Geländeveranstaltungen im B.Sc. Geographie

Praxisnah studieren – Feldarbeit im B.Sc. Geographie

Im Bachelor‑Studiengang Geographie erleben Sie die Landschaft nicht nur im Hörsaal, sondern direkt vor Ort. Bis zu vier praxisorientierte Module mit Geländetagen (Exkursionen) stehen Ihnen dabei zur Verfügung.

Im Pflichtbereich:

Zusätzlich besteht für Sie die Möglichkeit im Bereich Interdisziplinärtät und individuelle Vertiefung an der Kleinen Geländeübung teilzunehmen, sofern Plätze verfügbar sind. Weitere Informationen dazu finden Sie in unseren FAQs!

Einführung in die Geographie und deren Arbeitsweisen

Studierende stehen zwischen Bäumen und einer Messstation im Wald; im Vordergrund liegen gefällte, umgestürzte Baumstämme.
  • Im Modul „Einführung in die Geographie und deren Arbeitsweisen“ werden grundlegende Methoden wissenschaftlichen Arbeitens in der Geographie vermittelt und ein Überblick über die verschiedenen Teilbereiche der Geographie gegeben.
  • Begleitend zu den wöchentlichen Seminarsitzungen werden an einzelnen Wochenendtagen im Rahmen von zwei jeweils ganztägigen praktischen Geländeübungen in oder in der näheren Umgebung von Freiburg geographische Geländeerfahrungen gesammelt.

Geländemethoden der Physischen Geographie

Eine Gruppe von fünf Personen steht auf einem felsigen Vorsprung vor einem Wald und Bergen im klaren Himmel.
  • Ziel & Methode: Im Modul Geländemethoden lernen Sie ausgewählte Methoden der Datenerhebung kennen, wenden sie im Feld an und erhalten im Seminar Anleitung zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
  • Schwerpunkt der Messungen: Fokus liegt auf hydrologischen und fluvial‑morphologischen Parametern – Abfluss, Sedimentfracht und Erosionsleistung – die während gemeinsamer Geländetage erhoben werden.
  • Ablauf: Nach einem Einführungstag, in dem Untersuchungsgebiet und Messverfahren vorgestellt werden, führen die Teilnehmenden die Messungen in kleinen Gruppen unter Anleitung im Gelände durch und werten die Daten anschließend im Seminar aus.
  • Lust auf bewegte Bilder? Einblicke in das Modul finden Sie hier!

Große Geländeübung

Eine Gruppe von Menschen läuft durch eine sonnige südländische Altstadt, umgeben von farbenfrohen, eng bebauten Häusern.
  • Das Modul Große Geländeübung ist ein zentraler Praxisanteil des B.Sc. Geographie und erstreckt sich über 8 bis 10 Tage intensiver Feldarbeit.
  • 2-3 Exkursionsziele pro Jahr – von Küstenlandschaften über alpine Hochgebiete bis hin zu urbanen Räumen.
  • Jedes Ziel wird von Dozent*innen und Forschenden betreut, die im jeweiligen Gebiet aktiv sind.

Die Exkursionsziele werden nach Größe des Jahrgangs, laufenden Forschungsprojekten, verfügbaren Lehrkapazitäten sowie Wetter‑ und Behördenvorgaben ausgewählt; deshalb können wir nicht versprechen, dass jeder sein Wunschziel erhält, bemühen uns aber um die optimale Zuordnung.

Kosten
Die Kosten für die Exkursion sind abhängig vom jeweiligen Ziel. In der Regel liegen die Ausgaben für Unterbringung und den Transport vor Ort bei etwa 500 Euro. Hinzu kommen die selbst zu tragenden Kosten für Verpflegung während der Exkursion sowie – je nach Anreiseweg – die Eigenkosten für Hin‑ und Rückreise.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Zielgebieten, deren fachliche Schwerpunkte sowie die Kostenangabe finden Sie im Modulhandbuch des jeweiligen Sommersemesters.

Exkursionziele Große Geländeübung 2026

Blick auf den Fluss in Montpellier, Südfrankreich

09.03. – 19.03.2026

Südfrankreich
(Perpignan/Montpellier)

In Perpignan liegt der Fokus auf der von Armut geprägten Innenstadt, deren Transformationsprozessen, sowie dem universitätsnahen Quartier Moulin‑à‑Vent; ergänzend werden weitere Innen‑ und Küstenstandorte erkundet. In Montpellier analysieren wir die Sanierung der historischen Altstadt, die Entstehung neuer Stadtviertel und Einkaufs‑/Erlebniszentren, die Bedeutung von Star‑Architektur und die aktuellen Entwicklungspläne für den Agglomerationsraum – inklusive des Küsten‑ und Tourismusziels La Grande‑Motte.

Weitläufiger Blick über ein Tal, das von Bergen am Horizont umrahmt wird, während der Himmel klar und blau darüber liegt.

01.09. – 08.09.2026

Oberrheingraben, Schwarzwald und Alpenvorland

Im Rahmen der Geländeübung besuchen wir mehrere Stationen vom Kaiserstuhl bis zum Bodensee (ggf. ein alpines Ziel) und untersuchen sowohl physische (Geomorphologie, Klimageographie, Naturgefahren) als auch humangeografische Themen (Klimawandel‑Anpassung, Hitzeaktionsplanung). Teilweise führen wir längere Fußstrecken zurück – dafür sind geeignete Ausrüstung und eine gute Grundfitness Voraussetzung..

Historische Speicherstadt in Hamburg – ein Netzwerk aus roten Backsteingebäuden, schmalen Kanälen und verwinkelten Stegen, über denen kleine Brücken sehen sind.

06.10. – 14.10.2026

Hamburg

Wir erkunden die Metropolregion Hamburg und analysieren ihre wirtschaftlichen, stadtgeographischen und sozialen Konflikte – von den Aushandlungsprozessen um den Hafen über soziale Ungleichheiten bis zu ihrer Sichtbarkeit im Stadtbild. Gleichzeitig untersuchen wir die physische Geographie: die eiszeitliche Landschaftsprägung, die tidebeeinflussten Elbmarschen und die dynamischen Küstenprozesse. Die Exkursion kombiniert Experten‑Interviews, empirische Übungen, Kurzreferate und Gruppenarbeit und wird gemeinsam mit Lehrenden der Universität Hamburg durchgeführt.

Eindrücke aus den letzten Jahren