AGRI4POL

Promoting sustainable agriculture for pollinators

Bedrohungen für Bestäuber und die von ihnen erbrachten Bestäubungsleistungen, die die Landwirtschaft unterstützen und der Gesellschaft zugutekommen, stellen ein weltweites Problem dar. AGRI4POL verfolgt das Ziel, die Landwirtschaft bei der Transformation von einer Belastung für Bestäuber hin zu einer positiven Kraft für deren Schutz und Förderung zu unterstützen. Dabei sollen sowohl die Bestäuberbiodiversität als auch die Bestäubungsleistungen in Agrarökosystemen und die damit verbundenen Vorteile für Mensch und Umwelt gestärkt werden.

Das Projekt wird von Dr. Adam Vanbergen vom INRAE (Französisches Nationales Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt) koordiniert, der gemeinsam mit 22 Partnerinstitutionen aus insgesamt 14 Ländern das Projekt durchführt.

Zielsetzung und Methodik

Um den Wandel zu bestäuberfreundlicheren Anbausystemen und Wertschöpfungsketten zu ermöglichen, fördert AGRI4POL ein vertieftes wissenschaftliches Verständnis der Beziehungen zwischen Anbaukulturen, landwirtschaftlichen Systemen und Bestäubern – vom Pflanzengen bis zum Agrarökosystem.

Von Anfang an wird die Forschung von AGRI4POL durch eine enge und kontinuierliche Einbindung relevanter Akteure entlang der Agrar- und Lebensmittelkette begleitet. So stellen wir sicher, dass unsere Lösungen praxistauglich, gesellschaftlich akzeptiert und politisch umsetzbar sind. Diese Multi-Akteur-Perspektive erlaubt es zudem, sozioökonomische und politische Hürden wie auch Chancen für die Umsetzung bestäuberfreundlicher Landwirtschaft auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu identifizieren.

Arbeitspakete

WP1: Multi-Akteur-Co-Design von Forschung und Endnutzer:innen-Optionen zur Förderung bestäuberfreundlicher Landwirtschaft

WP2: Genetik der Blühmerkmale von Kulturpflanzen, die die Bestäuberattraktivität steuern: future pollinator-smart crops

WP3: Managementoptionen zur Förderung der Bestäuberleistungen in der Landwirtschaft

WP4: Multifunktionale ökologische Infrastruktur für Bestäuber und damit verbundene Vorteile auf Feld- und Landschaftsebene

WP5: Soziale und wirtschaftliche Chancen und Hindernisse auf dem Weg zu bestäuberfreundlichen Lebensmittelsystemen

WP6: Beteiligung von Akteuren aus Politik und Praxis zur Förderung der Umsetzung bestäuberfreundlicher Landwirtschaft

WP7: Kommunikation, Verbreitung, Nutzung und Synergien mit anderen Projekten

WP8: Wissenschaftliche Koordination und Projektmanagement

AGRI4POL macht sichtbar, wie wichtig eine bestäuberfreundliche Landwirtschaft für Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit ist – für Landwirt:innen, die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, politische Entscheidungsträger:innen und die gesamte Gesellschaft.

Das Team der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie übernimmt die Leitung von Workpackage 1 „Multi-Akteur-Co-Design von Forschung und Endnutzer:innen-Optionen zur Förderung bestäuberfreundlicher Landwirtschaft“.

Ansprechpartner

Portrait von Henning Nottebrock mit einer Pflanze im Hintergrund

Dr. Henning Nottebrock

Projektmitarbeiter

Mehr zur Person

Projektdaten

ProjektkoordinatorDr. Adam Vanbergen (INRAE)
Projektmitarbeitende der Universität FreiburgProf. Dr. Alexandra-Maria Klein
Dr. Henning Nottebrock
Laufzeit01/2025 – 12/2028
FörderungHorizont-Europa-Programm der Europäischen Union, Projektnummer 101181146
KooperationspartnerINRAE – Institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement
INRAE Transfert SAS
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Universität Reading
Universität Wageningen
Stichting Wageningen Research
Universität Lund
Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC)
Pensoft Publishers
CzechGlobe
Universität Mons
Universität Ljubljana
Universität Padua
WCMC
Associacio Paisatges Vius
Maisadour Semences Romania
Cia Agricoltori italiani Padova
Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
AGRIDEA
Webseitehttps://agri4pol.eu/

AGRI4POL erhält Fördermittel von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont Europa unter der Fördernummer 101181146 sowie vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Die geäußerten Ansichten und Meinungen stammen ausschließlich von den Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union (EU), der Exekutivagentur für Forschung (REA) oder des SBFI wider.