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„Wilhelm Meisters Lehrjahre” als politischer Roman

Goethes 1795/96 erstmals publizierter Roman orientiert sich an unterschiedlichen Gattungsmustern. Der Vortrag geht einer dieser Traditionslinien nach und verortet Wilhelm Meisters Lehrjahre im Kontext des politischen Romans der Aufklärung, einem Genre, das sowohl fürstliche Erziehungsprozesse als auch staatstheoretisches Wissen in Romanform darstellt. Auf diese von Fénelons Aventures de Télémaque (1699/1717) ausgehende Gattung, die im deutschen Sprachraum unter anderem von Wieland und Haller aufgenommen und transformiert wurde, bezieht sich auch Goethe, wenn er Motive wie Erziehung und ökonomische Theorie mit der literarischen Verarbeitung zeitgeschichtlicher Ereignisse, namentlich der Französischen Revolution, verbindet.

In elf Einzelvorträgen ausgewiesener Freiburger Referentinnen und Referenten aus einer grossen disziplinären Bandbreite von der Sprach-, Literatur- und Geschichtswissenschaft bis zu Kunstgeschichte, Rechtswissenschaft und Biologischer Anthropologie gibt die Reihe „Welt-Sichten: Verständigungen über Kultur“ vielseitige und faszinierende Einblicke in aktuelle Fragestellungen und Erkenntnisse der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung an der Albert-Ludwigs-Universität.

Erstmals seit zwei Jahren finden die Vorträge wieder wöchentlich in Präsenz im großen Hörsaal 1010 im Kollegiengebäude I der Universität statt. Bitte beachten Sie die jeweils geltenden Corona-Regeln.


Webseite:
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Eva Steil M.A.
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