher ausdrücklich auch an Studierende im Masterstudiengang Interdisziplinäre Anthropologie.
Schlüsselbegriffe der Soziologie: Individuum (Seminar BA)
Ohne Individuen keine Gesellschaft – aber auch: ohne Gesellschaft keine Individuen. Zwischen diesen beiden theoretischen Polen beschäftigen wir uns im ersten Teil des Seminars zunächst mit den historischen Ursprüngen des modernen bürgerlichen Individuums und den grundlegenden Mechanismen seiner Vergesellschaftung, mit dem Verhältnis von Individuum und sozialem Zwang, Individuum und Masse, dem Geschlecht von Individualisierungsprozessen und der Kritik der Individualisierungstheorie. Der zweite Teil des Seminars nimmt exemplarisch unterschiedliche Typen von Individuen und Individualisierung in den Blick, darunter das gefährliche, das romantische, das flexible und das erschöpfte Selbst. Bei unserer Arbeit begegnen uns u.a. Immanuel Kant, Max Stirner, Karl Marx, Georg Simmel, Ulrich Beck, Elisabeth Beck-Gernsheim, Eva Illouz und ganz normale Männer, die zu Massenmördern werden.
Klassikerparcours: Karl Marx (Lektüreseminar BA)
Karl Marx gilt als ›Gründervater‹ der Soziologie, das heißt, zahlreiche Motive, Themen und Probleme soziologischen und sozialphilosophischen Denkens sind in seinen Schriften grundgelegt. Das Seminar will im lektüreintensiven Durchgang durch die Marxsche Theorieentwicklung – von der Religionskritik und der Theorie der Entfremdung über die materialistische Theorie der Geschichte und der kommunistischen Revolution bis hin zur Funktionslogik des Kapitalismus – zentrale Stadien, Knotenpunkte und Umbrüche Marxschen Denkens rekonstruieren und schließlich die Frage beantworten, ob und wenn ja, inwiefern Karl Marx auch knapp 130 Jahre nach seinem Tod für soziologisches Denken noch immer bzw. wieder aktuell und anschlussfähig ist.
Schlüsselbegriffe der Soziologie: Arbeit (Seminar BA)
›Arbeit‹ zählt zu den Schlüsselbegriffen der Soziologie. Im Seminar wollen wir uns dem Thema unter drei miteinander zusammenhängenden Gesichtspunkten – Arbeitsbegriff, Arbeitswelt(en), Zukunft der Arbeit – nähern. Zunächst diskutieren wir die Frage: was heißt, was ist eigentlich Arbeit? Im Anschluss daran befassen wir uns mit Arbeit als Struktur und Kultur von Gesellschaft, das heißt mit der Frage, wie Arbeit (und Arbeitslosigkeit) Gesellschaften beeinflusst und prägt. Schließlich widmen wir uns der Frage der Zukunft der Arbeit in einer paradoxen Arbeitswelt, in der alle immer mehr arbeiten, während manche das Ende der Arbeit ausrufen. Bei unserer Arbeit im Seminar begegnen uns u.a. Karl Marx, Richard Sennett, Ulrich Beck, Ronald McDonald, die Arbeitslosen von Marienthal, Arbeitslager, die digitale Bohème und das bedingungslose Grundeinkommen.
Geht uns die Arbeit aus? Soziologisch-ökonomische Erörterung einer Schlüsselfrage der Moderne (Hauptseminar)
(gem. mit Dr. Gert Keil, Berlin)
Nicht nur Soziologen wie Ulrich Beck empfehlen der Politik, sich vom Modell der Vollbeschäftigungsgesellschaft zu lösen. Da werde die Energie auf etwas vergeudet, das doch längst geklärt sei: durch den technischen Fortschritt werden mehr Arbeitsplätze abgebaut, als durch (ökologische vertretbares) Wachstum kompensiert werden kann. Diese Meinung ist unter Soziologen und Philosophen weit verbreitet. Ökonomen halten sie für eine bloße Ideologie. Für sie ist die steigende Arbeitslosigkeit immer das Ergebnis falscher politischer oder tariflicher Weichenstellungen. Das Seminar versucht im Durchgang durch einschlägige Positionen aus Philosophie, Soziologie und Ökonomie die beiden unterschiedlichen Perspektiven zu vermitteln.
