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Der Koran in einer vielsprachigen Welt: Koranübersetzungen und das Ringen um Deutungshoheit

Die Freiburger Sommervorträge werden jeweils zum angegebenen Zeitpunkt bereitgestellt und bleiben für den gesamten Zeitraum des Sommersemesters zugänglich. Zu finden sind die Vorträge auf dem Medienportal des Studium generale und über den Link unter dem Bereitstellungsdatum der Vorträge.

Überall auf der Welt finden heute Musliminnen und Muslime Zugang zum Koran durch Übersetzungen ihrer heiligen Schrift, die mittlerweile in hunderten von Sprachen vorliegen. Das ist nicht immer so gewesen. Dieser Vortrag beleuchtet die zentrale Rolle, die die Lektüre des Korans und seine Übersetzung seit dem Übergang zur Moderne einnehmen. Er führt ein in globale Tendenzen und Akteure, die den Koran zu Missionszwecken auf allen Kontinenten verbreiten – vom Königreich Saudi-Arabien zur südindischen Ahmadiyya-Bewegung. Er verdeutlicht aber auch, zu welchen Konflikten dies führt, sei es aufgrund von Auseinandersetzungen über die Auslegung von Versen und deren Übertragung in eine Zielsprache oder aufgrund des Ringens darum, wer die Autorität besitzt, die Bedeutung des Korans zu vermitteln. Auch das Verhältnis zu nichtmuslimischen Religionen und literarischen Traditionen steht dabei immer wieder auf dem Prüfstand – ein Thema, das spätestens seit den salafistischen Koranverteilungsaktionen auch für die deutsche Gesellschaft von Interesse ist.


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