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Energiesparen an der Universität Freiburg

Für die Universität Freiburg ist Energiesparen ein zentrales Anliegen, insbesondere auch zur weiteren Förderung von Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung. Hinzu kommt eine drohende Energiekrise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, die auch Auswirkungen auf den Betrieb der Universitäten in Forschung, Lehre und Verwaltung im kommenden Wintersemester haben wird. Die Universität Freiburg intensiviert ihre Energiesparmaßahmen und bereitet sich auf eine solche mögliche Energiekrise vor – wobei sie auf das Schlimmste gefasst ist und das Beste hofft.

Für die Erarbeitung möglicher Maßnahmen und Szenarien wurden drei Arbeitsgruppen zu Forschung, Lehre und Betrieb eingerichtet, deren Einrichtung erfolgte durch den Senat. Beteiligt an der Arbeit sind Vertreter*innen zentraler Einrichtungen, aller Fakultäten sowie studentische Vertreter*innen. Zudem wurden die Hochschulen im Land vom Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst (MWK) Baden-Württemberg aufgefordert, sich im Rahmen eines Krisenmanagements mit dieser Thematik zu befassen.

Ob eine solche Gasmangellage eintreten wird oder nicht, kann zum heutigen Zeitpunkt niemand einschätzen. Da die derzeitige und kommende Energieversorgungslage von vielen unterschiedlichen externen Faktoren abhängt, auf die die Universität Freiburg keinen Einfluss hat, erarbeiten die Arbeitsgruppen auch unterschiedliche Szenarien, mit denen die Universität auf unterschiedliche Entwicklungen in der Energieversorgung gut und zügig reagieren kann.

Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe Lehre

Ein wesentliches Ergebnis der Arbeitsgruppe Lehre betrifft den Studienbetrieb. Der Beginn der Vorlesungszeit im Wintersemester 2022/23 wird nicht vorgezogen. Der jeweilige Planungsstand für den Beginn des Semesters gilt.

Es wird an der Universität Freiburg eine Verlängerung der Winterpause für Präsenzveranstaltungen bis zum 21. Januar 2023 geben, falls notwendig auch noch darüber hinaus. Die Universitätsleitung bittet die Fakultäten, sich hierauf vorzubereiten. Ziel wäre auch hier – wie im Fall der Corona-Krise, die weiterhin zusätzlich das kommende Semester beeinflussen könnte – den Präsenzbetrieb möglichst aufrechtzuerhalten, also die Präsenzveranstaltungen, die in die betroffenen beiden Januarwochen fallen, zu verlegen. Voraussichtlich werden zudem die Gebäude- und Raumtemperaturen im Wintersemester im Rahmen der zulässigen Temperaturen abgesenkt.

Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe Forschung

In der Forschung wird indes die Nutzung ausgewählter Heizungen, Lüftungen, Beleuchtungen und ganzer Forschungsgeräte reduziert oder teilweise ausgesetzt. Insbesondere wird der Luftwechsel von Laboren bereits situationsbedingt reduziert und es werden Szenarien erarbeitet, mit deren Hilfe der Energieverbrauch beim wissenschaftlichen Rechnen (high performance computing) reduziert werden kann.

Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe Betrieb

Für den Betrieb sind die Fakultäten und die weiteren Einrichtungen dazu aufgefordert unter anderem energieintensive Geräte durch energieärmere sukzessive zu ersetzen. Auch sollen dezentrale Computer-Server auf zentral betriebene, insbesondere virtuelle Server umgezogen werden. Weitere mögliche Maßnahmen sind auf der Webseite der Universität Freiburg zum Thema Energie veröffentlicht. Für den Fall einer Energieknappheit werden fortlaufend Geräte und technische Umgebungen identifiziert, die in einer noch festzulegenden Reihenfolge abgeschaltet werden können. Generell ist ein kontinuierlicher Prozess zur Identifikation und Umsetzung von Einsparpotenzialen erforderlich.

Über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen und weitere diesbezügliche Entwicklungen werden wir Sie über Newsletter und auf dieser Webseite regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Bei Fragen können Sie sich gern auch an die zentrale E-Mail-Adresse energie@zv.uni-freiburg.de wenden. Wir bitten Sie hierbei, Fragen möglichst in Ihren Fakultäten und weiteren Einrichtungen vorab zu bündeln.


Aufruf der Universität zum Energiesparen

So wie die Landesregierung Baden-Württemberg ruft auch die Universität Freiburg zudem alle Beschäftigten und Studierenden zu weiterer, auch individueller Reduktion von Wärme-, Kälte, und Stromnutzung auf (u. a. bei Warmwasser, Klimaanlagen, elektrischen Geräten, Beschaffung). Wir appellieren ausdrücklich an die individuelle Verantwortung aller Nutzer*innen, auch davon wird der Erfolg der gemeinsamen Energiesparmaßnahmen abhängen. Auch hierfür gibt die oben genannte Webseite der Universität Freiburg wertvolle Anregungen. Bei allen Maßnahmen im Rahmen der Energieeinsparung werden wir darauf achten, dass diese so wenig negativen Einfluss wie möglich auf die Corona-Entwicklung haben. Maßnahmen zur Energieeinsparung werden gegenüber der Corona-Entwicklung verantwortungsvoll abgewogen werden.


Energiespartipps

Eine Übersicht über Möglichkeiten, wie jede*r Einzelne im Alltag Energie sparen kann, sind auf der bereits genannten Webseite der Universität Freiburg zum Thema Energie veröffentlicht.

Auch die folgende im Internet abrufbare Publikation des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gibt Tipps zu konkreten Energiesparmöglichkeiten: Energie-Sparbüchle


Hilferuf der Landesrektorenkonferenz nach finanzieller Unterstützung

Vor dem Hintergrund der möglichen Energiekrise hat die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg am 13. Juli 2022 einen „Hilferuf nach finanziellen Unterstützungsmaßnahmen“ veröffentlicht. Darin macht sie deutlich, dass schon ohne die Aktivierung der Gas-Notfallstufe die bereits eingetretenen und die zu erwartenden Energiepreissteigerungen dramatische Auswirkungen auf die Universitäten haben, sofern sie nicht vom Land übernommen werden.