Springe zu

Vortrag in der Ringvorlesung “Wege zur Erforschung des Gehirns”: Vom Hirn zur Hand: von Netzwerken zu Neuroprothesen

Handbewegungen sind für Menschen und nicht-menschliche Primaten von großer Bedeutung und deren Verlust bedeutet eine schwere Behinderung. Das Greifen von Objekten ist ein komplexes Verhalten, für deren Steuerung das Gehirn viele sensorische und kognitive Signale integriert. Neuere experimentelle Ergebnisse erlauben detaillierte Einblicke, wie bestimmte Hirnareale für die Erzeugung von Greifbewegungen zusammenarbeiten, und wie Greifbewegungen aus diesen Hirnarealen ausgelesen, d.h. ‚dekodiert‘, werden können. Solche Erkenntnisse ermöglichen es abzuschätzen, welche Hirnareale für die Entwicklung von Neuroprothesen besonders geeignet sind, um zukünftig die Handfunktion von gelähmten Patienten zu verbessern.

Handbewegungen sind für Menschen und nicht-menschliche Primaten von großer Bedeutung und deren Verlust bedeutet eine schwere Behinderung. Das Greifen von Objekten ist ein komplexes Verhalten, für deren Steuerung das Gehirn viele sensorische und kognitive Signale integriert. Neuere experimentelle Ergebnisse erlauben detaillierte Einblicke, wie bestimmte Hirnareale für die Erzeugung von Greifbewegungen zusammenarbeiten, und wie Greifbewegungen aus diesen Hirnarealen ausgelesen, d.h. ‚dekodiert‘, werden können. Solche Erkenntnisse ermöglichen es abzuschätzen, welche Hirnareale für die Entwicklung von Neuroprothesen besonders geeignet sind, um zukünftig die Handfunktion von gelähmten Patienten zu verbessern.  

 
Über den Vortragenden
Prof. Dr. Hans-Jörg Scherberger

(Foto: privat)

Das Bernstein Center Freiburg und die Fakultät für Biologie laden im Wintersemester 2022/2023 wieder zu vielen spannenden Fragen, kreativen Ansätzen und praxisbezogenen Methoden rund um das Thema Neurowissenschaften ein.

Warum sehen Nachtfalter bei Sternenlicht? Können kreative Träume helfen, eine strukturierte "interne Welt" aufzubauen? Wie kann die Hirnentwicklung unser Erwachsenenleben sowohl im Guten (d.h. Gesundheit) als auch im Schlechten (Krankheit) beeinflussen? Könnten mit „Licht-Hören“ mehr Information über die Schallfrequenzen weitergegeben und der Hörsinn für Schwerhörige zukünftig differenzierter stimuliert werden?

Dies sind nur einige der Fragen, die herausragende Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus ganz Deutschland jeweils aus Sicht ihrer Disziplin anschaulich und verständlich diskutieren werden. Die Ringvorlesung richtet sich an ein breites Publikum mit einem allgemeinen Interesse an aktueller Hirnforschung. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Nach einem etwa 40-minütigen Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.


Webseite:
https://www.bcf.uni-freiburg.de/ringvorlesung/programm/20221024-Scherberger

Interne Verantwortlichkeit:
Bernstein Center Freiburg (BCF)

Kontakt:
Prof. em. Dr. Ad Aertsen
ad.aertsen@biologie.uni-freiburg.de