Archiv

2026

Dissertation

Erfolgreiche PhD-Verteidigung von Theresa Klara Loch

Wir gratulieren Theresa Klara Loch herzlich zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Dissertation „Soziale Netzwerke in der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität in Wäldern“. Die Dissertation wurde von Prof. Daniela Kleinschmit (Universität Freiburg) und von Prof. Örjan Bodin (Stockholm Resilience Centre) betreut und untersucht, wie biodiversitätsbezogene Ziele in der Forstwirtschaft interpretiert und umgesetzt werden.

In ihrer Dissertation zeigt Theresa auf Grundlage einer systematischen Literaturrecherche, halbstrukturierter Interviews und einer Netzwerkanalyse , dass die Umsetzung durch professionelle Beziehungen, informelle Koordination und situationsbezogene Urteilsbildung unter Bedingungen von Unsicherheit und institutioneller Ambiguität geprägt ist. Indem die Dissertation die Umsetzung als relationalen und ökologisch eingebetteten Prozess konzeptualisiert, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Forschung im Bereich der Forstpolitik und liefert empirisch fundierte Erkenntnisse, die sowohl für wissenschaftliche Debatten als auch für die Managementpraxis relevant sind.

Wir gratulieren Theresa herzlich zu diesem Erfolg und wünschen ihr alles Gute für ihren weiteren akademischen und beruflichen Weg.

Projekt Update

Projekt DIANA – Waldbesitz verstehen und Zukunft gestalten

Im Forschungsprojekt DIANA – Im Dialog zu neuen Angeboten für Waldbesitzende untersucht ein Teilprojekt an der Professur für Forst- und Umweltpolitik, wie unterschiedliche Waldbesitzformen in Baden-Württemberg gelebt werden und wie aktuelle wie zukünftige Waldbesitzende in ihren Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden können.
Aufbauend auf einer landesweiten Umfrage bietet das DIANA-Team im März 2026 vier Workshops in verschiedenen Landkreisen Baden-Württembergs an. In vertrauensvoller Atmosphäre reflektieren Waldbesitzende ihre Situation, tauschen Erfahrungen aus und loten gemeinsam Perspektiven für die Zukunft ihres Waldes aus.
Weitere Informationen zu Zielen, Terminen und Anmeldung finden Sie auf der DIANA-Projektseite (https://diana-waldstrategie.de/2025/12/09/vier-workshops-zu-waldbesitz-jetzt-anmelden/).

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Stellenausschreibung

Doktorand*innenstelle im Projekt “Decision-making practices in the case of anticipated disturbances: following institutionalized structures in forest Social-Ecological Systems governance” (instDMP).

Im Exzellenzcluster „Future Forests – Adapting complex social-ecological forest systems to global change“ der Universität Freiburg suchen wir Kandidat*innen mit einem Master- (oder gleichwertigen) Abschluss in Politik- oder Sozialwissenschaften, Soziologie, Humangeographie, Umweltpolitik, Anthropologie oder ähnliches mit einem starkem Interesse an Mensch-Umweltbeziehungen oder in Forstwissenschaften mit starkem Fokus auf gesellschaftliche und politische Perspektiven. Unter Anwendung einer qualitativen und koproduktionsorientierten Methodik in der Region Oberrhein und Schwarzwald wird das Doktorandenprojekt Entscheidungsprozesse im Waldrisikomanagement „unter Befolgung von Institutionen” untersuchen.
Weitere Details finden Sie in der Ausschreibung https://uni-freiburg.de/en/job/00004717/.
Bei Fragen gerne an sylvia.kruse@ifp.uni-freiburg.de.
Bewerbungsschluss: 20. Januar 2026

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2025

Dissertation

Erfolgreiche PhD-Verteidigung von Laila Berning

Wir gratulieren Laila Berning herzlich zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Dissertation mit dem Titel „EU Politics of Regulating Transnational Forest and Agricultural Commodity Supply Chains for Legality and Sustainability“. Die Arbeit wurde von Prof. Daniela Kleinschmit (UFR) und Prof. Rachael Garrett (University of Cambridge) betreut und leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie die politische Komplexität des Prozesses rund um die EU-Entwaldungsverordnung herausarbeitet.

In ihrer Dissertation zeigt Laila die Rolle verschiedener ideeller und materieller Faktoren auf, die Politikwandel oder -stabilität in der EU beeinflussen. Die EUDR dient dabei als exemplarische Fallstudie zur Analyse der wachsenden Bedeutung öffentlicher Regulierung in der globalen Umweltpolitik und der unilateralen Wende in der EU-Handelspolitik.

Wir sind tief beeindruckt von Lailas Arbeit und wünschen ihr voller Stolz alles Gute für ihren weiteren wissenschaftlichen und beruflichen Weg!

Neues Forschungsprojekt

MangrovES

Am 1. Oktober 2025 startete das Projekt MangrovES (Mangrove Governance Innovation for Sustainable Ecosystem Service Provision), eine umfassende internationale Forschungsinitiative unter der Leitung von Professor Daniela Kleinschmit und Stefan Sorge. Das Projekt befasst sich mit einer kritischen ökologischen Herausforderung und analysiert Governance-Innovationen für das Mangrovenwaldmanagement in drei Regionen Kolumbiens, wobei ökologische, soziale und wirtschaftliche Faktoren integriert werden, um die nachhaltige Bereitstellung essenzieller Ökosystemleistungen sicherzustellen. Das Projekt nutzt den analytischen Rahmen „Social-Ecological-Technical-Forestry-Innovation-Systems“ (SETFIS) und kombiniert mehrere Forschungsmethoden mit der Zusammenarbeit vor Ort durch Partnerschaften mit CEMarin in Kolumbien und dem Leibniz-Zentrum für Meeresforschung (ZMT) in Deutschland.

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Publikation

Forests in the Spotlight: Discourse Coalitions and Storylines Shaping the EU Nature Restoration Regulation

Neue Publikation von Simon Fleckenstein, Simon Schaub (Universität Heidelberg) und Metodi Sotirov im Journal Politics & Governance: Der Artikel untersucht den politischen Entscheidungsprozess der EU-Verordnung zur Renaturierung der Natur mit besonderem Schwerpunkt auf der Debatte über die Wiederherstellung von Waldökosystemen. Mithilfe von Diskursnetzwerkanalysen und Prozessverfolgung wird untersucht, wie die Argumente und Narrative verschiedener staatlicher und nichtstaatlicher Akteure den Prozess und dessen Ergebnis beeinflusst haben. Damit liefert der Artikel wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung der EU-NRR – dem ersten direkt anwendbaren und rechtsverbindlichen Instrument der EU im Bereich der Forstpolitik.

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Final Conference BIOCONSENt&LFC (Bonn 2025)

Abschlusskonferenz

BIOCONSENT & LEARNFORCLIMATE: Wiederherstellung der Waldbiodiversität und klimabedingte Störungen

Am 23. September 2025 fand die gemeinsame Abschlusskonferenz der europäischen Forschungsprojekte BIOCONSENT & LEARNFORCLIMATE im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn statt. Unter dem Titel „From Science to Policy & Practice“ brachte die Veranstaltung politische Entscheidungsträger:innen, Forstpraktiker:innen, Wissenschaftler:innen und Umweltakteur:innen aus ganz Europa zusammen, um zu diskutieren, wie Forschung biodiversitätsfreundliche und klimaresiliente Waldbewirtschaftung unterstützen kann.

Die Konferenz präsentierte zentrale Ergebnisse beider Projekte und beleuchtete dabei Zielkonflikte und Synergien zwischen Biodiversitätsschutz, nachhaltiger Forstwirtschaft und Klimaanpassung. Außerdem gaben Keynote-Speaker:innen von der Europäischen Kommission, dem Bundeslandwirtschaftsministerium und Verbänden Einblicke in aktuelle politische Themen.

Screenshot des Artikels "From connections to conservation: Social networks in forest biodiversity management"

Publikation

From connections to conservation: Social networks in forest biodiversity management

Neue Publikation von Theresa Klara Loch, Melanie Nagel und Daniela Kleinschmit im Journal of Environmental Management. Die Studie untersucht, wie soziale Netzwerke von Revierleiter*innen die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen in deutschen Staatswäldern beeinflussen. Im Fokus stehen Fragen wie: An wen wenden sich die Manager bei offenen Fragen? Welche Rolle spielen persönliche Verbindungen für Entscheidungen im Wald? Die Ergebnisse zeigen: Netzwerke sind nicht nur technische Hilfsmittel, sondern prägen, wie Maßnahmen interpretiert, priorisiert und umgesetzt werden. Vielfalt in den Netzwerken geht dabei häufig mit stärkerem Engagement für Biodiversität einher. Die Studie macht deutlich, dass soziale Dynamiken und Vertrauen wichtige Faktoren für erfolgreiche Naturschutzpraxis sind.

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Abschlussbericht

Wie können Wald und Wasser gemeinsam für die Zukunft gedacht werden?

Das Projekt InteW2 zeigt: Trotz wachsender Herausforderungen wie Dürre, Überschwemmungen und sinkender Wasserqualität fehlt es bislang an einer engen Verzahnung zwischen Forst- und Wassersektor. Im Rahmen des Projekts wurden lokale Runde Tische veranstaltet, um einen Austausch unter Praxisakteuren zu initiieren – ein Ansatz, der hohes Potenzial für regional angepasste Lösungen bietet. Während unsere Ergebnisse zeigen, dass bislang wenig Kooperation zwischen den Wald und Wassersektoren stattfindet, gibt es mit der Nationalen Wasserstrategie vom März 2023 einen Lichtblick: Hier wird die Zusammenarbeit mit dem Forst strategisch festgeschrieben und bildet damit eine Grundlage für mehr Austausch in den kommenden Jahren.

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Piangüeras

Publikation

Piangüeras: Hüterinnen der Mangroven am kolumbianischen Pazifik

Diese Publikation von Stefan Sorge beleuchtet die zentrale Rolle der Piangüeras, überwiegend afrokolumbianische Frauen, im nachhaltigen Schutz und Management der Mangrovenökosysteme entlang der kolumbianischen Pazifikküste. Die enge kulturelle und spirituelle Verbindung der Piangüeras zu den Mangroven gewährleistet eine ressourcenschonende Nutzung, die sowohl die lokale Ernährungssicherung als auch den Erhalt der biologischen Vielfalt unterstützt.

Trotz wachsender Herausforderungen wie Umweltzerstörung, illegaler Abholzung und mangelnder politischer Anerkennung ihrer Arbeit stehen die Piangüeras beispielhaft für kollektives Handeln, ökologische Verantwortung und kulturellen Widerstand. In der Publikation wird gefordert, das Wissen und die Perspektiven der Piangüeras stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Nur so können die Mangroven und die von ihnen abhängigen Gemeinschaften langfristig geschützt und gestärkt werden.

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