Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Schildes

Spitzenförderung für Forschung zu Gedächtnisspuren

Freiburg, 13.11.2025

Die Freiburger Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Marlene Bartos erhält ein Reinhart Koselleck-Projekt für besonders innovative Forschungsvorhaben in Höhe von 1,25 Millionen Euro.

Portraitbild von Prof. Dr. Marlene Bartos
Prof. Dr. Marlene Bartos. Bild: Privat

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet die Freiburger Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Marlene Bartos mit einem Reinhart Koselleck-Projekt aus. Damit fördert die DFG ihre Forschungsarbeiten zur Entstehung neuer Gedächtnisspuren während des Lernens im entorhinalen Kortex und Hippokampus. Die Interaktion dieser beiden Gehirnregionen spielt eine zentrale Rolle, wenn sich Erinnerungen bilden an Erlebnisse und Erfahrungen, die notwendig sind, um unsere Entscheidungen und unser Verhalten neu an aktuelle Lebenssituationen anzupassen. Störungen dieser Interaktion können zu schweren Krankheiten des Nervensystems mit Gedächtnisverlusten führen wie zum Beispiel die Alzheimer-Erkrankung. Die Förderung läuft über fünf Jahre und beträgt 1,25 Millionen Euro.

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„Ich freue mich besonders auf dieses technisch hoch anspruchsvolle Projekt, weil es eine einmalige Gelegenheit bietet, die faszinierenden Prozesse des Lernens und Erinnerns im Gehirn auf einer neuen Ebene zu erforschen.“

Prof. Dr. Marlene Bartos

Leitung Physiologisches Institut, Universität Freiburg

Lernen und Erinnern

Das Koselleck-Programm soll Forschenden mit einem herausragenden wissenschaftlichen Lebenslauf die Möglichkeit zu besonders innovativen und risikoreichen Projekten mit hohem Erkenntnispotenzial eröffnen. Das Förderprogramm ist nach dem 2006 verstorbenen renommierten Historiker Reinhart Koselleck benannt. Die Fördermittel können flexibel für die Forschung eingesetzt werden. „Ich freue mich besonders auf dieses technisch hoch anspruchsvolle Projekt, weil es eine einmalige Gelegenheit bietet, die faszinierenden Prozesse des Lernens und Erinnerns im Gehirn auf einer neuen Ebene zu erforschen“, sagt Bartos.

Zur Person

Bartos leitet das Institut für Physiologie, Abteilung I, der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg. Sie ist Sprecherin des Sonderforschungsverbundes Transregional IN-CODE „Hemmende Interneurone – ihre Rolle in der Kodierung von Information“, Mitglied der überregionalen Forschergruppe „Präfrontale Flexibilität“ sowie des Zentrums „BrainLinks–BrainTools“, des Bernsteinzentrums Freiburg und der Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin der Universität Freiburg. Ihre Forschungsarbeiten wurden mit der Lichtenberg Professur durch die VW-Stiftung und einem Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) ausgezeichnet.

Kontakt

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