Integrierte Nebenfächer
B. Sc. Umweltnaturwissenschaften
Durch die Wahl eines integrierten Nebenfachs (iNF) können fachliche Schwerpunkte gesetzt und individuelle Interessen vertieft werden. Die Aufteilung in kleinere Kohorten ermöglicht die Anwendung verschiedener Lehrformate, z.B. Geländepraktika und Exkursionen aber auch Seminare, praktische (Labor)Übungen und Gastbeiträge aus der Berufspraxis.
Die Plätze in den iNF sind beschränkt und die Zuteilung erfolgt über ein Auswahlverfahren im ersten Fachsemester. Die Note der Hochschulzugangsberechtigung und ein Motivationsschreiben werden für die Platzvergabe berücksichtigt. Ab dem zweiten Semester besuchen die Studierenden die Veranstaltungen in Ihrem Nebenfach.
Für die Aufnahme in das iNF „Landschaftsökologie und Naturschutz“ war für die Zulassung zuletzt eine Abiturnote zwischen min. 1,3 und 1,8 notwendig (je nach Güte des Motivationsschreibens). In allen anderen Nebenfächern war in den letzen 2 Jahren die Zulassung zum Studiengang ausreichend.
Umwelthydrologie und Wasserressourcen



Das integrierte Nebenfach Umwelthydrologie und Wasserressourcen vermittelt Grundkenntnisse zu Wasserflüssen und zur Wasserspeicherung in verschiedenen Raum- und Zeitskalen. Hierauf aufbauend werden gewässerökologische Grundlagen und ein Basiswissen in aquatischer Umweltchemie gelehrt. Auch die Wassernutzung und Probleme beim Umgang mit der Ressource Wasser werden behandelt.
So werden schrittweise die Grundlagen für das Verständnis von Wasser in einer natürlichen und vom Menschen beeinflussten Umwelt vermittelt, die in einem höheren Studium vertieft oder direkt im Beruf angewendet werden können.
Meteorologie und Klimatologie



Meteorologie ist die Lehre von den physikalischen und chemischen Prozessen und Zuständen in der Atmosphäre. Die Klimatologie beschäftigt sich mit der Analyse und Beschreibung des Klimasystems und seinen Änderungen.
Das integrierte Nebenfach Meteorologie und Klimatologie ist naturwissenschaftlich und praktisch ausgerichtet. Nach einer grundlegenden Einführung in die fundamentalen Prozesse, welche unser Wetter und Klima bestimmen, werden die Studierenden mit Messtechnik, computergestützter Modellierung, meteorologischer Datenanalyse, und -visualisierung vertraut gemacht. Anwendungsgebiete von Meteorologie und Klimatologie, die im integrierten Nebenfach behandelt werden, sind Wettervorhersage, Bioklimatologie, Energiemeteorologie, Luftreinhaltung, Stadklimatologie und Klimawandel.
Landschaftsökologie und Naturschutz



Das integrierte Nebenfach Landschaftsökologie und Naturschutz dient zur Profilbildung in allen Bereichen, die mit den Themen Arten- und Naturschutz, Landschaftsökologie, Naturschutzpolitik, Wildlife-Management, Großschutzgebiete, Internationaler Naturschutz, Landschaftspflege, Naturschutzerziehung etc. verbunden sind.
Dabei werden einerseits ökologische Grundlagen vermittelt, andererseits Techniken zur praktischen Landschaftspflege und zum Biotopmanagement gelehrt und schließlich die einzelnen Themengebiete auch in einen normativen, politischen, rechtlichen, organisatorischen und pädagogischen Kontext gestellt.
Im Zulassungsverfahren zu den iNF im ersten Fachsemester war für die Aufnahme in das iNF Landschaftsökologie und Naturschutz in den letzen 2 Jahren eine Abiturnote zwischen min. 1,3 und 1,8 notwendig, je nach Güte des Motivationsschreibens (FAQ zum Bewerbungsverfahren).
Landnutzung im internationalen Kontext



Das integrierte Nebenfach Landnutzung im internationalen Kontext beschäftigt sich mit ökologischen, technischen und sozioökonomischen Aspekten der Landnutzung auf internationaler Ebene. In besonderen Maßen werden die globalen ökologischen, ökonomischen und politischen Herausforderungen dargestellt, wie sie sich insbesondere durch Klimaveränderungen und als Folge einer ökonomischen Globalisierung ergeben. Dies geschieht schwerpunktmäßig am Beispiel „Wald“, jedoch werden auch benachbarte Disziplinen wie Land- und Wasserwirtschaft berührt.
Ein geographischer Schwerpunkt liegt dabei sowohl auf den waldreichen Regionen der Tropen und Subtropen, wie auch den großen, teilweise noch unerschlossenen Waldregionen Sibiriens oder Kanadas. Die ökologischen, technischen und politischen Lehrinhalte werden in der Beschäftigung mit den Zusammenhängen zwischen Landnutzung und ländlicher Entwicklung zusammengeführt.
Umweltsozialwissenschaften



Das integrierte Nebenfach Umweltsozialwissenschaften zielt auf die Vermittlung konzeptioneller und methodischer Grundlagen zur Analyse der komplexen Beziehungen zwischen Mensch, Gesellschaft und Umwelt, insbesondere unter Aspekten des globalen Wandels und der gesellschaftlichen Transformation in Richtung Nachhaltigkeit.
Das iNF stützt sich auf eine Reihe unterschiedlicher, an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen vertretenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen, wie etwa der Politikwissenschaft, der Geographie, der Ökonomie und der Umweltplanung.
Das iNF vermittelt grundständige Kompetenzen in der kritischen Analyse und der effektiven Gestaltung gesellschaftlicher Interaktionen zwischen unterschiedlichen Stakeholdern auf und zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen (lokal, regional, national, international).