WildPosh

Pan-European assessment, monitoring, and mitigation of chemical stressors on the health of wild pollinators

Zwei Stapel mit Nisthilfen für Wildbienen. Viele der Öffnungen sind bereits verschlossen

Wild lebende Tiere und Pflanzen sind zunehmenden Umweltbelastungen ausgesetzt. Besonders betroffen sind Bestäuber wie Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Eine große Bedrohung für sie ist die Verbreitung von Pestiziden. WildPosh ist ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Ziel, die Auswirkungen von Pestiziden auf Wildbestäuber besser zu verstehen und ihre Gesundheit sowie die Bestäubungsleistung in Europa zu verbessern.

Zielsetzung und Methodik

Da die Belastung durch Chemikalien je nach Region, Anbausystem und Bestäuberart unterschiedlich ist, untersuchen wir die Pestizidexposition in vier europäischen Ländern mit verschiedenen Klimazonen: Deutschland, England, Estland und Spanien. Wir führen Feldstudien durch, testen die Wirkung von Pestiziden in Laborversuchen und sammeln Daten über Bestäuberarten und ihre Merkmale sowie die Toxizität von Pestiziden.

Die wichtigsten Ziele von WildPosh sind:

  • Herausfinden, wie stark Bestäuber in der Praxis Pestiziden ausgesetzt sind.
  • Untersuchen, wie sich Pestizide auf die Gesundheit von Bestäubern auswirken.
  • Aufbau einer offenen Datenbank zu Bestäubern, ihren Lebensräumen und den verwendeten Chemikalien.
  • Entwicklung neuer Werkzeuge zur Risikobewertung.
  • Unterstützung von Politik und Praxis mit neuen Methoden zur Überwachung und Bewertung.

Arbeitspakete

WP1: Überwachungskonzept zur Identifizierung von Quellen und Ausbreitungswegen der Pestizidexposition in Umweltkompartimenten und -matrizen

WP2: Auswirkungen der Exposition gegenüber einzelnen Pestiziden und deren Mischungen auf Wildbestäuber als neuartige Modellorganismen in Labor- und Halbfeldexperimenten

WP3: Omics-basierte Untersuchungen der Reaktionen von Bestäubern auf Pestizide

WP4: Datenkuratierung und in-silico-Modellierung für die Risikobewertung

WP5: Integrierte systembasierte Risikobewertung

WP6: Bewertung der Wirksamkeit und Umsetzbarkeit von Minderungsmaßnahmen

WP7: Kommunikation, Wissensaustausch und Wirkung

WP8: Projektmanagement und wissenschaftliche Koordination

WP9: Ethikanforderungen

Experimentalfläche mit Käfigen für Halbfeldversuche

Das Team der Professur für Naturschutz und Landschaftschaftsökologie ist maßgeblich an der Bearbeitung von WP1 und WP2 beteiligt und untersucht u. a. die Auswirkungen von Pestiziden auf Wildbienen in Labor- und Halbfeldversuchen.

Ansprechpartner

Portraitfoto von Dimitry Wintermantel

Dr. Dimitry Wintermantel

Projektmitarbeiter

Projektdaten

ProjektkoordinatorProf. Denis Michez (Universität Mons)
Projektmitarbeitende der Universität FreiburgProf. Dr. Alexandra-Maria Klein
Dr. Dimitry Wintermantel
Alicia Kling
Denicia Kassie
Laufzeit01/2024 – 12/2027
FinanzierungHorizont-Europa-Programm der Europäischen Union, Projektnummer 101135238
ProjektpartnerUniversität Mons
Pensoft Publishers
EMÜ: Eesti Maaülikool, Estonian University of Life Sciences
BIOP: BioPark Archamps
ANSES: French National Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety
CNRS: French National Centre for Scientific Research
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
UFZ: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Universität Turin
ISS: Italian National Institute of Health
PIWET: National Veterinary Research Institute – State Research Institute
Universität Novi Sad
BioSense Institute: Research Institute for Information Technologies in Biosystems
Universität Murcia
Royal Holloway and Bedford New College
Universität Reading
Webseitehttps://wildposh.eu/

WildPosh erhält Fördermittel von der Europäischen Union im Rahmen des Horizont-Europa-Rahmenprogramms unter der Projektnummer 101135238. Die geäußerten Ansichten und Meinungen stammen ausschließlich von den Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union (EU) oder der Exekutivagentur für Forschung (REA) wider.