Neuveröffentlichung
Neue Ausgabe der fzg – Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien erschienen

Sehr gerne machen wir Sie heute auf die neue und letzte Ausgabe der
Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien aufmerksam: fzg 31|2025 „Wi(e)der die Natur? Annäherungen an eine umstrittene Kategorie der
Geschlechterforschung“.
Die aktuelle Ausgabe wurde von Prof. Dr. Tanja Mölders, zusammen mit Prof. Dr. Daniela Gottschlich (Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz) als Gastherausgeberinnen gestaltet. Miriam Kienesberger ist meinem einem Beitrag, zusammen mit Ann-Kristin Kühnen, mit dem Titel „Widerhall und Widerspruch: Zur Verknüpfung ökologischer, ökonomischer und feministischer Auseinandersetzungen bei Mary Mellor und Anna Lowenhaupt Tsing“ im Heft vertreten.
Warum setzt sich die letzte Ausgabe der fzg mit Natur auseinander – dieser in feministischen Debatten so umstrittenen Kategorie? Sie tut es, da Positionierungen zu Natur immer auch Positionierungen im Feld der Geschlechterforschung darstellen, deren Beiträge zentral wichtig sind, um die multiplen sozial-ökologischen Krisen des 21. Jahrhunderts analysieren und bearbeiten zu können. Bereits durch den Titel Wi(e)der die Natur werden die Ambivalenzen in den Verbindungen von Natur- und Geschlechterverhältnissen abgebildet, indem dieser eine zweifache Lesart eröffnet: Wider die Natur adressiert Abgrenzungen gegen Naturalisierung in feministischen Diskursen, während Wieder die Natur nach unterschiedlichen Öffnungen gegenüber der Naturfrage als feministischem transformativem Konzept fragt. Dabei ist nicht nur der aktuelle Stand der Forschungen interessant, sondern auch und vor allem die Genese einer Debatte. So werden neue und alte Materialismen und die Frage nach dem Stellenwert sozial-konstruktivistischer Theoriebildungen diskutiert. Zudem geht es um Auseinandersetzungen mit Ökonomisierungen als möglicher Verbindung zwischen ökologischen und sozialen Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Gerade durch die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Beiträge gelingt es, Kontroversen aufzuspannen, einzuordnen und weiterzuentwickeln. Nicht mit dem Ziel einer Universalisierung von unterschiedlichen Zugängen, wohl aber mit dem Anspruch, Beiträge zu einer kritischen Gesellschaftstheorie zu leisten!
Anlässlich der Veröffentlichung wird es am 8. Dezember eine Release Party geben.
