Publikationen
Bücher
- Historisch-genetische Theorie der Kultur. Instabile Welten. Zur prozessualen Logik im kultruellen Wandel
Frankfurt am Main: Suhrkamp 2000 - Das Selbstverständnis der Moderne. Die Welt der anderen in der eigenen Welt. Zur prozessualen Logik historischen Verstehens.
Mit einem Beitrag von Ulrich Wenzel. Im Druck - Geschlecht und Gesellschaft. Warum wir lieben. Die romantische Liebe nach dem Verlust der Welt, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1994.
- Der Prozeß der Geistesgeschichte. Studien zur ontogenetischen und historischen Entwicklung des Geistes (hg. von Günter Dux und Ulrich Wenzel), Frankfurt a.M., 1994 (stw 1119).
- Die Spur der Macht im Verhältnis der Geschlechter. Über den Ursprung der Ungleichheit zwischen Frau und Mann, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1992.
- Liebe und Tod im Gilgamesch-Epos. Geschichte als Weg zum Selbstbewußtsein des Menschen, Wien 1992.
- Die Zeit in der Geschichte. Ihre Entwicklungslogik vom Mythos zur Weltzeit, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1989 und 1992 (stw 1025).
- Der Täter hinter dem Tun. Zur soziologischen Kritik der Schuld, Frankfurt am Main 1988.
- Die Logik der Weltbilder. Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1982 (stw 370)
- Rechtssoziologie. Eine Einführung, Stuttgart u.a. 1988
- Strukturwandel der Legitimation, Freiburg: Alber, 1976.
- Bundesrat und Bundesaufsicht, Berlin 1963.
Aufsätze
- (2000), Historisch-genetische Theorie der Moral. Die Moral im Schisma der Logiken, zum Druck in: Ethik und Sozialwissenschaft 1.
- (1998), Anthropologie als Natur- und Kulturgeschichte des Menschen, in: Freiburger Universitätsblätter 139, S. 19.
- (1997), Liebe, in: Vom Menschen. Handbuch Historische Anthropologie, hrg. von Chr. Wulf, Weinheim, S. 847-854.
- (1997), Subjekt und System. Plädoyer für eine historisch-genetische Theorie, in: Soziologie im Konzert der Wissenschaften, hrg. von Tamás Meleghy u.a., Opladen, S. 147-158.
- (1997), Normen und ihre Geltung im Verständnis der prozessualen Logik der Neuzeit, in: Anthropologie und Ethik, hrg. von J.-P. Wils, Tübingen, S. 176-211.
- (1997), Wie der Sinn in die Welt kam, und was aus ihm wurde, in: Historische Sinnbildung, hrg. von Klaus Müller und Jörn Rüsen, Reinbek, 195-217.
- (1996), Die Wende in der Wissenschaftstheorie: Konstruktiver Realismus, in: Soziologische Revue Jg 19, S. 169-172.
- (1996), Soziologie in Freiburg, in: Soziologie, H. 2, S. 72-73.
- (1994), Handlung, Handlungsstruktur und Gesellschaft, in: Die Objektivität der Ordnungen und ihre kommunikative Konstruktion, hrg. von Walter M. Sprondel, Frankfurt/M., S. 121-139.
- (1994), Macht als Wesen und Widersacher der Liebe, in: Macht und Geschlechterdifferenz, hrg. von W. Müller-Funk, Wien, S. 43-62.
- (1994), Für eine Anthropologie in historisch-genetischer Absicht. Kritische Überlegungen zur philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners, in: Der Prozeß der Geistesgeschichte. Studien zur ontogenetischen und historischen Entwicklung des Geistes (herausgegeben von G. Dux und U. Wenzel), Frankfurt/M., S. 92-115.
- (1994), Die ontogenetische und historische Entwicklung des Geistes, in: Der Prozeß der Geistesgeschichte. Studien zur ontogenetischen und historischen Entwicklung des Geistes (herausgegeben von G. Dux und U. Wenzel), Frankfurt/M., S. 173 – 224.
- (1994), mit V.P. Kumari, Studien zur vorindustriellen Kausalität. Untersuchung zur historischen Entwicklungslogik des Geistes, in: Der Prozeß der Geistesgeschichte. Studien zur ontogenetischen und historischen Entwicklung des Geistes (herausgegeben von G. Dux und U. Wenzel), Frankfurt/M., S. 436 – 471.
- (1994), Subjekt und Gesellschaft im Erkenntnisprozeß historischen Verstehens, in: Max Webers Wissenschaftslehre, Frankfurt/M., S. 662-677.
- (1993), Der Begriff der Religion in der Religionssoziologie, in: Der Begriff der Religion, hrg. von W. Kerber, München, S. 47 – 85.
- (1992), Macht. Sammelbesprechung (Kurt Röttgers, Michael Mann, Jessica Benjamin), in: Soziologische Revue 15. Jg., S. 153-159.
- (1991), Das Problem der Logik im historischen Verstehen. Zur Kritik der Entscheidung als geschichtsphilosophischer und historischer Kategorie, in: Dilthey-Jahrbuch für Philosophie und Geschichte der Geisteswissenschaften, Bd 7, S. 44-70.
- (1990), Denken vom Vorrang der Natur. Die Naturalisierung des Geistes, in: Soziologie zwischen Moderne und Postmodeme. Untersuchungen zu Subjekt, Erkenntnis und Moral, hrg. von Klaus Holz: Gießen, S. 66 – 81.
- (1990), Denken vom Vorrang der Natur. Die Naturalisierung des Geistes, in: Die Trennung von Natur und Geist, hrg. von Rüdiger Bubner u.a., München, S. 161-180.
- (1988), Über die Art, Geschichte zu schreiben, in: Soziologische Revue Jg 11, S. 257-262.(1988), Das historische Bewußtsein der Neuzeit, in: Saeculum 39, S. 82 – 95.
- (1988), Die unvollendete Aufklärung oder Die Krise der Geisteswissenschaften, in: 20 Jahre Psychotherapeutische Beratungstelle des Studentenwerks Freiburg, Freiburg, S. 9-26.
- (1988), Pluralismus und strukturelle Gewalt. Zur Moralität in Ökonomie und Politik, in: Pluralismus in Gesellschaft und Kirche, hrg. von Paul Zulehner, München, S. 41-55.
- (1987), Struktur und Semantik der Zeit im Mythos, in: Ordnung des Raumes, Fülle der Zeit, hrg. von D. Kamper und Chr. Wulf, Frankfurt/M..
- (1987), Geschichte als Methode. Insistieren auf Kritischer Theorie, in: Krise der Soziologie, hrg. von R. Rokisch und W. Sewing, Opladen.
- (1987), Natur – Gesellschaft – Geist. Zur soziologischen Anthropologie der Erkenntnis, in: Archiv für Kulturgeschichte 69, S. 196 – 229.
- (1987), Die Gottverlassenheit der Sozialwelt, in: Kultur, Volksbildung und Gesellschaft, hrg. von E.K. Schenk und A. Silbermann, Frankfurt/M., S. 85-99.
- (1987), Das Ende aller Werte. Zur Selbstbehauptung des Subjekts, in: Soziale Dienste, hrg. von Thomas Olk und Hans-Uwe Otto, S. 139-169, Neuwied.
- (1986), Kommunikative Vernunft und Interesse. Zur Rekonstruktion der normativen Ordnung in egalitär und herrschaftlich organisierten Gesellschaften, in: Kommunikatives Handeln. Beiträge zur J. Habermas? ?Theorie des Kommunikativen Handelns?, hrg. von A. Honneth und H. Joas, Frankfurt/M., S. 110-143
- (1986), Zum historischen Stand der Religion, in: Sind wir von Natur aus religiös? hrg. von W. Pannenberg, Düsseldorf, S. 43-86.
- (1986), Recht als kulturelle Errungenschaft, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Jg 72.
- (1986), Die Gottverlassenheit der Sozialwelt, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 11, S. 6-11.
- (1986), Denken vom Vorang der Welt, in: Wovon wollen wir in Zukunft geistig leben, Mainz, S. 197-223.
- (1986), Die Moral der Amoral, in Radius Jg 4, S. 6ff.
- (1985), Zur Aufgabe einer künftigen Soziologie des Wissens (mit Myung-Kun Oh), in: Geschichte der Soziologie, hrg. von Myung-Kun Oh, Seoul.
- (1985), Recht als kulturelle Errungenschaft, in: Beiträge zur Rechtsanthropologie, hrg. von Ernst-Joachim Lampe, Stuttgart, S. 121-131.
- (1984), Egalität als Selbstbehauptung, in: Caderni Fiorentini per la Storia del Pensiero Giuridico Moderno 13, S. 151-201.
- (1984), Toward a Sociology of Cognition, in: Society and Knowledge, hrg. von N. Stehr und V. Meja, New Brunswick und London, S. 148-183.
- (1982), Geschichte als Lernprozeß, in: Saeculum 33, S. 148-160.
- (1982), Die Rekonstruktion der Anfänge. Zu Jürgen Habermas? ?Theorie des Kommunikativen Handelns?, in Soziologische Revue Jg 5, S. 381-392.(1981), Anfang und Richtungssinn der Geschichte, in: Merkur, S. 488-496.
- (1980), Zur Strategie einer Soziologie der Erkenntnis, in: Wissenssoziologie, hrg. von N. Stehr und V. Meja, Köln, S. 73-101.
- (1980), Der Ursprung der Normen. Die Bedeutung der Sprache für ihre Entwicklung, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Bd LXVI/1, S. 53-76.
- (1980), Probleme der Rechtssoziologie, in: Rechtssoziologie. Examinatorium, hrg. von F. Rotter, G. Dux, R. Lautmann, Heidelberg, S. 20-49.
- (1980), Zum historischen Stand der Religion, in: Religion als Problem der Aufklärung, Göttingen 1980, S. 107-129.
- (1980), Religionssoziologie unter dem Verdacht der Metaphysik, in: Religion als Problem der Aufklärung, Göttingen 1980, S. 158-162.
- (1977), Die Natur des Menschen und die Weltanschauung unserer Zeit, in: Unser Wissen vom Menschen, hrg. von W. Kasper, Düsseldorf, S. 52-80.
- (1976), Believing – Evaluation – Knowing. Logic and Legitimation in Max Weber?s Study of Law, in: Internationales Jahrbuch für Religionssoziologie 10, S. 43-74.
- (1975), Diesseits des historischen Materialismus. Zur Soziologie der Weltanschaung, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie 27, S. 201-223.
- (1974), Gegenstand und Methode. Am Beispiel der Wissenschaftslehre Max Webers, in: Sachlichkeit. Festschrift für H. Plessner, Opladen, S. 187-221.
- (1973), Ursprung, Funktion und Gehalt der Religion, in: Internationales Jahrbuch für Religionssoziologie 8, S. 7-67.
- (1973), Religion, Geschichte und sozialer Wandel in Max Webers Religionssoziologie, in: Seminar: Religion und gesellschaftliche Entwicklung : Studien zur Protestantismus-Kapitalismus-These Max Webers, hrsg. von Constans Seyfarth, Frankfurt/M.
- (1972), Anthropologie und Soziologie, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie 24, S. 425-454.
- (1971), Religion, Geschichte und sozialer Wandel in Max Webers Religionssoziologie, in: Internationales Jahrbuch für Religionssoziologie 7, S. 60-94.
Literatur zu Dux
- Ende der Religion – Religion ohne Ende? Kongreßband zur Theorie der „Geistesgeschichte“ von Günter Dux, hrg. von Falk Wagner, Wien 1996.
Laudatio
Laudatio für Professor Dr. Günter Dux zu seinem 65. Geburtstag am 23.06.1998
Günter Dux gehört zu jener Generation von Soziologen, die erst zur Soziologie stießen, nachdem sie ein anderes Fach studiert hatten. 1962 promovierte er mit einem staatsrechtlichen Thema an der Juristischen Fakultät der Universität Bonn und brachte auch noch die juristische Referendarsausbildung hinter sich. Der Soziologe Thomas Luckmann warb ihn für die Soziologie. 1971 habilitierte er sich in Soziologie und Sozialphilosophie an der Universität Konstanz und nahm kurz darauf einen Ruf auf den Soziologie-Lehrstuhl der Universität Linz in Österreich an. Seit 1974 ist Günter Dux Professor für Soziologie und neben Heinrich Popitz, und seit 1993 neben Hermann Schwengel Direktor des Instituts für Soziologie der Universität Freiburg. Im letzten Jahr hat er sich entpflichten lassen, um sich vorrangig der Forschung widmen zu können. Als Leiter der Forschungsgruppe „Theorie des sozialen Wandels“ am „Zentrum für interdisziplinäre Forschung“ der Universität Bielefeld hat er in den letzten Monaten ein hochkarätiges internationales Forscherteam zusammengeführt, in dem das fragmentarische Geschichtswissen zahlreicher Spezialisten mit Blick auf eine allgemeine Theorie der Entwicklung der sozio-kulturellen Lebensform des Menschen diskutiert und neu perspektiviert wird. Günter Dux verfolgt seit seinem programmatischen Hauptwerk „Die Logik der Weltbilder. Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte“ (1982) mit langem Atem die Ausarbeitung der „historisch-genetischen Theorie“, die den Menschen so in die Natur stellt, daß die Kompetenz, seine Lebensformen als sozio-kulturelle Lebensformen selbst zu schaffen, aus ihr heraus verständlich wird. Dabei geht es Günter Dux nicht um beschauliche Universalgeschichte sondern darum, die radikalen Konsequenzen, die der Umbruch im Denken der Neuzeit erfordert, auf dem Niveau heute verfügbaren Wissens zu ziehen. Die neue Weise, unsere Gegenwart vom Anschluß an die Naturgeschichte, der sich mit jeder Geburt eines Kindes wiederholt, her zu rekonstruieren ist in viel diskutierten Werken wie „Die Zeit in der Geschichte. Ihre Entwicklungslogik vom Mythos zur Weltzeit“ (1989), „Die Spur der Macht im Verhältnis der Geschlechter. Über den Ursprung der Ungleichheit zwischen Frau und Mann“ (1992), „Geschlecht und Gesellschaft. Warum wir lieben. Die romantische Liebe nach dem Verlust der Welt“ (1994) und „Der Prozeß der Geistesgeschichte“ (1994) expliziert. Sie beruhen nicht allein auf Buchgelehrsamkeit, vielmehr hat Günter Dux seine Hypothesen in kulturvergleichenden Feldstudien in Indien, Lateinamerika und Europa erprobt. Dux’ens „historisch-genetische Theorie“ gehört neben Jürgen Habermas‘ „Theorie kommunikativen Handelns“ und Niklas Luhmanns „Systemtheorie“ zu den anspruchsvollen und wegweisenden soziologischen Großtheorien, die gebraucht werden, um im undurchsichtiger werdenden Gestrüpp der Detailforschung eine seriöse Orientierung diskutierbar und entscheidbar zu machen.
Freiburg, den 31. Mai 1998
Professor Dr. Wolfgang Eßbach